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Barbara Lüthi (Mitte) diskutierte mit (v. l. n. r.) Oliver Rosa, Eric Facon, Regula Schwager, Ueli Meier, Elisabeth Bronfen und Martin Wyss über den Dok-Film «Leaving Neverland». Bild: AP/HBO

Genie, Monster oder beides? – so war der SRF-«Club» zur Jackson-Doku

Die SRF-«Club»-Runde diskutierte am späten Dienstagabend über die Frage: Wie wertvoll ist das Werk eines Genies, hinter dem womöglich ein Pädophiler steht? Ein Überblick der Sendung.



Genie oder Monster: Was bleibt von Michael Jackson? Der King of Pop soll jahrelang Kinder missbraucht haben. Die Vorwürfe sind nicht neu. Nun wirft sie der Dokumentarfilm «Leaving Neverland» aber erneut auf.

Die Gäste des «Club» diskutierten am späten Dienstagabend darüber, und ob man Kunst getrennt vom Künstler betrachten soll.

Im Studio waren:

Hier die wichtigsten Punkte der Sendung:

Kritik am Film

Der Film fokussiert auf zwei Männer, James Safechuck, inzwischen 40 Jahre alt, und Wade Robson, inzwischen 37 Jahre alt und ihre Familien. Beide erzählen darin, der King of Pop habe sie als Kinder sexuell missbraucht.

«Wo sind die Köche, die anderen Personen, die auf Neverland Zeit verbrachten oder Jacksons Familie? Warum hat man die nicht befragt?»

Elisabeth Bronfen kritisiert die Doku

Im «Club» werden sich die meisten in folgendem Punkt einig: Die Dokumentation sei zu einseitig, nicht differenziert genug. In einer vierstündigen Doku müsse es möglich sein, dass auch die Gegenseite zur Rede kommt. Ausserdem würden bei den Aussagen der mutmasslichen Opfer nicht genügend kritische Nachfragen gestellt.

So fragt etwa Elisabeth Bronfen, Kultur- und Literaturwissenschaftlerin: «Wo sind die Köche, die anderen Personen, die auf Neverland Zeit verbrachten oder Jacksons Familie? Warum hat man die nicht befragt?» Staatsanwalt Wyss sagt: «Wäre Michael Jackson noch am leben und würde ihm abermals der Prozess gemacht, würde sich diese mediale Berichterstattung wohl strafmindernd für ihn auswirken.»

Regula Schwager von Castagna, Beratungsstelle für ausgebeutete Kinder und Jugendliche, hält die Aussagen der beiden Männer für glaubwürdig: «Die Geschichten hören sich für mich ähnlich an, wie diejenigen, die ich in meiner Arbeit zu hören bekomme. Es geht wie oft auch um eine gewisse Abhängigkeit der Opfer zu ihren Peinigern.» Es sei auch typisch, dass die Opfer erst Jahre später sprechen, sei es aus der Abhängigkeit heraus, aus Angst oder Scham. Auch dass nach Jahren oder Jahrzehnten gewisse Daten verwechselt würden oder keine Beweise für den Missbrauch vorliegen, sei oft der Fall.

«Die Geschichten hören sich für mich ähnlich an, wie diejenigen, die ich in meiner Arbeit zu hören bekomme.»

Regula Schwager hält die Aussagen der mutmasslichen Opfer für glaubwürdig.

Schwager hält zudem Michael Jackson für «psychopathologisch auffällig»: «Auch wenn die Vorwürfe nicht stimmen sollten, er war eine sehr auffällige Person, die nächtelang Zeit mit Kindern in seinem Zimmer verbrachte.» Bestreiten tue dies auch Jacksons Familie nicht.

Sehr fragwürdig finden alle, dass die Eltern ihre Söhne im gleichen Zimmer, beziehungsweise sogar im selben Bett schliefen liessen. Sie seien zum Teil sicherlich geblendet von Ruhm und Geld gewesen, sind die «Club»-Gäste überzeugt. Als auffällig wertet die «Club»-Runde auch eine gewisse Ambivalenz: Im Film erzählt Wade Robson, er sei als Junge verliebt in Michael Jackson gewesen.

This image released by HBO shows a young Wade Robson shaking hands with pop icon Michael Jackson in 1987, in a scene from the documentary

Wade Robson, eines der mutmasslichen Opfer des King of Pop, schüttelt ihm die Hand, 1987. Bild: AP/HBO

Jackson-Fan Ueli Meier hegt starke Zweifel an den Vorwürfen: «Man hat bereits zu Lebzeiten von Michael Jackson genau hingeschaut und ihm den Prozess gemacht – er wurde freigesprochen.» Meier erinnert daran, dass die zwei Männer, die ihn nun in der Dokumentation beschuldigen, bei einem ersten Prozess zu seinen Fürsprechern gehörten.

Fertig «Thriller»?

Britische und skandinavische Radiostationen spielen Jacksons Musik vorübergehend nicht mehr. In Bezug zur Legitimität seines Vermächtnisses scheiden sich in der SRF-Sendung die Geister. Regula Schwager behält ihre Jackson-CDs momentan in einem Schrank unter Verschluss: «Ich finde sein Werk grossartig, aber momentan möchte ich mir seine Lieder nicht anhören.»

Sie spricht sich für eine gewisse Frist bei Radiostationen aus: «Dass zum Beispiel über drei Monate lang keiner seiner Songs gespielt wird, aus Respekt gegenüber Betroffenen von sexueller Gewalt.» Denn die Belastung, die diese ganze Diskussion für Opfer von sexueller Gewalt auslöse, sei nicht zu unterschätzen. Auch insbesondere, dass die Aussagen der zwei mutmasslichen Opfer immer wieder in Frage gestellt werden.

«Mein Bäcker kann etwas ganz Schlimmes gemacht haben und ich kaufe trotzdem, ohne davon etwas zu wissen, bei ihm mein Brot. Deshalb muss man auch Künstler klar getrennt von ihrem Werk ansehen.»

Martin Wyss

Zur Sprache kommen auch die Missbrauchs-Vorwürfe gegenüber Regisseur Roman Polanski. Oder James Brown, der «I Feel Good»-Sänger, der im Gefängnis sass, weil er seine Frau verprügelte. Den Werken dieser beiden Künstler wird immer noch viel Ehre gebührt. Immer häufiger werden Künstler wegen ihres privaten Verhaltens aber geächtet. Beispielsweise Kevin Spacy. Der Schauspieler wird der sexueller Belästigung bezichtigt und wurde deshalb aus der Erfolgsserie «House of Cards» verbannt und sechs Wochen vor Erscheinungsdatum kurzerhand aus einem Film geschnitten.

Doch ist es richtig, das Böse und die Bösen aus der Kunst zu verbannen? Wyss, Bronfen und Facon tendieren eher dazu, dies als Zensur anzusehen. Wyss weist darauf hin, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Straftäter wider integriert werden. «Mein Bäcker kann etwas ganz Schlimmes gemacht haben und ich kaufe trotzdem, ohne davon etwas zu wissen, bei ihm mein Brot.» Deshalb gilt für ihn: «Auch Künstler muss man klar getrennt von ihrem Werk ansehen.»

Der «Club» und die der Dokumentarfilm «Leaving Neverland» könnt Ihr auf www.srf.ch/club nachschauen.

Michael Jacksons Neverland Ranch

Der Jackson Clan ist wütend über die «Leaving Neverland»-Doku

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    Alle Leser-Kommentare
  • kowalski 12.04.2019 09:35
    Highlight Highlight Einer der Experten hat gesagt: "Es gab einen Musiker, welcher 2 Mal wegen Mord gesessen hat und zweimal von einem Gouverneur begnadigt wurde weil er so schön singen konnte."

    Weiss jemand von wem hier die Rede war?

  • Wheel in the sky 11.04.2019 12:15
    Highlight Highlight ES IST KEINE DOKU und der FILM geht lediglich um die beiden angeblichen Opfer. Ich glaube das haben 90% der Menschen nicht verstanden. Es ist KEINE DOKU, folglich ist und KANN ja Michael Jackson NICHT schuldig sein. ;)
  • c_meier 10.04.2019 23:08
    Highlight Highlight Die Moderatorin fand ich etwas komisch, die wollte irgendwie besonders am Anfang jeden in eine Ecke stellen also ob man jetzt findet er sei ein Monster oder ein Genie...
  • baBIELon 10.04.2019 22:39
    Highlight Highlight Menschen sollte man daran messen, wie sie mit anderen (vorallem schwächeren) umgehen...
  • Hinterm Mond, wärmts sich bestens 10.04.2019 21:18
    Highlight Highlight Auch ich bin der Meinung, dass die Doku nicht ausgeglichen war, und hätte gerne noch andere Stimmen gehört, zum Beispiel auch die Jungen, denen Wade Robson bei seinen Gerichtsaussagen in den Rücken fiel. Ich glaube den beiden aber und kann auch verstehen weshalb die Falschaussagen getätigt wurden!

    Das Thema ist so heikel...eine Aufarbeitung so schwierig!
  • Dagobart 10.04.2019 20:00
    Highlight Highlight Also wenn die Lieder von MJ boykottiert werden, waere ich auch für einen Boykott der katholischen Kirche!

    Aus den selben Gründen !
    • Robi14 10.04.2019 22:39
      Highlight Highlight Sie werden ja nicht boykotiert... Heisst das, du gehst jetzt wieder in die Kirche (aus den selben Gründen)?
    • Trasher2 11.04.2019 06:54
      Highlight Highlight Der korrekte Vergleiche wären:

      wenn jemand (oder die Allgemeinheit) Vorwürfe zu sexuellen Übergriffen von Pfarrer X macht, gehen sie nicht mehr zum Gottesdienst von Pfarrer X.

      Oder

      Wenn Sie aus der Kirche austreten, weil es Pfärrer gibt, welche sich an Kindern vergehen, müssten sie konsequenterweise auch keine Musik mehr hören.

      Macht irgendwie alles kein Sinn....

      Was mir Fragen aufwirft war die Aussage von Frau Schwager, welche meinte, dass sie jährlich rund 100 Personen mit solchen Aussagen erlebe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Täter nur Pfärrer und Musiker sind.
  • Herren 10.04.2019 19:33
    Highlight Highlight Was machen wir, wenn heute über Beethoven, Bach oder Goethe plötzlich auskommt, dass sie sich aus heutiger Sicht ungebührlich verhalten haben?
  • rönsger 10.04.2019 19:29
    Highlight Highlight Einverstanden, der MJ-Dok war einseitig und unjournalistisch aufgezogen. Dass aber alle TeilnehmerInnen gleichzeitig in dieselbe Falle tappten (auch Barbara Lüthi) mit ihrer ebenso unjournalistischen Behauptung, MJ sei der grösste Pop-Künstler ever, relativiert ihre Kritik doch etwas. Ich sehe in MJ nämlich nur ein eiskalt designtes Kunstprodukt, und der Missbrauch sein Ventil. Schade auch, dass über den wahren Wert des Film nicht diskutiert wurde: Es wird nicht MJ sein. Ich zumindest habe noch nie so drastisch Einblick erhalten in die Abgründe, die sich für missbrauchte Menschen aufreissen.
    • Gary Poor 10.04.2019 20:12
      Highlight Highlight Was du in MJ siehst ist nicht relevant. Den Einfluss den er auf die Pophistory hatte, lässt sich nicht wegdiskutieren.
    • rönsger 11.04.2019 08:10
      Highlight Highlight @Garry: Danke, dass du entscheidest, ob meine Meinung relevant ist oder nicht. Ich wage es trotzdem noch einmal: M.E. hat der Club die Antwort auf die Frage "Genie oder Monster?" gleich vorweggenommen: Genie = Ja, Punkt. Wenn man aber an einen Film journalistische Ansprüche stellt, der sich meiner Meinung auf einer ganz anderen, nämlich sehr subjektiven Ebene bewegt, und gleichzeitigt das Thema "Genie; Ja oder Nein" in einem Satz erledigt, so ist das für mich unjournalistisch. Und letztlich irrelevant für die zentrale Frage: Was macht Missbrauch mit den missbrauchten Menschen? MJ hin oder her.
  • Feuerwanze 10.04.2019 18:45
    Highlight Highlight MJ wurde nie verurteilt (Stichwort Unschuldsvermutung) und jetzt ist er (schon länger) tot. Soll er doch (endlich) in Frieden ruhen.
  • Garp 10.04.2019 18:27
    Highlight Highlight Für mich ist Michael Jackson Täter und Opfer zugleich. Täter weil es Kindern schadet, so eng mit ihm zusammenzuleben, egal ob der sexuelle Missbrauch stattfand oder nicht, ich halte es für sehr wahrscheinlich. Opfer, weil er selber nie Kind sein konnte und selber missbraucht wurde. Das soll keine Entschuldigung sein, nur eine Betrachtung. Zweigeteilt, musikalisch, karrieremässig Erwachsen, emotional ist er ein Kind geblieben. Mit seinem erwachsenen Anteil, hätte er aber die Kinder schützen müssen, vor seinem zurückgebliebenen Teil.


    Auf seine Kunst werde ich nicht verzichten, die find ich 👍
    • UrsK 10.04.2019 22:32
      Highlight Highlight Man kann sich alles schönreden, wenn es um persönliche Lieblinge geht. Immerhin, kann ich Deine Kommentare unter meinem Beitrag nun nachvollziehen. Und nein, man kann es in solchen Fällen nicht zweigeteilt betrachten, manchmal ist die Welt wirklich einfacher, als man es sich einreden will.
  • Gender Bender 10.04.2019 18:24
    Highlight Highlight Ein Gonster?
  • Cielodinotte 10.04.2019 17:30
    Highlight Highlight Was falsch ist, dass es Leute gibt, die sich aufregen, wenn jemand aussagt, dass man die Musik nicht mehr anhören soll, falls Jackson überhaupt ein Monster war, dann wiederum aber sich auch aufregen, wenn jemand behauptet, dass Hitler und Mussolini auch etwas Gutes getan haben, wie kürzlich ein Minister es so sagte. Zu unterscheiden, dass eines weniger oder mehr schlimm als das andere ist gegenüber Opfer und Geschändeten echt daneben, schon aus Respekt. Die Leute sollen sich entscheiden und dann bei seiner Meinung bleiben und nicht weil man ein Fan ist, dies deswegen anders beurteilen.
    • dieBied 10.04.2019 18:37
      Highlight Highlight Hast du grad ernsthaft Michael Jackson mit Hitler verglichen?!
    • baBIELon 10.04.2019 21:28
      Highlight Highlight @dieBied.. Ist berechtigt.. Beide waren Monster... Über die relevanz der Opfer oder welches Monster böser war zu diskutieren, ist ein Hohn gegenüber allen betroffenen Menschen!
    • Grabeskaelte 11.04.2019 00:02
      Highlight Highlight Sagt mal was habt ihr denn geraucht? Unbestritten haben Hitler und Mussolini für ihre Eliten auch gutes getan. Das allerdings im Gegensatz zu der Masse an Opfern betrachtet... Ernsthaft? Mutmasslicher mehrfacher Kindesmissbrauch gegen Millionen Todesopfer? Are you serious?
  • Aerohead 10.04.2019 17:08
    Highlight Highlight Das Tragische daran ist, dass die Täter- & Opferrolle nicht so klar ist, als wir uns weis machen möchten. MJ war als Kind selbst ein Opfer, hat unter einem gewalttätigen Vater gelitten, der seine Kinder hauptsächlich vermarktet denn geliebt hat. Dass eine solch kranke bzw. nicht vorhandene Kindheit zu derartigem Verhalten als Erwachsener führt ist verständlich, wenn auch völlig inakzeptabel. Die Doku zeigt eben auch das verletzte Kind in MJ, was es für mich noch trauriger macht zu sehen, wie es sich dann äussert.
  • Angelo C. 10.04.2019 17:01
    Highlight Highlight Schwer zu entscheiden, ob die Vorwürfe im Film real sind, oder nur des lieben Geldes wegen (nach langen Jahren und erst nach dem Tod Jacksons) von den beiden Protagonisten erhoben werden.

    Bekannt ist, dass diese beiden Männer Jackson in zwei früheren Prozessen explizit entlasteten, nun aber seit sechs Jahren erfolglos versuchen, gewaltige Millionenbeträge bei der Erbengemeinschaft einzutreiben, was zweimal gerichtlich abgelehnt wurde.

    Was liegt da näher, als einen stimmungsvollen Film nachzuschieben, um die öffentliche Meinung zu instrumentalisieren.

    Wobei: diese Mütter sind ein Horror 🙄
  • UrsK 10.04.2019 16:49
    Highlight Highlight Wenn ich wüsste, dass mein Bäcker Kinder missbraucht hat, würde ich bei dem auch keine Brötchen mehr kaufen, Herr Wyss. Dieser Vergleich ist einfach nur daneben.
    • Garp 10.04.2019 17:54
      Highlight Highlight Hat Dein Bäcker Brotgeschichte geschrieben und war in bedeutenden Momenten Deines Leben mit seinen Brötchen dabei?
    • UrsK 10.04.2019 20:47
      Highlight Highlight Mir ist es egal, ob einer Brot bäckt oder singt. Die Tat definiert, nicht der Status in der Gesellschaft.
    • Garp 10.04.2019 21:23
      Highlight Highlight Es geht nicht um Status, sondern um Kunst und Leistung, die man auch anerkennen kann, wenn jemand Ungeheuerliches getan haben sollte. Das Leben ist nicht schwarz und weiss. Vieles ist ambivalent, das auszuhalten ist nicht immer einfach.
      Brötchen kann man überall kaufen oder gar selber backen. Musik machen und tanzen wie MJ können sie sicher nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Astrogator 10.04.2019 16:48
    Highlight Highlight "Wyss weist darauf hin, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Straftäter wider integriert werden"
    Sofern sie ihre Strafe verbüsst haben, bei Polanski ist das klar nicht gegeben.
    • Gary Poor 10.04.2019 20:14
      Highlight Highlight Naja, er konnte zumindest nie wieder nach Amerika und musste immer wieder davor zittern irgendwo verhaftet und ausgeliefert zu werden. Auch eine art Strafe.
  • Wander Kern 10.04.2019 16:45
    Highlight Highlight Die Problematik scheint mir philosophisch zugespitzt. Insofern, als man einen Künstler mit seinem Werk gleichsetzt. Zu diesem haben aber viele, viele Künstler beigetragen. Wie sollen jene einen Bann des Gesamtkunstwerkes verstehen?
    Unweigerlich fällt mir Karajan ein. Sollte man von ihm dirigierte Stücke - aufgrund seiner NSDAP-Mitgliedschaft - nicht mehr hören oder spielen?
    • baBIELon 10.04.2019 21:33
      Highlight Highlight Von ihm dirigiert nicht, aber von ihm komponierte Lieder schon! Solche Menschen haben es nicht verdient, dass wir uns an sie erinnern. Zudem hat MJ mit seiner Person als Künstler, "Jagd" auf Kinder gemacht und deren Familien geblendet. Also soll man auch den Künstler ächten!
    • Der_Andere 11.04.2019 01:02
      Highlight Highlight Hitler hat auch Bilder gemalt. Niemand bestreitet, dass Hitler als Mensch ein absolutes Monster war, das den Holocaust ermöglichte. Das macht aber seine Bilder weder besser, noch schlechter.

      Die Bilder sind die Bilder. Die können einem nun gefallen oder nicht. Ich habe auch schon Bilder von verurteilten Mördern gesehen, die im Knast gemalt haben. Und sie waren wunderschön.

      Nur weil mir ein solches Bild gefällt, heisse ich weder gut, was der Urheber durch seine gesamte Lebensspanne getan hat, noch verdamme ich ihn. Mir gefällt schlicht ein Bild.

      Der Künstler ist nicht gleich die Kunst.
  • Joe Frangelico 10.04.2019 16:22
    Highlight Highlight Wäre das nicht Verfilmt worden Jackson wäre bei den meisten schon bald vergessen .
    Im gegensatz zu Elvis,
    • Atheist1109 10.04.2019 16:50
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu wem?
    • Chääschueche 10.04.2019 18:10
      Highlight Highlight Monatliche hörer auf Spotify
      Jackson 22 Millionen
      Presley: 8 Millionen

      Verdienst 2017
      Jackson: 75 Millionen
      Presley 35 Millionen

      🤔
    • Wennli 10.04.2019 18:15
      Highlight Highlight Die Jeansmarke ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kreasty 10.04.2019 16:04
    Highlight Highlight Hab nach 40 min abgeschaltet.

    So ein Käse... ob ers nun getan hat oder nicht, was sind das bitte für Eltern?
    Der eine Erzählt so als ob er MJ wirklich "geliebt" hat und immer noch tut, so kommts mir rüber. Er hat Tage lang mit MJ in seinem Hotelzimmer allein verbracht und mit ihm im selben Bett gepennt.
    Als er vom gemeinsamen Mastubieren angefangen hat, hat er das gesagt als obs total normal wäre für ihn. http://h
    • Aerohead 10.04.2019 16:58
      Highlight Highlight Für Kinder ist alles normal, was man ihnen als normal verkauft. Insbesondere dann, wenn sie in einem Abhängigkeitsverhältnis zu der Person stehen. Man nennt das auch Erziehung (die funktioniert auf alle Seiten)
    • Mietzekatze 10.04.2019 17:36
      Highlight Highlight Du hast wohl noch überhaupt gar nie mit jemandem geredet der als Kind missbraucht wurde! Meistens läuft das über Abhängigkeit und Liebe... Nicht über Gewalt und Druck. Die Bezugspersonen profitieren von der kindlichen Psyche und deren absoluter Liebe, wie auch von ihrer Unkenntnis ob sexuelle Kontakte okay sind oder nicht. MJ war das absolute Idol der Jungs.. Wenn man da so viel Aufmerksamkeit und Zuneigung bekommt, entsteht ein Gefühl von Liebe... Die Schuld liegt niemals beim Kind das unwissend ist und nur Liebe sucht! Sie liegt immer beim Erwachsenen der das ausnutzt!!
    • Chääschueche 10.04.2019 18:13
      Highlight Highlight @Mietz
      Es gibt so oder so viel zu viele offene Fragen sowie zu viele ungereimtheiten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lululuichmagäpfelmehralsdu 10.04.2019 15:42
    Highlight Highlight Ich mag The way you make me feel und Dirty Diana wahnsinnig gern und kann mir nicht vorstellen diese Titel einfach zu ignorieren. Aber dass er schuldig ist, ja, das glaube ich zu 100%.
  • AlteSchachtel 10.04.2019 15:36
    Highlight Highlight Das aktuelle Aufsehen um diese Geschichte finde ich langsam ein bisschen bizarr.
    Wäre Jackson wegen Kindsmissbrauch verurteilt, sollte man seine Kunst/Musik vergessen. (Ich brauch sie sowieso nicht.)
    Nun ist er aber weder verurteilt noch lebendig. Wie will man da eine Antwort finden?

    «Auch wenn die Vorwürfe nicht stimmen sollten, er war eine sehr auffällige Person, die nächtelang Zeit mit Kindern in seinem Zimmer verbrachte.»

    CHer die 1988 (Tournee) mit ihm zu tun hatten, erzählten, er sei privat wie ein Kind und umgebe sich - damals mit Schimpanse - auch auf Reisen stets mit Spielsachen.
    • Garp 10.04.2019 19:40
      Highlight Highlight Es ist nicht so einfach, seine Musik zu vergessen, bzw. zu verdrängen, da würde ein Stein in der Musikgeschichte fehlen. Das wäre wie wenn man Braque oder Picasso nicht mehr ansieht und aus der Kunstgeschichte streicht. Blödsinn!








    • AlteSchachtel 11.04.2019 07:23
      Highlight Highlight Garp: Mit "vergessen" meinte ich, das Abspielen seiner Musik in Radio/TV etc.
      Richtig vergessen geht sowieso nicht, jetzt noch weniger als vorher und rechtlich gilt MJ als nicht verurteilt.
  • TanookiStormtrooper 10.04.2019 15:34
    Highlight Highlight Der eigentlich Skandal ist, wie alle zugesehen haben. Jackson war sehr erfolgreich und daran hingen auch viele Leute. Wenn er dann plötzlich im Knast landet, dann ist es aus mit dem "Goldesel".
    • Saraina 10.04.2019 15:46
      Highlight Highlight Der weiterführende Skandal ist, dass die Skandale an Namen wie Jackson, Spacey oder Weinberg festgemacht werden, wo doch offensichtlich eine ganze Industrie ein riesiges Problem hat.
    • TanookiStormtrooper 10.04.2019 16:08
      Highlight Highlight Da ging es ja genau so. Spacey ist das Gesicht von House of Cards, ohne ihn wurde die Serie zügig eingestellt. Da hingen Jobs und für die Produzenten viel Geld daran. Bei Weinstein und seiner eigenen Produktionsfirma genauso. Er konnte dich zum Star machen oder dafür sorgen, dass du keine Rollen oder allgemein Jobs in der Filmindustrie mehr bekommst.
      Heute würde man Jacksons Verhalten vermutlich nicht mehr tolerieren, bei R. Kelly sieht man es ja, der wird inzwischen überall gemieden.
    • manta 10.04.2019 18:13
      Highlight Highlight Es gibt von Victor Gutierrez (bekennend pädophil und Mitglied von NAMBLA - ja, die gibts wirklich und wurden nicht von South Park erfunden) ein Buch namens „Michael Jackson Was My Lover“. Darin die fiktive sexuelle Liebesgeschte von MJ und einem Jungen.

      Was hat dieses Buch mit der Doku zu tun? Interessanterweise scheint Safechuck in seinen Schilderungen zum an ihm begangenen sexuellen Missbrauch vieles aus dem Buch aufzugreifen, beinahe zu rezitieren.

      Zudem scheint bei den Missbrauchsvorwürfen hier zum ersten Mal Analsex aufzutauchen.

      Und nein, ich bin kein Verschwörungstheoretiker.

Wusstet ihr eigentlich, dass Freddie Mercury so ein richtiger Katzen-Fan war?

«Rock's greatest lover of cats» – so bezeichnete sich der Queen-Frontmann selbst. Das dürfte so zutreffen, denn laut seinem Lebenspartner Jim Hutton behandelte Freddie «seine Katzen wie seine eigenen Kinder».

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