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FILE - In this file photo dated Tuesday, Oct. 31, 2017, demonstrators hold placards and copies of the Cumhuriyet daily newspaper as they stage a protest outside a court where the trial of about a dozen employees of the newspaper on charges of aiding terror groups, continues in Istanbul. Turkey's official Anadolu news agency reports Wednesday April 25, 2018, that a Turkish court has convicted editor-in-chief Murat Sabuncu along with journalists and other senior staff members from the opposition Cumhuriyet newspaper on terror charges, in a case that has exacerbated concerns over press freedom. (AP Photo/Lefteris Pitarakis, FILE)

Demonstranten im Herbst 2017 vor einem Gericht in Istanbul. Bild: AP/AP

«Cumhuriyet»-Journalistin in Türkei zu zwei Jahren Haft verurteilt



In der Türkei ist am Donnerstag eine Journalistin der regierungskritischen Zeitung «Cumhuriyet» zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt worden. Die Gerichtsreporterin Canan Coskun wurde der Gefährdung eines Justizvertreters für schuldig befunden: Sie habe in ihrer Berichterstattung über den Prozess gegen die Anwälte von zwei hungerstreikenden Akademikern den zuständigen Staatsanwalt und Zeugen durch die Nennung ihrer Namen in Gefahr gebracht.

Wie «Cumhuriyet» und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International mitteilten, muss Coskun zwei Jahre und drei Monate in Haft, weil sie nach Auffassung der Justiz «einen Zuständigen für den Kampf gegen den Terrorismus zur Zielscheibe» gemacht habe.

Coskun hatte über ein Verfahren gegen Anwälte der Akademiker Nuriye Gülmen und Semih Özakca berichtet, denen Verbindungen zur linksextremen Gruppe DHKP-C vorgeworfen wurde, die in der Türkei als Terrororganisation gilt.

Im April waren mehrere «Cumhuriyet»-Mitarbeiter wegen Terrorvorwürfen zu langen Haftstrafen verurteilt worden, bevor sie für die Dauer des Berufungsprozesses freigelassen wurden. Kritiker werfen der türkischen Regierung vor, seit dem gescheiterten Militärputsch von Juli 2016 die Pressefreiheit drastisch eingeschränkt zu haben.

«Ein weiteres Urteil gegen die Pressefreiheit», schrieb der Oppositionsabgeordnete Sezgin Tanrikulu am Donnerstag auf Twitter. (sda/afp/kün)

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    Alle Leser-Kommentare
  • TY94 19.07.2018 22:53
    Highlight Highlight IstaNbul nicht IstaMbul :)

    Demzufolge stehtdas Gericht nicht in Istambul.
  • Carlitos Fauxpas 19.07.2018 22:23
    Highlight Highlight Gute Nacht Türkei!

    Unfassbar wie da seit gefühlt einer Ewigkeit systematisch und völlig abgekartet die Menschen mit Füssen getreten werden und weiss der Teufel was noch alles...
    • Mia_san_mia 20.07.2018 04:02
      Highlight Highlight Von denen kann man halt nicht mehr erwarten.

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