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Erdogan wirft USA «Stillschweigen» im Fall Khashoggi vor



Drei Monate nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den USA Untätigkeit vorgeworfen.

Er könne das «Stillschweigen» Amerikas angesichts dieser «Gräueltat» nicht verstehen, sagte Erdogan am Sonntagabend in einem Interview des Staatssenders TRT. Erdogan forderte erneut eine vollständige Aufklärung des Falls.

Ein saudisches Tötungskommando hatte den regierungskritischen Journalisten Khashoggi Anfang Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet. Der im US-Exil lebende Kolumnist der «Washington Post» wollte dort Dokumente für seine Hochzeit abholen.

Elf Verdächtigte vor Gericht

Die Regierung in Riad räumte die Tötung erst nach massivem internationalen Druck ein. Die Uno-Berichterstatterin Agnes Callamard war bis Sonntag eine Woche lang in der Türkei, um Informationen über die Umstände der Khashoggis zu sammeln.

FILE - In this Dec. 15, 2014 file photo, Saudi journalist Jamal Khashoggi speaks during a press conference in Manama, Bahrain. Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu said late Monday, Jan. 21, 2019 that Turkey is preparing to take steps to launch an international investigation into the killing of Khashoggi. The Washington Post columnist, who wrote critically about the Saudi crown prince, was killed inside the Saudi Consulate in Istanbul in October 2018. (AP Photo/Hasan Jamali, File)

Wurde brutal ermordet: Jamal Kashoggi. Bild: AP/AP

Eine Reihe von Indizien rückte den saudischen Thronfolger Mohammed bin Salman in die Nähe der Tat. Laut Medienberichten geht auch der US-Geheimdienst CIA davon aus, dass der Kronprinz als Drahtzieher hinter der Tötung steckt. Die saudische Regierung bestreitet das vehement.

US-Präsident Trump hatte auch wegen wirtschaftlicher Überlegungen Sanktionen gegen die saudische Führung gescheut. In Riad stehen seit Januar elf Verdächtige im Mordfall Kashoggi vor Gericht. (sda/dpa)

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • PaLve! 03.02.2019 23:41
    Highlight Highlight Man stelle sich vor, Venezuela hätte das gemacht...
  • Amateurschreiber 03.02.2019 22:06
    Highlight Highlight Die USA intervenieren doch!? Trump will ja Panzer nach Saudi-Arabien schicken! Oder habe ich da was falsch verstanden?
  • Pafeld 03.02.2019 22:00
    Highlight Highlight Welt wirft Erdogan Stillschweigen im Falle von türkischen Journalisten vor.
  • Sisiphos 03.02.2019 21:22
    Highlight Highlight Hier wäre doch wohl eher als in Venezuela ein Eingreifen der Amerikaner und ihrer Bündnispartner angebracht. Die Doppelmoral Amerikas wird hier wieder deutlich: es geht ihnen schamlos nur um materiellen Profit-nicht um Moral und nicht um die Menschen
    • Freilos 03.02.2019 21:57
      Highlight Highlight Ist bei Ueli Maurer das gleiche.
    • Pisti 03.02.2019 22:31
      Highlight Highlight Weshalb weil ein Journalist umgebracht wurde? Da müsste man in viele Länder einmarschieren.
      Saudi-Arabien ist ein reiches Land und den Menschen geht es gut. Und die meisten Leute befürworten dort ja die Scharia mit ihren Steinzeitgesetzen. Dazu kannst dich auf weltweiten Muslim Terror gefasst machen, wenn man in das heilige Land einmarschiert.
    • Sisiphos 03.02.2019 23:16
      Highlight Highlight @Pisti: „...den Menschen geht es gut.“ Der männlichen unkritischen saudischen Bevölkerung geht es gut. Die haben absolute Narrenfreiheit. Den Frauen und den Sklaven (Fremdarbeitern) geht es mehr als schlecht. Ich denke, es wäre Zeit etwas für diese leidende Majoritäten zu tun. MBS gehört vor ein ordentliches internationales Tribunal gestellt. Sonst machen diese Typen bis in alle Ewigkeit so weiter, wie im Mittelalter.
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