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Russland

Russischer General bei Autoexplosion getötet

This image taken from video provided by Investigative Committee of Moscow on Monday, Dec. 22, 2025, shows the scene where Lt. Gen. Fanil Sarvarov, head of the Operational Training Directorate of the R ...
Unter dem Fahrersitz soll eine Bombe versteckt gewesen sein.Bild: keystone

Russischer General durch Autobombe in Moskau getötet

Erneut ist in Moskau ein russischer General durch einen Bombenanschlag getötet worden. Das Staatliche Ermittlungskomitee teilte mit, Generalleutnant Fanil Sarwarow sei einer Autobombe zum Opfer gefallen. Der Sprengsatz sei unter dem Fahrzeug angebracht gewesen.
22.12.2025, 08:3822.12.2025, 16:23

«Die Ermittler prüfen verschiedene Versionen des Mordes. Eine davon ist die Version, dass das Verbrechen von den ukrainischen Geheimdiensten organisiert wurde», schrieb Sprecherin Swetlana Petrenko auf Telegram.

Einsätze gegen Ukraine, Syrien, Tschetschenien

Sarwarow (56) diente zuletzt als Abteilungsleiter im russischen Generalstab, zuständig für operative Ausbildung, und war damit in den Angriffskrieg gegen die Ukraine verwickelt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums war er zwischen 1992 und 2003 mehrere Jahre im Krieg gegen die Unruheregion Tschetschenien im Nordkaukasus eingesetzt. Auch war er 2015/16 am russischen Militäreinsatz in Syrien zur Stützung des Machthabers Baschar Al-Assad beteiligt.

Ort der Explosion war den Angaben nach ein Parkplatz in einem Wohnviertel im Süden Moskaus. Unter dem Auto des Generals sei mutmasslich eine Haftmine angebracht gewesen, berichtete die Zeitung «Kommersant». Er habe sich ans Steuer gesetzt, sei ein paar Meter gefahren, dann sei die Bombe explodiert. Nach Angaben russischer Telegramkanäle wurde Sarwarow schwer verletzt und starb später im Spital.

Vor einem Jahr Anschlag auf Chef der ABC-Truppen

Vor fast genau einem Jahr, am 17. Dezember 2024, war in Moskau der General Iwan Kirillow, Kommandeur der russischen Abwehr gegen atomare, biologische und chemische Angriffe, ebenfalls bei einem Bombenanschlag getötet worden. Damals war der Sprengstoff in einem geparkten Elektroroller versteckt und wurde ferngezündet. Der ukrainische Geheimdienst reklamierte die Tat für sich. Ein weiterer General starb im April 2025 in Moskau durch einen Sprengstoffanschlag.

Ausser den Generälen sind in Russland in den vergangenen Jahren weitere Personen, die in den russischen Angriffskrieg verwickelt waren, durch Anschläge getötet worden. So fiel im August 2022 die Propagandistin Darja Dugina einer Autobombe zum Opfer. Sie war die Tochter des rechtsnationalistischen russischen Vordenkers Alexander Dugin.

Im April 2023 tötete eine Bombe den russischen Militärblogger Wladlen Tatarski in einem Café in St. Petersburg. Eine junge Frau übergab ihm eine kleine Statue mit dem versteckten Sprengsatz. Sie wurde wegen Terrorismus verurteilt. (dab/sda/dpa)

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88 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Yupidu
22.12.2025 08:58registriert März 2020
Ist es die neue Version des Fenstertees? Wenn von UA, weiter so👍
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Sunstich
22.12.2025 08:50registriert Mai 2020
Dagegen hat Prigoschin‘s „Ende“ ja scho fast eine gewisse Eleganz an den Tag gelegt. Putin scheinen Geduld/Leute für Teeparties und Balkonunfälle auszugehen...
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Pfosten
22.12.2025 10:02registriert März 2019
Klassischer Fall von Herzstillstand 😔
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88
Kanada ist für Trump eine Brücke zu weit
Der Handelsstreit mit dem Nachbarn hat für den US-Präsidenten unerwünschte Nebenwirkungen.
Der Ausdruck «A bridge too far» steht für Angelsachsen für das, was wir unter «Hochmut kommt vor dem Fall» verstehen. Er bezieht sich auf ein historisches Ereignis im Zweiten Weltkrieg. Nach der erfolgreichen Landung in der Normandie wollten die Alliierten möglichst rasch in Deutschland einmarschieren. Im Herbst 1944 schickten sie zu diesem Zweck einen Stosstrupp in die niederländische Stadt Arnheim, um eine strategisch wichtige Brücke über den Rhein zu erobern. Das war die besagte Brücke zu weit. Die Alliierten mussten sich unter hohen Verlusten zurückziehen. 1977 hat der Regisseur Richard Attenborough aus diesem Ereignis einen epischen Kriegsfilm gemacht.
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