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Nahost-Ticker: Trump will Putin in Gaza-Friedensrat – laut Kreml

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Iran-Proteste 2026

Seit fast drei Wochen gehen in Iran Menschen auf die Strasse. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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Kreml: Trump will Putin in Gaza-Friedensrat +++ Irans Staatsfernsehen wohl gehackt

Die wichtigsten Ereignisse im Nahen und Mittleren Osten in der Übersicht, fortlaufend aktualisiert.
15.01.2026, 04:0419.01.2026, 11:03
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11:00
Trump will Putin im Gaza-Friedensrat
US-Präsident Trump hat laut dem Kreml den russischen Machthaber Putin zur Teilnahme am Friedensrat für den Gazastreifen eingeladen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Der Gaza-Friedensrat ist als internationales Kontroll- und Übergangsorgan angedacht und Teil des von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Friedensplans für den Gazastreifen. (rbu)
10:37
Mutmasslich Hackerangriff auf iranisches Staatsfernsehen am Sonntag
Satellitensignale des iranischen Staatsfernsehens waren Berichten zufolge kurzzeitig durch einen Hackangriff unterbrochen. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten am Sonntagabend Aufnahmen der Proteste und revolutionäre Botschaften mit Irans Kronprinzen Reza Pahlavi im laufenden Programm.



Regierungsnahe iranische Medien wiesen einen Hackerangriff zurück. Es habe sich lediglich um eine technische Störung gehandelt, die von «einigen feindlich gesinnten Medien» fälschlich als Hack dargestellt worden sei, behauptete die mit den Revolutionsgarden verbundene Nachrichtenagentur Tasnim. (rbu/sda/dpa)
10:32
Aktivisten: Mehr als 24'000 Menschen festgenommen
Die Sicherheitsbehörden der Islamischen Republik melden Festnahmen mutmasslicher «Protestführer». In der zentralen Wüstenprovinz Jasd (Yazd) berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahe steht, über die Verhaftung von «Anführern und terroristischen Akteuren der Unruhen».

Mehr als 24'000 Menschen seien im Rahmen der aktuellen Protestwelle festgenommenem worden, berichtete das Menschenrechtsnetzwerk HRANA. Auch das Critical Threats Project (CTP) berichtete über eine grossangelegte Verhaftungskampagne. Der Staat setze seine Repressionen fort «und verstärkt sie sogar noch, um jegliche Protestaktivitäten zu verhindern», hiess es in der Analyse. (sda/dpa)
10:09
Aktivisten verifizieren fast 4000 Tote bei Iran-Protesten
Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA verifizierte bislang 3919 Tote bei den Massenprotesten in Iran.

Das geht aus einem Bericht der Aktivisten hervor. Weitere knapp 9000 Todesfälle würden noch untersucht. Neben 3685 getöteten Demonstranten kamen demnach auch 178 Sicherheitskräfte ums Leben.



Das Internet in Iran bleibt unterdessen den elften Tag in Folge gesperrt. Nur langsam dringen weitere Aufnahmen und Videos nach aussen, die das volle Ausmass der brutalen Niederschlagung der Massenproteste vom 8. und 9. Januar zeigen. Ein vielfach geteiltes Video in den sozialen Netzwerken zeigt schreiende und fliehende Demonstranten in einem belebten Teil der Hauptstadt Teheran, als staatliche Repressionskräfte das Feuer auf die Menge eröffnen.

Die tatsächliche Zahl der getöteten Demonstranten könnte Berichten zufolge deutlich höher liegen. Laut Informationen der britischen Zeitung «The Sunday Times» sollen zwischen 16'500 und 18'000 Menschen getötet worden sein. Mitarbeiter in acht grossen Augenkliniken und 16 Notaufnahmen im Land hätten die Zahlen zusammengestellt. (sda/dpa)
20:09
Schah-Sohn Pahlavi kündigt Rückkehr in den Iran an
Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, hat aus seinem Exil in den USA seine Rückkehr in den Iran angekündigt. Ein Datum nannte der 65-Jährige nicht. Völlig offen ist, ob Pahlavi in das Land überhaupt einreisen darf und welche Folgen ihm als Oppositionspolitiker drohen.

In einer Videobotschaft auf X sagte Pahlavi laut Übersetzung, die Menschen im Iran lehnten nicht nur das Regime ab, sondern forderten einen glaubwürdigen neuen Weg in die Zukunft. Es sei nun an der Zeit, dass sich die internationale Gemeinschaft voll und ganz hinter sie stelle. «Ich werde zurückkehren», sagte Pahlavi - eine Aussage, die er in den vergangenen Monaten wiederholt hat.

In dem Video wurde der Satz eingeblendet: «Das ist die letzte Schlacht.» Ohne Belege sagte Pahlavi, dass 12.000 Menschen bei den Massendemonstrationen binnen 48 Stunden getötet worden seien. Diese Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden.

Pahlavi, den sein autoritär regierender Vater, der letzte Schah von Iran, einst zum Kronprinzen ernannte, lebt seit Jahrzehnten im Exil in den USA. Während der jüngsten Massenproteste beanspruchte er aus dem Ausland eine Führungsrolle in der zerstrittenen und zersplitterten iranischen Opposition. Vor allem in den sozialen Medien hat er sich ein Millionenpublikum aufgebaut.

Pahlavis Rolle bleibt umstritten. Während einige ihn als Hoffnungsträger sehen, kritisieren andere seine politische Intransparenz und den konfrontativen Stil seiner Anhänger

Im Iran existiert seit Jahren keine anerkannte organisierte Oppositionskraft. Viele Menschen setzen daher auf internationale Unterstützung. Bei aktuellen Demonstrationen wurde mehrfach der Slogan «Lang lebe der König» gerufen – ein direkter Hinweis auf Pahlavi. Wie gross sein tatsächlicher Einfluss im Land ist, bleibt jedoch schwer einzuschätzen. (sda/dpa)
19:43
Syrischer Präsident verschiebt Deutschlandbesuch
Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat seinen für Montag und Dienstag geplanten Deutschlandbesuch verschoben. Grund sei die innenpolitische Lage in Syrien, bestätigte ein Sprecher der deutschen Bundesregierung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Al-Scharaa sollte Bundeskanzler Friedrich Merz sowie mehrere Minister und Wirtschaftsvertreter treffen.

Geplant waren Gespräche über die Rückführung syrischer Flüchtlinge und den Wiederaufbau Syriens nach fast 14 Jahren Bürgerkrieg. Kritik an dem Besuch kam unter anderem von kurdischen und alawitischen Gemeinden in Deutschland, die der syrischen Führung Unterdrückung von Minderheiten vorwerfen. Für die Besuchstage waren Demonstrationen angekündigt.

In Syrien war es zuletzt erneut zu Gewalt gekommen. Am Sonntag erklärte die Regierung in Damaskus, mit den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) eine umfassende Waffenruhe vereinbart zu haben. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana sprach von einer sofortigen Feuerpause an allen Fronten, eine Bestätigung der SDF lag zunächst nicht vor.

Der US-Sondergesandte für Syrien, Tom Barrack, begrüsste die Einigung und sprach von einem Wendepunkt. Die Umsetzung der Waffenruhe gilt jedoch als ungewiss. Der Konflikt zwischen Damaskus und den Kurdenmilizen ist von gegenseitigem Misstrauen geprägt und hatte bereits früher trotz Abkommen wieder zu Kämpfen geführt. (mke/sda/dpa)
17:30
Irans Präsident: Bei Angriff auf Chamenei umfassender Krieg
Irans Präsident Massud Peseschkian hat die USA vor den drastischen Folgen eines Angriffs auf den obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei, gewarnt. «Jede Aggression gegen den obersten Führer unseres Landes ist gleichbedeutend mit einem umfassenden Krieg gegen die iranische Nation», schrieb Peseschkian auf X.

Zuvor hatte sich US-Präsident Donald Trump für einen Regierungswechsel im Iran ausgesprochen. «Es ist Zeit, nach einer neuen Führung im Iran zu suchen», sagte Trump dem Nachrichtenportal «Politico». Die Machthaber in Teheran stützten ihre Herrschaft auf Unterdrückung und Gewalt.

Zugleich machte Peseschkian allein internationale Sanktionen für die Wirtschaftskrise im Land verantwortlich. Wenn die Menschen im Iran in ihrem Leben mit Not und Schwierigkeiten konfrontiert seien, dann liege das vor allem an der «langjährigen Feindseligkeit und den unmenschlichen Sanktionen der Regierung der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten».

Die USA und die Europäische Union verhängen seit Jahren Sanktionen gegen den Iran. Gründe dafür sind unter anderem das iranische Atom- und Raketenprogramm, die Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Region wie der Terrororganisation Hamas, der libanesischen Hisbollah oder der jemenitischen Huthi-Miliz. Ausserdem werden dem Iran schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.

Als weitere Ursache der wirtschaftlichen Misere gilt strukturelles Missmanagement innerhalb des Landes. Hinzu kommen Korruption und fehlende wirtschaftliche Reformen – Faktoren, die von internationalen Expertinnen und Experten regelmässig hervorgehoben werden. (sda/dpa)
13:12
Bericht: Bis zu 18'000 Tote nach Protesten im Iran
Bei den Massenprotesten im Iran sollen nach Informationen der Zeitung «The Sunday Times» 16'500 bis 18'000 Menschen getötet worden sein. Mitarbeiter in acht grossen Augenkliniken und 16 Notaufnahmen im Land hätten die Zahlen zusammengestellt. Demnach sollen weitere 330'000 bis 360'000 Menschen verletzt worden sein. Mindestens 700 bis 1000 Menschen hätten ein Auge verloren. Allein in der Noor-Klinik, einem Augenkrankenhaus in Teheran, seien 7.000 Augenverletzungen dokumentiert worden.

Irans oberster Führer Ali Chamenei hatte am Samstag erstmals eingeräumt, dass es Tausende Tote während der Proteste gegeben habe.

Die Iran-Expertin Holly Dagres von der Denkfabrik Washington Institute erklärte auf X, ein Diplomat habe ihr bestätigt, seine Botschaft halte eine Zahl von 12'000 Todesopfern für zutreffend.

Das in den USA ansässige Aktivistennetzwerk Hrana berichtete auf X, 3308 Todesfälle seien bestätigt. Weitere 4382 würden geprüft. Mindestens 24'266 Menschen seien festgenommen worden.

Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Die Berichterstattung über die Opfer nach dem gewaltsamen Vorgehen von Sicherheitskräften gegen Demonstrierende ist erschwert, weil die iranische Führung am 8. Januar eine Internetsperre verhängt hat. Eine der wenigen Möglichkeiten, die Blockade zu umgehen, bietet das Satelliten-Internet Starlink von Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX.

Aktivisten rechnen damit, dass die Opferzahlen weiter ansteigen, sobald mehr Informationen nach aussen dringen. (sda/dpa)
11:57
Regierung bestätigt: Mindestens 5000 Tote nach Protesten im Iran
Bei den Protesten im Iran sind laut Behörden mindestens 5000 Menschen getötet worden. Das bestätigt am Sonntag ein iranischer Regierungsvertreter, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Unter den Toten befinden sich offenbar mindestens 500 Sicherheitskräfte. Für die Tötung «unschuldiger Iraner» machte er «Terroristen und bewaffnete Randalierer» verantwortlich.

Das Regime in Teheran gehe derzeit nicht davon aus, dass die Todeszahlen noch weiter steigen werden. (hkl)

10:51
Irans Justiz: Bislang keine Todesurteile verhängt
Die iranische Justiz hat nach Angaben eines Sprechers bislang keine Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten verhängt. Der Sprecher sagte laut der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews, dies sei «ein strenger und langwieriger Prozesse», der Monate oder Jahre dauern könne.

Der Sprecher sprach von angeblichen «Söldnern» der israelischen und US-amerikanischen Geheimdienste Mossad und CIA. Er erklärte weiter, die Justiz bemühe sich, zwischen getäuschten Demonstrierenden und den eigentlichen Anstiftern zu unterscheiden. Erst wenn ausreichende Beweise vorlägen, würden gegen die Anstifter harte Strafen verhängt.

Diese Darstellung entspricht der Linie iranischer Behörden, die Proteste häufig als vom Ausland gesteuert bezeichnen. (sda/dpa)
16:25
Teherans Staatsanwalt widerspricht Trump-Äusserungen
Der Teheraner Staatsanwalt Ali Salehi hat Äusserungen von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach der Iran die Todesurteile gegen Hunderte festgenommene Menschen gestoppt habe. Ali Salehi sprach laut der iranischen Rundfunkagentur Iribnews von «leeren und unbegründeten Worten». Die Reaktion auf die jüngsten Demonstrationen werde «entschlossen, abschreckend und schnell» sein.



Irans oberster Führer Ali Chamenei sagte danach in einer Rede, die «Schuldigen» im Land würden nicht ungeschoren davonkommen. «Wir werden den Unruhestiftern den Rücken brechen», so Chamenei.

Trump hatte am Freitag erklärt, ein US-Militärschlag sei unter anderem deshalb ausgeblieben, weil der Iran die Hinrichtungen von Demonstrierenden abgesagt habe. Auf die Frage, ob ihm israelische und arabische Politiker einen Militärschlag ausgeredet hätten, sagte Trump: «Niemand hat mich überzeugt. Ich habe mich selbst überzeugt.» Er verwies darauf, dass die iranischen Behörden die Hinrichtung von 800 Menschen abgesagt hätten. «Das hatte einen grossen Einfluss gestern», so Trump. Das Weisse Haus nannte für die angeblich abgesagten 800 Hinrichtungen keine Quelle. (sda/dpa)
11:18
Irans Sicherheitsbehörden gestatten wieder Nutzung von SMS
Im Iran bleibt der Zugang zum globalen Internet den zehnten Tag in Folge gesperrt. Seit Samstag können Iranerinnen und Iraner in dem Land mit rund 90 Millionen Menschen aber erstmals wieder per Mobilfunk SMS-Textnachrichten versenden, wie Bewohner aus der Hauptstadt Teheran berichteten. Aus dem Ausland versendete SMS kommen im Iran nicht an.

Bislang waren alle Messenger-Dienste gesperrt. Als Folge der neuen Regelung können Menschen auch wieder Online-Banking nutzen. Dafür ist immer eine Zwei-Faktor-Autorisierung per SMS notwendig.

Regierung setzt auf staatlich kontrolliertes Intranet

Seit vergangenem Wochenende können Nutzer auch auf das nationale Intranet zugreifen. Dies erlaubt, ausschliesslich staatlich kontrollierte Webseiten zu verwenden. Dienste aus dem Ausland bleiben blockiert.

Seit Jahren existiert eine Parallelstruktur iranischer Apps zu beliebten Anwendungen wie WhatsApp, Telegram oder Google Maps – unter Aufsicht der Sicherheitsbehörden. Damit entfällt faktisch die Anonymität im Netz.

Die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks meldet, dass im Iran der Zugang zum Internet seit dem 8. Januar fast vollständig unterbrochen ist. Die Messwerte zeigten einen sehr leichten Anstieg auf zwei Prozent des normalen Niveaus. Es gebe keine Anzeichen für eine signifikante Erholung.

Sorge vor längerer Blockade des Internets

Unterdessen wachsen die Sorgen, dass das globale Internet im Iran noch lange gesperrt bleibt. Das Exilportal «Iranwire» berichtete am Freitag, die Blockade könnte bis zum persischen Neujahrsfest Ende März andauern. Das Portal berief sich auf Aussagen der Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani. Gut informierten Kreisen in Teheran zufolge ist eine Entscheidung zwar noch nicht gefallen, es ist jedoch von mindestens zwei weiteren Wochen Sperre die Rede.

Iranische Sicherheitsbehörden hatten die Blockade am Abend des 8. Januar verhängt. Auslöser war der Beginn von Massenprotesten gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Sicherheitskräfte gingen dabei gewaltsam vor. Iranische Menschenrechtsgruppen meldeten mehr als 3.400 Tote. Genaue Zahlen lassen sich wegen der Informationssperre kaum überprüfen. (sda/dpa)
7:36
US-Regierung beruft Blair in Gaza-Gremien
US-Präsident Donald Trump hat den britischen Ex-Premier Tony Blair in ein Gremium berufen, das die Ziele seines «Friedensrats» im Gazastreifen umsetzen soll. Dem Gründungsvorstand (founding Executive Board) gehören nach Angaben des Weissen Hauses zudem US-Aussenminister Marco Rubio, Weltbank-Präsident Ajay Banga, der US-Geschäftsmann Marc Rowan, Trump-Berater Robert Gabriel sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff an. Das Gremium soll den Wiederaufbau und die Verwaltung in dem vom Krieg zwischen Israel und der islamistischen Terrororganisation Hamas grossflächig zerstörten Gebiet steuern. (sda)




22:38
Europäische Flugsicherheitsbehörde warnt Fluggesellschaften
Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA ruft Fluggesellschaften auf, den iranischen Luftraum vorerst zu meiden. Auch im Luftraum benachbarter Länder sei Vorsicht geboten, besonders wenn es dort US-Militärstützpunkte gebe, heisst es in einer Mitteilung der EASA. Die Warnung ist eine Reaktion auf die angespannte Lage im Iran. Sie gilt demnach zunächst für einen Monat.

Als Grund nennt die EASA unter anderem, dass die iranische Luftverteidigung wegen einer möglichen Militäraktion der USA in erhöhter Alarmbereitschaft sei. Der «mögliche Einsatz einer Vielzahl von Waffen und Luftabwehrsystemen in Verbindung mit unvorhersehbaren Reaktionen des Staates und der potenziellen Aktivierung von Flugabwehrsystemen» stelle auch eine Gefahr für die zivile Luftfahrt dar, heisst es in der Mitteilung. Man beobachte die Lage weiterhin genau, um die Risikolage beurteilen zu können. (sda)

Das Wichtigste

  • Im Iran kommt es seit dem Jahreswechsel zu heftigen Protesten gegen das Mullah-Regime. Auslöser war der Zerfall der iranischen Währung Rial sowie die seit langem andauernde Repression im Land.
  • Das Regime hat das Internet gesperrt und geht mit grosser Gewalt gegen die Demonstrierenden vor. Menschenrechtsorganisationen sprechen von bis zu 20'000 Toten seit Protestbeginn.
  • US-Präsident Donald Trump hat den Protestierenden Hilfe in Aussicht gestellt. Wie diese aussehen soll, ist nicht klar. Das Mullah-Regime droht den USA bei einem Eingreifen mit Gegenschlägen.
  • Im Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza kam es im Oktober 2025 zu einer Waffenstillstandsvereinbarung. Die Lage ist aber weiter fragil.
  • Zuletzt häuften sich Berichte, wonach sowohl die Hamas als auch Israel Vorbereitungen für neuerliche Kämpfe treffen.

Die Folgen des Kriegs in Gaza:

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