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Schweiz

Schweizer Journalist in Ukraine von russischem Kommando überfallen

«Von einem russischen Kommando verwundet» – Schweizer Journalist in Ukraine überfallen

Der Genfer Journalist Guillaume Briquet wurde in der Nacht auf heute Opfer eines Überfalls durch russische Soldaten. Er soll mit Schüssen verletzt und ausgeraubt worden sein.
07.03.2022, 06:0807.03.2022, 15:33
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Der freiberufliche Schweizer Journalist Guillaume Briquet ist in der Region Mykolaiv in der Südukraine verwundet und in ein Spital in Kirovograd eingeliefert worden. Das berichtet die Online-Zeitung «Ukrainska Pravda».

guillaume briquet
facebook/guillaumebriquet

Auf Facebook teilte Briquet ein Selfie, das ihn mit einer blutenden Verletzung im Gesicht zeigt. «Von einem russischen Kommando verwundet», schreibt er dazu.

Der Schweizer Journalist sei in einem Auto in Richtung Nikolaev unterwegs gewesen. Laut den Berichten sei er von russischen Schüssen getroffen worden. Das Auto sei mit dem Schriftzug «Presse» versehen gewesen, zitiert die Zeitung den Journalisten.

Der Journalist erlitt Verletzungen im Gesicht und am Unterarm. Ein Reisepass, 3000 Euro in bar, persönliche Gegenstände, ein Helm, Fotomaterial und ein Laptop seien ihm nach einer Kontrolle ebenfalls abgenommen worden.

Mykolaiv ist eine Hafenstadt am schwarzen Meer. Sie liegt zwischen der im Ukraine-Krieg heftig umkämpften Stadt Cherson im Südosten und Odessa im Südwesten.

Die «Ukrainska Pravda» ist laut Wikipedia eine im April 2000 gegründete Online-Zeitung. Sie entstand als Reaktion auf die zunehmend schwieriger werdende Lage für ukrainische Journalistinnen und Journalisten unter der Regierung von Leonid Kutschma. (saw/sda/adnkronos)

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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Radio Eriwan - mit Echtheitszertifikat
07.03.2022 07:43registriert November 2020
Der Schock ist gross und mutige, aussenstehende Berichterstatter sind in solchen Konflikten soo wichtig. Chapeau, Merci Monsieur Briquet und gute Besserung!
Die Windschutzscheibe sieht nicht sexy aus 😬
Ich will den Einsatz und Mut nicht schlecht machen, doch was mich stutzen lässt: klar habe ich nicht den ganzen LandRover gesehen, doch genügt/passt die Beschriftung "Press/Presse" an einem olivgrünen Defender, wenn ich in einer Region mit kyrillischer Schrift unterwegs bin, wenn man im Fadenkreuz eines 19-jährigen Soldaten, der in 8'000 km Entfernung aufgewachsen ist, gegenüber stehe? 😵‍💫
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Blanda
07.03.2022 07:32registriert Mai 2015
Jetzt erst recht.. dran bleiben!
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