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FILE - In this March 20, 2018, file photo, President Donald Trump meets with Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman in the Oval Office of the White House in Washington. The prince and Trump are attending the upcoming Group of 20 summit in Argentina. (AP Photo/Evan Vucci, File)

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman war im März im Weissen Haus zu Gast. Bild: AP/AP

Saudi-Arabien soll US-Veteranen-Treff finanziert haben – in Trump-Hotels

Saudi-Arabien soll 2016 Veteranen-Treffen in den USA organisiert haben – und liess die Teilnehmer ausgerechnet in Hotels des heutigen US-Präsidenten Donald Trump übernachten. 



Der jetzige US-Präsident Donald Trump soll nach seiner Wahl im November 2016 unsachgemässe Zahlungen von ausländischen Regierungen entgegengenommen und somit gegen die Verfassung verstossen haben. Das Geld kam unter anderem von Saudi-Arabien.

epa07155168 US President Donald J. Trump gestures as he leaves the Elysee Palace following his meeting with French President Emmanuel Macron (not pictured) in Paris, France, 10 November 2018. US President Trump along with other Heads of States and Governments will join on 11 November the commemoration ceremonies for their countries' fallen WW1 soldiers in France.  EPA/IAN LANGSDON

Ist sich keiner Schuld bewusst: US-Präsident Donald Trump Bild: EPA/EPA

Die Washington Post hat in einem Bericht mehr Details dazu veröffentlicht. Der Wüstenstaat soll 2016 insgesamt sechs Reisen von Veteranen nach Washington organisiert haben und für rund 500 Übernachtungen – meist in Hotels, die im Besitz von Trump sind – 270'000 Doller ausgegeben haben.  

Veteranen getäuscht

Fester Bestandteil des Trips war jeweils ein Besuch im Kapitol. Die Veteranen sollten gegen den vom Kongress verabschiedeten «Justice Against Sponsors of Terrorism Act» protestieren. Dieses Gesetz erlaubt es, Staaten wegen Unterstützung von Terrorismus zu verklagen. Für Saudi-Arabien fatal: 15 der 19 Attentäter der Anschläge vom 11. September sind saudische Staatsbürger. 

epa07206163 A man walks past the East Front of the US Capitol as workers prepare the area before the late afternoon arrival of the body of former US President George H.W. Bush, in Washington, DC, USA, 03 December 2018. Bush will lie in state in the Capitol Rotunda before his state funeral at the Washington National Cathedral 05 December. George H.W. Bush, the 41st President of the United States (1989-1993), died at the age of 94 on 30 November 2018 at his home in Texas.  EPA/ERIK S. LESSER

Das Kapitol in Washington. Bild: EPA/EPA

Die Organisatoren – amerikanische Lobbyisten im Dienste Saudi-Arabiens – sollen die Veteranen bewusst getäuscht und mit falschen Argumenten ins Kapitol gelockt haben, unter anderem mit der Behauptung, dass durch das Gesetz ehemalige US-Soldaten für ihre Auslandseinsätze verfolgt werden könnten.

Ein Teilnehmer zweifelte die Notwendigkeit solcher Reisen an. Beim vierten Treffen mit Politikern im Kapitol hatten diese ihre Meinung zum neuen Gesetz schon längst gemacht und zeigten kein Interesse an einer weiteren Diskussion. «Es machte keinen Sinn, diese Typen ein viertes Mal aufzusuchen», sagte er.

Trump-Hotels

Die Gruppen wurden jeweils in Trump-Hotels untergebracht – an den Kosten wurde nicht gespart. «Wir haben hunderte Veteranen-Treffen organisiert. Früher übernachteten wir in Holiday Inns, assen Ritz Crackers und tranken Limonade. Und dann schlafen wir plötzlich in diesem Hotel, in dem ein Zimmer 500 Dollar pro Nacht kostet», zitiert die Washington Post einen Teilnehmer. 

Gegenüber den ehemaligen Soldaten soll Saudi-Arabien als Sponsor der Reise bewusst verschwiegen worden sein. Nur einmal soll einer der Organisatoren betrunken – es gab üppige Bankets mit All-You-Can-Drink-Service – sein Glas erhoben und mit den Worten «Danke, saudischer Prinz» angestossen haben. 

Im Kapitol hingegen will man gewusst haben, wer die Veteranen-Treffen organisierte: «Seid ihr die Veteranen, die bestochen werden?», fragte ein Abgeordneter die Gruppe. Dazumal konnte man sich aus der Frage keinen Reim machen.

Trumps Geschäfte unter der Lupe

Zur Zeit laufen zwei Klagen gegen Trump wegen angeblicher Entgegennahme von verfassungswidrigen Geldern. Der Staatsanwalt von Maryland hat in diesem Zusammenhang am Dienstag 13 Geschäftseinheiten von Trump und 18 konkurrierende Unternehmen vorgeladen. Untersucht werden Transaktionen aus dem Ausland.

Für Aufsehen hatte das Unternehmen des Präsidenten im Frühjahr mit einer kuriosen Spende gesorgt. Es wurden 151'000 Dollar an das US-Finanzministerium überwiesen, die als «die Höhe der Gewinne ausländischer Regierungen» ausgewiesen wurden. Weitere Angaben wurden nicht gemacht.

Die demokratische Mehrheit im Repräsentantenhaus hat für das nächste Jahr Untersuchungen von Trumps Finanzgeschäften angekündigt. Man wolle wissen, wie sich die Geschäftsbeziehungen mit Saudi-Arabien nach der Ermordung von Jamal Khashoggi entwickelt haben. 

Nachdem der amerikanische Hauptorganisator der Veteranen-Trips im Februar 2017 wegen seiner Verwicklung mit Saudi-Arabien in die Schlagzeilen geriet, wurden die Reisen eingestellt.

Aber: Seit jenem Zeitpunkt verzeichnen die Trump-Hotels einen rasanten Anstieg von Gästen aus Saudi-Arabien. Dank einem einzigen Aufenthalt des Kronprinzen mit seiner Delegation verbuchte das Trump-Hotel in New York sogar einen hohen Quartalsgewinn. (vom) 

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Der Fall Khashoggi

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    Alle Leser-Kommentare
  • Domino 06.12.2018 10:50
    Highlight Highlight Verständlich, seit Bush Senior sind die bei Länder Partner bei den Kriegen um den Golf. SA als Agressor und billiger Erdöllieferant, die USAfür die Drecksarbeit. Komisch nur dass das erst alle bei Trump kritisieren...
    • swisskiss 06.12.2018 12:07
      Highlight Highlight Domino: Du bist grundsätzlich schon in der Lage zwischen Staaträson der USA, die seit Jahrzehnten auf imperialer Machtpolitik beruht und der Selbstbereicherung des korrupten Donnies unterscheiden zu können?

      Das Problem bei Trump. Jeder Präsident hat bei Amtsantritt seine eigenen Firmen in einen "blind trust" zu überführen. Dabei wird Firma von der Person des Präsidenten abgekoppelt und durch eine neutrale Firmenführung ersetzt,die nicht die Interessen des Präsidenten bedent und unabhängig von Politik agiert. Trump hat dies nicht gemacht, sondern seine Kinder als Firmenführung eingesetzt.
  • Quacksalber 06.12.2018 08:37
    Highlight Highlight Da hat schon wieder jemand die Kiste mit den toten Fischen aufgemacht und es stinkt gewaltig. Was sagen denn die evangelikalen Trump Unterstützer dazu, wenn verdiente Veteranen mit saudischem Geld bestochen und noch schlimmer: betrunken gemacht werden?
    • King_Cone 06.12.2018 09:19
      Highlight Highlight Jawohl! Vor allem betrunken gemacht! Es soll woll schon Pläne für ein Trumphotel in der Hölle geben... habe ich gehört... von ganz oben...

  • Bodicore 06.12.2018 08:06
    Highlight Highlight Natürlich hat er das... von diese Machtpsychos geht doch jeder mit jedem ins Bett
  • Snowy 06.12.2018 07:54
    Highlight Highlight Fame, Sex, Money, Love, Power

    Wenn man davon ausgeht, dass alles aus einem dieser 5 Beweggründen geschieht, und die Liebe/Freundschaft aus offensichtlichen Gründen bereits wegfällt...
    • reconquista's creed 06.12.2018 08:39
      Highlight Highlight Trump liebt das Geld und deswegen die Freundschaft mit den Saudis...
    • Snowy 06.12.2018 09:24
      Highlight Highlight Surprise Surprise ....
  • Muselbert Qrate 06.12.2018 07:49
    Highlight Highlight Sehe das Problem nicht..
  • Imnon 06.12.2018 07:43
    Highlight Highlight Bei Clinton gingen sie wegen ein bisschen Halbsex die Wände hoch. Aber dieses Trumpeltier kann sich schlimmer als ein Mafiosi benehmen und sie jubeln ihm weiter zu. Die Menschheit verblödet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Georg Drake 06.12.2018 07:15
    Highlight Highlight Schon der Knaller!
    Hat man nicht immer Hillary Clinton Vorgeworfen, Geld der Saudis angenommen zu haben! Und das als Verbrechen betrachtet. Bewiesen wurde es ja nie. Egal!
    Und jetzt ist es erwiesen das Trump Geld von den Saudis nahm und das nicht Direkt aber klar. Ist aber wieder sicher ganz anders, diese Böse Clinton! Ab ins Gefägniss und Trump bekommt bald die Seligsprechung!

Trump veröffentlicht bizarres Statement zum Khashoggi-Mord – und steht zu Saudi-Arabien

Trotz einer möglichen Mitwisserschaft des saudischen Kronprinzen am Mord des Journalisten Khashoggi will US-Präsident Donald Trump das saudische Königshaus nicht zur Rechenschaft ziehen. Die Beziehungen zu Saudi-Arabien sind ihm wichtiger.

*Eine vollständige Übersetzung des Statements befindet sich am Ende des Texts.«Es könnte sehr gut sein, dass der Kronprinz Kenntnis von diesem tragischen Vorfall hatte – vielleicht tat er es, vielleicht nicht!», hiess es am Dienstag in einer schriftlichen Mitteilung Trumps. Er betonte zugleich: «Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, ein fester Partner Saudi-Arabiens zu bleiben.»

Khashoggi war am 2. Oktober in das saudische Konsulat im Istanbuler Stadtviertel Besiktas gegangen, um Papiere für …

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