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Autopsie von Floyds Familie belastet weitere Polizisten

epa08453025 An image of George Floyd is on display at a makeshift memorial near the scene of the arrest of Floyd who died in police custody in Minneapolis, Minnesota USA, 29 May 2020. Floyd's life was ...
Der Tod von George Floyd bei einem Polizeieinsatz löste landesweite Proteste aus.Bild: keystone

Autopsie: George Floyd soll nicht nur durch knienden Polizisten gestorben sein

Die Autopsie von George Floyds Familie belastet weitere Polizisten. Schuld sei nicht nur der kniende Beamte, sondern auch zwei weitere.
01.06.2020, 22:1102.06.2020, 09:55

Der Anwalt der Familie von George Floyd sagte am Montag, dass sein Tod Mord war, verursacht durch Erstickung und Verlust des Blutflusses zum Gehirn. Dies habe eine unabhängige Autopsie ergeben, die Floyds Familie selbst in Auftrag gegeben hatte.

>> George Floyds Tod: Alle News im Liveticker

Dies stellt die Analyse der Behörden in Frage. In einer ersten Stellungnahme hiess es, Floyd sei nicht an «traumatischer Asphyxie oder Strangulation» – sprich: durch Erstickung – gestorben. Die Gerichtsmedizin vermutete, dass mögliche Floyds Vorerkrankungen «möglicherweise zu seinem Tod beigetragen» hätten.

Weitere Polizisten beschuldigt

«Nicht nur das Knie an Georges Hals war eine Todesursache, sondern auch das Gewicht der beiden anderen Polizisten auf seinem Rücken, die nicht nur den Blutfluss in sein Gehirn, sondern auch den Luftstrom in seine Lungen unterbrach», sagte Antonio Romanucci, der Anwalt der Familie.

Ihre eigene Autopsie habe zudem ergeben, dass Floyd kein «zugrundeliegendes medizinisches Problem» hatte, das den Tod verursacht oder zum Tod beigetragen habe.

Benjamin Crump, ein weiterer Anwalt der Familie, belastet damit nicht nur den Polizisten, der der minutenlang auf Floyds Nacken kniete, sondern auch zwei weitere Polizisten.

Die vier Polizisten, die am Einsatz beteiligt waren, wurden entlassen. Der Mann, der Floyd sein Knie auf den Nacken drückte, wird wegen Mordes angeklagt und ist in Untersuchungshaft. Ein weiterer Bruder von George Floyd, Philonise Floyd, hatte am Sonntag im Sender CNN gefordert, auch die anderen drei Polizisten, die beteiligt waren und nicht einschritten, müssten festgenommen werden. «Ich will Gerechtigkeit – jetzt.» (sda/dpa/pit)

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103 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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w'ever
01.06.2020 22:35registriert Februar 2016
gibt es eigentlich ein offizielles statement von anderen ländern?
was sagt die schweiz, deutschland, frankreich, england, china und andere länder dazu, dass ein teil der US staatsgewalt ihre bürger niederschlägt?
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Pfauenauge
01.06.2020 22:25registriert April 2018
Man hat ja sowas ahnen können.

Trotzdem, das Ergebnis wird die Situation drüben nicht gerade beruhigen.

Autsch...
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RicoH
01.06.2020 22:39registriert Mai 2019
Der Diskurs zu den Autopsien ist selbstredend. Die Behörden versuchen, die Täter zu entlasten – was den Demonstrationen eine zusätzliche Legitimation verleiht.

Aber egal, was die Autopsien hervorbringen: es waren vier Polizisten beteiligt. Einer hat den Mord verübt. Die anderen drei haben den Mord nicht verhindert, sondern mit ihrer Passivität gebilligt. Daher sind sie so oder so am Mord mitschuldig.

Dass jetzt nur einer angeklagt wird, unterstreicht wiederum die latente Ungerechtigkeit für die schwarze Bevölkerung!
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