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Durch Schweigen zum Organspender

Heute entscheidet das deutsche Parlament, ob jeder zum Spender wird, der nicht widerspricht. Auch die Schweiz führt die heikle Diskussion.

Christoph Reichmuth aus Berlin / Aargauer Zeitung



Es ist selten, dass die Abgeordneten im deutschen Bundestag bei einer Abstimmung vom Fraktionszwang befreit sind. Bei der heutigen Abstimmung über zwei Vorlagen zur Organspende sind die Parlamentarier aber für einmal alleine ihrem Gewissen und nicht dem Parteibuch verpflichtet. Zu heikel ist das Thema Organspende.

«Jeder sollte sich persönlich und verbindlich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen.»

Die Spendenbereitschaft in Deutschland ist im europäischen Vergleich gering. 9400 Menschen warteten im letzten Jahr auf ein lebensrettendes Spenderorgan, bundesweit haben 2019 aber lediglich 955 Menschen nach ihrem Tod ihre Niere, ihr Herz oder ihre Lunge für schwerkranke Patienten gespendet. Das 83 Millionen Einwohner zählende Land hat eine Quote von lediglich 11,2 Spendern pro einer Million Einwohner. Zum Vergleich: Die Spendenbereitschaft in der Schweiz ist mit einer Quote von 18,4 verstorbenen Organspendern höher. Unangefochtener Spitzenreiter ist allerdings Spanien. Dort liegt die Spenderquote bei 48,3 Spender pro einer Million Einwohner.

«Sie sterben, weil wir nicht Mut aufbringen»

Das spanische Modell ist für den Deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn Vorbild für eine Neuregelung der Organspende im eigenen Land. Der CDU-Minister möchte die sogenannte doppelte Widerspruchslösung einführen. Das klingt technisch, bringt in der Praxis aber weitreichende Veränderungen mit sich.

Nach Spahns Vorschlag wäre grundsätzlich jeder deutsche Bürger ab dem 16. Altersjahr automatisch Organspender, sofern er in einem Register nicht explizit erklärt, er wolle nach seinem Tod die Organe nicht spenden. Diese sogenannte Widerspruchslösung ist deshalb doppelt, weil die Ärzte nach dem Tod eines Patienten die Angehörigen konsultieren müssen, wenn sich der Verstorbene nicht im Organspende-Register hat eintragen lassen. Ist den Angehörigen bekannt, dass der Verstorbene seine Organe nicht spenden wollte, wird von einer Spende abgesehen. Ansonsten haben die Ärzte das Recht darauf, Niere, Lunge oder Herz zu entnehmen.

Der Vorschlag des Gesundheitsministers wird fraktionsübergreifend unterstützt. Jedes Jahr würden in Deutschland viele Patienten sterben, «die voller Hoffnung und Verzweiflung vergeblich auf ein Spenderorgan gewartet haben. Sie sterben, weil wir nicht den Mut aufbringen, neue Wege zu gehen», sagt Gesundheitsminister Spahn. Deutschland sei es den Kranken schuldig, «dass sich jeder persönlich und verbindlich mit dem Thema Organspende auseinandersetzt», fügt der 39-Jährige hinzu.

Bild

bild: aargauerzeitung.ch

Co-Vorsitzende der Grünen fordert Freiwilligkeit

Die Abgeordneten müssen sich zwischen dem Vorschlag des Gesundheitsministers und einer Alternative entscheiden, welche die Grünen Co-Vorsitzende Annalena Baerbock eingebracht hat. Baerbock sieht in der doppelten Widerspruchslösung einen Eingriff in die menschliche Würde. Die Organspende müsse weiterhin freiwillig bleiben.

Eine Zustimmung zur Organentnahme durch Schweigen hält die 39-Jährige für nicht vertretbar. Baerbock will eine Zustimmungslösung: Nur, wer sich zu Lebzeiten explizit dazu bereit erklärt hätte, würde so zum Organspender. Dafür brauche es ein bundesweites Register. Jeder Bürger soll sich dort einfach und schnell eintragen können.

epa07999807 Green party (Die Gruenen) co-chairwoman Annalena Baerbock speaks during the Party congress in Bielefeld, Germany, 15 November 2019. The German Greens hold a party congress until 17 November.  EPA/DAVID HECKER

Annalena Baerbock ist der Ansicht, dass Organspende freiwillig sein muss. Bild: EPA

Die Angaben sollen unkompliziert im Nu angepasst oder verändert werden können. Zudem soll jeder, der seinen Ausweis erneuern lässt, nach seiner Haltung zur Organspende befragt werden. «Schweigen darf nicht als Zustimmung gewertet werden», heisst es von Seiten der Baerbock- Gruppe. Die Grünen-Politikerin verweist auf die grundsätzlich hohe Bereitschaft der Deutschen, nach dem Tod ihre Organe zu spenden. In einer Umfrage gaben 80 Prozent an, ihre Organe spenden zu wollen.

Doch nur die wenigsten tun das wirklich. Kritiker bemängeln, dass sich mit dem Vorschlag der Grünen-Politikerin kaum etwas zur heutigen Praxis ändern würde. Auch heute dürfen Organe nur dann entnommen werden, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten explizit einer Organentnahme zugestimmt hat.

Auch Schweiz steht vor Änderung

Die Abstimmung wird auch in der Schweiz mit Interesse verfolgt. Die im März 2019 eingereichte Initiative «Organspende fördern – Leben retten» kommt noch dieses Jahr vors Parlament. Die Initiative möchte, ähnlich wie der in Deutschland diskutierte Antrag, jeden Schweizer automatisch zum Organspender machen, sofern dieser nicht explizit widerspricht.

Der Bundesrat hat einen Gegenvorschlag ausgearbeitet, der die Rechte der Angehörigen stärker regelt. In der Vernehmlassung stiess der Gegenvorschlag auf breite Unterstützung. Auch die nationale Stiftung für Organspende und Transplantation in Bern, Swisstransplant, stellt sich hinter den Gegenvorschlag der Landesregierung. «Wir unterstützen den Vorschlag des Bundesrates, weil wir es sehr wichtig finden, dass auch die Angehörigen befragt werden. Es ist uns wichtig, dass es ausschliesslich um den Wunsch des Verstorbenen geht», sagt Direktor Franz Immer auf Anfrage. Die aktuell geltende Regelung sei insbesondere für die Hinterbliebenen eine Belastung.

Gibt es vom Verstorbenen im nationalen Spendenregister – bis Ende 2019 haben sich dort etwa 80000 Schweizer eingetragen – keine Angaben, müssen die Angehörigen im Sinne des Verstorbenen entscheiden. Wenn sich die Angehörigen nicht sicher sind, was im Sinne des Verstorbenen wäre, wird einer Organspende in den meisten Fällen nicht zugestimmt.

Beim Gegenvorschlag des Bundesrates kann einer Organentnahme widersprochen werden, wenn die Hinterbliebenen Kenntnis davon haben, dass ihre Angehörigen eine Organspende ablehnen. Ansonsten sollen künftig die Organe entnommen werden dürfen.

Damit möglichst viele Schweizer ihren Willen dokumentieren, soll der Eintrag im Organspende- Register nach Vorschlag des Bundesrates vereinfacht werden. In der Schweiz warteten Ende 2019 über 1400 Menschen auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Von 157 Verstorbenen konnten 2019 Organe transplantiert werden.

Erklärungsmodell als Gegenvorschlag zur automatischen Spende

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    Alle Leser-Kommentare
  • Passierschein A38 17.01.2020 08:01
    Highlight Highlight Am einfachsten wäre es, beim Beantragen der ID zwingend ja oder nein ankreuzen zu MÜSSEN.
  • Corpus Delicti 17.01.2020 05:22
    Highlight Highlight Eine eventuell interessante Anmerkung: In Singapur werden Personen, die sich für das "Opt-Out" entscheiden automatisch niedriger priorisiert, sollten sie auf ein Organ angewiesen sein.
  • Basti Spiesser 16.01.2020 11:34
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • romana9 16.01.2020 09:30
    Highlight Highlight Ich bin für die Organspende will aber hier nicht hetzen oder verurteilen..
    Ich akzeptiere jede Entscheidung aber entscheidet eucht!!!

    Ich möchte nur alle daran erinnern ob Spender oder nicht entscheidet euch und füllt einen Ausweis aus. Überlasst es nicht euren Angehörigen. Den die haben beim eintretten dieses Falles mit ihrer Trauer genug um die Ohren.

    Ich bin dafür das sich jeder mit dem Eintretten des 18. Lj entscheiden soll. und falls dies nicht gemacht wird, wird man automatisch zum Spender.

  • MeinAluhutBrennt 16.01.2020 08:39
    Highlight Highlight Spontan kommt mir da die Doku in den Sinn wo eine "Hirntote" ein Kind ausgetragen hat.

    Der sogenannte "Hirntot" wirft mir immer wieder konkrete Fragen auf.
    • Antinatalist 16.01.2020 10:38
      Highlight Highlight Eine Schwangerschaft wird endokrinologisch von der Plazenta und nicht vom Gehirn der Mutter aufrechterhalten. Das ist jetzt etwas komplizierter.

      Das bedeutet, dass wenn man über intensivmedizinische Massnahmen die Kreislaufaktivität künstlich aufrecht erhält und die tote Mutter weiter beatmet, kann die Plazenta den Fötus noch weiter ernähren. Die Mutter kann also durchaus schon hirntot sein. Der Hirntod bedeutet, dass sämtliche Funktionen des Gehirns eingestellt sind, und die Hirnfunktionen irreversibel beendet wurden. Es weist keinerlei neurologischen Aktivitäten mehr auf. Aus die Maus.
  • Nik G. 16.01.2020 08:11
    Highlight Highlight Gibt es bei den Widerspruchländer auch Zahlen und Statistiken? Man nimmt nur Spanien als Beispiel für mehr Spender. Nur weil man nun widersprechen muss heisst es nicht dass es mehr Spender gibt. Was ist wenn es genau gleich viel potentielle Spender gibt? Schlussendlich ist die Organspende ein Geschenk von einem Menschen an einen anderen. Ein Geschenk darf aus meiner Sicht nicht verpflichtend sein. Ich bin für eine Verpflichtung zum angeben ob Spender oder nicht aber nicht automatisch Ja.
    • Suigarah 16.01.2020 10:28
      Highlight Highlight In Österreich (2018) scheint es jedenfalls trotz Wiederspruchslösung abwärts zu gehen. Aber es sind halt auch nur Zahlen. Ein auf und ab wird wohl normal sein. Ein Opt-Out wie es schon erwähnt wurde darf es aber auf keinen Fall geben. Zum Glück brauche ich zZ. keinen Ausweis. In unserer Familie wissen alle von allen was Sache ist.
  • wolge 16.01.2020 08:04
    Highlight Highlight „Wenn sich die Angehörigen nicht sicher sind, was im Sinne des Verstorbenen wäre, wird einer Organspende in den meisten Fällen nicht zugestimmt.“

    Das ist ja kaum anders als jetzt...

    Die aktuell sehr tiefe Organspenderquote kann ich mir nur so erklären, dass viele Leute sich mit diesem Thema schlicht nicht befassen.

    Der Gegenvorschlag des Bundesrates würde also bei all denen genau nichts bewirken...
  • Patho 16.01.2020 06:40
    Highlight Highlight Ich brauche meine Organe nicht mehr, wenn ich tot bin, also kann sie dann ein Anderer haben, wenn er sie brauchen kann, ganz im Sinn von Nächstenliebe. Ebenfalls sollen Medizinstudierende mich als Übungsobjekt verwenden können, es schmerzt mir dann ja auch nichts mehr und irgendwie muss man es ja lernen.

    Ich frag mich ehrlich gesagt auch, was die Leute, die ihre Organe nicht spenden möchten, damit noch machen wollen...
    • Antinatalist 16.01.2020 09:55
      Highlight Highlight Das ist dann eine philosophische Frage. Buddhisten z.B. kommen da ins Dilemma. Es gibt noch andere Gründe wie z.B. ideologische wie, dass man dieses lukrative Geschäft nicht unterstützen will. Wer diesen Anthropozentrismus nicht weiter fördern will soll das gute Recht haben, dies auch nach dem Ableben nicht zu tun.
    • Fenyra Fux 16.01.2020 10:25
      Highlight Highlight Ich möchte kein Spender sein.
      Früher galt der Todeszeitpunkt, wenn das Herz aufhört zu schlagen und der Körper nicht mehr reanimiert werden kann.
      Erst als die erste Transplantation gelang, definierte man den Todeszeitpunkt neu mit dem Hirntod.
      Da ist egal, wenn das Herz noch schlägt. Tote Organe können nicht transplantiert werden. Zur Organentnahme muss dem Spender sogar Narkotika verabreicht werden.
      Das stimmt mich nachdenklich und ich befürchte eher ein Geschäft dahinter.

      https://www.nzz.ch/schweiz/aerzte-wollen-die-organentnahme-bei-hirntoten-komplett-verbieten-ld.1470564
  • Lucas29 16.01.2020 06:36
    Highlight Highlight Immer jammern es habe zu viele Menschen und dann das Leben auf unnatürliche Weise verlängern...
  • Vally Schaub 16.01.2020 06:30
    Highlight Highlight Wieso sollte ich meine Organe nicht spenden wollen?
    Brauchen kann ich sie ja dann wirklich nicht mehr. Bei einer Erdbestattung spende ich einfach an andere Organismen und dem Grabstein ist es in jedem Fall egal, in welcher Form und Zusammensetzung ich darunter liege.
  • spaddeloni 16.01.2020 06:04
    Highlight Highlight Ganz ehrlich, ich kann bei bestem Willen den Wiederstand gegen solch eine Lösung nicht nachvollziehen.
    Das einzige was sich ändern würde wäre jeder und jede MUSS sich damit auseinandersetzen und kann dann ja ohne wenn und aber nein sagen. Es ist so in vielen Fällen für alle Beteiligen viel einfacher als sich in der Situation mit solchen Fragen auseinanderzusetzen.

    Und ganz nebenbei kann man so jemanden unter umständen das Leben retten, was gibt es besseres als im Tod noch jemandem zu helfen.
  • Snowy 16.01.2020 05:37
    Highlight Highlight «Jeder sollte sich persönlich und verbindlich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen.»

    Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
    Die Entscheidung sollte jeder für sich und komplett ohne Einflussnahme von Dritten treffen.
    Aber man soll sie die Entscheidung treffen müssen - mit der Möglichkeit die einmal gemachte Entscheidung jederzeit und unkompliziert wieder revidieren zu können.

    Weigert man sich eine Entscheidung zu treffen, so ist es legitim, dass die Gesellschaft annimmt, man möchte im Notfall ein lebenserhaltendes Organ weitergeben.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 16.01.2020 06:09
      Highlight Highlight Diesen Ansatz finde ich falsch. Die Organe gehören nicht der Gesellschaft, sondern dem, der damit lebt.

    • Quasi Modo 16.01.2020 06:23
      Highlight Highlight Wenn man tot ist, lebt man ja nicht mehr damit. Dafür kann man jemandem das Leben retten/verlängern.
    • Patho 16.01.2020 06:34
      Highlight Highlight Wenn jemand stirbt, lebt er nicht mehr mit seinen Organen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antinatalist 16.01.2020 05:35
    Highlight Highlight Ein Opt-out-Zwang geht einfach überhaupt nicht. Egal wofür. Dass man dann noch in einem Register, also einer weiteren Datenbank, landet, ist schlicht pervers. Wer freiwillig per Opt-in in einem Spenderregister landen will, dem sei dies nicht zu verwehren.

    Ich habe mich längst damit abgefunden, dass das Leben endlich ist. Niemals würde ich eine Organspende in Anspruch nehmen. Auch eine Chemotherapie käme für mich nicht in Frage.

    Vielmehr sollte jeder unkompliziert und ohne Mitgliedschaft (also wieder eine Datenbank) Zugriff auf Dienstleistungen wie Exit haben.
    • Lady Shorley 16.01.2020 06:19
      Highlight Highlight dass du dich entschieden hast auf Chemo oder Spendeorgan zu verzichten ist absolut in Ordnung.
      Ich aber möchte das nicht. Ich bin 34, und meine Endlichkeit soll noch ein wenig warten.
      Auch diese Entscheidung soll jeder für sich selbst treffen können.

      Jedoch kann ich deiner Aussage betreffend Sterbehilfe nur zustimmen!
    • Gipfeligeist 16.01.2020 07:30
      Highlight Highlight @Anrinatalist
      Ich würde die Widerspruchslösung bei der Organspende unterstützen, aus dem einfachen Grund, weil Menschenleben auf solch eine Regelung angewiesen sind. Ein Grossteil der Leute ist einfach zu faul, sich mit dem Thema auseinander zu setzen oder einen Organspendeausweis zu besorgen. Und die Warteliste für Organempfänger ist hoffnungslos lang...

      Jeder, der aus berechtigten Gründen nicht mitmachen will, kann sich ja abmelden. Eine freie Entscheidung bleibt bestehen
    • Snowy 16.01.2020 07:54
      Highlight Highlight Ein guter Bekannter von mir hat genau gleich wie Du geredet:

      - er werde niemals lebensverlängernde Therapien wie Chemo etc anwenden.
      - er werde in einem solchen Fall via Exit aus dem Leben treten.

      Alle haben das ihm geglaubt:
      Er war zwar Arzt aber ein Lebemensch der soff und stark geraucht hat.

      Nun.
      Als bei ihm Gehirntumor diagnostiziert wurde, kämpfte er um jeden Lebenstag mit allen erdenklichen Therapien (inkl Chemo).
      Bei Exit gab er seinen Vereinsaustritt.

      Ich denke, wir alle wissen nicht, wie wir reagieren, wenn bei uns eine tödliche Krankheit diagnostiziert wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Morgenthaler-Müller 16.01.2020 04:20
    Highlight Highlight In der sogenannten sozialen Marktwirtschaft liessen sich die Teilnehmenden vom Organspenden viel eher überzeugen, wenn es einen finanziellen Anreiz gäbe.
    • Corpus Delicti 16.01.2020 05:34
      Highlight Highlight Und wofür, ausser vielleicht die Bezahlung des Fährmanns Charon, würden die toten Spender das Geld benötigen?

      Sie können Menschen nicht aufgrund der alleinigen Bereitschaft für diese Leistung entlöhnen, ohne dass diese erbracht wurde. Ausserdem gibt es zu viele Variablen in dieser Rechnung - Lebensstil, Todesalter, Art des Ablebens, Genetik, etc.

      Organspende im Opt-Out System ist meiner Meinung nach eine gute Lösung und alle Entscheidungen sollten allein der Verantwortung der einzelnen, aufgeklärten Person obliegen.
    • Antinatalist 16.01.2020 05:44
      Highlight Highlight Also so ähnlich wie in Pakistan?
      https://de.qantara.de/inhalt/organhandel-in-pakistan-aus-der-not-anderer-kapital-schlagen

      Mal abgsehen, dass auch hier Organspende ein goldenes Geschäft darstellt (da ist eine Industrie, die daran richtig gut verdient), wieviel Geld darf's denn für den hoffentlich schon toten Spender sein?

      https://www.infosperber.ch/FreiheitRecht/Organspenden-sind-auch-ein-lukratives-Geschaft
    • Loe 16.01.2020 05:57
      Highlight Highlight Was will man mit dem Geld wenn man gestorben ist?
      Und wer soll das bezahlen? Es beschweren sich ja bereits jetzt schon alle Gesundheit wäre zu teuer - lieber in fernen Ländern für teuer Kohle in die Ferien.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 16.01.2020 04:18
    Highlight Highlight Die ganze Diskussion verdeckt sehr geschickt die wahren Probleme. In Deutschland haben 36 % einen Organspenderausweis. Die Zahl hat sich in den letzten Jahren nicht großartig geändert. Dennoch gab es z. B. 2008 1313 Organspender, 2017 waren es nur 797 und letztes Jahr waren es 932.
    Wenn ich mir die Zahlen so ansehe habe ich den Eindruck das da im System was nicht stimmt.
    • Loe 16.01.2020 06:00
      Highlight Highlight Naja, man braucht jeweils passende Spender und Empfänger. Eine höhere Zahl registrierter Spender erhöht nur die Wahrscheinlichkeit eines Treffers. Zusätzlich haben sich einige Regeln seit 2008 geändert. Also statistischer Zufall sowie Anpassungen erklären diese Abweichungen ganz gut.

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