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Trump schickt Peking einen Brief ... mit etwas überraschendem Inhalt



FILE - In this Monday, Feb. 6, 2017, file photo, U.S. President Donald Trump salutes a Marines honor guard as he disembarks from Marine One upon arrival at the White House in Washington. A top Chinese judge has labeled Donald Trump an enemy “of the rule of law” over his insults directed at a U.S. judge who temporarily blocked the president’s travel ban. The blog post by Supreme People’s Court Judge He Fan came after Trump went on Twitter to denigrate James Robart as a “so-called judge” whose “ridiculous” decision opened the country to potential terror attacks. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta, File)

Diplomatisch: Donald Trump grüsst China. Bild: Manuel Balce Ceneta/AP/KEYSTONE

Mit erheblicher Verspätung hat US-Präsident Donald Trump seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping seine Glückwünsche zum chinesischen Neujahrsfest übermittelt. Statt eines seit Tagen erwarteten Anrufs schickte Trump ihm einen Brief, in dem er dem chinesischen Volk Grüsse zum Jahr des Hahns und zum Laternenfest an diesem Samstag ausrichtete, wie das Weisse Haus mitteilte.

epa05718623 China's President Xi Jinping (R) and Swiss Federal President Doris Leuthard (L) inspect the honour guard during a welcoming ceremony for President Xi in Zurich, Switzerland, 15 January 2017. President Xi is on a state visit to Switzerland from 15 to 18 January.  EPA/WALTER BIERI

Chinas Präsident Xi Jinping an der Seite von Doris Leuthard Mitte Januar in Zürich. Bild: EPA/KEYSTONE

Konstruktive Freude

Der neue US-Präsident «freut sich darauf, mit Präsident Xi eine konstruktive Beziehung zu entwickeln, die sowohl für die USA als auch für China von Vorteil ist», hiess es in der Mitteilung.

Der Sprecher des Aussenministeriums in Peking, Lu Kang, begrüsste den Brief am Donnerstag und hob die gemeinsamen Interessen hervor. Dass Trump, anders als mit vielen anderen Staats- und Regierungschefs, nach seinem Amtsantritt noch nicht mit Xi telefoniert hat, nannte der Sprecher «bedeutungslos».

«China ist bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten in Achtung der Prinzipien der Nicht-Konfrontation, des gegenseitigen Respekts und des beiderseitigen Nutzens», sagte der Sprecher des chinesischen Aussenamtes.

Schlechte Stimmung nach Wahl

Scharfe Angriffe auf China im Wahlkampf und ein Telefonat Trumps mit der Regierungschefin von Taiwan nach seinem Sieg hatten in Peking für Verstimmung gesorgt.

Chinas Regierung hatte Trump seitdem mehrfach eindringlich aufgefordert, am bisherigen Kurs der «Ein-China-Politik» festzuhalten. Dieser Kurs sei das politische Fundament für die zukünftigen Beziehungen zwischen beiden Staaten, sagte zuletzt eine Sprecherin des Aussenministeriums in Peking.

China betrachtet Taiwan als abtrünnig. Die chinesische Regierung fürchtet, Trump werde davon abrücken, dass Peking der einzig legitime Interessenvertreter Chinas ist.

Auch in der Wirtschaftspolitik sah Trump China wiederholt bisher als Angriffsobjekt. Er warf dem Land schon einmal vor, seine Währung zu manipulieren, um über einen niedrigen Kurs Handelsvorteile zu erlangen. China gehört zu den ganz grossen Lieferländern der USA und erzielt im Warenaustausch mit dem Land riesige Milliarden-Überschüsse.

Die besten Tweets von Trump

Eklat befürchtet

In diplomatischen Kreisen in Peking hiess es, die chinesische Führung sei im Hinblick auf ein etwaiges Telefonat zwischen Trump und Xi nervös. Sie befürchteten, dass es aus dem Ruder laufen könnte und der chinesische Präsident am Ende womöglich schlecht dastehen würde.

Derartiges war dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull nach einem Telefonat mit Trump widerfahren, das mit einem Eklat endete. Das sei das Letzte, was China wünsche, sagte ein Insider. «Solche Vorhaben müssen für China in einem sehr kontrollierten Umfeld ablaufen, und das kann China mit dem sprunghaften Trump nicht garantieren», sagte ein Diplomat.

Zudem scheine Trump von anderen Themen zu stark abgelenkt zu sein, um sich stärker mit China beschäftigen zu können.

(sda/reu/dpa)

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