International
Medien

Claas Relotius soll auch Spendengelder veruntreut haben

epa07241920 German journalist Claas Relotius holds his award trophy of the CNN Journalist Award 2014, in Munich, Germany, 27 March 2014 (issued 20 December 2018). German weekly magazine 'Der Spie ...
Relotius gewann für seine Texte zahlreiche Preise.Bild: EPA/EPA

Nach Fälschungsskandal: Star-Reporter soll auch Spendengelder veruntreut haben

22.12.2018, 20:3622.12.2018, 21:50

Der Skandal um den «Spiegel»-Reporter Claas Relotius weitet sich aus: Offenbar hat Relotius auch Spendengelder veruntreut. So soll Relotius Lesern des Magazins einen Spendenaufruf geschickt haben, um Geld für Waisenkinder in der Türkei zu sammeln - das Geld landete aber offenbar auf seinem privaten Konto, wie der «Spiegel »berichtet. 

Die Redaktion habe nichts von der Spendenaktion gewusst. Leser hätten sie nun darauf aufmerksam gemacht. Wie viele Leser dem Aufruf gefolgt und wie viel Geld zusammengekommen seien, ist derzeit noch nicht bekannt. Relotius habe am 9. Juli im Magazin eine Reportage über zwei syrische Geschwister veröffentlicht und für die Kinder zu Spenden aufgerufen. Das Magazin schreibt, es werde alle gesammelten Informationen der Staatsanwaltschaft im Rahmen einer Strafanzeige zur Verfügung stellen.

Diese Woche war bekannt geworden, dass der Reporter in grossem Umfang seine eigenen Geschichten gefälscht und Protagonisten erfunden hat. (kün)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Sollen sie doch L.A. auslöschen»: Trump sorgt mit Aussage für Empörung
Donald Trump sorgte am Montagabend bei einer Wahlkampfveranstaltung für Aufsehen. Bei einer Rede deutete der 80-Jährige an, er würde Los Angeles oder San Diego vom Iran «auslöschen» lassen. Der US-Präsident sagte, dies sei ein kleiner Preis für den Schutz des Landes.
Zur Story