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Palestinians protesters run from tear gas fired by Israeli troops in Israel Gaza border, Friday, June 8, 2018. (AP Photo/Ariel Schalit)

Die UNO macht Israel verantwortlich für Hunderte Verletzte und etliche Tote (Symbolbild).  Bild: AP/AP

UNO verurteilt Israel für Gewalt im Gazastreifen – USA scheitern mit Antrag



Die UNO-Vollversammlung hat mit grosser Mehrheit Israel für die jüngste Gewalt im Gazastreifen verurteilt. Von 193 Ländern stimmten am Mittwoch 120 für eine entsprechende von arabischen Staaten gestützte Resolution.

Acht Länder stimmten dagegen. Zudem gab es 45 Enthaltungen. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres wurde obendrein aufgefordert, Empfehlungen für einen «internationalen Schutzmechanismus» für die besetzten palästinensischen Gebiete zu erarbeiten. Als Vorschlag sei eine UNO-Schutzmission im Gespräch.

Die USA scheiterten zugleich mit einem Antrag, mit dem die radikalislamische Hamas für die Gewalt verurteilt werden sollte. Für eine Annahme wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig gewesen. In dem Text wird aber auch der Abschuss von Raketen aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet verurteilt. Die Hamas, die das Palästinensergebiet kontrolliert, wird dabei aber nicht namentlich genannt.

Der Entscheid wurde in einer Krisensitzung der UNO-Generalversammlung getroffen. Die Resolution war schliesslich von Algerien und der Türkei auf Betreiben arabischer und muslimischer Länder eingebracht worden.

«Liebste politische Aktivität»

Die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, verurteilte die Resolution als «einseitig» und «voreingenommen» gegen Israel. Sie warf den arabischen Ländern vor, durch eine Verurteilung Israels bei der Uno innenpolitische Ziele zu verfolgen. «Für einige ist das Angreifen Israels die liebste politische Aktivität», kritisierte Haley.

U.S. Ambassador to the United Nations Nikki Haley speaks during a Security Council meeting on the situation between the Israelis and the Palestinians, Friday, June 1, 2018 at United Nations headquarters. (AP Photo/Mary Altaffer)

US-Botschafterin Nikki Haley verurteilt die Resolution. Bild: AP/AP

Die Resolution ähnelt nach Angaben von Diplomaten jener, die am 1. Juni im UNO-Sicherheitsrat am Veto der USA gescheitert war. Eine von Washington eingebrachte Resolution, die der radikalislamischen Hamas die Schuld für die jüngsten Auseinandersetzungen mit Israel zugewiesen hatte, scheiterte ebenfalls im Sicherheitsrat.

An der Gaza-Grenze kam es in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Seit Ende März sind dort nach palästinensischen Angaben mehr als 120 Menschen von israelischen Soldaten getötet worden. Tausende wurden verletzt. (sda/afp/reu/dpa)

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43
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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lansky 15.06.2018 22:09
    Highlight Highlight Immer die gleichen Totschlag-Argumente, Sprüche und Phrasen gegen Israel. Man kann sie aus der Ferne oft wiederholen, deswegen werden sie aber noch lange nicht wahrer. In der Schweiz kriegt man (zurecht) das Nervenflattern, wenn ein Albaner irgendwo in eine Messerstecherei verwickelt ist. Man stelle sich nun vor, dass wäre Alltag und setze die Grausamkeitsmesslatte noch zwei, drei Stufen höher. Früher waren hier vermutlich die Germanen ansässig. Wie wäre es, wenn die Nachts in Kinderzimmer einsteigen und Familien im Schlaf töten. Und jeden Freitag brennende Drachen gen Schaffhausen schicken.
  • Saraina 14.06.2018 19:31
    Highlight Highlight Unterdessen geht die Zerstörung palästinensischer Siedlungen weiter:

    https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/jun/14/israel-destroy-palestinian-village-khan-al-ahmar
    • User0815 16.06.2018 09:47
      Highlight Highlight Tunnelanlagen der Hamas nicht vergessen ;)
  • EhrenBratan. Hääää! 14.06.2018 08:20
    Highlight Highlight Die bösen Israelis... Schämt euch..🤔
    Benutzer Bild
    • Juliet Bravo 14.06.2018 19:19
      Highlight Highlight Billige Propaganda bringt niemanden weiter. Thats all.
    • Juliet Bravo 14.06.2018 22:05
      Highlight Highlight Das Bild ist Propaganda und hat auf CH Medien nichts zu suchen.
  • User0815 14.06.2018 07:11
    Highlight Highlight Doppelmoral wenn ein Land wie die Türkei sowas einbringt . Wird hier vom Thema Afrin abgelenkt ? Seltsam das die Opfer in Israel keine Stimme haben. Das spiegelt halt die Einseitigkeit wieder.
    • Saraina 14.06.2018 10:31
      Highlight Highlight Es gab eben während seit Beginn der Unruhen keine Opfer in Israel. Aber mehrere gut dokumentierte gezielte Schüsse auf Zivilisten, die entweder gut als medizinisches Personal oder als Presse gekennzeichnet waren, und die in keiner Art und Weise eine Gefahr für die Scharfschützen oder andere Israeli waren.
    • Saraina 14.06.2018 17:18
      Highlight Highlight Für dich, Bennn. Zum Ausdrucken

      https://www.hrw.org/print/318970
    • Saraina 14.06.2018 17:29
      Highlight Highlight Bennn, unterstelle mir nicht eine Meinung, die ich nie geäussert habe. Merkst du nicht, dass diese Verdrehung von Aussagen und die absurde Logik keinerlei Sympathie generiert?

      „Six of the witnesses HRW interviewed said they were 200 to 300 meters from the two parallel fences, that in most places separate Gaza’s eastern periphery and Israel, on May 14 when Israeli forces shot them or people close to them with live ammunition. The victims include journalists, civil defense workers, and volunteers trying to evacuate the wounded, and a child running away from the fences.“
    Weitere Antworten anzeigen
  • Black hat (minus hat) 14.06.2018 05:36
    Highlight Highlight ... und die Hamas ist derweil "stolz auf ihre Märtyrer".
    • Saraina 14.06.2018 13:14
      Highlight Highlight Die Mütter, Väter, Geschwister, Frauen und Kinder der Getöteten betrauern unterdessen die Erschossenen, leiden mit denjenigen, denen Glieder amputiert werden mussten, sehen und hören das Leiden der Verletzten. Wie diese Politik weitere Wut, Verzweiflung und Radikalisierung verhindern soll, erschliesst sich mir nicht.
    • Smeyers 14.06.2018 16:27
      Highlight Highlight Juden wurden auf der ganzen Welt jahrhunderte lang unterdrückt aber Sie haben NIE ihre Kinder zu KINDERSOLDATEN oder zu Terroristen erzogenen. Es gibt keine Entschuldigung für die Hamas und die Palästinensischen Eltern.
    • Saraina 15.06.2018 15:22
      Highlight Highlight „Das Volk der Ewigkeit kennt keine Furcht“ ist der Titel eines lesenswerten Buches das davon erzählt, wie in Israel Schulabgänger/innen durch ihren Militärdienst und seine Menschenverachtung traumatisiert werden. In dieselbe Richtung gehen die Aussagen von „Breaking the Silence“. Schon Kindern eintrichtern dass jeder Aussenstehende ein Feind ist, ist in Israel gängige Praxis. Israeli und Juden welche die gegenwärtige Politik nicht mittragen, werden ausgegrenzt, angefeindet, öffentlich angepöbelt und man denkt schon mal über Ausbürgerung nach. Das ist ein rechtsextremes Land geworden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HundBasil 14.06.2018 02:47
    Highlight Highlight Ich kann das nicht ernst nehmen. Israel hat seine Grenzen verteidigt. Tausende wollten das Land stürmen, um den Juden „das Herz aus dem Leib zu reissen.“ Einfach mal abwarten war keine Option. Es gab zahlreiche Tote. Das stimmt. Das ist schrecklich. Hätte aber eine starke Armee wie die IDF ein Massaker gewollt, hätte es Hunderte Tote gegeben. Arabische Armeen hätten im umgekehrten Fall ganz anders dareingeschlagen. Israel hat seine Bevölkerung beschützt. Darum würde es verurteilt. Das ist absurd.
    • Ursus ZH 14.06.2018 04:48
      Highlight Highlight Ehrlich gesagt, wenn ich, meine Familie und mein Volk Jahrzehnte lang von einer Besatzungsmacht in einem menschenunwürdigen Gefängniscamp festgehalten würde ohne Zugang zu lebensnotwendigen Ressourcen, sozusagen ausgehungert würde, und täglich dem Hass, der Brutalität und Menschenverachtung des Besatzers ausgesetzt wäre, würde ich aus Verzweiflung als letztes Mittel wahrscheinlich auch Steine werfen. Für einmal hat die Vollversammlung ein kleines aber notwendiges Zeichen gesetzt gegen die Apartheidspolitik Israels.
    • bruce 14.06.2018 05:48
      Highlight Highlight Absurd ist der gesamte Konflikt in dem beide Seiten auf ihrem Recht beharren. Es wäre ähnlich Absurd wenn Frankreich auf die Gebiete die von Napoleon erobert wurden beharren würde... Beide Seiten klammern sich ohne nachzugeben an solche Gegebenheiten aus längst vergangenen Tagen und niemand wird je mit letzter Sicherheit beweisen können an was der erste Siedler der Region geglaubt hat... Ist aber ein gutes Geschäft für etliche Waffenlieferanten.
    • giguu 14.06.2018 06:10
      Highlight Highlight Ich kann deinen Kommentar auch nicht ernst nehmen... Das ist keine Grenze, das ist illegal annektiertes Gebiet.
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