International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
This courtroom sketch depicts former President Donald Trump's former national security adviser Michael Flynn, standing center, flanked by his lawyers, listening to U.S. District Judge Emmet Sullivan, right, as he addresses Flynn and points to the American flag inside the federal court in Washington, Washington, Tuesday, Dec. 18, 2018. Sullivan agreed to postpone Flynn's sentencing so he can continue cooperating with the Russia probe. (Dana Verkouteren via AP)

Michael Flynn muss sich von Richter Emmet Sullivan einiges anhören.  Bild: AP/FR31454 AP

Urteil überraschend verschoben – Richter erhebt schwerste Vorwürfe gegen Michael Flynn



US-Sonderermittler Robert Mueller hat weiter Zugriff auf einen der wichtigsten Zeugen in der Russland-Affäre von Präsident Donald Trump. Ein Bundesgericht hat die Verkündung des Strafmasses gegen den früheren Nationalen Sicherheitsberater des US-Präsidenten verschoben.

Richter Emmet Sullivan habe Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn deutlich gemacht, dass er bei einer Fortführung der Anhörung am Dienstag womöglich mit einer Haftstrafe rechnen müsse, berichteten US-Medien. Flynns Anwälte hätten daraufhin das Angebot zur Verschiebung angenommen. So könne ihr Mandant weiterhin seine Zusammenarbeit mit den Ermittlern unter Beweis stellen.

FBI-Sonderermittler Mueller hatte wegen der Kooperation Flynns empfohlen, ihn nicht zu inhaftieren. Flynn habe die Ermittler in «substanzieller» Weise unterstützt. Mueller untersucht mögliche Geheimabsprachen von Vertretern Russlands mit dem Trump-Lager im Präsidentenwahlkampf 2016.

epa07238881 Former national security advisor Michael Flynn (C) leaves after a sentencing hearing at US District Court in Washington, DC, USA, 18 December 2018. Flynn plead guilty to lying to the FBI but cooperated with special counsel Robert Mueller.  EPA/ERIK S. LESSER

Michael Flynn beim Verlassen des Gerichtsgebäudes in Washington, D.C. Bild: EPA/EPA

«Land verkauft»

Flynn war bei der Anhörung bei seinem Schuldgeständnis geblieben, wonach er die Bundespolizei FBI bei deren Russland-Ermittlungen belogen habe. Flynn hatte entgegen seiner Aussagen gegenüber Ermittlern des FBI kurz vor Trumps Amtsantritt mit dem russischen Botschafter über die US-Sanktionen gesprochen. Als seine Lügen ans Licht kamen, trat er im Februar 2017 nach nur rund dreiwöchiger Amtszeit zurück.

Flynn hatte zuvor ausserdem eingeräumt, bei den Justizbehörden falsche Angaben zu einem Projekt gemacht zu haben, bei dem er vor seiner Ernennung zum Sicherheitsberater im Auftrag der türkischen Regierung gehandelt habe.

Richter Sullivan machte Flynn schwere Vorwürfe. Es sei durchaus vertretbar, zu sagen, dass Flynn sein «Land verkauft» habe. «Ich verberge meinen Ekel, meine Verachtung für dieses kriminelle Vergehen nicht.» Sullivan setzte keinen neuen Termin für eine Urteilsverkündung fest. Mueller und Flynns Anwalt sollen ihn aber bis 13. März über den Stand der Dinge informieren.

Trump wiederum hat erklärt, Flynn habe kein Gesetz gebrochen. Er schürte damit Spekulationen, dass er Flynn im Falle einer Verurteilung begnadigen könnte. (sda/dpa/afp/reu)

Trumps mögliche Gegner 2020

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Neuchatel Xamax entlässt Trainer Joël Magnin

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen

Analyse

Trio infernal: Trump, Putin – und die Deutsche Bank

Der russische Geheimdienst hat in Afghanistan ein Kopfgeld auf amerikanische Soldaten ausgesetzt. Warum reagiert der US-Präsident nicht? Und welche Rolle spielt die Deutsche Bank?

Am vergangenen Freitag hat die «New York Times» einmal mehr eine News-Bombe platzen lassen: Gemäss einer streng vertraulichen Einschätzung sind die amerikanischen Geheimdienste zur Überzeugung gelangt, dass eine russische Spionageeinheit den Taliban ein Kopfgeld für getötete amerikanische Soldaten und andere Nato-Militärs versprochen hat.

Präsident Donald Trump soll bereits im März darüber informiert worden sein. In den vergangenen drei Jahren sind gegen 30 US-Soldaten getötet worden. Ob …

Artikel lesen
Link zum Artikel