«Die russische Gesellschaft wird langfristig einen hohen Preis bezahlen»
Die frühere SRF-Korrespondentin Luzia Tschirky bereist auch als unabhängige Journalistin weiterhin die Ukraine und pflegt dort viele persönliche Kontakte.
watson hat mit ihr über die Auswirkungen des verbrecherischen russischen Angriffskrieges auf die Menschen gesprochen. Und wie sie standhaft bleiben.
Vier Jahre Angriffskrieg
Frau Tschirky, vor einem Jahr sprachen wir über das Gefühl einer endlosen Belastung. Nun jährt sich der Beginn der russischen Grossinvasion zum vierten Mal: Ist aus der Hoffnung auf Frieden die bittere Akzeptanz eines dauerhaften Kriegszustandes geworden?
Luzia Tschirky: Der Eindruck, dass der Krieg noch lange andauern könnte, hat sich spätestens nach dem Ausbleiben eines Durchbruchs in der ukrainischen Gegenoffensive 2023 breitgemacht. Von einem «ewigen» Krieg gehen die Menschen in der Ukraine nicht aus, aber sie rechnen nicht mehr mit einer schnellen Lösung. Viele wünschen sich Verhandlungen. Gleichzeitig ist die Skepsis gross, dass daraus ein dauerhafter Frieden entsteht. Diese Skepsis ist aus den gemachten Erfahrungen nachvollziehbar.
Wie meinen Sie das?
Eine Mehrheit befürchtet, dass Russland auch bei einem Einfrieren der Frontlinien und trotz Sicherheitsgarantien später wieder angreifen könnte. Wenn man das im Hinterkopf hat, wird verständlich, warum «Frieden» in den aktuellen Verhandlungen für viele eher nach einer möglichen Pause klingt als nach einem Endpunkt. Trotz Erschöpfung nach vier Jahren Angriffskrieg sind viele nicht bereit, Verhandlungen zu jedem Preis zuzustimmen.
Sie begleiten diesen Krieg nun seit über vier Jahren intensiv. Wie hat sich Ihr eigener Blick auf die menschliche Widerstandskraft durch die persönlichen Begegnungen in der Ukraine verändert?
Mein Blick auf Widerstandskraft hat sich verändert. Vielleicht besteht die grösste Widerstandskraft darin, in sich selbst Hoffnung zu finden, selbst in scheinbar hoffnungslosen Situationen. Langfristig Widerstand leisten kann, wer Hoffnung unabhängig von den Geschehnissen rundherum findet. Es braucht die Überzeugung, dass eine bessere Zukunft möglich ist.
Resilienz zeigt sich im Alltag: wie Menschen alltäglichen Dingen nachgehen, obwohl alles dagegenspricht, oder wie sie Entscheidungen treffen, obwohl sie viel zu wenig abschätzen können, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Genau das habe ich in Gesprächen und Beobachtungen immer wieder erlebt. Viele halten ihre Alltagsroutinen aufrecht. Nicht, weil sie den Krieg ignorieren oder verdrängen wollen, sondern weil Routine eine Form von Selbstschutz sein kann.
Über Gerechtigkeit und Siegeswille
In Ihren früheren Berichten war die Forderung nach Gerechtigkeit zentral. Wie beurteilen Sie das heute?
Gerechtigkeit ist für mich kein Thema von früher. Ohne die grundlegende Geltung des internationalen Rechts verliert der Begriff des Friedens seine Bedeutung. Wenn die Verletzung des Gewaltverbots durch die russische Regierung und die russische Armee am Ende mit Gebietsabtretungen belohnt würde, wäre das ein Signal an andere Staaten: Gewalt lohnt sich.
Das würde insbesondere Kleinstaaten wie die Schweiz langfristig vor grosse Probleme stellen. In einer Welt, in der nur das Recht des Stärkeren zählt, sind wir den militärisch Stärkeren schutzlos ausgeliefert. Ich bin deshalb überzeugt: Es liegt in unserem ureigensten Interesse, dass in der Ukraine kein Exempel statuiert wird.
Hat sich die Definition von «Sieg» für die Menschen in der Ukraine im letzten Jahr gewandelt? Geht es im Februar 2026 eher um das nackte Überleben und die Wahrung der Souveränität – allenfalls durch einen von Trump diktierten Frieden – als um die vollständige Rückeroberung aller Gebiete?
«Sieg» hat sich vor allem für jene verändert, die im Verlauf dieses Krieges Angehörige verloren haben. Oksana Rubaniak, ukrainische Leutnantin und Zugführerin, hat nach dem Tod ihres Verlobten Maksym Yemets sinngemäss gesagt: Für sie könne es keinen Sieg mehr geben, weil der Krieg ihr etwas genommen habe, das nie zurückkehrt. So wie ihr dürfte es zehntausenden Angehörigen gefallener Soldaten und Soldatinnen gehen.
Wenn ein geliebter Mensch das Ende dieses Krieges nicht erleben wird, ist jedes Kriegsende für die Angehörigen schwer als «Sieg» zu bezeichnen. Denn Sieg bedeutet im Kern auch: Ein Leben in Frieden führen zu können, gemeinsam mit den Menschen, die man liebt. Wenn diese Menschen nicht mehr da sind, kann es dieses gemeinsame Leben nicht mehr geben.
In diesem Krieg ging es immer um die Existenz des Landes. Die vollständige Rückeroberung aller Gebiete ist für viele in den Hintergrund gerückt, weil mit jedem weiteren Kriegsjahr die Wahrscheinlichkeit einer militärischen Rückeroberung kleiner wird.
2025 warnten Sie davor, dass der Krieg im Westen zur Hintergrundmelodie wird. Wie nehmen Sie die aktuelle internationale Aufmerksamkeit wahr, während die Ukraine mit der Erschöpfung an der Front und in der Zivilgesellschaft kämpft?
Ich habe zu Beginn des Angriffskrieges den Tag gefürchtet, an dem die Aufmerksamkeit abnimmt. Im Vergleich zu 2022 ist das Interesse gesunken, aber zu meiner eigenen Überraschung ist es im internationalen Vergleich weiterhin verhältnismässig hoch. Aufmerksamkeit kommt in Wellen: Wenn es grosse Veränderungen gibt, steigt sie, danach flacht sie wieder ab.
Ich kann nachvollziehen, wenn Menschen in der Schweiz die Nachrichten aus der Ukraine nicht mehr so aufmerksam verfolgen wie 2022. Wer sie nicht mitverfolgen muss, dessen Leben wird weniger unmittelbar von den Entwicklungen beeinflusst. Das ist ein Privileg, das Millionen Menschen in der Ukraine nicht haben.
Was sich in den letzten Monaten deutlich verändert hat: Auf ukrainischer Seite wächst die Enttäuschung darüber, wie sich die US‑Regierung unter Donald Trump verhält. Das Vertrauen in die USA und in die NATO ist weniger hoch als noch vor einem Jahr. Das beeinflusst, wie Menschen die Zukunft des Landes einschätzen.
Stichwort: Gleichgültigkeit der russischen Bevölkerung. Sind die gesellschaftlichen Risse in diesem von staatlicher Zensur und Unterdrückung geprägten System tiefer geworden?
Ich glaube, die Risse sind da, aber sie sind schwer sichtbar, weil das System vieles aktiv unsichtbar macht. Seit Beginn der grossflächigen Invasion gibt es in Russland keinen inländischen unabhängigen Journalismus. Dadurch werden Risse innerhalb der russischen Gesellschaft weniger sichtbar. Lokale Journalistinnen und Journalisten übernehmen normalerweise eine zentrale Rolle bei der Erstberichterstattung. Auslandsberichterstattung ist oft überhaupt erst möglich durch Vorarbeit. Wenn diese Arbeit fehlt, spüren das alle.
Wenn Sie mich fragen, ob die Risse tiefer geworden sind: Ich kann sagen, dass Risse seit Beginn der Grossinvasion vorhanden sind. Eine seriöse Einschätzung, wie sich das verändert, wäre für mich aber nur möglich, wenn ich vor Ort arbeiten dürfte. Ich bekomme seit Juni 2022 keine Arbeitserlaubnis mehr vom russischen Aussenministerium, und ein grosser Teil meiner Bekannten musste das Land wegen Repressionen verlassen oder den Beruf wechseln.
Mit jenen Menschen in Russland, mit denen ich weiterhin Kontakt habe, hat sich die Mehrheit für eine Form der «inneren Emigration» entschieden. Das ist nachvollziehbar. Gleichzeitig wird die russische Gesellschaft für das Schweigen der Mehrheit langfristig einen hohen Preis bezahlen.
Wie Kriegsveteranen ins Leben zurückfinden
Sie haben kürzlich ukrainische Veteranen besucht, die schwer verletzt aus dem Krieg zurückgekehrt sind. Was hat Sie bei dieser Reise am tiefsten berührt?
Für mich ist besonders schwer zu sehen, wie dieser Krieg Millionen Menschen unmittelbar und unwiderruflich das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben nimmt. Auch wer den Einsatz an der Front überlebt, kommt oft verwundet zurück. Ich habe bisher keinen Soldaten und keine Soldatin getroffen, die ohne körperliche oder psychische Narben zurückgekehrt ist. Gleichzeitig habe ich – bei dieser und bei früheren Reisen – Veteranen erlebt, die trotz eigener Verwundung nicht müde werden, sich für andere einzusetzen.
Wolodymyr Ljach, den ich auf meiner Reise im Februar 2026 kennenlernen durfte, ist Veteran der ersten Stunde. Es war sehr berührend zu sehen, wie er andere unterstützt. Er besucht Männer, die schwer verwundet zurückkehren, denen ein Arm oder ein Bein amputiert werden musste, und versucht sie zu ermutigen, am Amputierten‑Fussball teilzunehmen. Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen weiss er, wie gross Einsamkeit und wie schwierig das Ankommen in der Gesellschaft nach einem Fronteinsatz sein können.
Dieses Mitgefühl füreinander zu sehen, auch vier Jahre nach Beginn der Grossinvasion und zwölf Jahre nach Beginn des Krieges, hat mich am meisten berührt. Und es sind Menschen wie er, die die Zukunft der Ukraine möglich machen: mit eigener Kraft, aber auch mit Unterstützung aus dem Ausland, etwa durch Helvetas.
Die körperliche Rehabilitation ist das eine, die psychische das andere. Wie erleben Sie die Offenheit in der ukrainischen Gesellschaft für Themen wie posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)? Existiert der Raum für diese Verletzlichkeit inmitten des Kampfes um die nationale Existenz?
Die ukrainische Gesellschaft hat schon in den Jahren vor der Grossinvasion begonnen, sich für das Thema psychische Gesundheit zu öffnen. Aus persönlicher Erfahrung würde ich sagen: Ukrainischen Männern fällt es aufgrund von Erziehung und Sozialisierung oft schwerer, über psychische Gesundheit zu sprechen als Frauen. Das lässt sich auch in der Schweiz beobachten.
In der Ukraine war das Stigma, über psychische Probleme zu sprechen, meinem Eindruck nach vor dem Krieg stärker als in der Schweiz. Das hat auch mit sowjetischen Prägungen zu tun und mit der überholten Vorstellung, «gegen alles durchzuhalten», mit zusammengebissenen Zähnen. Auch jüngere Generationen wurden von Eltern erzogen, die in der Sowjetunion sozialisiert wurden. Solche gesellschaftlichen Muster halten sich über Jahrzehnte.
Mit dem russischen Angriffskrieg hat sich vieles verändert. Posttraumatische Belastungsstörungen betreffen sehr viele Menschen. Gleichzeitig fehlt es an allen Ecken an psychologischer Betreuung, auch für Soldaten und Soldatinnen. Die Zahl der Psychologen ist viel zu gering, um den Bedürfnissen von Hunderttausenden Menschen gerecht zu werden.
Veteranen kommen in ein Umfeld zurück, das sie als «Helden» feiert, aber der neue Alltag ist schwer zu akzeptieren. Wo liegen die grössten Hürden beim Versuch, im Zivilleben wieder Fuss zu fassen?
Nach einem Fronteinsatz hat sich für Veteranen innerlich vieles verändert. Es ist keine Rückkehr in ein «altes Leben». Eine solche Rückkehr kann es nicht geben. Zu gross sind die inneren Veränderungen. Gleichzeitig sind Dinge, die früher problemlos funktioniert haben, durch psychische und physische Kriegsverletzungen oft nicht mehr möglich.
Eine grosse Schwierigkeit von posttraumatischen Belastungsstörungen ist, dass Betroffene jederzeit von traumatischen Erinnerungen eingeholt werden können. Von aussen ist das Verhalten dann nicht immer unmittelbar nachvollziehbar. Es kann passieren, dass jemand durch bestimmte Geräusche in einem Café plötzlich unter dem Tisch Schutz sucht, weil ein Klang an Beschuss erinnert. Es braucht noch viel Aufklärung, auch gegenüber Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, damit sie Veteranen nicht nur im Bewerbungsgespräch, sondern auch im Arbeitsalltag mit Verständnis begegnen.
Viele der Veteranen kehren zu Partnerinnen und in Familien zurück, die jahrelang ohne sie leben und trotz stetigem Bombenterror «funktionieren» mussten. Was können Sie zu diesen Dynamiken sagen?
Von aussen betrachtet entstehen leicht grosse Missverständnisse. Der naheliegende Gedanke ist: «Jetzt ist die Familie wieder vereint. Jetzt wird alles gut.» In Wirklichkeit beginnt in der grossen Mehrheit der Fälle erst ein sehr langer Weg. Die Menschen müssen nach langer Trennung erst wieder zueinanderfinden. Sie müssen gemeinsam versuchen zu verstehen, wie die andere Person diese Zeit erlebt hat, ohne gemeinsamen Alltag, oft unter völlig unterschiedlichen Belastungen. Fronterfahrungen hinterlassen Spuren. Zurückgezogenes Verhalten, etwa ausgelöst durch Depression oder Aggression, ausgelöst durch eine posttraumatische Belastungsstörung, betrifft nicht nur die Betroffenen, sondern ganze Familien.
Über Hilfe zur Selbsthilfe
Organisationen wie Helvetas unterstützen die Wiedereingliederung der Veteranen nach Kräften. Wie beurteilen Sie diese gezielte Form der zivilgesellschaftlichen Hilfe?
Ich halte diese Hilfe für entscheidend, weil sie zwei Dinge verbindet, die oft getrennt werden: Ein Leben in Würde ist eher möglich, wenn Menschen eine Perspektive haben. Wenn Veteranen eine langfristige Perspektive geboten wird, ist das nicht nur aus altruistischen Gründen zentral, sondern auch im Interesse der gesamten Gesellschaft. Es kommt langfristig viel teurer zu stehen, wenn diese Menschen allein gelassen werden. Es gibt neben der moralischen Verantwortung also auch ein ureigenes Interesse des Staates, Veteraninnen und Veteranen zu integrieren.
Diese Hilfe zur Selbsthilfe, die von Helvetas unterstützt wird, bringt langfristig einen enormen Nutzen.
Oft fliesst Hilfe unmittelbar nach grossen Offensiven oder Katastrophen. Wie sicher ist die langfristige Finanzierung für Projekte, die ukrainische Veteranen über Jahre hinweg begleiten sollen?
«Sicher» ist in einem Krieg fast nichts. Mit der Integration von Veteranen in den Arbeitsmarkt wird aber ein Grundstein für langfristig positive Veränderung gelegt. Gleichzeitig wächst der Bedarf schneller als jedes Programm.
Schätzungen zufolge könnte die Zahl der Veteraninnen und Veteranen, inklusive ihrer Familienangehörigen, nach einem Ende der Kampfhandlungen auf fünf bis sechs Millionen Menschen steigen. Diese Grössenordnung zeigt, wie enorm der Bedarf an langfristiger Unterstützung ist. Auf Seiten vieler Non‑Profit‑Organisationen ist das Verständnis vorhanden, dass Unterstützung über Jahre nötig sein wird, weil staatliche Kapazitäten in der Ukraine das allein nicht leisten können. Aber es hängt letztlich vom politischen Willen ab, ob die Ukraine diese Unterstützung auch tatsächlich erhält.
Die Rolle der Schweiz
Wie wird das Engagement der Schweiz in der Ukraine wahrgenommen? Wird unsere Rolle im Jahr 2026 kritischer beurteilt als noch vor einem Jahr?
Ich habe keine repräsentativen Umfragen zur Hand, um meine Eindrücke abzustützen. Deshalb möchte ich vorausschicken: Das Folgende beruht auf persönlichen Beobachtungen und hat einen anekdotischen Charakter.
Im humanitären Bereich wird die Schweiz wahrgenommen. Politische Entscheide werden in der Ukraine aber ebenfalls registriert. Wenn das Schweizer Parlament Ende 2025 beispielsweise die Regeln im Kriegsmaterialrecht lockert, gleichzeitig aber Waffenlieferungen an die Ukraine weiterhin ausgeschlossen bleiben, wird das wahrgenommen. Und entsprechend leidet die Wahrnehmung der Schweiz in der Ukraine. Diesbezüglich sollte sich niemand Illusionen machen.
Ein Ausblick
Wenn Sie auf das kommende Jahr blicken – was ist die wichtigste Geschichte aus der Ukraine, die wir im Westen noch nicht verstanden haben oder die wir zu übersehen drohen?
Es besteht die Gefahr, dass «im Westen» zu stark aus der eigenen Perspektive auf die derzeitige russische Führung geblickt wird. Selbst wenn Wladimir Putin in den kommenden Monaten einen Waffenstillstand unterzeichnen sollte, bedeutet das nicht automatisch, dass er sich später daran gebunden fühlt. Es gab schon viele Jahre davor Waffenstillstands-Abkommen mit langfristigen Friedensplänen, die sogenannten Minsk‑Abkommen. Diese wurden durch den russischen Angriffskrieg pulverisiert. Es gibt deshalb wenig Anlass für ein grösseres Vertrauen gegenüber dem russischen Machthaber.
Wenn in den USA eine andere Person ins Weisse Haus gewählt wird, könnte Putin darin erneut eine Gelegenheit sehen, den Krieg zu eskalieren. Nur weil es von Bern bis Brüssel den verständlichen Wunsch nach Frieden gibt, sollte man nicht von der eigenen Perspektive auf die Perspektive anderer schliessen. Wladimir Putin hat bisher nicht erkennen lassen, dass er ein ernsthaftes Interesse an einem stabilen Frieden hat.
Quellen
- luziatschirky.ch: Persönliche Website
- instagram.com: Profil von Luzia Tschirky
- Früheres Interview mit ihr (2025)
