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Eine «Geste des Friedens» – Pakistan wird indischen Piloten freilassen



epa07403435 People hold depection of captured Indian Air Force Pilot Wing Commander Abhinandan, as they shout anti-India slogans during a protest in Lahore, Pakistan, 28 February 2019. Pakistan's Prime Minister Imran Khan on 27 February, offered talks to India amid escalating military tension after the two countries claimed to have shot down each other's fighter planes in cross-border aerial strikes in disputed Kashmir region. reiterated his offer to carry out an investigation into an attack in India-administered Kashmir on 14 February that killed 42 Indian paramilitary troopers and which is at the heart of the latest spike in military and diplomatic tension between India and Pakistan.  EPA/RAHAT DAR

Eine Pakistani hält das Bild des gefangengenommenen Piloten hoch, Lahore, Pakistan. Bild: EPA/EPA

Nach der jüngsten militärischen Konfrontation zwischen Pakistan und Indien will Pakistan einen am Mittwoch gefangengenommenen indischen Piloten am Freitag freilassen. Das sagte der pakistanische Ministerpräsident, Imran Khan, im Parlament in Islamabad am Donnerstag.

Die Freilassung sei eine «Geste des Friedens», hielt er fest. Die Spannungen zwischen den verfeindeten Atommächten Indien und Pakistan hatten sich in den vergangenen Tagen zugespitzt.

Nachdem Indiens Luftwaffe in der Nacht zum Dienstag zum ersten Mal seit 1971 einen Angriff auf pakistanischem Gebiet geflogen hatte, schoss Pakistan nach eigenen Angaben am Mittwoch zwei indische Kampfflugzeuge ab. Ein indischer Pilot sei danach festgesetzt worden.

Khan hatte bereits am Mittwoch in einer Fernsehansprache Indien Gespräche angeboten. Indiens Regierung um die hindu-nationalistische Partei BJP von Premierminister Modi steht allerdings unter Druck, Stärke zu zeigen, weil in wenigen Monaten eine Parlamentswahl ansteht. In den vergangenen Tagen, so auch in der Nacht zu Donnerstag, gab es Berichte über Schusswechsel und Truppenbewegungen entlang der De-facto-Grenze in Kaschmir.

Pilot lobt Tee

Ein indischer Pilot sei festgesetzt worden. Pakistans Armeesprecher Asif Ghafoor veröffentlichte auf Twitter ein Foto des offenbar im Gesicht verletzten Oberstleutnants.

In this image taken from video released by Pakistan's military, showing what they claim to be an Indian pilot who was captured after his plane was shot down by Pakistan's Air Force in the country's part of Kashmir.  Pakistan’s military said Wednesday it shot down two Indian warplanes in the disputed region of Kashmir and captured a pilot, answering an air strike a day earlier by Indian aircraft inside Pakistan. (Pakistan military via AP)

Der indische Pilot mit einer Tasse Tee. Bild: AP/Pakistan Military

In einem von der pakistanischen Armee verbreiteten Video erklärte der Oberstleutnant, er werde gut behandelt. Er sei «sehr beeindruckt» von der pakistanischen Armee. Der Tee, den er bekommen habe, sei zudem «fantastisch».

Indiens Aussenministerium bestellte nach eigenen Angaben den pakistanischen Botschafter ein und beschwerte sich über diese «vulgäre Darstellung» des Gefangenen, die gegen internationales Recht und die Genfer Konvention verstosse. Indien erwarte seine sofortige, sichere Rückkehr.

Evakuierungen an der Grenze

Am Donnerstag sind wegen andauernder Zusammenstösse in Kaschmir mehrere hundert Familien aus Grenzdörfern auf der pakistanischen Seite Kaschmirs evakuiert worden. Die Evakuierungen seien erfolgt, nachdem es in der Nacht von indischer Seite Maschinengewehr- und Artilleriebeschuss gegeben habe, erklärte der lokale Informationsminister, Mushtaq Minhas.

Seit der Unabhängigkeit des früheren Britisch-Indien und seiner Trennung in Indien und Pakistan im Jahr 1947 beanspruchen die beiden Länder Kaschmir für sich - sie kontrollieren jeweils einen Teil. Die heutigen Atommächte führten bereits zwei Kriege um das Himalaya-Tal.

Khan hatte bereits am Mittwoch Indien Gespräche angeboten. Indiens Regierung um die hindu-nationalistische Partei BJP von Premierminister Modi steht allerdings unter Druck, Stärke zu zeigen, weil in wenigen Monaten eine Parlamentswahl ansteht.

China will vermitteln

Zahlreiche Länder äusserten Besorgnis über die Situation. China bot am Donnerstag an, zu vermitteln. Peking sei bemüht, Gespräche zwischen beiden Seiten voranzutreiben, sagte Chinas Aussenminister Wang Yi laut einer Mitteilung nach einem «dringenden» Anruf des pakistanischen Aussenministers Qureshi. Wang Yi drückte demnach tiefe Besorgnis über die Eskalation aus und rief beide Seiten zur Zurückhaltung auf.

Auch US-Präsident Donald Trump äusserte sich zu den Spannungen. Er sagte in Hanoi, die USA seien involviert gewesen, die Vorgänge zu stoppen, und es gebe Nachrichten, dass es zu einem Ende komme. Was er genau meinte, blieb unklar. (sda/afp)

Pakistans erste Transgender TV-Moderatorin

Video: srf

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