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Syrische Truppen machen sich bereit für Zusammenstoss mit türkischer Armee



Syrische Regierungstruppen haben in Kurdengebieten nahe der Grenze zur Türkei Stellung bezogen, um sich der laufenden türkischen Militäroffensive entgegenzustellen.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Montag, die Soldaten seien in dem Gebiet zwischen den syrischen Städten Al-Hassaka und Ras al-Ain eingerückt. Sie befinden sich damit in der sogenannten Sicherheitszone, die die Türkei im Norden Syriens errichten will.

Die syrische staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, dass Regierungstruppen ebenfalls in der Stadt Tall Tamar nordwestlich von Al-Hassaka angekommen seien. Fernsehberichten zufolge warfen Menschen ihnen Blumen zu und sangen «Tod für Erdogan». Auf den von Sana verbreiten Bildern schwenkten Menschen bei Autokorsos in der Stadt die syrische Fahne.

Vereinbarung mit Kurden

Am Sonntag hatten die von den kurdischen Milizen angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) mit der syrischen Regierung eine Vereinbarung getroffen, wonach diese den Kurden zu Hilfe kommt. Die syrische Armee werde im Norden der «türkischen Aggression auf syrischem Boden entgegentreten», berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Sonntag.

Die Türkei hatte am Mittwoch vergangener Woche ihre lange geplante Militäroffensive in Nordsyrien begonnen. Sie richtet sich gegen die Kurdenmilizen der YPG, die im nordsyrischen Grenzgebiet ein grosses Areal beherrschen. Die Türkei sieht in ihnen einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit eine Terrororganisation.

Von türkischer Seite gab es zunächst keine Reaktion auf das Vorrücken der Syrer am Montag. Das Verteidigungsministerium in Ankara gab am Morgen wie üblich die Zahl der angeblich ausser Gefecht gesetzten Gegner an. Sie liege mittlerweile bei 550.

Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Montag, von ihnen seien 500 getötet worden. Die Zahlen liessen sich unabhängig nicht verifizieren und stehen im Gegensatz zu Angaben kurdischer Milizen und von Aktivisten.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London hatte am Sonntag gemeldet, seit Beginn der Kämpfe seien mehr als 100 Kämpfer in Reihen der SDF ums Leben gekommen. Ausserdem seien mindestens 52 Zivilisten getötet worden. (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Basti Spiesser 15.10.2019 08:42
    Highlight Highlight Frankreich und GB haben ihre Truppen ebenfalls abgezogen.


    https://www.heise.de/tp/features/Frankreich-Truppenabzug-aus-Syrien-4555114.html
  • K1aerer 14.10.2019 18:52
    Highlight Highlight Die Kurden haben leider verloren. Entweder geraten sie in türkischen Fugen oder in syrischen.
  • Cremetörtchen 14.10.2019 18:50
    Highlight Highlight Damit ist die US-Nahostpolitik gescheitert. Afghanistan und der Jemen werden eine Sackgasse bleiben. Trump ist wohl die Retourkutsche, der Russen für Jelzin. Das Land wird Jahre brauchen um aussenpolitisch wieder Reputation zu erlangen. Zumindest scheint für die Rep. nun ein Ende mit Schrecken zu kommen. Kaum ein Rep. wird dem Präsidenten in den Rücken fallen müssen. Laut einer Umfrage von Fox News, befürworten über 50% ein Impeachment...

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  • Nathanael II 14.10.2019 17:27
    Highlight Highlight Schlau gemacht Trump. Make Iran and Russia Great Again.
  • Dirk Leinher 14.10.2019 17:14
    Highlight Highlight Assad wurde jahrelang als brutaler Unterdrücker der Kurdengebiete dargestellt, scheint eher westliche Propaganda gewesen su sein. Nun werden die SAA Truppen als "Beschützer vor den bösen Türken" mit Blumen willkommen geheissen. Die Kurdenführer hätten sich von Anfang an auf die Seite der syrischen Regierung stellen sollen, statt sich auf die geopolitischen Spielchen der USA einzulassen.
    • LeChef 14.10.2019 18:05
      Highlight Highlight Das ist ein reines Zweckbündnis. Die YPG waren nie sonderlich darauf erpicht, mit Assad zu arbeiten. Aber es ist das einzige was ihnen jetzt übrig blieb. Für Assad ist es natürlich toll, die staatliche Kontrolle über die Kurdengebiete „gratis“ wiederherstellen zu können. Da haben sich die USA und die Türkei selbst ein Bein gestellt.
    • bebby 14.10.2019 18:56
      Highlight Highlight Assad und Erdoğan ist doch dasselbe: beides Tyrannen, die vom Krieg profitieren und sich einen Dreck scheren um Menschenrechte. Für die Kurdenführer sind beide Seiten schlimm.
    • Dirk Leinher 14.10.2019 21:26
      Highlight Highlight ...und die Propaganda hat kein Ende.
  • Multitalent 14.10.2019 16:27
    Highlight Highlight Jeder der diese Türken unterstützt ist gleichgesetzt mit diesen Mördern. Was würden die Türkei sagen, wenn ein fremdes Land bei denen einfach einziehen würde? Wahrscheinlich den Krieg erklären. Erwartet aber jetzt das nichts unternommen wird. Alles Heuchler und Blender, keinen von denen kann man trauen.
  • landre 14.10.2019 15:43
    Highlight Highlight Fruchtbare Anbaugebiete, fossile und andere Ressourcen-Vorkommen, Süd-Nord-, Ost-West-Achse, usw. Der Norden Syrien hat es in sich...Bzw. ein idealer Nährboden für Kriminelle um mörderisches "Sykes-Picot 2.0" zu spielen(?)
    Falls Syrien noch als völkerrechtliches Hoheitsgebiet angesehen und anerkannt werden will, dann hat nun vor allem Assad seinen inneren Schweinehund zu überwinden...
  • B-Arche 14.10.2019 15:34
    Highlight Highlight Trumps Resultat.
    Die US Politik unter Trump nähert sich in diesem Punkt leider der Schweizerischen an:
    "Sind keine eigenen Staatsbürger, also geht es mich nichts an."
    Ich bekomme immer häufiger die Frage gestellt schon meiner Staatsbürgerschaft, etwas was vor 5 Jahren undenkbar war.
    Nun wird man im ländlichen Raum sofort in die zweite Reihe gestellt und als Ausländer bezeichnet. Auch das früher undenkbar.

    Da ist es nur folgerichtig, dass Trump Europa an Putin verscherbt und Asien China übergibt. Sind schliesslich keine US Staatsbürger, also wurscht.
    • Qui-Gon 14.10.2019 20:37
      Highlight Highlight Ich kann leider nicht folgen. Was ist das Problem mit der Staatsangehörigkeit?
    • B-Arche 14.10.2019 21:51
      Highlight Highlight Qui Bon: Früher hat man nie nach der Staatsangehörigkeit oder Aufenthaltsstatus gefragt wenn man in den USA lebt (was ich tue).
      Mit Trumps Wahl änderte sich das. Man fragt. Man bezeichnet mich als foreigner. Man grenzt sich als US Staatsbürger ab und zieht eine virtuelle Grenze.

      Es ist heute auf dem Land normal geworden.
    • Qui-Gon 14.10.2019 23:36
      Highlight Highlight Danke fürs Ausführen. Eine sehr schlechte Entwicklung.
  • sa5 14.10.2019 15:28
    Highlight Highlight Fein hat es das Mastermind im Kreml eingefädelt.
    Die Kurden kommen im Tausch um Autonomierechte unter die Führung der Russen.
    Mit anderen Worten: Die Amerikaner geben ihre Einflusszone kampflos den Russen ab.
    Haue kriegen Erdolf und das stabile Genie.
    Der Genosse Oberst kann getrost Agent Orange seinem getreuen Vasallen einen Bonus auszahlen.
    Mr. Putin hat es echt gut drauf, ohne das er Zwang/Gewalt anwenden muss, kommt er zu seinem Ziele.


    " Supreme excellence consists in breaking the enemy's resistance without fighting.

    Sun Tzu"
    • Kubod 14.10.2019 19:50
      Highlight Highlight @sa5
      KGB Schach auf hohem Niveau.
  • darkshadow 14.10.2019 15:04
    Highlight Highlight Die syrische Arme und die YPG haben nun seit vielen Jahren enorme Kampferfahrung gegen einen wirklich hinterhältigen Feind sammeln können. Da die Syrier moderne russische Luftabwehrraketen besitzen (S400) wird es jetzt für Erdogan richtig peinlich. Da werden einige Amijets runterkommen. Die Lufthoheit ist auch der einzige Grund, warum Sie Asad zur Hilfe bitten. Da bringen Gewehre und Panzer leider nichts dagegen.
    • Joe 'Barack America' Biden 14.10.2019 18:28
      Highlight Highlight Das hochmoderne S-400 System in Syrien wird nur von den Russen selber verwendet. Und die werden nicht so schnell auf "Amijets" schiessen.

      Die Syrer haben jedoch einige Exemplare des etwas älteren S-300 Systems erhalten. Stecken aber noch in der Ausbildung damit.

      Die Türken haben ironischerweise aber das S-400 System von den Russen erhalten.
    • WeischDoch 14.10.2019 19:03
      Highlight Highlight Russen sperren Luftraum nicht. Assads Luftabwehr ist nicht für den Norden eingestellt und zudem würde sich Assad nicht trauen, türkische Jets abzuschiessen ohne ein Russen-Go. Was nicht der Fall ist (siehe ersten Satz). Alles ein grausames Spiel gegen die Kurden...
    • LaPalomaOhe 14.10.2019 20:07
      Highlight Highlight Sie verwechseln da etwas, es ist Erdogan der die S400 besitzt, in Syrien wurde dieses System meines Wissens nach nur zum Schutz für die russische Basis stationiert.
      Fragt sich nur ob Erdogan auch wirklich im Besitz der gesamten Technik ist, das kann ich mir nicht wirklich vorstellen weil die USA wohl ziemlich interessiert an der Technik sein dürften. Ich denke mal, alles was wir zur Zeit über die Entwicklung dort wissen ist bla bla und wirres Geschreibsel.
      Und nicht zu vergessen: Die S-500...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fritz N 14.10.2019 14:59
    Highlight Highlight "syrische" Oppositionskrieger?? Wieso macht der Herr auf dem Bild denn einen Wolfsgruss? hmm?
  • Samurai Gra 14.10.2019 14:51
    Highlight Highlight Die Karten werden gerade neu gemischt.
    Am Schluss wurde 8 Jahre lang viel Blut vergossen und viel Leid erzeugt für den Status Quo
  • flausch 14.10.2019 14:50
    Highlight Highlight Slideshow Bild 1 "Syrische Oppositionskrieger in Akcakale"
    Drei der fünf unsymphatischen Herren zeigen den Wolfsgruss und bekennen sich somit zu den idealen der Grauen Wölfe, welche den Turanismus/Panturkismus beinhalten. Sie bekennen sich zu einer Ideologie die zu den Völkermorden an den Armeniern und Assyrern sowie den Massakern an den Pontusgriechen und den Bulgaren von Batak geführt haben. Kurz gesagt: Es sind nichts als Faschisten/Nationalsozialisten.

    Der einfachste einstieg für alle die sich gedanken dazu machen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsextremismus_in_der_T%C3%BCrkei
    • Wen nicht Ich wer dann 14.10.2019 15:32
      Highlight Highlight Ich möchte ja nichts beschönigen, aber zwei der Herren, (ob sie unsympathisch sind weiss ich nicht, ich kenne sie nicht) machen in meinen Augen das Victory Zeichen, nicht? Der Dritte macht zwar den wolfsgruss, aber wenn du schon Wikipedia zitiert, da steht auch, dass dieses Zeichen auch viele andere Bedeutungen haben kann.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Graue_W%C3%B6lfe

    • Samurai Gra 14.10.2019 16:41
      Highlight Highlight @Wenn nicht Ich wer dann:
      Da es sich um Syrische Rebellen (FSA) handelt, ist es stark anzunehmen das sie sich zu den Grauen Wölfen zählen da diese Leute kaum Bewaffnete Pädagogen / Logopäden oder Japanische Wrestler sind.

      Laut Ihrer Wiki Quelle zumindest
    • flausch 14.10.2019 17:43
      Highlight Highlight @wenn nicht...
      Ja ok beim nochmaligem betrachten: 1x wolfsgruss 2xvictory (übrigens auch nicht unbedingt dieselbe Bedeutung wie in Westeuropa).
      Abgesehen davon, nicht aus Wikipedia zitiert sondern nur einen grundsätzlich einleitenden Wikipediaeintrag Verlinkt.
      Und gerne gehe ich auf Vorschläge dazu ein was diese Unsympathischen Herren (sitzen ja im selben Auto) sonst so mit dem Wolfsgruss im Sinne haben könnten... 🙄
  • Jörg K. 14.10.2019 14:39
    Highlight Highlight Dieser Überfall wurde medial schon lange angekündigt. Die weltgemeinschaft lässt dass zu. Damit verlieren wir jede Berechtigung einen Einmarsch irgendwo zu verurteilen. Wie im Mittelalter kann der Starke den Schwachen einfach überfallen und unterjochen.
    • Hausmeister krause 14.10.2019 16:33
      Highlight Highlight Wiso wie im Mittelalter? Das hat nie aufgehört und wird es auch nicht, Mensch bleibt Mensch. Filterblase geplatzt, willkommen in der Realität...
  • RatioRegat 14.10.2019 14:18
    Highlight Highlight Es gibt auf Twitter einige Berichte über den Inhalt der Vereinbarung, wobei eine englische Übersetzung von einem m.E. seriösen Journalisten retweetet wurde (@jrug).

    Teil der Vereinbarung ist offenbar die Auflösung der SDF und deren Eingliederung in das "5te Korps" unter russischer Führung.

    Die Vereinbarung sieht ein gemeinsames Vorgehen gegen sämtliche türkische Truppen in Syrien vor, auch in der Region um Afrin

    Den Kurden wird offenbar eine gewisse Autonomie zugesichtert und sie sollen offizielle Regierungsämter übernehmen.

    (https://twitter.com/Dannymakkisyria/status/1183686992330153984)
  • RatioRegat 14.10.2019 14:08
    Highlight Highlight Und Trump auf Twitter:
    "We have become a far greater Economic Power than ever before, and we are using that power for WORLD PEACE!"

    • P. Silie 14.10.2019 15:26
      Highlight Highlight @ Ratio: Ist die USA in einem Land vertreten werden sie verpönt. Sind sie es nicht, ebenso. Ziehen sie neue Truppen hinzu sind es Eroberer, ziehen sie diese wieder ab ist auch schlecht.

      Meine Meinung: Die USA sollten sich aus jeder Ecke der Welt zurückziehen und nur noch bei Verbündeten Truppen zur Verteidigung haben und dies bei offizieller Einladung. Sollen die anderen selber schauen wo sie bleiben.

      Wieso posten Sie nicht den Tweet der EU? Wir schicken den bösen Türken keine Waffen mehr... Ich bin überzeugt die Türken haben jetzt so richtig doll Respekt vor der EU.
    • Basti Spiesser 14.10.2019 16:49
      Highlight Highlight Wäre mal ganz was neues für einen US-Präsidenten, Weltfrieden? Mal schauen wie ernst er das meint...
    • giandalf the grey 14.10.2019 17:49
      Highlight Highlight P. Silie klar ist es besser wenn die Amis nicht irgendwo einmarschieren. Aber wenn sie irgendwo schon einmarschiert sind und politische Systeme destabilisiert haben, dann können sie sich nicht einfach zurück ziehen und so tun als wäre nichts. Wer in ein Land einmarschiert und es destabilisiert trägt eine Verantwortung. Und dass die USA diese Verantwortung nicht ernst genug nimmt ist nicht neu und wie Lybien und Irak gezeigt haben führt der US-Abzug nur zu einem Machtvakuum in dem es zur nächsten Explosion kommt.
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