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FILE - In this Monday, June 1, 2020 file photo, President Donald Trump holds a Bible during a visit outside St. John's Church across Lafayette Park from the White House in Washington. Polling released by the nonpartisan Pew Research Center on Wednesday, July 1, 2020 finds that Trump's strong approval among white evangelicals -- a cornerstone of his political base -- remains intact in the wake of the previous month's photo op at the church, which sparked criticism from some religious leaders, and the Supreme Court's ruling to protect LGBT people from employment discrimination. (AP Photo/Patrick Semansky)
Donald Trump

Donald Trumps Bibel-Auftritt am 1. Juni war ein Signal an seine evangelikale Wählerschaft. Bild: keystone

Im US-Wahlkampf sind die Umfragen stabil: Warum das nichts Gutes verheisst

Donald Trump bleibt Joe Biden im US-Wahlkampf auf den Fersen. Denn der Präsident kann auf ein treues Segment an weissen Wählern zählen, das um seine Identität fürchtet.



Der US-Wahlkampf befindet sich in seiner heissen Phase. Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden haben ihre Auftritte intensiviert und schenken sich nichts. In den nationalen Umfragen schlägt sich das nicht nieder, sie sind seit Monaten bemerkenswert stabil. Biden liegt rund sieben bis acht Prozentpunkte vor Trump.

Kann Biden also die Siegesfeier planen? Dazu ist es trotz allem zu früh. Zwar steht so gut wie fest, dass der Demokrat die Mehrheit der Stimmen holen wird. Aber in den USA wird der Präsident vom Electoral College gewählt, weshalb die Resultate in den Bundesstaaten und vor allem in den Swing States wichtiger sind. Und dort ist das Bild nicht so eindeutig.

Donald Trump vs Joe Biden: Wer hat noch mehr Saft in den Knochen

Video: watson/Lino Haltinner

Die meisten Politikbeobachter in den USA sehen Joe Biden auch in dieser Hinsicht im Vorteil, und die politische Landkarte eröffnet ihm mehr Wege zum Sieg als Donald Trump. Aber der Präsident hat in einzelnen Swing States aufgeholt, wenn auch nur leicht. Ein erneuter Coup wie 2016, als er Hillary Clinton auf der Zielgeraden abfing, scheint möglich.

Nie über 50 Prozent Zustimmung

Das wirkt erstaunlich. Trumps sprunghafter Charakter, seine endlosen Lügen, seine grenzwertigen Handlungen (Stichwort Impeachment), sein Flirt mit Diktatoren und nicht zuletzt sein Versagen in der Corona-Pandemie mitsamt Wirtschaftskrise müssten seine Wiederwahlchancen gegen Null sinken lassen. Doch sie sind nach wie vor intakt.

Dabei ist Donald Trump notorisch unbeliebt. Das renommierte Umfrageinstitut Gallup erhebt die Zustimmungswerte der US-Präsidenten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Trump ist der erste Staatschef, der nie die 50-Prozent-Marke knacken konnte, selbst dann nicht, als die Wirtschaft brummte. Trotzdem könnte er im November wiedergewählt werden.

Wie ist so etwas möglich? 1980 wurde der Demokrat Jimmy Carter – charakterlich ein Anti-Trump – nach einer verkachelten ersten Amtszeit vom Republikaner Ronald Reagan aus dem Amt gefegt. Doch seither haben die USA einen demografischen und kulturellen Wandel erlebt, der weisse Amerikaner mit geringer Schulbildung in Angst versetzt.

ADVANCE FOR MONDAY, SEPT. 5 AND THEREAFTER -FILE - In this Oct. 28, 1980 file photo, President Jimmy Carter shakes hands with Republican Presidential candidate Ronald Reagan after debating in the Cleveland Music Hall in Cleveland. The fall debates are always a big part of any presidential campaign. But with many 2016 voters underwhelmed by both Hillary Clinton and Donald Trump, this year’s debates could well be more influential than usual. In 1980, a cheerful Reagan shone in his debate against Carter, scolding him with a gentle “There you go again,” and posing a pointed closing question: “Are you better off than you were four years ago?” (AP Photo/Madeline Drexler, File)

Der hoch integre Jimmy Carter (l.) hatte 1980 keine Chance gegen Ronald Reagan. Bild: AP/AP

Es geht um Identität. Dies zeigt eine ausführliche Analyse von CNN. Die Identitätspolitik überlagert demnach die Parteipolitik und sorgt dafür, dass sich die Fronten zunehmend verhärten. So wird den Demokraten – nicht ganz zu Unrecht – vorgeworfen, sie würden sich mehr für Gleichstellungsfragen interessieren als für die Alltagsprobleme der Amerikaner.

Kurz erklärt: So funktionieren die US-Wahlen

Video: watson

Polizeigewalt entzweit die Lager

Besonders deutlich zeigt sich der Identitätsgraben bei Themen wie Rassismus und Sexismus. Eine deutliche Mehrheit der demokratischen Wählerschaft ist überzeugt, dass Schwarze und Frauen in den USA nach wie vor benachteiligt sind. Die Republikaner sind ebenso klar anderer Meinung. Diese Kluft hat sich in den letzten Jahren eher vertieft.

Dies manifestiert sich auch in der Einschätzung der Polizeigewalt gegenüber unbewaffneten Schwarzen. Eine Umfrage des überparteilichen Public Religion Research Institute ergab, dass solche Vorfälle für die Demokraten einem Muster folgen. Für rund 80 Prozent der Republikaner hingegen handelt sich nach wie vor um Einzelfälle.

Weisse Christen in der Minderheit

Wenn Donald Trump die teilweise gewalttätigen Proteste nach solchen Vorfällen dazu benützt, die weisse Bevölkerung in den Suburbs aufzuwiegeln, geht es ihm gemäss der CNN-Analyse weniger um «Law and Order» oder um das Gespenst sinkender Hauspreise. Er appelliert direkt an die Angst vor dem Identitäts- und Bedeutungsverlust.

epa08630724 Protestors march durig a demonstration held  in the wake of the shooting of Jacob Blake by police officers, in Kenosha, Wisconsin, USA, 27 August 2020. According to media reports Jacob Blake, a black man, was shot by a Kenosha police officer or officers responding to a domestic distubance call on 23 August, setting off protests and unrest. Blake was taken by air ambulance to a Milwaukee, Wisconsin hospital and protests started after a video of the incident was posted on social media.  EPA/Matt Marton

Trump benutzt die BLM-Proteste, um an die Verlustängste der weissen Wählerschaft zu appellieren. Bild: keystone

Demografisch werden die «Non Hispanic Whites» bis 2040 eine Minderheit unter vielen sein. In einem Segment ist dies schon geschehen: Seit 2008 sank der Anteil der weissen Christen an der Gesamtbevölkerung von 54 auf 44 Prozent. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der Amerikaner, die keiner Religion oder Konfession angehören, von 12 auf 25 Prozent verdoppelt.

Diese «Säkularisierung» macht auch vor christlich-evangelikalen Hochburgen wie dem Staat Kansas nicht halt, der zum so genannten Bible Belt gehört. Der Bedeutungsverlust geht für viele ans Lebendige. Das weisse christliche (vor allem protestantische) Amerika hält sich traditionell für von Gott auserwählt, das von Gott auserwählte Land anzuführen.

Diese Führungsrolle kommt ihm zunehmend abhanden, und das hat Folgen: «Die weisse christliche Basis schrumpft und wird gleichzeitig schriller», sagte Robert Jones, Gründer und Leiter des Public Religion Research Institute, zu CNN. Es sei keine Überraschung, dass sie sich «mit Zähnen und Klauen» gegen die Untergrabung ihrer ureigenen Identität wehre.

«Die am meisten verfolgte Gruppe»

Noch deutlicher formuliert es Philip Gorski, ein Religionssoziologe an der Universität Yale, im Tamedia-Interview: «Viele weisse Evangelikale betrachten sich als die am meisten verfolgte Gruppe in den USA.» Das habe damit zu tun, dass Trumps Evangelikale langsam die Deutungshoheit verlören: «Und zwar an die Progressiven, die das Land Richtung Säkularismus führen.»

Wanda Albritton, of Miami Springs, Fla., raises her ams in prayer during a rally for evangelical supporters at the King Jesus International Ministry church, Friday, Jan. 3, 2020, in Miami. (AP Photo/Lynne Sladky)
Wanda Albritton

Viele Evangelikale fühlen sich zunehmend verfolgt. Bild: AP

Donald Trump, dessen eigene Religiosität überschaubar ist, schlachtet diese Gefühle ungeniert aus, indem er apokalyptische Bilder von Migranten-«Karawanen» oder wütenden Mobs zeichnet, schwarze Politiker und Sportler attackiert oder die unbewiesene Behauptung in die Welt setzt, christliche Traditionen wie Weihnachten seien bedroht.

Furcht vor einem Kulturkampf

Die Perspektiven sind deshalb wenig erbaulich. Selbst wenn Trump verlieren sollte, blieben die unterschiedlichen Visionen von nationaler Identität «auf Kollisionskurs», heisst es in der CNN-Analyse. Die diesjährige Stabilität sei nur ein Vorgeschmack auf die künftige Volatilität. Skeptiker befürchten in den nächsten Jahren nichts weniger als einen ausgewachsenen Kulturkampf.

Amerika wäre jedoch nicht Amerika, wenn es nicht auch eine optimistischere Sichtweise gäbe. So zeigt eine Studie der Universität Harvard, in die Politico Einsicht erhielt, dass immer mehr Amerikaner genug haben von der tiefen Polarisierung. 70 Prozent der Befragten sind demnach der Meinung, sie hätten mehr gemeinsam, als viele dächten.

Amerikaner wollen die Spaltung nicht

«Die Amerikaner wollen die Spaltung nicht, zu der sie die Politik zwingt», meinte Studienleiter John Shattuck. Viele Grundrechte würden von beiden Lagern unterstützt, selbst kontroverse wie das Recht auf Abtreibung oder die Einwanderung. Allerdings sind die Demokraten für solche Anliegen offener als die Anhänger der republikanischen Partei.

Die grösste Differenz gibt es beim Thema Rassismus bei der Polizei. 84 Prozent der Demokraten sind überzeugt, dass Schwarze und andere Angehörige von Minderheiten davon betroffen sind, aber nur 32 Prozent der Republikaner. So sehr sich die Amerikaner mehr Einheit wünschen: Das Thema Identität könnte noch für manche Verwerfung sorgen.

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108Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • meOne 18.09.2020 09:39
    Highlight Highlight Es scheint tatsächlich als würden die Demokraten wieder denselben Fehler wie bei den Wahlen 2016 machen. Da hat Trump 30 von 50 Staaten gewonnen weil man sich zu wenig um die kleinen Staaten gekümmert hat. Da nützte es dann eben auch nichts mehr, dass Clinton in New York und Kalifornien mit grossem Vorsprung gewann. Denn am Ende zählen nun mal die Wahlmänner und nicht die einzelnen Stimmen. Und da lag Trump weit vorne mit 304 zu 227.
  • Blitzesammler 18.09.2020 06:33
    Highlight Highlight Nicht dass ich die möchte, aber Trump wird leider auch dieses mal gewinnen!
  • Peter Vogel 17.09.2020 20:11
    Highlight Highlight Carter war damals zu weich und verlor deshalb haushoch. Ein guter Mensch aber kein guter Präsident.
  • Herdöpfelstock 17.09.2020 18:53
    Highlight Highlight Ob es uns passt oder nicht: Jede Wette, das Trump das Rennen macht.
  • felice 17.09.2020 17:41
    Highlight Highlight "So wird den Demokraten – nicht ganz zu Unrecht – vorgeworfen, sie würden sich mehr für Gleichstellungsfragen interessieren als für die Alltagsprobleme der Amerikaner." Gleichstellungsfragen SIND die Alltagsprobleme der Amerikaner, ausser der weissen, christlichen Männer.
  • Tom Garret 17.09.2020 17:14
    Highlight Highlight Cooles Video was neben der Präsidenten Wahl auch noch wichtig wäre (wenn nicht wichtiger)

    Play Icon
    .be
  • Garp 17.09.2020 17:09
    Highlight Highlight Ich hab diese Woche die Dok über Evangelikale auf Srf gekuckt (in der Mediathek erhältlich).

    Die sind unbelehrbar, da ist Hopfen und Malz verloren. Die sind richtig gfürchig. Es steht echt schlimm zum Teil in dem Land. Und es gibt Tonnen dieser Sekten, von klein auf hirngewaschen.

    Ich befürchte das schlimmste, wie schon vor der Wahl von Trump.
  • Hier Name einfügen 17.09.2020 16:35
    Highlight Highlight Biden ist senil, Trump ist ein Spinner. Haben die USA wirklich nichts besseres zu bieten?
    • Mijasma 17.09.2020 16:47
      Highlight Highlight Das ist ihre Elite.
  • Emil Eugster 17.09.2020 15:21
    Highlight Highlight Na? Wer hat schon die nächste USA-Reise gebucht?
  • HAL1 17.09.2020 15:17
    Highlight Highlight Also wenns der trumpl nochmals reisst dann wird uns hier in den medien entweder ned alles erzählt oder ich versteh die amis echt ned.
    • crik 17.09.2020 18:21
      Highlight Highlight @HAL1: Ersteres. Was du in der Regel hier in den Medien liest entspricht vielleicht den Begebenheiten in einer New Yorker Szenebar oder an einer Kalifornischen Uni. Die USA sind aber viel grösser und grosse Teile des Landes kommen in den Schweizer Medien kaum vor.
    • Hansruedi @Lyss 17.09.2020 20:28
      Highlight Highlight 1/2

      @crik
      Denke es ist etwas von beidem. Zum einen finden in unseren Medien die teilweise erzkonservativen, vorwiegend ländlichen, ärmlichen Gegenden kein Gehör, obwohl diese rein geographisch die Mehrheit der USA ausmachen und im Electoral College bevölkerungsmässig anteilig übervertreten sind.
      Zum anderen muss ich aber auch sagen, dass ich einige Amerikaner auch nachdem ich 2 Jahre da lebte, nicht verstehen kann bzw. will! Ein Beispiel: ich kam mit einer Mitarbeiterin auf das Thema Don zu sprechen.
    • Hansruedi @Lyss 17.09.2020 20:32
      Highlight Highlight 2/2

      Sie lobpries ihn so, dass ich davon ausging, sie sei sarkastisch. Musste dann aber merken, dass dies ihre absolute Überzeugung war?! Wenn ich ihre Gesamtsituation anschaute, hatte sie gegen ihre Interessen gewählt, sah dies aber absolut nicht!
      Wechselte dann möglichst elegant das Thema und schwor mir, nie mehr mit ihr über Politik oder Kirche zu reden (was eigentlich zwei Tabuthemen sind)😜😀.

      Fragte sie Ende letztes Jahr: „And what are you doing the next year? You vote the same shit like 3 years ago?!“
      Die Antwort kam wie aus der Kanone geschossen „SURE!!“
      Muss man nicht verstehen...
  • Moglyy 17.09.2020 14:47
    Highlight Highlight Biden packt die Chose, er soll sich auf Florida und Pennsylvania konzentrieren.

    Er darf sich jetzt auch vom linken Rand lösen und der mitterechts Bevölkerung einige Zugeständnisse geben.

  • Faktenchecker 17.09.2020 14:34
    Highlight Highlight Wartet einfach die TV Debatten ab. Danach werden die Demokraten in Panik verfallen weil Biden massiv verlieren wird in den Umfragen.
    • RicoH 17.09.2020 20:28
      Highlight Highlight Biden spricht vernünftig und beruft sich auf Fakten.
      DT spricht wirr und faktenfrei.
      Mal sehen...
  • Superreicher 17.09.2020 13:52
    Highlight Highlight Viele Wähler lassen sich nicht durch Argumente oder Fakten überzeugen. Vor allem nicht solche, die weder an Argumenten noch an Fakten interessiert sind.
  • Matti_St 17.09.2020 12:05
    Highlight Highlight Ich habe eher Angst, dass defekte Wahlgeräte in demokratisch dominierenden Bezirke aufgestellt werden. Das Einschüchterungen durch (bewaffnete) "Bürgerwehren" vor Wahllokale stattfindet. Wahllisten verschwinden.
    Wer jetzt meint, dies sei nicht möglich, doch, war schon alles da in den USA.
    Wenn das so kommt, müssten die anderen Staaten den gewählten Präsidenten nicht anerkennen. Aber ich denke, so viel Eier werden die wenigsten Staaten haben.
  • stevemosi 17.09.2020 12:02
    Highlight Highlight Nach den letzten US- und Europawahlen verstehe ich nicht dass man sich immernoch auf, zumindest in den letzten Jahren, nichtssagende Umfragewerte beruft
    • Superreicher 17.09.2020 14:43
      Highlight Highlight Man weiss ja inzwischen, dass es nicht auf die Anzahl der Stimmen ankommt (denn sonst wäre Clinton Präsidentin geworden), sondern auf die Verteilung derselben.
    • Hierundjetzt 17.09.2020 17:20
      Highlight Highlight Superreicher: *Wahlmänner, hast Du wohl als Wort gesucht
  • du_bist_du 17.09.2020 11:59
    Highlight Highlight Die Dems sind durchwegs gut da säkular und progressiv und die reps religiös, weiss und bald in der Minderheit.
    Hm, anfangs wurden einige differenzierte Punkte aufgezeigt (Dems interessieren sich mehr für Minderheiten als für Alltagsprobleme usw.). Schade wurde nicht weiter darauf eingegangen.
    Denn wenn nur die religiösen weissen Landeier konservativ und trumpisch wählen, wäre spätestens in vier Jahren die USA ein liberales und soziales Traumland, da diese in der absoluten Minderheit wären... Diese europäischen Auslegungen greifen doch zu kurz oder nicht. Wie wählen die Latinos denn eigentlich?
  • smartash 17.09.2020 11:58
    Highlight Highlight ”...sie würden sich mehr für Gleichstellungsfragen interessieren als für die Alltagsprobleme der Amerikaner“


    Da zeigt sich mal wieder das White Privilege. Denn für Amerikaner die einer Minderheit angehören, ist Gleichstellung (oder mangelnde Gleichstellung) ein Alltagsproblem
  • De-Saint-Ex 17.09.2020 11:43
    Highlight Highlight Es waren halt zu Beginn ausschliesslich weisse Einwanderer, die native Bevölkerung wurde „dezimiert“ und die Schwarzen kamen nicht „freiwillig“ und waren den Weissen untertan. Dann wurden auch noch Gebiete Mexico‘s „gekauft“. Die USA sind ein äusserst junger Staat und die Weissen sehen ihre vermeintlichen Privilegien davonschwimmen. Also wohl eher eine Identitätskrise der „Herrscherklasse“. So gesehen exakt das gleiche Bild wie in Europa seit gut 20 Jahren. Auch hier scheint der Weg vorgezeichnet. Und das verheisst in der Tat nichts gutes...
    • Sprachrohr 17.09.2020 14:28
      Highlight Highlight Wir sollten generell aufhören, die Welt in "Klassen" aufzuteilen und nach Hautfarben zu sortieren...
  • Ivan se Terrible 17.09.2020 11:16
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig, eigentlich ist die USA ein Gottesstaat und die Gläubigen haben Angst davor, dass er säkulär wird? Hmmm … da gibt es doch parallelen zu anderen Staaten im mittleren Osten ...
  • Hierundjetzt 17.09.2020 11:04
    Highlight Highlight Das der Identitätsverlust nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist, sieht man bei uns in Europa ja auch.

    Ungarn, Polen, Front National, AFD und Brexiteers sogar bei uns, mit der Kündigungsinitative.

    Und ja, wenn man diese Befürchtung ins lächerliche zieht, wie bei uns teilweise durch das akademischen Milieu auch, schwappt das Thema in die Mitte der Gesellschaft.

    Und dann kippt alles.

    Zum Glück gibt einmal mehr die SP Gegensteuer, mit der Überbrückungsrente und den flankierenden Massnahmen.
    • RicoH 17.09.2020 20:30
      Highlight Highlight 👍
  • Der Buchstabe I 17.09.2020 11:03
    Highlight Highlight Trump wird es wieder schaffen, einfach weil die Demokraten wiedermal auf das lahme Pferd gesetzt haben.

    Und das wiederum weil sie genauso ein korrupter Sauhaufen sind, wie die Repuplikaner.
    • Emil Eugster 17.09.2020 15:18
      Highlight Highlight Die Republikaner betrügen mit allen höchst illegalen Mitteln.
      … und nein, die Republikaner, respektive das was von ihnen als Trump-Kult-Anhänger übrig geblieben ist, sind millionenfach schlimmer als es die Demokraten je auch nur sein könnten.
    • RicoH 17.09.2020 20:34
      Highlight Highlight Nimmt mich wunder, warum die Demokraten ein "genauso ein korrupter Sauhaufen" sein soll.
      Behauptungen hinaus zu posaunen ist einfach – die Behauptung untermauern etwas schwieriger.

      Also: wenn du nichts besseres drauf hast, ist dein Kommentar nur populistisches Geschwätz...
  • bcZcity 17.09.2020 10:57
    Highlight Highlight Eines ist sicher. Wenn Trump verliert, dann brennt der Baum. Wenn Trump gewinnt, brennt bald das ganze Haus!

    Bitte 2020, versuchen wir noch mit etwas Würde aus der Sache herauszukommen, es ist genug!
  • Tschowanni 17.09.2020 10:29
    Highlight Highlight Ich bin ziemlich sicher das DT das Rennen macht. Nicht weil ich das befürworten würde, sondern weil Biden zu verhalten und schwach ist
    • Basti Spiesser 17.09.2020 11:01
      Highlight Highlight Ich spekuliere eigentlich immer noch darauf, dass sie ihn ersetzen. Mit so jemanden können die doch nicht wirklich gegen Trump antreten...
    • Milhouse 17.09.2020 11:45
      Highlight Highlight Wir hoffe wohl beide, dass du falsch liegst. Auch wenn Biden nicht der Traumpräsident ist, gehe ich davon aus, dass genügend US-Amerikaner den Albtraumpräsidenten nicht mehr länger ertragen wollen.
    • Unicron 17.09.2020 12:14
      Highlight Highlight Die Gefahr besteht leider, aber unterschätze aber nicht wie viele Amerikaner sich wieder nach ein bisschen Ruhe und Stabilität sehnen. Auch die Amis finden es nicht lustig dass sie einen Wahnsinnigen als Präsidenten haben welcher jeden Tag auf Twitter Leute beleidigt und im TV herumbrüllt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gurgelhals 17.09.2020 10:28
    Highlight Highlight Das ist der Grund warum ich für die nähere Zukunft auch alles andere als optimistisch bin: Die USA befinden sich in einem (z.Z. noch) kalten Bürgerkrieg zwischen denen, die demographisch die Deutungs- und Bestimmungshoheit verlieren und daher statt einer Demokratie nun lieber eine Oligarchie hätten, und allen anderen. Und das blöde Wahl- bzw Zweiparteiensystem befeuert diesen Konflikt noch, statt ihn abzupuffern.

    Man müsste dort wohl einen Proporz einführen und das Präsidialsystem abschaffen, um einen politischen Rahmen zu schaffen, welcher der Diversität dieses Landes gerecht werden könnte.
  • Bruno Zehr 17.09.2020 10:17
    Highlight Highlight Netflix: "Das Dillema mit den sozialen Medien" ... Scheisse verbreitet sich 6x schneller als die Wahrheit!! Der Vollhonk wird wiedergewählt werden...
  • RicoH 17.09.2020 10:02
    Highlight Highlight Die USA ist ein Land von Einwanderern. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Da wundert es mich doch sehr, wie Intolerant die Stimmung ist.
    • Riesenpinguin 17.09.2020 10:24
      Highlight Highlight Ihre Vorfahren waren eben die "guten" Einwanderer (=weiß, christlich, aus Europa), die überhaupt erst Zivilisation usw. ins Land gebracht haben. Zumindest vermute ich mal, dass das die Begründung ist, warum die Doppelstandards kein Problem sind.
    • Skeptischer Optimist 17.09.2020 10:26
      Highlight Highlight Die USA sind eben auch ein Land, das auf Unterdrückung von ethnischen Gruppen aufgebaut ist.
    • Gunther 17.09.2020 10:29
      Highlight Highlight Ich denke, dass Migranten nicht unbedingt automatisch toleranter sind . . . und allgemein spielen viele weitere Faktoren eine Rolle, so zum Beispiel Bildung und politische Einstellung usw.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 17.09.2020 09:56
    Highlight Highlight Wenn in den Swing Staates die Lage nicht eindeutig ist, würde ich von einem Patt reden.

    Wenn Biden in Kalifornien zulegt, bringt das nicht viel, da Kalifornien von je her den Demokraten zufällt. Und es nur die vorgegebene Anzahl Electoralstimmen zu holen gibt

    Falls aber Biden in den Swing Staates zulegt, dann wäre das schon relevanter.

    Also, ich sehe das nicht so rosig, wenn Biden in den Swing Staates jetzt nicht vorne liegt.

    Mache ich einen Überlegungsfehler?
    • Gurgelhals 17.09.2020 10:58
      Highlight Highlight Ich habe hier den Eindruck, dass die Medien verkrampft ein sog. "Horse Race" herbeischreiben wollen. Selbstverständlich sind die Umfragewerte in den Swing States knapper als in Kalifornien oder Alabama. Aber auch dort sind sie durchgehend stabil mit für Swing State-Verhältnisse deutlichen Vorsprüngen für Biden.

      Die zwei grossen Unterschiede zu 2016 sind die, dass Biden in vielen Swing States bereits bei um die 50% liegt und dass es kaum noch unentschiedene Wähler gibt.

      PS: Zum Thema Umfragen: Die Institute haben dazugelernt und ihre Methodik angepasst. 2018 waren sie sehr genau.
    • Bert der Geologe 17.09.2020 11:51
      Highlight Highlight @N.Y.P.: er liegt vorne, aber nicht so klar. Seit der letzten Wahl glaubt man nicht mehr an die Qualität der Umfragen. Ich hingegen glaube an die bessere Mobilisierung der Trumpnichtwähler. Biden muss entweder Pensilvanya oder Florida gewinnen.
    • Jonaman 17.09.2020 12:06
      Highlight Highlight Wo steht, dass Biden in den Swing States nicht vorne liegt? Der Artikel schreibt ja: "Aber der Präsident hat in einzelnen Swing States aufgeholt..." Heisst für mich Biden liegt noch vorne, aber nicht mehr so klar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bene86 17.09.2020 09:49
    Highlight Highlight Trump wird wiedergewählt. Merkt euch meine Worte. Ob Biden oder Trump, mich kümmert es nicht sonderlich. Aber für den Blick, Watson, etc. und viele ihrer Leser fänd ich eine Wiederwahl irgendwie höchst amüsant.
    • RicoH 17.09.2020 11:00
      Highlight Highlight Eine Wiederwahl von DT hat aber auch Einfluss auf das globale Geschehen. Daher kannst du dir deinen Sarkasmus sparen, da es schlussendlich auch dich betrifft.
    • Bene86 17.09.2020 11:08
      Highlight Highlight Nun, ich bin mir nicht so sicher, ob das globale Geschehen unter einem anderen Präsidenten so viel besser wäre. Im Endeffekt schadet Trump vor allem den USA. Unter Obama oder Bush brannte es auch geopolitisch.

      Von dem her lehne ich mich zurück und beobachte entzückt die Show.
    • Baguette 17.09.2020 11:23
      Highlight Highlight Den Sarkasmus können Sie sich sparen. Er ist hier falsch am Platz. Wer an der Spitze der USA steht geht uns alle etwas an. Trump ist ein Brandstifter sondergleichen und schlicht ein zu grosses Risiko für die Welt. Er beeinflusst die Meinungen und Gesinnungen der Menschen auch ausserhalb der Vereinigten Staaten und dies nicht zum Besseren!
    Weitere Antworten anzeigen
  • TrumpWarBroom_1291 17.09.2020 09:47
    Highlight Highlight Wer versucht mit einem Biden, Trump zu besiegen, der ist selber schuld und verdient die Niederlage. Trump kann noch so viel Falsch machen, solange die Demokraten nicht überzeugen können, dass sie es besser machen würden ist das egal.
    • RicoH 17.09.2020 10:52
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass die Argumente, was sie alles verbessern würden, bei vielen nicht ankommt. Da kannst du mit einem Schuh reden, der versteht es besser...
    • zombie woof 17.09.2020 10:58
      Highlight Highlight Naja, vielleicht haben die Biden Unterstuetzer immer noch Hoffnung dass man mit Anstand weiterkommt
    • walsi 17.09.2020 11:04
      Highlight Highlight @RicoH: Wenn meine Kunden meine Begründung nicht verstehen ist das mein Fehler, weil ich nicht kundengerecht argumentiere. Das gilt auch für Wähler.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Atavar 17.09.2020 09:45
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz, wieso öfter geäussert wird, die Trumpisten hätten Angst um "ihre Identität". Ich kann schlicht nicht glauben, dass eine (eher dumme) Masse sich solche Gedanken macht.

    Kann es nicht einfach sein, dass sie Angst haben, ihre Pfründe zu verlieren? Oder diese (subjektiv gesehen) bereits verloren haben?

    Jede Bewegung zur Liberalisierung ruft eine ebenso starke Gegenbewegung hervor. Ich glaube, das liegt mehr an persönlichem Schwarz-Weiss-Denken, denn an Gedankengängen zur eigenen Identität (darüber denken eh wenige wirklich nach).
    • no_body_is_perfect 17.09.2020 11:14
      Highlight Highlight @Atavar

      Die Angst ist nicht bewusst, sondern Unbewusst. Doch das steuert die Gedanken stätker als wenn sie sich diese Gedanken machen würden.
      Sie haben eine riesen Angst, wenn nicht gar Panik. Trotzem könnten die meisten der Grund dafür wohl kaum formulieren. Dies ist auch der Grund, weshalb man bei denen mit Logik und Argumenten absolut keine Chance hat.
    • eddie_c 17.09.2020 11:53
      Highlight Highlight Genau wegen dieser Arroganz, dass ein grosser Teil der Bevölkerung Dumm ist, führt unvermeidlich zur Wahl eines Trumps.
    • Juliet Bravo 17.09.2020 13:31
      Highlight Highlight Ich denke, es ist nicht so eine grosse intellektuelle Fähigkeit gefragt, um sich um die eigene Identität zu sorgen. Vielleicht, klingt das dann weniger soziologisch als du das im Artikel erscheint. So haben ja auch hierzulande konservativere Wähler eher das Gefühl, „Schweizer Werte“ seien in Gefahr oder sie fühlten sich „fremd im eigenen Land“. Das kann man schon als „Angst um die eigene Identität“ bezeichnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pius79 17.09.2020 09:41
    Highlight Highlight Und schlussendlich wird DT wieder gewählt... 🤮
  • rolf.iller 17.09.2020 09:40
    Highlight Highlight Den Kulturkampf gibt es schon und leider sind die linken aktivisten alles andere als sympatisch. Wie zum Beispiel wenn man Leute als rassisten bezeichnet, weil sie versuchen ein black live matters Graffiti von der Hauswand zu entfernen:

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    • Sparkling Rose 17.09.2020 10:50
      Highlight Highlight Wenn man sich nur auf die negativen Seiten eines Movements konzentriert kann ich deinen Standpunkt verstehen. ;) Aber jetzt mal Hand aufs Herz, Idioten findet man immer auf beiden Seiten.
    • RicoH 17.09.2020 10:54
      Highlight Highlight Ja klar, linke Aktivisten 😂🤦‍♂️
    • eddie_c 17.09.2020 12:04
      Highlight Highlight @rolf

      Mir auch nicht. Hoffentlich wird Biden die Berniebro-Bewegung (dazu gehören vorallem die Linksextremen und Marxisten, die aus der Occupy Wall Street entsprungen sind) zumindest etwas eindämmen. Seine Programmpunkte sprechen aber eher dagegen.
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  • Bert der Geologe 17.09.2020 09:38
    Highlight Highlight Und warum heisst nun das nichts Gutes? Finde der Titel passt nicht zum Artikel.
    • Unicron 17.09.2020 12:27
      Highlight Highlight Weil Trump durchaus noch Chancen hat Biden doch noch zu Schlagen.
      Und die Mehrheit hier das nun mal doof fände.
    • Bert der Geologe 17.09.2020 13:11
      Highlight Highlight @Unicron: geht aus dem Artikel aber nicht hervor. Irgendwie zusammengeschustert aus CNN- und anderen Artikeln. Herr Blunschi kann das sonst besser.

Kommentar

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