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Joseph Deiss, ehemaliger Bundesrat. Er führte die Schweiz 2002 in die Uno. Bild: KEYSTONE

Alt Bundesrat Joseph Deiss: «Die beste Variante wäre der EU-Beitritt»

Der frühere CVP-Bundesrat Joseph Deiss sagt, was andere nicht mal zu denken wagen: dass die Schweiz mit einem Beitritt an Souveränität gewinnen würde.

Henry Habegger / ch media



Das neue Buch des ehemaligen Bundesrats Joseph Deiss heisst «Quand un cachalot vient de tribord ...». Der einstige Aussen- und Wirtschaftsminister nimmt damit eine Aussage des Seefahrers Olivier de Kersauson auf, die auf Deutsch übersetzt lautet: Kommt ein Pottwal von Steuerbord, hat er Vortritt. Kommt er von Backbord, auch.

In Ihrem Buch sagen Sie: Wenn die Schweiz eigenständig bleiben will, muss sie der EU beitreten. Wollen Sie provozieren?
Joseph Deiss: Das ist das erste Mal, dass mich ein Journalist als provokativ einstuft. Ich sage es aber nicht so, sondern: «Der EU-Beitritt wäre ein Gewinn an Souveränität.» In Brüssel werden laufend Beschlüsse gefällt, die, ob wir es wollen oder nicht, die Schweiz tangieren. Wir können nur darauf Einfluss nehmen, wenn wir auch mit dabei sind und mitentscheiden.

Sie schreiben, das EWR-Nein sei ein «historischer Irrtum des Schweizer Volkes» gewesen.
Wir haben damals ein Angebot der EU abgeschlagen, welches wir nie mehr so günstig bekommen werden. Viele der heute anstehenden Probleme wären seit langem gelöst. Wir wären wenigstens dort angelangt, wo sich unser Nachbar Liechtenstein längstens befindet. Die Beitrittsfrage bliebe jedoch offen.

«Wer ständig die Nase rümpft, wird nicht mehr eingeladen.»

Kaum ein Politiker wagt es, das Wort EU-Beitritt noch in den Mund zu nehmen. Erhalten Sie böse Briefe?
Ich sage das aus nüchterner Überzeugung. Bis jetzt hat man mich aber ziemlich in Ruhe gelassen. Das Buch ist Französisch und in der deutschen Schweiz hat man es wohl noch nicht wahrgenommen.

Durch die Nichtteilnahme an der EU habe die Schweiz freiwillig eine Souveränität abgegeben, schreiben Sie auch. Ist die Schweiz heute nicht souverän?
Natürlich ist sie souverän. Und würde es auch nach einem Beitritt bleiben. Aber in der Gestaltung unserer Beziehungen mit unserem weitaus wichtigsten Partner hinken wir ständig hinterher. Vieles müssen wir wohl oder übel übernehmen oder erdulden, wenn die Suppe bereits gekocht ist. Auch beim UNO-Beitritt bestanden solche Bedenken. In Tat und Wahrheit hat dieser Schritt unserer Aussenpolitik aber weite neue Felder erschlossen und sich entgegen allen Behauptungen als Souveränitätsgewinn herausgestellt.

Ein EU-Befürworter wie Sie würde heute kaum mehr Bundesrat. Was ist passiert in den letzten 20 Jahren?
Ich wäre da nicht so pessimistisch wie Sie. Ich will aber beifügen, dass ich mich während meiner Amtszeit stets redlich und engagiert für die bilateralen Verträge starkgemacht habe. Ich bin übrigens der einzige, der im Namen des Bundesrates alle Verträge der Bilateralen I und II unterschreiben durfte. Ich bin sehr stolz darauf, denn dieses Vertragswerk hat es der Schweiz erlaubt, sich ab dem Jahr 2000 aus der nach dem EWR-Nein entstandenen Flaute wieder auf den Wachstumspfad zu begeben.

«Wenn ein Land seine vitalen Herausforderungen in politische Tabus verwandelt, ist Stillstand garantiert.»

Da sagen die EWR-Gegner aber etwas anderes.
Die von den Gegnern prophezeiten Nachteile sind ausgeblieben: zum Beispiel fast 20 Jahre Freizügigkeit mit der EU und kein Jota mehr an Arbeitslosigkeit, geschweige denn Lohndruck. Diese Abkommen stellen heute das Machbare, aber auch das Unabdingbare dar. Wir müssen alles unternehmen, um sie aufrechtzuerhalten. Denn wer ständig die Nase rümpft, wird am Ende nicht mehr eingeladen.

Der EU-Beitritt ist bei Bundesrat und Parteien heute ein Tabu. Was halten Sie von dieser Strategie?
Wenn ein Land seine vitalen Herausforderungen in politische Tabus verwandelt, ist Stillstand garantiert. Die Frage der Zusammenarbeit der europäischen Staaten, die Schweiz inbegriffen, ist für die Zukunft unseres Kontinents in Anbetracht der wachsenden Rivalitäten aus Amerika, Russland, China und Asien allgemein sowie künftig auch aus Afrika von existenzieller Wichtigkeit. Nur ein europäischer Schulterschluss wird unseren Kontinent zu diesem Machtkampf befähigen.

Sind unsere Politiker mutlos oder waren Sie zu draufgängerisch?
Leider hat die stete Verteufelung der EU dazu geführt, dass unser natürliches Teilhaben am Geschehen auf unserem Kontinent zum Crash-Szenario degradiert worden ist. Ich betrachte es nicht als Draufgängertum, für sein Land die beste Variante zu empfehlen.

«Ich werfe der EU auch vor, die Schweiz unfair zu behandeln.»

Sie schreiben, manchmal, wenn der Druck aus dem Ausland gross sei, dann gehe es schnell, wie beim Bankgeheimnis. Passiert das Gleiche mit dem EU-Beitritt?
Das ist nun etwas zu frei übersetzt. Ich frage Sie aber, wie souverän sah die Schweiz aus, als sie mit Amerika oder Europa den Informationsaustausch einführte? Und es gäbe da noch weitere Beispiele. Etwa das Fiasko in den Bereichen Erasmus oder der Forschungszusammenarbeit mit der EU.

Sie werfen der EU aber auch vor, sie streite sich, verfalle in Nationalismus und Populismus, verliere Boden an die USA, Russland, China, bald auch Afrika. Geht Europa unter?
Untergehen sicher nicht. Aber stagnieren schon. In mehr als einem Dutzend EU-Mitgliedstaaten ist heute die Bevölkerungszahl, trotz Migration, rückläufig. Ungarn zum Beispiel ist von über 10.5 Millionen auf 9.8 Millionen geschrumpft. Aber ich werfe der EU auch vor, die Schweiz unfair zu behandeln und unsere heutigen grossen Beiträge an das Wohl Europas kleinzureden. Ich denke an den satten Überschuss der Handelsbilanz der EU mit der Schweiz, die monumentalen Alpentransversalen oder die Tatsache, dass im Rahmen der Freizügigkeit, unser Land – 1.5 Prozent der Bevölkerung Europas – etwa 10 Prozent der gesamten EU-intern wandernden Arbeitskräfte übernimmt.

Der Bundesrat setzt, so scheint es, auf Freihandel mit der ganzen Welt. Ist das denn falsch?
Nein, im Gegenteil. Das entspricht ja der Aussenhandelsstrategie, welche ich anno 2004 erstmalig dem Bundesrat, und dieser dem Parlament, im Rahmen des Aussenhandelsberichts, vorgelegt habe: Erste Priorität: weltweite Liberalisierung im Rahmen der WTO. Zweite Priorität: binnenmarktnahe Bedingungen in den Wirtschaftsbeziehungen mit den EU-Staaten. Drittens: bilaterale Freihandelsabkommen mit ausgewählten Drittstaaten wie Japan, China usw.

Dann ist ja alles bestens?
Leider muss man beifügen, dass die erst platzierte Massnahme im Rahmen der festgefahrenen Doha-Runde und dem Rückfall Präsident Trumps in den Zolltarifkrieg des 19. Jahrhunderts sehr schwierig zu verwirklichen ist. Somit sind die Prioritäten zwei und drei von grösster Bedeutung. Damit sind wir wieder beim EU-Beitritt.

Zum Schluss: Was wollen Sie uns eigentlich mit dem Pottwal-Bild sagen?
Jeder Einzelne und jedes Volk muss lernen, mit dem Unabwendbaren umzugehen.

Joseph Deiss, Quand und cachalot vient de tribord ..., Éditions de l’Aire, 2018.

Bild: zvg

Joseph Deiss – das Buch

«Kommt der Pottwal von Steuerbord ...». Das Buch von Joseph Deiss (73) ist oft witzig, selbstironisch. Etwa, wenn er seine Wahl in den Bundesrat beschreibt. Es ist immer gescheit und engagiert. Das Buch eines Mannes mit Werten und Haltung, 475 Seiten dick, leider erst auf Französisch verfügbar. Das Buch ist ein Plädoyer für Engagement und Mitarbeit der Schweiz in Europa und der Welt. Deiss’ Einsatz galt und gilt, wie er selbst irgendwo sagt, einer «modernen, friedlichen und glücklichen Schweiz».

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295Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • manhunt 09.07.2019 16:41
    Highlight Highlight „...geschweige denn Lohndruck.“
    das sehe ich ganz anders, herr deiss.
  • Quacksalber 09.07.2019 16:36
    Highlight Highlight Wer in Europa souverän sein will muss in der EU mitreden. So einfach ist das. Viele verwechseln Souveränität mit Heimattümelei.
    • Fairness 09.07.2019 20:04
      Highlight Highlight Mitreden. Träum weiter. Unser Geld wollen sie nd zu Hause sagen hätten wirentsprechend unserer Grösse sehr wenig.
  • Sarkasmusdetektor 09.07.2019 16:14
    Highlight Highlight Ich hoffe, wir treten bei solange Blocher noch lebt. Einfach nur, damit er es erlebt.
    • das Geflüster 09.07.2019 23:20
      Highlight Highlight Wirtschaftliche Indikatoren?
      So so... das meint also der kleine Mann?
    • das Geflüster 10.07.2019 18:38
      Highlight Highlight Tjuk
      Wirst du nicht erleben.

      Danke für die zahlreichen Kommentare von mir, die NICHT aufgeschaltet werden.
      Da scheint jemand seinen Job nicht richtig ernst zu nehmen.
  • Jasmin Nyff 09.07.2019 16:12
    Highlight Highlight Ja ja kein Rahmenabkommen wegen Lohnschutz und der gleichen, aber dann rein in die EU.
    Glaubt einer dann gibt es noch Lohnschutz und anderes, eher Nein
  • äti 09.07.2019 16:06
    Highlight Highlight Herr Deiss hat in allen Punkten recht. Unsere, von Rechtspopulisten, betriebene Abschottung hat zu nichts geführt ausser Streit unter Freunden. Alle mühsamen Einzelverträge sind im gesamten wesentlich schlechter als ein EWR oder ein Rahmenvertrag wäre. Das Wort 'Freiheit' heisst nichts anderes, als Abhängig von jemand anderers zu sein. Jede 'Freiheit' ist auch eine Abhängigkeit. Dumm nur, wenn man dabei nicht mitreden will: aus Arroganz oder Ignoranz oder Profitsucht oder Selbstüberschätzung.
  • Mutbürgerin 09.07.2019 15:10
    Highlight Highlight Die EU Bürger können nicht mal die EU Präsidenten wählen, noch haben sie je über die EU Mitgliedschaft abstimmen können. Modernste Knechtschaft mit überfütterten und dekadenten Bürgern.
    • pontian 09.07.2019 20:12
      Highlight Highlight Können wir denn unsere Bundesräte wählen?
    • FrancoL 09.07.2019 20:14
      Highlight Highlight Ja wir stimmen ja über den BR ab, also ich nicht aber vielleicht die Wutbürgerin. Und wieso können die Mitglieder nicht über die EU-Mitgliedschaft abstimmen wenn sie wollen? Ist UK nicht Mitglied?
      Deine Einschätzung der EU-Bürger lässt darauf schliessen, dass du nicht nur eine Wutbürgerin bist, sondern eine diffamierende Wutbürgerin und das ist dann schon unter der untersten Schublade. Man sollte Deine Aussagen langsam aber sicher sperren lassen.
    • das Geflüster 09.07.2019 23:22
      Highlight Highlight Franco
      Du bist aber überhaupt nicht besser.
      Du bist ja selbst ein Wutbürger. Zusammen mit dr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JoeMuc 09.07.2019 15:04
    Highlight Highlight Da hat der Mann 100% recht. Nur die Schweizer sehen es halt nicht so. Es muss immer erst weh tun, dann erst springt die Schweiz, überraschend schnell. Ohne EU wäre die Schweiz bereits ein Drittweltland.
    Aber glaubt ruhig weiter an Euchund nur an euch, uns tuts nicht weh ;-)
  • Markus Maitre 09.07.2019 14:28
    Highlight Highlight Politik einfach erklärt...Europa hat an der Ehe mit der Schweiz, das gleiche Interesse... Wie eine 25 Jährige,die einen 90 jährigen heiratet...
    • FrancoL 09.07.2019 14:58
      Highlight Highlight Zu einfach und vor allem falsch erklärt.
    • DemonCore 09.07.2019 14:58
      Highlight Highlight Nein. Wir hätten endlich etwas zu sagen in Brüssel (Migration, Nachbarschaftspolitik, Verkehrs-, Infrastruktur- und Industriepolitik, Wissenschaft und Technologieförderung) und müssten nicht einfach alles abnicken. Ausserdem würde der Handel und das Wirtschaftsleben weiter vereinfacht und sicherheitspolitisch wäre es ein grosser Gewinn für die Schweiz.
    • Magnum44 09.07.2019 17:15
      Highlight Highlight Die Schweiz profitiert bereits heute extrem von der EU.
  • Thinkdeeper 09.07.2019 14:14
    Highlight Highlight Endlich einer der Klartext redet.
    Wir werden uns der EU nicht entziehen können. Seit mehreren Jahren haben wir Manager aus dem EU Raum die strategisch Alte, Kranke und teure Mitarbeiter durch Junge Kostengünstige ersetzen und dauernd vom Fachkräftemangel jammern.
    Wir wollen in der Schweiz alles so günstig wie in De haben, kaufen für Milliarden in China ein, wovon O Rappen an Steuer, Löhne und Sozialabgaben in der Schweiz anfallen, benutzen Uber, Booking Com und Airbnb wo 35-50 an die Betreiber geht. 0 bis wenig an Steuer und Sozialabgaben.
    Aber hohe Löhne wollen alle.
    • FrancoL 09.07.2019 15:02
      Highlight Highlight Super dargelegt und was mich freut ist dass endlich wieder einmal einer/eine klar feststellt, dass wir günstig einkaufen mögen aber hohe Löhne fordern, daraus entsteh ein Gefälle das zwangsläufig durch billige Arbeitskräfte bedient werden muss, sonst kracht es zusammen.
      Dies wollen viele nicht sehen und andere wollen es verschweigen, doch das wird nicht gut gehen.
  • Göönk 09.07.2019 14:12
    Highlight Highlight Die Kernfrage der Schweiz, von Brexitanien, aller Osteuropäischer EU-Staaten und Italiens ist die Personenfreizügigkeit. Wenn die EU sich da keine Neuerung einfallen (= Erschwernisse und mehr Souveränität der Länder) wird sie auf Jahre hinaus blockiert bleiben und an Bedeutung in der Welt verlieren. Darunter leiden dann alle, weil China und die USA sagen gerne Danke. Ausserdem wird das nie etwas mit der CH und der EU, wenn sich die EU nicht bewegt. Aber das stört die EU am Wenigsten :-).
    • DemonCore 09.07.2019 15:00
      Highlight Highlight Was? Du willst unsere Freiheit in Europa uns frei zu bewegen, zu arbeiten, zu studieren und zu leben wieder wegnehmen? Ich denke nicht...
    • FrancoL 09.07.2019 17:46
      Highlight Highlight Die Personenfreizügigkeit ist für die Oststaaten und Italien eine Kernfrage?
      Wo hast Du dies aufgeschnappt?
      Die Personenfreizügigkeit in der EU die ist doch zB den Italienern willkommen, den Polen ebenso.
      Da verwechselst Du wohl die PFZ und die Flüchtlingskrise, das ist aber dann schon mehr als nur sträflich.
  • fidget 09.07.2019 13:56
    Highlight Highlight Ich kann das Buch von Martin Sonneborn empfehlen, in dem er seine Erlebnisse als EU-Parlamentarier schildert. Es werden einige Müsterchen über die EU präsentiert, bei denen man nicht so recht weiss, ob man lachen oder den weinen soll. Ist ja nicht so, dass dies erfunden wäre. Nach dem Lesen dieses Buches würde ich die Finger erst recht von der EU lassen. Wir hätten als kleines Land kaum etwas zu melden. Ähnlich viel wie jetzt, nur dass wir diesen sinnbefreiten Apparat noch kräftig mitfinanzieren müssten
    • DemonCore 09.07.2019 15:01
      Highlight Highlight Bürokratische Leerläufe und politische Possen gibt es in jedem einzelnen Mitgliedstaat, sogar in der Schweiz. Sonneborns Anekdoten sind ja nett, aber sie dienen kaum als endgültiges Referendum über Sinn und Unsinn der EU.
    • FrancoL 09.07.2019 17:51
      Highlight Highlight Die Frage ist doch, ob Brüssel nicht einfach eine Kopie der einzelnen Staaten darstellt, denn wenn ich zB in EU Ländern arbeite werde ich mit vielen Regeln und Formularen belagert, aber die wenigsten sind der EU geschuldet, die meisten sind nun mal der Erguss der einzelnen Länder.
      Und wenn ich dann hier in der Schweiz einmal betrachte, wieviel unterschiedliche Ausfertigungen von einfachsten Formularen haben die sich schon nur von Gemeinde zu Gemeinde (5-10km Luftlinie) unterscheiden und dies auf die Grösse der EU hochrechne, so hätten wir auch genügend Material um ein Buch zu füllen.
    • loquito 09.07.2019 18:56
      Highlight Highlight Das könnten die Kantone von dr Eidgenossenschaft genau gleich sagen....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fischra 09.07.2019 13:24
    Highlight Highlight Ich bin kein Gegner der EU und den Gedanken dahinter finde ich gut. Jedoch ist vielleicht genau die Position der Schweiz das was uns einzigartig macht. Wir müssen einfach damit Leben können, das wir nichts mitbestimmen können und der Zugang zu diesem riesigen Markt an Bedingungen geknüpft ist. Fragt sich was wir lieber mögen.
    • FrancoL 09.07.2019 15:04
      Highlight Highlight Wir mögen sie unsere Einzigartigkeit, wenn man der Mehrheit zur Zeit folgt, an die Wand fahren weil wir keine Bedingungen mögen. Diese Bedingungen nicht zu mögen wurde uns immer wieder gepredigt und nun scheint die Predigt zu wirken.
  • Tom T. 09.07.2019 13:23
    Highlight Highlight Ist es direkte Demokratie, wenn ein reicher Mann sich eine Partei kauft und uns über 2 Jahrzente mit viel PR-Geld seine politische Agenda aufzwingt, weil er die angepissten 12-13% Frustwähler an die Urnen bringt ?

    Nein, Demokratie ist, was Herr Deiss tut : Er formuliert seine Meinung. Denn Demokratie ist der Wettstreit der Meinungen. Die Diskussion und der Kompromiss.

    Fremde Meinungen sind zu ertragen, wer das nicht kann, hat die Demokratie nicht begriffen.
  • Maya Eldorado 09.07.2019 13:18
    Highlight Highlight Der EU täte ein wenig mehr Föderalismus gut.
  • Count Suduku 09.07.2019 12:51
    Highlight Highlight Eine Europäische Union ist ja als Grundidee nicht falsch, aber ich glaube nicht, dass das heutige Staatengebilde wirklich allzu optimal ist und unsern Beitritt verdient.
  • inmi 09.07.2019 12:42
    Highlight Highlight Nein.

    In der EU gibts wenig Demokratie und damit wenig Mitwirkungsmöglichkeit.

    -Das Parlament ist sehr schwach. Es schreibt keine Gesetze (im Gegensatz zum CH-Parlament). Und wir haben gesehen, wie wenig sie mitzureden haben bei der Wahl der 2 rechtskräftig verurteilten dubiosen Typen (Lagarde und der Insider Trader Spanier) und der Leyen, die in ihrer Doktorarbeit beschiessen hat.

    -Zudem gibt es keine direkte Demokratie.
    • inmi 09.07.2019 14:42
      Highlight Highlight @swisskiss

      Richtig. In der Schweiz wählt die Bundesverwaltung Namen. Die National- und Ständeräte schreiben Namen auf einen Zettel und die werden dann gewählt.

      Das EU Parlament darf nur die Vorschläge, die ihm gemacht werden abnicken. Sie dürfen nicht wählen.

      Danke, dass sie bestätigt haben, dass die EU weniger demokratisch ist.
    • FrancoL 09.07.2019 15:12
      Highlight Highlight @d.r.: Richtig und wichtig was sie sagen, die EU wurde so als demokratisches Gebilde aus der Taufe gehoben und nicht irgendwoher eingeführt.

      Es gibt verschiedene Formen von Demokratie und jede hat seine Berechtigung und somit ist die EU eine legitime demokratische Einrichtung im Rahmen der demokratisch eingebrachten Ideen und Wünsche.

      Es scheint aber selbst hier auf Watson so zu sein, dass nur eine Demokratie die richtige ist nämlich die schweizerische Fassung. Das ist für mich eine masslose Überschätzung. Masslos wenn man bedenkt dass im Durchschnitt weniger als 50% wählen und abstimmen.
    • Basti Spiesser 09.07.2019 16:19
      Highlight Highlight @dr. Oder wie die Anstalt es formuliert; es ist gerade noch so knapp demokratisch, dass man es so nennen darf, entscheiden kann das Volk aber nicht wirklich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • troop5444 09.07.2019 12:31
    Highlight Highlight Die ewige Lüge: Die PFZ hat keine Auswirkungen auf das Lohnniveau.

    Bis vor Kurzem war ich Akkordmaurer mit eigener Firma. In 15 Jahren sind die Preise um 20% eingebrochen. Teuerungsbereinigt sind das über 30%!

    Früher hat man für die Schinderei noch gute 7 bis 8 Tausend verdient - vorbei. Heute sollen Ausländer für einen Durchschnittslohn krüppeln gehen, damit unsere Kinder alle schön studieren können.

    Schöne neue 2-Klassen-Schweiz.

    • Sarkasmusdetektor 09.07.2019 16:16
      Highlight Highlight Und wie viel würdest du in der EU verdienen? Wenn du Glück hast etwa ein Drittel wahrscheinlich. Im Vergleich stehen wir immer noch sehr gut da.
    • FrancoL 09.07.2019 21:59
      Highlight Highlight Würdest Du eine höhere Miete bezahlen, wenn man Dir garantieren würde, dass nur faire entlohnte Arbeiter am Werk gewesen sind?

      Ich würde einmal sagen, ohne Dich zu kennen, Du würdest die höhere Miete nicht bezahlen, da wäre es Dir gleich, wenn die tiefere Miete durch billigere Arbeitskräfte zu stände kommt.

      Wieso behaupte ich das?

      Weil ich zB meinen Kunden die Wahl lasse ein Produkt aus einer fairen Lohnsituation erstellt zu wählen oder das Produkt unter den üblichen unfairen Produktgestehungskosten zu erwerben.

      Nur ganz wenige entscheiden sich für die freilich faire Lösung.
    • troop5444 09.07.2019 23:52
      Highlight Highlight @ d.r.
      Ich sehe die Schweiz nicht in der EU, da wir sind mit unserem eher protektionistischem Weg bisher gut gefahren sind.
      Freie Märkte ergeben in der Theorie netto mehr Wohlstand.
      Aber auch Strukturwandel, Ein/Abwanderung, etc.
      Für unseren Fall heisst das:
      -Massive Einwanderung bis sich das Lohnniveau an jenes der EU anpasst
      -Handwerk, Industrie und Landwirtschaft werden zu schlechtbezahlten Branchen für die neue, eingewanderte "Unterschicht", da für Einheimische zu unattraktiv.

      Wir könnten es uns leisten, auf diesen Wohlstand zu verzichten.


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  • DemonCore 09.07.2019 12:26
    Highlight Highlight In Österreich, Deutschland, Grossbritannien, Irland und Dänemark finden Volksabstimmungen statt, teilweise sogar zu EU Themen. Erzählt mir doch nicht dass es in der EU keine direkte Demokratie gibt.
    • H.P. Liebling 09.07.2019 12:59
      Highlight Highlight Und was genau haben nun Volksabstimmungen mit der DIREKTEN Demokratie zu tun? Selbst die Türkei und Russland führen Pseudo-Abstimmungen durch und diese beiden Staaten sind ja Vorzeige-Demokratien...
    • Basti Spiesser 09.07.2019 13:23
      Highlight Highlight Die Entscheidungsträger in der EU werden nicht vom Volk gewählt.
    • DemonCore 09.07.2019 13:24
      Highlight Highlight Frankreich, die Niederlande ebenso.
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  • Krishnabahadur 09.07.2019 12:06
    Highlight Highlight Endlich einer, der Klartext redet. Welcher Doktorand der Wirtschaftswissenschaften ist wohl der erste der ausrechnet, was uns da EWR Nein von Blochers Gnaden gekostet hat?
    • dorfne 09.07.2019 13:52
      Highlight Highlight Und wer prägt unser Bild von der EU? Die SVP. und da die SVP gegen die EU ist, ist das nat. ein negatives Bild. Für eine Wirtschaftspartei nicht nachvollziehbar.
  • Jo Blocher 09.07.2019 12:02
    Highlight Highlight Die Diskussion hier für/wider EU zeigt einmal mehr, dass ein grosser Prozentsatz nicht mal weiss, wie die EU überhaupt funktioniert, geschweige denn, Willens ist, sich damit auseinander zu setzen.
    • inmi 09.07.2019 12:43
      Highlight Highlight Desto mehr du die EU kennst, desto weniger willst du ihr beitreten.
    • Surin 09.07.2019 12:48
      Highlight Highlight Ich kann es Ihnen sagen gleich wie ein Diktator.

      Da Sie vermutlich kein selbst ständiger Mensch sind ist die Eu sicher das richtige für Sie . Aber Sie wissen wahrscheinlich auch nicht was Demokratie ist. Das es immer noch Leute gibt wo in dem Maroden Verein beitreten wollen.Deutschland hat es grat wieder bewiesen was 2 Gerichts Urteile wert sind.
    • Magnum44 09.07.2019 13:54
      Highlight Highlight @Jo Blocher: in der Kommentarspalte einer Zeitung/Unterhaltungsseite ist halt jeder ein Experte ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Shelley 09.07.2019 11:53
    Highlight Highlight Endlich traut er sich mal was! Es ist zwar unangenehm was er sagt, nichts desto trotz einfach wahr. Viele Kommentare wiegen sich im Märchen der unabhängigen Schweiz ohne die Realität zu erkennen. Klar wir können wie Nordkorea sein, ist aber nicht sonderlich lustig. Die SVP mit ihrer Anti-EU resp. Anti-Alles Strategie treibt uns in die Arme der EU. Dabei haben resp. hatten wir sehr gute Verträge. Mehr liegt nicht drin „you dreamer you“.
    • pontian 09.07.2019 12:32
      Highlight Highlight Danke für diese klaren Worte!
    • regen 09.07.2019 14:36
      Highlight Highlight Bin auch dieser meinung. Die ch wird früher oder später mitglied der eu (werden müssen?), sie kann sich da mittel- oder langfristig nicht mehr heraushalten und sich ausklinken. Anstelle blitze zu klicken und hässige anti eu kommentaren zu verfassen , könnte man die zeit nutzen und sich mal überlegen, wie sich die ch als eu mitglied machen würde. Leider stehen solchen überlegungen fast 30 jahre blocher- und svp- gehirnwäsche im wege. Die folgen davon werden uns noch teuer zu stehen kommen.
  • TanookiStormtrooper 09.07.2019 11:53
    Highlight Highlight Ich sage EWR. Die EU bewegt sich in eine falsche Richtung und scheint noch nicht ganz kapiert zu haben, dass der Brexit nicht nur zustande kam, weil die auf der Insel ein bisschen seltsam sind. Deutschland und vielleicht noch Frankreich sagen wo es lang geht und der Rest hat zu spuren, da muss man sich nicht wundern findet man das in anderen Ländern nicht mehr so toll.
    • DemonCore 09.07.2019 12:49
      Highlight Highlight Die Zustimmung zur EU hat seit der Brexit Abstimmung zu genommen, sowohl in der EU (alle Länder) als auch in GB. Was du behauptet ist im Wesentlichen falsch.
  • Froggr 09.07.2019 11:52
    Highlight Highlight Ich wette, plötzlich sind bei einigen die „Alten“ wieder ganz wichtige und nützliche Menschen. Möglicherweise sind dies erste Altersschwächen. Ein EU Beitritt wäre für ein reiches Land wie die Schweiz schlicht nutzlos. Ja sogar eher kontraproduktiv.
    • pontian 09.07.2019 12:35
      Highlight Highlight Luxembourg ist noch reicher als die Schweiz und ziemlich happy in der EU. Nur so zum sagen...
    • DemonCore 09.07.2019 13:23
      Highlight Highlight Ebenso Dänemark und die Niederlande. Offensichtlich ist es als prosperierender Kleinstaat gar nicht so übel in der EU.
  • Luzifer Morgenstern 09.07.2019 11:49
    Highlight Highlight Wo in der Schweiz haben wir noch 100% direkte Demokratie?
    • pontian 09.07.2019 12:35
      Highlight Highlight In der Fantasie der Ultrablocheristen die zwar viel Meinung aber keine Ahnung haben.
    • Magnum44 09.07.2019 14:00
      Highlight Highlight Je nach Kanton zumindest ansatzweise auf Gemeindeebene.
    • Göönk 09.07.2019 14:04
      Highlight Highlight Wir haben z.B. keine Möglichkeit, unsere Regierung (=Bundesrat) zu wählen. Das ist doch sehr aussergewöhnlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luzifer Morgenstern 09.07.2019 11:48
    Highlight Highlight Warum ist der Föderalismus in der Schweiz gut, aber der Föderalismus mit der EU ist schlecht?
    • Basti Spiesser 09.07.2019 13:39
      Highlight Highlight Die EU ist zentralistisch.
    • Göönk 09.07.2019 14:08
      Highlight Highlight Der Föderalismus in der Schweiz ist zu einem grossen Teil einfach doof. Tschuldigom: 26 verschiedene Schulsysteme sind einfach nur ein Binnenmarkt-Migrations-Hemmnis erster Güte. 26 kantonale Baugesetze mit hunderten von angehängten Gesetzen und Verordnungen verteuert das Bauen massiv. 26 verschiedene Zivilprozessordnungen sind idiotisch. Hundegesetze auf kantonaler Ebene sind einfach nur gaga. Es gäbe noch X Beispiele mehr. Der Föderalismus kostet uns dutzende Milliarden pro Jahr und bringt uns genau ..... nichts! (Ausser der Möglichkeit über andere Kantone zu lästern *g*).
    • Luzifer Morgenstern 09.07.2019 15:10
      Highlight Highlight Ich habe eingangs eine rhetorische Frage gestellt. Die Qualität der Antworten ist von gemischter Qualität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 09.07.2019 11:47
    Highlight Highlight Zusammen was zusammen gehört! Wir Schweizer sind auch Europäer und wir wollen mit unseren Brüdern und Schwestern zusammen Europa besser machen.
    • pontian 09.07.2019 12:36
      Highlight Highlight Danke für diese Worte. Kann jeden Satz unterstreichen!

      United we stand, divided we fall.
    • make_love_not_war 09.07.2019 12:37
      Highlight Highlight nein, wollen wir nicht..
      sprich für dich und nicht für mich, bitte..
    • inmi 09.07.2019 12:44
      Highlight Highlight Europa ja. EU nein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rburri38 09.07.2019 11:41
    Highlight Highlight Ohne den Handel mit der EU wäre die Schweiz heute wieder ein armer Bauernstaat. Viele Schweizer meinen immer noch, es gehe ohne die EU. Wir könnten uns nicht mal im entferntesten Ernähren. Ein Beitritt sollte kein Tabu sein, allerdings muss die EU vorher ziemlich reformiert werden und evtl auch verkleinert.
  • TheCloud 09.07.2019 11:35
    Highlight Highlight Einverstanden. Das Vernünftigste was wir tun können ist der Beitritt.
    Wir sind ja mitten in Europa.
    • inmi 09.07.2019 12:44
      Highlight Highlight Europa Ja. Das ist ein Kontinent.

      EU Nein. Das ist ein undemokratischer Superstaat.
    • DemonCore 09.07.2019 13:13
      Highlight Highlight Inmi, nein. Die EU ist der mit Abstand demokratischste Staatenbund.
    • Magnum44 09.07.2019 14:02
      Highlight Highlight @inmi: die EU ist gewiss viel, aber bestimmt kein Staat.
  • Yogi Bär 09.07.2019 11:30
    Highlight Highlight Wann fangen die Menschen hier im Lande an zu merken, dass ihre EU feindliche Grundhaltung eher kontraproduktiv ist? Und die Probleme nicht in der EU sondern in unserer Gesinnung liegen! Wir schaffen uns die Probleme, da wir uns immer wieder rühmen welche fantastische Errungenschaft es ist, mehr zu verdienen als unsere angrenzenden Länder, doch wie sieht es mit unserer Hochpreis-Insel wirklich aus? Etwas mehr kritisch hinterfragen täte hier manchen gut!
    • Eric Lang 09.07.2019 11:53
      Highlight Highlight Genau und Du erklärst mir dann bitte, wie wir unsere Wohnungen mit einem Euro Gehalt bezahlen?
      Oder glaubst Du ernsthaft, die Miet- und Immobilienpreise, würden sich dann automatisch dem EU Niveau anpassen!?
      Dies gilt übrigens auch noch für weitere Bereiche des täglichen Lebens.
      Es steht Dir aber frei, Dank bilateralen Abkommen, in der EU zu leben und deinen Lebensunterhalt zu verdienen.
    • Basti Spiesser 09.07.2019 12:06
      Highlight Highlight Solange die EU so undemokratisch ist, ist ein Beitritt indiskutabel.
    • what's on? 09.07.2019 12:28
      Highlight Highlight Jetzt ist es noch zu früh. Die Menschen werden es erst merken, wenn das Hochpreis-Kartenhaus zusammenbricht. Wenn genügend Firmen vom Ausland aufgekauft wurden, und somit die Patente weg sind und in der Schweiz damit kein Geld mehr verdient werden kann. Wenn sie merken, dass die künstlich aufgebauschte Hochpreisinsel ihren Lebensstil marodiert und sie ihre Liegenschaften nicht mehr bezahlen können, wenn der soziale Friede in Gefahr ist und immer mehr Leute in die Armut abdriften - und so weiter. Aber eben: Es ist momentan noch zu früh.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Berner_in 09.07.2019 11:18
    Highlight Highlight Nun, eine Politik, geprägt von angstvollen Abwehrreflexen und allenfalls minimalen Reaktionshandlungen, hinterlässt alles andere als einen souveränen Eindruck...
  • Friedhofsgärtner 09.07.2019 11:17
    Highlight Highlight Tja er hat leider recht. Wir haben nun die Wahl zwischen Scheisse und Ungut. Auf der einen Seite ein Beitritt in eine Union wo man ein kleiner Player unter vielen ist. Auf der anderen, Passivität und die notgedrungene Hoffnung, dass die EU schon richtig für uns entscheiden wird.

    Welcher von den zwei nun besser zur Schweiz passt, muss jeder für sich entscheiden. Zweiteres war in der Vergangenheit unser Weg. Und es war kein schlechter. Doch ist er das auch für die Zukunft?

    Ich persönlich, glaube nicht..
    Der klassische Nationalstaat wird in der Zukunft ein Auslaufmodell sein.
    Benutzer Bild
  • Miikee 09.07.2019 11:15
    Highlight Highlight Ja klar. Wir könnten da ja auch so viel mitreden. Wie naiv ist der Herr!?

    Die EU ist ein Moloch und zerstört sich noch selber. Die Finanzkrise, der Brexit, die Flüchtlingskrise die unsägliche Bürokratie in Brüssel. Schaut euch nur mal den YouTube Kanal von Martin Sonneborn an oder lest das Buch von Yanis Varoufakis "Die ganze Geschichte
    Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment". Es ist unglaublich.

    Die EU müsste sich schleunigst reformieren.
    • DemonCore 09.07.2019 11:45
      Highlight Highlight Natürlich muss sich die EU reformieren. Aber gerade deshalb sollten wir dabei sein, damit wir Einfluss nehmen können.
    • make_love_not_war 09.07.2019 12:51
      Highlight Highlight @demon
      genau. als hätte irgend ein eu staat tatsächlich mitspracherecht.
      nur in der schweiz, kann und darf das volk mitreden.. in der eu reden nur die politiker. und eben, sie reden, doch was genau -tun- die? sie machen reiche noch reicher, entrechten die völker, fordern den totalen überwachungsstaat, wollen das bargeld abschaffen, jeder soll sich ein rfid chip implantieren lassen, etc.. lest ihr auch mal andere news, als die von tamedia, reuters, ringier, springer etc?
      im heutigen informationszeitalter kann jeder selbst nachforschen welche konsequenzen unsere entscheidungen mit sich führen.
    • DemonCore 09.07.2019 14:26
      Highlight Highlight make_love_not_war, sei doch nicht naiv. In der Schweiz dürfen wir über einige Dinge abstimmen, ja. Dennoch hat die Bevölkerung (mit gutem Grund) nicht 100% der Kontrolle. Das ist einfach ein unrealistischer Massstab. Auch hier wird subtil gesteuert. Gewisse Vorlagen kommen nie zur Abstimmung oder werden totgeschrieben, oder falls doch angenommen, einfach nicht umgesetzt. Die AHV stand jahrzehntelang in der Verfassung bevor sie umgesetzt wurde.

      Im 2. Teil deines Kommentars schweifst du in offensichtliche Lügen (Entrechtung der Bevölkerung) und Verschwörungstheorien ab :(
  • reaper54 09.07.2019 11:15
    Highlight Highlight “Die von den Gegnern prophezeiten Nachteile sind ausgeblieben: zum Beispiel fast 20 Jahre Freizügigkeit mit der EU und kein Jota mehr an Arbeitslosigkeit, geschweige denn Lohndruck”

    Was für eine Lüge, von überall her werden Ausländer rekrutiert, in die Schweiz gekarrt und drücken das Lohnniveau. In Deutschland gibt es den grössten Billiglohnsektor Europas während man in anderen europäischen Ländern die Industrie so zerstörte...
    • Yolo 09.07.2019 11:41
      Highlight Highlight Betrachtet man die Erwerbslosenquote nach ILO ab 2003, also vor der PFZ, bewegt sich die Quote stets zwischen 4-5%. Die Arbeitslosenquote blieb in diesem Zeitraum auch konstand. Was genau daran soll nun gelogen sein? Selbiges gilt für den Lohndruck. Da kann man sonst auf die Quelle vom BFS zurückgreifen. Die Nominallöhne stiegen Jährlich zwischen 1-2%, während die Teuerung stagnierte oder rückläufig war (besonders in den letzten 10 Jahren).
    • DemonCore 09.07.2019 11:43
      Highlight Highlight Irgendwann kann man mit höheren Löhnen die Fachleute nicht mehr locken. Entweder sie können einwandern oder die Wertschöpfung geht dahin wo die Fachleute sind. Die PFZ hat netto mehr Wertschöpfung in der Schweiz gehalten und wachsen lassen.
    • Lowend 09.07.2019 12:08
      Highlight Highlight Auch wenn man Lügen tausendfach wiederholt werden sie nicht wahr! Die effektiven Daten des SECO sprechen eine ganz andere Sprache!
  • Faceoff 09.07.2019 11:12
    Highlight Highlight Das Unabwendbare – der Pottwal – ist nicht der EU-Beitritt, sondern das Volks-Nein zu ebendiesem.
  • DemonCore 09.07.2019 11:10
    Highlight Highlight De Mann hat völlig recht. Bern ist eine Filiale von Brüssel. Wenn wir wirklich etwas zu sagen haben wollen, müssen wir unsere eigenen Leute nach Brüssel schicken.

    Sonst läuft es wie beim Waffenrecht: Die EU entscheidet und Monate später können wir entweder abnicken oder es gibt Konsequenzen zu spüren.
    • reaper54 09.07.2019 11:26
      Highlight Highlight @DemonCore
      Nicht einmal
      Grossbritannien konnte sich in Brüssel durchsetzen und Sie glauben ernsthaft, wir können etwas sagen? 😂 Wie naiv sind Sie eigentlich?
    • DemonCore 09.07.2019 12:11
      Highlight Highlight Grossbritannien wollte Extrawürste für sich, nachdem es sowieso schon eine Sonderbehandlung genossen hat (kein Schengen, kein Euro, Britenrabatt). Als Sahnehäubchen wollten sie noch den Frieden in Nordirland sabotieren um ihren nationalistischen Gelüsten zu frönen.

      Die anderen EU Länder liessen sich für einmal nicht mehr auf der Nase herumtanzen. Das überrascht sie tatsächlich?

      Ich rede von ordentlicher Zusammenarbeit mit unseren Brüdern und Schwestern, nach Regeln und Gesetzen, wie wir Schweizer es eben mögen.
    • DemonCore 09.07.2019 13:10
      Highlight Highlight Swisskiss, woher willst du das wissen? Es liegt ja gar kein Beitrittsvertrag vor. Ausserdem würde die EU einen Schweizer Beitritt sicher nicht mit offensichtlich unvorteilhaften Bedingungen sabotieren. Sie sind sehr ängstlich.

      Ausserdem lässt du all die Beispiele weg wo europäische Kleinstaaten ihre Idee international durchsetzen konnten, gerade weil sie in der EU sind. Das ist unredlich.

      Klar werden wir gewisse Zugeständnisse machen. Aber das macht der Kt. Zürich auch, als Mitglied der Eidgenossenschaft.

      Lass mal die Kirche im Dorf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 09.07.2019 11:09
    Highlight Highlight Ist der Mann blind? Keine negativen Effekte der PFZ? die Bevölkerung ist auf 8 Mio angewachsen, die Infrastrukturen sind am Anschlag.
    • Yolo 09.07.2019 11:45
      Highlight Highlight Das Verkehrsaufkommen wuchs seit Dekanden überproportional zum Bevölkerungswachstum. Kurz, wir wurden immer wie mobiler und flexibler. Das ist DER Grund dafür. Unser Land könnte nich mehr aufnehmen bei gleibleibenden Bauzonenflächen, ohne zu kollabieren. Kurzum: Ihre genannte Probleme sind Hausgemacht und hätten wir auch ohne PFZ.
    • Lowend 09.07.2019 12:11
      Highlight Highlight Ohne PFZ wären es vielleicht schon 9 Mio. denn die Schweizer Wirtschaft bestimmt, wer kommt und die Firmen suchen händeringend qualifiziertes Personal!
    • WID 09.07.2019 14:13
      Highlight Highlight @Yolo: klar, ich sage auch nicht dass 100% des Verkehrswachstums wegen der PFZ ist. Die PFZ ist einfach ein sehr mächtiger Faktor unter anderen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SeriouSam 09.07.2019 11:03
    Highlight Highlight Eine mutige Aussage "kein Lohndruck". Der gute Herr Deiss hat wohl schon länger nicht mehr mit einem Handwerker in Grenznähe gesprochen. Auch die Löhne im Detailhandel und im Tourismus sind ja in den letzten 20 Jahren extrem gewachsen...
    • DemonCore 09.07.2019 11:39
      Highlight Highlight Das Preisniveau würde sich auch anpassen. Ich glaube in Bezug auf die Löhne werden gerne Schauermärchen verbreitet.
    • Yolo 09.07.2019 11:47
      Highlight Highlight Der Nominallohn wuchs jährlich zwischen 1-2%, während die Teuerung stagnierte oder rückläufig war (Quelle BFS). Selbst im Torismus.
  • chicadeltren 09.07.2019 10:55
    Highlight Highlight Nichts Neues. Das wollte er ja schon zu Amtszeiten in einer Nacht- und Nebelaktion und am liebsten am Volk vorbei. 🙄
  • Asmodeus 09.07.2019 10:46
    Highlight Highlight Das grosse Problem der EU ist, dass sie einen undemokratischen Bürokratenhaufen darstellt.

    Die Schweiz hätte zwar ein Mitspracherecht als EU-Mitglied, würde jedoch konstant überstimmt werden und wäre dann gezwungen das EU-Recht zu übernehmen.

    Ich kann mir nicht vorstellen wie das mit der direkten Demokratie vereinbar sein kann. Wenn die EU z.B. eine Grundmehrwertsteuer von 19% verlangen würde (reine Hypothese). Was könnte der Schweizer Bürger ernsthaft dagegen unternehmen?
    • lilie 09.07.2019 11:25
      Highlight Highlight @Asmodeus: Die EU ist ein ziemlicher Moloch. Und dass wahllos immer mehr Mitgliedstaaten aufgenommen werden, finde ich ziemlich bedenklich.

      Aber ist es wirklich so, dass wir alles übernehmen müssten? Verschiedene EU-Mitglieder haben Extrawürste oder den Euro nicht übernommen etc. Ich glaube nicht, dass die Schweiz durchwegs gezwungen wäre, Dinge ohne Volksbefragung zu übernehmen.
    • Chili5000 09.07.2019 11:28
      Highlight Highlight "und wäre dann gezwungen das EU-Recht zu übernehmen." Tun wir das nicht schon längst sobald es um Gesetze mit der EU handelt? Mehr oder weniger übernehmen wir Gesetzesänderungen und haben aber nichts mitzureden. Ich verstehe schon das Dilema in dem wir uns befinden. "Wir sind zu klein um etwas zu beeinflussen also mache ich nicht mit." Aber dieser Gedankengang ist falsch. Weshalb gehen Menschen auf die Strasse um zu demonstrieren, obwohl sie nur eine kleine Gruppe sind? Sie verschaffen sich bei der grossen Mehrheit gehör und Ihre Anliegen werden zum Thema. Ich glaube die Schweiz hätte Einfluss.
    • DemonCore 09.07.2019 11:33
      Highlight Highlight Unsinn. Als ob andere Europäer immer andere Interessen als wir Schweizer hätten. Wieso sollte die Schweiz immer von allen anderen überstimmt werden? Haben Sie im realen Leben auch so Angst vor allen anderen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • H.P. Liebling 09.07.2019 10:44
    Highlight Highlight Eigentlich erübrigt sich diese Diskussion. Einen durch das Schweizer Stimmvolk abgesegneten EU-Beitritt wird es (zurecht) niemals geben. Ich würde wetten, bis wir wieder ernsthaft über einen Beitritt diskutieren müssen, ist die Union in ihrer heutigen Form längst Geschichte.
    • pontian 09.07.2019 11:15
      Highlight Highlight Ach schön, diese Schweizer Arroganz. Als Basler ist es immer toll, so fundierte Argumente von Superschweizern, die ausser Nationalstolz nichts haben und deren Horizont an der Gemeindegrenze endet, zu hören. Dein Lohn kommt übrigens zu ca. 40% auch direkt oder indirekt aus Handel mit der EU.

      Und auf dein “niemals” können wir in 10 Jahren nochmals zurück kommen.

      Hochmut kommt vor dem Fall...
    • H.P. Liebling 09.07.2019 11:29
      Highlight Highlight @pontian: "die ausser Nationalstolz nichts haben und deren Horizont an der Gemeindegrenze endet" - ähä. Also, auch wenn du Basler bist, kannst du mir eines glauben: Ich wohne vermutlich näher an der Grenze zu Deutschland, als du es tust. Und von "Nationalstolz" kann keine Rede sein.

      Wer aber einen Betritt zu einem aufgeblähten, unausgewogenen, undurchsichtigen und wahnsinnig bürokratischen Gebilde zulasten der direkten Demokratie (wovon die EU offenbar noch nie etwas gehört hat..) befürwortet, den kann ich leider nicht erst nehmen.
    • Trompete 09.07.2019 11:32
      Highlight Highlight @pontian
      Zwischen Handel zu betreiben und einem Beitritt liegen Welten. Ein Beitritt würde für den kleinen Bürger vorallem eine Teilabgabe seiner politischen Rechte bedeuten, da die unseren nicht mit dem politischen Mechanismus der EU kompatibel wären.
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 09.07.2019 10:38
    Highlight Highlight Schade dass man im Interview keine Meinungen und Betrachtungsweisen bezüglich aktuellem Rahmenabkommen ermitteln kann...Denn aus welchen Gründen ein Alt-Bundesrat für einen EU Eintritt oder sein eigenes Buch wirbt, ist in der gegenwärtigen politischen Agenda ohnehin nicht relevant.
    • DemonCore 09.07.2019 11:37
      Highlight Highlight Natürlich ist das relevant. Deiss ist ein ausgewiesener Kenner der Schweizer Aussenpolitik und gerade eine strategische, langfristige Betrachtung ist praktisch inexistent. Ich bin äusserst froh, dass die Idee Beitritt wieder aufs Tapet kommt.

      Wenn wir nur von Bonus zu Bonus, von Jahresabschluss zu Jahresabschluss leben und darüber die Politik vergessen dann gefährden wir unseren Zukunft ernsthaft.
  • dorfne 09.07.2019 10:35
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt, empfind ich diesen Schweizer Chnorz mit der EU langsam als quälend. Mittlerweile bin ich für Beitrittsverhandlungen. Mitglied werden und in Brüssel Verbündete finden und mitentscheiden können.
    • The Destiny // Team Telegram 09.07.2019 10:59
      Highlight Highlight Es ist weit bekannt, dass Geld viele falsche Freunde anzieht.
    • Thomas Oetjen 09.07.2019 11:05
      Highlight Highlight Meine Meinung. Das böse EU-Bild, das jahrelang durch gewisse Leute mit einseitigen Narrativen und der Meinung, die Schweiz sei alleine so unglaublich wichtig und grossartig.

      Würden wir nicht so auf die rechtsgerichtete Propaganda durch unsere lieben Rechtspopulisten hören, wären wir schon längst ein wirklich wichtiger Teil der EU.

      Das Beispiel Herr Juncker zeigt doch, dass die Schweiz als EU Mitglied sogar die Präsidentschaft innehaben könnte.

      Traditionen sind nur die Unfähigkeit, die Ideen unserer Vormütter und -väter weiter zu entwickeln.
    • DemonCore 09.07.2019 11:12
      Highlight Highlight Ich hatte auch lange Mühe. Irgendwann habe ich gemerkt, ah die EU ist nicht durch und durch böse, ich bin auch Europäer und der Beitritt würde uns einige massive Vorteile verschaffen.
  • Lowend 09.07.2019 10:34
    Highlight Highlight Ein kluger Mann, der gelassen die Wahrheit spricht.

    Die einzigen, die von dem unsäglich dummen EWR-Nein wirklich profitierten, waren im Grunde nur Blochers Rechtspopulisten, die seither Teufel an alle Wände malen und jegliche Lösung mit der EU torpedieren können.

    Mit dem EWR-Vertrag hätten wir ganz klare Verhältnisse gehabt. Ohne haben wir das Chaos, das den Nährboden für die rechten Extremisten bildet.
    • Skip Bo 09.07.2019 11:29
      Highlight Highlight 1992: Der BR hinterlegt ohne Legitimation ein EU-Beitrittsgesuch.
      Zitat: Der EWR ist das Trainingslager für den Beitritt.

      Der EWR wurde von weisen Männern durch tollpatschige Taten und Aussagen versenkt.

      Der Rest ist Fahrradkette.
    • Lowend 09.07.2019 12:05
      Highlight Highlight Jetzt habe ich immer gedacht, dass der grosse Führer, Held und Besitzer der SVP die Schweiz vor dem EWR "bewahrt" habe und nun sagen SVPler plötzlich, dass dies durch tollpatschige Taten und Aussagen passiert sei?

      Eine ganz erstaunliche Wendung!
    • Skip Bo 09.07.2019 12:39
      Highlight Highlight He Lowi, ich habe damals als SVPler tatsächlich den EWR als richtigen Weg betrachtet.

      Das Führerprinzip hat sich nur in (national-) sozialistischen Systemen durchgesetzt.
      Nichts für mich, ich verabscheue Personenkult.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adi E. 09.07.2019 10:31
    Highlight Highlight Das ist der Grund warum Alt-Bundesräte nicht mehr sich zur aktuellen politischen Lage öffentlich äussern sollten. Sie haben die Entwicklungen der letzten Jahre komplett verpasst.
    • DemonCore 09.07.2019 11:15
      Highlight Highlight I'm Gegenteil. Deiss hat aus der EWR Havarie für die Schweiz exzellente Verträge herausgeholt und die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 20 Jahre überhaupt ermöglicht. Er ist vermutlich der beste Aussenpolitiker der Nachkriegszeit.
    • Luzifer Morgenstern 09.07.2019 11:24
      Highlight Highlight Was hat sich denn entwickelt?
  • Charivari 09.07.2019 10:26
    Highlight Highlight Was faselt der von Mitbestimmung? Frankreich und Deutschland bestimmen schlussendlich, hat man gerade bei der letzten Europawahl gesehen. Das Parlament mit seinen Spitzenkandidaten wurde ignoriert, stattdessen soll eine Frau Kommissionspräsidentin werden, die in Deutschland bereits mehrere Skandale zu verantworten hat und gegen die eine parlamentarische Untersuchung läuft. Die Schweiz und der Schweizer Bürger hätten in den wichtigsten Geschäften und Angelegenheiten nichts zu melden.
    • pontian 09.07.2019 11:17
      Highlight Highlight Wiedermal einer, der offensichtlich EU- und Aussenpolitik-Experte ist. Nur so zum Sagen: Grundsatzentscheide müssen einstimmig gefällt werden. Die CH hätte also sozusagen ein Vetorecht.
    • DemonCore 09.07.2019 11:17
      Highlight Highlight Die Kommission entscheidet aber nicht, sie setzt nur um, was die Räte im Konsens beschlossen haben. In den Räten hat jedes Land gleich viele Stimmen. Also haben ihre Ängste keine Grundlage.
    • Miikee 09.07.2019 11:26
      Highlight Highlight Ja es ist unglaublich. Aber es gibt immer noch Leute, die die Augen verschliessen und blind hinterherlaufen.

      Ich meine, was sind das für Leute? Haben die in den letzten 10-20 Jahren keine Nachrichten gelesen? Was für Vorteile versprechen sie sich dabei? Glaubt wirklich jemand, dass wir da hin kommen und mitreden oder sogar was bestimmen können? Hahaha klar! 🤦🏽‍♂️
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  • Gubbe 09.07.2019 10:14
    Highlight Highlight Herr Deiss wollte etwas sagen, das bei mir aber sofort ins Negative kippte. "In Brüssel werden laufen Beschlüsse gefällt". Es ist nicht der ganze Satz. Er möchte, dass wir auch dabei was zu sagen hätten. Mich dünkt aber, dass wir in der Schweiz schon genug Gesetze (Beschlüsse) haben, es reicht. Herr Deiss macht den Eindruck, dass er sämtliche Errungenschaften auf seinen damaligen Ideen aufsetzen möchte. Sogar die Zolltarife von Trump hat er einbezogen. Nun hat er sein Buch promotet. Er darf der Wal sein, der einsam seine Bahnen zieht.
  • Neruda 09.07.2019 10:05
    Highlight Highlight Würde ich als Neoliberalist auch sagen. Als sozialer Mensch aber eher weniger.
    • FrancoL 09.07.2019 10:47
      Highlight Highlight Neoliberalist setzen sie dem sozialen Mensch gegenüber? doch das ist doch schon sehr eigenartig. Merken Sie nicht dass dies so nicht machbar ist?
    • Mayo 09.07.2019 11:12
      Highlight Highlight Ich, auch als sozialer Mensch, würde klar für einen Beitritt stimmen. Die EU ist der einzige Garant für Frieden und wirtschaftliche Prosperität auf unserem Kontinent.
    • Peter R. 09.07.2019 11:38
      Highlight Highlight Mayo@
      "EU ist der einzige Garant für wirtschaftliche Prosperität": Haben Sie mitbekommen, was in Griechenland passiert ist, auf Geheiss der EU.
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  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 09.07.2019 10:03
    Highlight Highlight Ich bin mir gar nicht so sicher, ob die EU über eine Mitgliedschaft eines weiteren Querulantenstaates wie der Schweiz überhaupt noch so erbaut wäre 😂
    • Asmodeus 09.07.2019 10:48
      Highlight Highlight Im Vergleich zu den Briten und den Polen wären sogar wir noch lammfromm :)
    • misohelveticos 09.07.2019 10:56
      Highlight Highlight @olma. Da die Schweiz ihren Beitrittsantrag zurückgezogen hat, stellt sich die Frage nicht. Ansonsten gilt Art. 49 EUV, derwiederum auf Art. 2 EUV verweist.
      "Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. ..."
      Wegen Letzterem käme garantiert das Minarettverbot auf den Tisch. Da könnte dann eine od. mehrere EU-Institutionen "Nein" sagen.
    • Asmodeus 09.07.2019 11:19
      Highlight Highlight @misohelvetico

      Wenn man sich ansieht wie Frankreich (Burkiniverbot) oder die ganzen Ostblockstaaten mit Minderheiten umspringen, sehe ich das Minarettverbot nicht wirklich als Hinderungsgrund.

      Leider.
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  • Peter R. 09.07.2019 10:01
    Highlight Highlight Jetzt kommt ein ex-Bundesrat, der in seiner Amtszeit nichts hervorragendes geleistet hat und will uns weissmachen, wir sollen in die EU eintreten!!
    Das ist ja wohl ziemlich das Abstruseste, was man von einem ex-Politiker je gehört hat.
    Er hat ja sein Buch in Französisch geschrieben, vielleicht sind ja die Romands für einen EU-Beitritt, weil sie so nahe beim "Superstaat" Frankreich leben.
    • FrancoL 09.07.2019 10:27
      Highlight Highlight Jetzt kommt doch der Peter R. der vermutlich vom EWR nicht viel mehr weiss als der Durchschnittsbürger und massregelt den Ex-BR
      Und dann die Argumentation des Peter R., nicht gerade vielsagend.
      Da würde ich vorschlagen dass Peter R. uns erläutert wieso es richtig war NICHT dem EWR beizutreten. Sollte ja kein Problem sein, nach seinen Zeilen zu urteilen.
      Das mit Frankreich ist dann unterste Schublade Herr Peter R., viel tiefer gehts nimmer, immer schön nach aussen schlagen, zeigt die wahre Grösse.
      Ich bin übrigens zur Zeit nicht für einen EU-Beitritt, aber der EWR wäre eine gute Lösung gewesen.
    • Erba 09.07.2019 10:48
      Highlight Highlight Die Deutschschweizer leben nahe am Staat Deutschland. Wo ist da der Unterschied?
      Auch ein ex-Bundesrat darf seine politische Meinung äussern, oder etwa nicht?
    • Peter R. 09.07.2019 11:00
      Highlight Highlight FrancoL@
      Ich weiss sehr wohl, was der EWR ist - ich habe auch damals dagegen gestimmt. Nicht wegen der wirtschaftlichen Situation (das war ja ok) aber wegen der politischen Anbindung - quasi ein indirekter EU-Beitritt.
      Seit ich meine Immobilie in Frankreich verkauft habe, habe ich glücklicherweise nichts mehr mit der Bürokratie Frankreich's zu tun - die ist noch schlimmer als diejenige von Brüssel.
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  • FrancoL 09.07.2019 10:00
    Highlight Highlight "Wir haben damals ein Angebot der EU abgeschlagen, welches wir nie mehr so günstig bekommen werden. Viele der heute anstehenden Probleme wären seit langem gelöst."
    DANKE Herr Deiss, das Sie diese Wahrheit wieder einmal ansprechen, DANKE.
    • Pafeld 09.07.2019 10:46
      Highlight Highlight Dass das EWR-Nein eine grenzenlose Dummheit zugunsten eines Profilierungsneurotikers war, dürfte die Mehrheit der linksliberalen Watsonleserschaft eigentlich zustimmen. Von daher ist das Blitz-Herz-Verhältnis eigentlich ziemlich verdächtig.
    • Jacky Treehorn 09.07.2019 10:51
      Highlight Highlight Viele Probleme gelöst, tausend neue dazu gekommen. Sowas nennt sich „Prozess“ lieber Franco. Damals ist leider schon lange vorbei und die Welt dreht sich weiter mit allen damit auftauchenden Problemen. Der Satz von Herrn Deiss ist völlig obsolet.
    • FrancoL 09.07.2019 11:16
      Highlight Highlight @Jacky; Nur sehr beschränkte Menschen mögen nichts aus der Geschichte lernen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blitzableiter 09.07.2019 09:49
    Highlight Highlight Der hat Eier!
    • Evan 09.07.2019 10:06
      Highlight Highlight Der hat nichts mehr zu verlieren.
    • Basti Spiesser 09.07.2019 10:26
      Highlight Highlight Neee, er hat ja keine Konsequenzen zu befürchten, da er nicht mehr gewählt werden will.
    • FrancoL 09.07.2019 10:50
      Highlight Highlight @Evan; die die sich heute keine Gedanken machen und einfach mal auf die EU bashen, die haben offensichtlich nichts mehr zu verlieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • why_so_serious 09.07.2019 09:43
    Highlight Highlight ...irgendwann wird es dann schon so weit sein. Und keine Angst - es wird keine Masseneinwanderung drohen. So menschenfreundlich ist das Land hier nicht
    • Jacky Treehorn 09.07.2019 10:02
      Highlight Highlight Wäre es für dich dann nicht viiiel besser für dich wenn du dahin gehen würdest wo du menschenfreundlicher behandelt würdest? Also wenn ich an deiner Stelle so unmenschlich behandelt würde , würde ich umgehen aus dieser Hölle von einem Unrechtsstaat der die Schweiz doch ist fliehen. In den EU Ländern wird man doch menschenfreundlicher behandelt. Aktuell soll es doch in Polen, Teschechien oder Italien äusserst menschenfreundlich sein. Also los!
    • Skip Bo 09.07.2019 10:18
      Highlight Highlight Wahrscheinlich sind die wirtschaftlichen Aussichten prioritär und überlagern den Stand der Menschenfreundlichkeit.
      Und keine Angst - es wird sich irgendwann mal ändern. Auch CH Wirtschaftsbäume unterstehen globalen Naturgesetzen und wachsen nicht in den Himmel.
    • FrancoL 09.07.2019 10:52
      Highlight Highlight @Jacky; Es muss nicht der gehen, der eine positive Ausstrahlung sich wünscht, sondern der der dem Land eine schlechte Note aufdrückt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füdlifingerfritz 09.07.2019 09:40
    Highlight Highlight Und ewig grüsst die Mär der schier unendlichen Mitbestimmungsmöglichkeiten der kleinen Schweiz in der grossen EU. Das einzige was die demokratisch und finanziell teilweise marode EU von der Schweiz will, ist der Zugang zum Geldspeicher.
    • Dnipro 09.07.2019 10:17
      Highlight Highlight Und ewig grüsst die Mär von der bösen EU, die uns nur ans Eingemachte will und deren Horden alle in unserem kleinen Paradies wohnen und arbeiten möchten.
    • FrancoL 09.07.2019 10:29
      Highlight Highlight Auch wieder ein totaler EU-Kenner, super, wie gut eigentlich die Schweiz die EU kennt, wohl besser als viele Mitglieder.
    • Füdlifingerfritz 09.07.2019 10:34
      Highlight Highlight @losloco
      Derjenige des - je nach Liste - 2. bis 10. reichsten Landes dieses Planeten.
      Oder wollen Sie ernsthaft behaupten, dass es den EU-Ländern besser geht als uns?
    Weitere Antworten anzeigen
  • MBär 09.07.2019 09:35
    Highlight Highlight "In Brüssel werden laufend Beschlüsse gefällt, die, ob wir es wollen oder nicht, die Schweiz tangieren. Wir können nur darauf Einfluss nehmen, wenn wir auch mit dabei sind und mitentscheiden."

    Die wohl wichtigste Aussage! Klar würde es uns kosten, der EU beizutreten. Aber dafür würden wir von den neuen Sicherheiten (wirtschaftlicher Natur) profitieren und könnten ohne wenn & aber mitentscheiden!
    • Oberon 09.07.2019 10:40
      Highlight Highlight @DerGrosseSee
      Warten wir erst mal ab bis das Kartenhaus der Bilateralen zusammen fällt und wir keinen privilegierten Zugang mehr haben.

      Wie immer in der Schweiz muss es über das Portemonnaie gehen.
    • Diavolino666 09.07.2019 10:57
      Highlight Highlight Die EU kennt die direkte Demokratie nicht. DU könntest schon mal gar nichts mehr mitentscheiden. Die "wenn's und aber's" werden dir nur so um die Ohren fliegen, wenn eine Banken-, Euro- oder Flüchtlingskrise die EU-Politiker ratlos macht.
    • Luzifer Morgenstern 09.07.2019 11:46
      Highlight Highlight Wenn die EU keine direkte Demokratie kennt, warum dürfen dann die EU-Staaten die EU-Regeln selbstständig umsetzen?
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  • TheDoctor 09.07.2019 09:35
    Highlight Highlight Der Mann spricht mir aus der Seele, wir sollten der EU beitreten. Schon nur rein pragmatisch.
    • DemonCore 09.07.2019 11:29
      Highlight Highlight Auch aus emotionalen Gründen. Ich sehe nicht ein weshalb man nicht Europa gleich lieben kann wie die Schweiz!

      Als Schweizer liebe ich ja auch nicht nur meine Wohngemeinde.
    • Dino W. 09.07.2019 12:17
      Highlight Highlight DemonCore, danke dass du mir zeigst, dass ich nicht alleine bin :)
    • DemonCore 09.07.2019 12:53
      Highlight Highlight Gerne. Es gibt nichts mächtigeres als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

      Wie ich sehe gibt es einige Herz- bzw. Hirneuropäer hier. Wir sind einfach etwas zurückhaltender als die Hurra-Patrioten.
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  • bebby 09.07.2019 09:19
    Highlight Highlight Endlich hört man auch wieder die positiven Stimmen, danke!
    Und Herr Deiss hat schon recht, momentan ist es sehr schwierig, via WTO irgendetwas zu erreichen.

Dokumente zeigen: So gross ist der Ärger in der EU über die Schweiz

Ein Brief und eine E-Mail zeigen, wie sehr die EU-Kommission über das Zeitspiel der Schweiz beim Rahmenabkommen enttäuscht ist. Die Verweigerung der Börsenanerkennung betrachtet sie als Warnschuss.

Die Sprache der Diplomatie ist verklausuliert und darauf angelegt, harte Kritik in weiche Formulierungen zu verpacken. Wenn in offiziellen Statements von einer «offenen» Diskussion die Rede ist, bedeutet dies, dass man heftig gestritten hat und sich überhaupt nicht einig war. Ein Beispiel für einen solchen Sprachgebrauch konnte man letzte Woche in Brüssel erleben.

Die EU-Kommission habe einen «Mangel an Fortschritt» beim institutionellen Rahmenabkommen mit der Schweiz festgestellt, sagte ihr …

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