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Die USA haben ein neues Problem: Rieseneidechsen, «die fast alles fressen»

Die USA scheinen in Sachen Tier-Plagen nicht zur Ruhe zu kommen. Nach der Riesenhornisse kommt jetzt die invasive Rieseneidechse.
14.05.2020, 15:3714.05.2020, 17:31

Der argentinische Schwarzweisse Teju: Was wie ein Tanz klingt, ist in Wahrheit aber eine Rieseneidechse.

Diese ist gerade im Begriff, den US-Bundesstaat Georgia zu erobern. Und dies hat Folgen: Gemäss CNN stellt die invasive Art eine grosse Bedrohung für einige der einheimischen Wildtiere dar. Die Behörden haben dem Tier den Kampf angesagt.

Im Winter graben sich Tenjus Wohnhöhlen, behausen aber auch gerne welche von anderen Tieren.
Im Winter graben sich Tenjus Wohnhöhlen, behausen aber auch gerne welche von anderen Tieren.

Die Echsen können bis zu 120 Zentimeter gross werden und «fast alles essen, was sie möchten», meint John Jensen, Biologe beim Georgia Ministerium für Naturschurz. «Tejus essen die Eier von bodennistenden Vögeln wie Wachteln und Truthähnen und anderer Reptilien wie des amerikanischen Alligatoren, welches eine geschützte Art darstellt», heisst es auf der Webseite des Ministeriums.

Sie können auch Obst, Gemüse, Tiernahrung und kleine Tiere essen – einschliesslich Heuschrecken und Gopherschildkröten.

Die Eidechsen stammen ursprünglich aus Südamerika, wiegen etwa 4,5 Kilogramm und können bis zu 20 Jahren alt werden. Sie sind schwarz bis grau mit weissen, gesprenkelten Bändern am Körper. Und: Sie vermehren sich schnell. Sie haben nicht viele natürliche Feinde und die weiblichen Tejus können bis zu 35 Eier pro Jahr legen, warnen die Behörden.

Eine Gopherschildkröte kann bis zu 40 Zentimeter gross werden: für den Teju ein leckeres Essen.
Eine Gopherschildkröte kann bis zu 40 Zentimeter gross werden: für den Teju ein leckeres Essen.
Bild: X80001

Die Bevölkerung wurde dazu aufgefordert, alle Sichtungen des Reptils zu melden. Die Eidechsen können in Georgia legal als Haustiere gehalten werden. Wenn die Tierhalter die Eidechsen nicht mehr möchten, sollen sie in Adoptionsanstalten für Reptilien übergeben werden, fordert Jensen. «Es ist das absolut schlimmste, es in die Wildnis zu entlassen», sagt er. (cki)

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