Rapper Kollegah in Düsseldorf in schweren Unfall verwickelt
Der in Düsseldorf lebende Rapper Kollegah, bürgerlich Felix Antoine Blume, ist in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden. Auf seinem Instagram-Profil veröffentlichte der 41-Jährige am Sonntagabend ein Video, in dem man den Totalschaden seines Maybachs sieht. Dieser wird abgeschleppt, dahinter steht der verunfallte Lkw.
«Der LKW raste mit über 100 km/h in den 15 km/h schnellen Maybach», erklärt Kollegah in dem Video. Die geringe Geschwindigkeit deutet darauf hin, dass der Rapper wohl im Stau stand und bei geringer Geschwindigkeit vom Lkw erfasst wurde.
Dabei hatte er laut eigenen Angaben Glück im Unglück: «Ich drehte mich, prallte in eine Mauer. Der Airbag ging nicht auf. Dennoch stieg ich unverletzt aus und bedankte mich bei Gott, dass er mich ein weiteres Mal beschützt hat.»
Unter dem Video finden sich zahlreiche Solidaritätsbekundungen von Fans und Rapperkollegen, die sich freuen, dass Kollegah nichts passiert ist. Auf welcher Autobahn der Unfall geschah und wie es dem Lkw-Fahrer geht, ist bislang nicht bekannt.
Kollegah: Einer der bekanntesten und kontroversesten Rapper
Kollegah ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Rapper Deutschlands. Seit Mitte der 2000er-Jahre veröffentlicht er bereits Musik und erhielt durch Alben wie «King» und «Zuhältertape» zahlreiche Gold- und Platinauszeichnungen.
Sein Stil ist dem Gangsta-Rap zuzuordnen. Kritiker warfen ihm Gewaltverherrlichung, Sexismus und Homophobie vor. Zudem wurde er wiederholt dafür kritisiert, antisemitische Bildsprache in seiner Musik zu nutzen. Bei der Echo-Verleihung 2018 an Kollegah und den Rapper Farid Bang kam es dahingehend zu einem Eklat: Zahlreiche Musiker kritisierten die Vergabe an die beiden, die mit einer Zeile über Auschwitz-Insassen aufgefallen waren. Anschliessend wurde der Echo abgeschafft.
Der Rapper selbst wies die Vorwürfe stets ab und begründete seine Texte mit künstlerischer Freiheit. Für die Zeile entschuldigte er sich allerdings und besuchte im selben Jahr das Konzentrationslager in Auschwitz. Kollegah kündigte an, die Begriffe «Holocaust» und «Auschwitz» nie mehr in seinen Songs zu nutzen. Er habe eingesehen, «dass das echt verletzend sein kann».

