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Front pages of two Australian newspapers on Tuesday, July 18, 2017, featuring photos and story of the shooting death of Australia's Justine Damond who was shot dead by a Minneapolis police officer on Saturday. Australia's airwaves, newspapers and websites have been dominated by the news of Damond's death which has stunned many in her native Australia and fed into Australians' darkest fears about America's culture of gun violence. (AP Photo/Kristen Gelineau)

In Australien wurde breit über den Tod von Justine Damond berichtet. Bild: AP/AP

«Umgekehrte» Polizeigewalt in den USA: Schwarzer Beamter erschiesst weisse Frau

Einmal mehr wurde in Amerika eine unbewaffnete Person von einem Polizisten getötet. Dieses Mal aber war das Opfer weiss und der Schütze schwarz. Nun ringt das Land um Erklärungen.



Justine Ruszczyk aus Sydney wollte in den USA ein neues Leben anfangen. In Minneapolis im Bundesstaat Minnesota hatte die ausgebildete Tierärztin eine Praxis für Meditation und Lebensberatung eröffnet. Im August wollte sie ihren amerikanischen Verlobten Don Damond auf Hawaii heiraten. Seinen Namen hatte die 40-jährige Australierin schon zuvor angenommen.

Am 15. Juli endete der amerikanische Traum von Justine Damond durch die Kugel eines Polizisten. Kein neues Phänomen: In den letzten Jahren waren in den USA mehrfach unschuldige Menschen von Ordnungshütern getötet worden. Meist war das Opfer schwarz. In Minneapolis war es umgekehrt: Die Tote war weiss, und der Schütze ein Einwanderer aus Somalia.

ADDS NAME OF WOMAN KILLED - People listen as Bethany Bradley of Women's March Minnesota speaks at the beginning of a vigil to remember Justine Damond, from Sydney, Australia, who was shot and killed late Saturday by police, Sunday evening, July 16, 2017 in Minneapolis. The Bureau of Criminal Apprehension released a statement Sunday saying two Minneapolis officers responded to a 911 call for a potential assault late Saturday. Exact details weren't released, but officials said an officer fired a gun, killing the woman. (Jeff Wheeler/Star Tribune via AP)

Am Tag nach der Bluttat organisierten Anwohner und Freunde eine Mahnwache am Tatort. Bild: AP/Star Tribune

Der Vorfall sorgte für Aufsehen, doch anfangs geschah wenig. Amerika schien nicht zu wissen, wie man mit einer Bluttat umgehen sollte, die nicht in das übliche Schema passte. In Australien jedoch waren die Trauer und das Entsetzen immens. Premierminister Malcolm Turnbull bezeichnete die Tötung als «schockierend» und «unerklärlich»: «Wir verlangen Antworten im Namen der Familie

Was geschah an jenem Samstagabend?

Kurz vor 23.30 Uhr rief Justine Damond ihren Verlobten an, der sich auf Geschäftsreise befand. Sie habe auf der Strasse hinter ihrem Haus Geräusche gehört, die sich wie eine Vergewaltigung anhörten, sagte sie ihm. Don Damond riet ihr, den Notruf zu verständigen. Zwei Polizisten machten sich auf den Weg, der 25-jährige Matthew Harrity und der 31-jährige Mohamed Noor.

Gegen 23.40 Uhr waren sie vor Ort. Harrity, der am Steuer sass, schaltete die Scheinwerfer des Streifenwagens aus, Noor entsicherte seine Pistole. Justine Damond begab sich im Pyjama auf die Strasse und ging zum Polizeiauto. Als sie beim offenen Fenster auf der Fahrerseite angelangt war, schoss Noor ihr in den Bauch. Zuvor soll es ein lautes Geräusch gegeben haben. Die Polizisten wollten die Frau wiederbeleben, doch zehn Minuten später wurde sie für tot erklärt.

Die beiden Beamten wurden vom Dienst suspendiert. Während Harrity einer Einvernahme zustimmte, verweigert Noor, der den Schuss abgefeuert hat, bislang die Aussage. Sicher ist, dass beide ihre Körperkameras ausgeschaltet hatten. Diese wurden eingeführt, um unter anderem solche Fälle zu verhindern. Ebenso klar ist, dass Justine Damond unbewaffnet war.

In this May 2016 image provided by the City of Minneapolis, police officer Mohamed Noor poses for a photo at a community event welcoming him to the Minneapolis police force. Noor, a Somali-American, has been identified by his attorney as the officer who fatally shot Justine Damond, of Australia, late Saturday, July 15, 2017, after she called 911 to report what she believed to be an active sexual assault. (City of Minneapolis via AP)

Der Polizist Mohamed Noor feuerte den tödlichen Schuss ab. Bild: AP/City of Minneapolis

Warum musste sie trotzdem sterben? Ein Grund mag sein, dass «zwei der unerfahrensten Beamten aus dem Polizeikorps von Minneapolis» an den Ort des Geschehens entsandt worden waren, schrieb die Zeitung «The Australian». Matthew Harrity war erst ein Jahr zuvor der Polizei beigetreten. Mohamed Noor vor 21 Monaten.

Ein Vorzeige-Polizist

Der Sohn einer Einwandererfamilie hatte sich zuvor im Gastgewerbe und in der Immobilienbranche versucht. Sieben Monate vor der Bluttat hatte er einen Sorgerechtsstreit gegen seine frühere Partnerin um den gemeinsamen Sohn verloren. Ausserdem war er mit einer Klage wegen Freiheitsberaubung konfrontiert. Er soll mit zwei Kollegen eine Frau gegen ihren Willen in ein Spital eingeliefert haben.

Dennoch galt Noor als Vorzeige-Polizist. Er war der erste somalische Beamte in seinem Bezirk. In Minneapolis leben rund 30'000 Menschen aus Somalia, es ist die grösste Gemeinde in den USA. Das Zusammenleben verläuft nicht konfliktfrei. Mehrere Somalis aus Minnesota waren an der Planung von Terroranschlägen in den USA beteiligt.

Entsprechend schwer tut man sich nun mit dem Fall Damond. Ausser Mahnwachen vor ihrem Haus geschah wenig. Black Lives Matter, die als Reaktion auf die Tötung von Schwarzen gegründete Bürgerrechts-Organisation, schwieg genauso wie die «Blue Lives Matter»-Bewegung, die als Gegenreaktion entstand und sich für angeschuldigte Polizisten einsetzt.

Gewalt an Schwarzenprotesten in Minneapolis

Rechte Kreise witterten ein Komplott, weil der Schütze «ein schwarzer, islamischer Einwanderer aus Somalia» war. Sie beschuldigten die Medien, sie wollten den Fall «beerdigen». Das trifft nicht zu, dennoch war der Kontrast zu den Protestkundgebungen nach der Tötung von Schwarzen durch die Polizei auffällig. Erst im Juni hatten in Minneapolis solche Demonstrationen stattgefunden, nach dem Freispruch für einen Polizisten im Fall Philando Castile.

Der Afroamerikaner war vor einem Jahr mit dem Auto angehalten worden, weil ein Bremslicht defekt war. Der Polizist tötete ihn mit fünf Kugeln, weil er angeblich befürchtete, Castile wolle eine Waffe zücken. Der Vorfall ging um die Welt, weil seine Freundin auf dem Beifahrersitz ihn mit dem Handy filmte und auf Facebook streamte. Ihre vierjährige Tochter sass auf dem Rücksitz.

Der Polizist – ein Latino – wurde vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen. Die Familie von Philando Castile erhielt eine Entschädigung von drei Millionen Dollar, dennoch war die Empörung über das Urteil gross. Mit Verzögerung setzte dieser Prozess auch im Fall von Justine Damond ein. Janee Harteau, die Polizeichefin von Minneapolis, musste zurücktreten.

«Verstörende Waffenkultur»

Letzte Woche fand unter dem Motto «Justice for Justine» eine Kundgebung statt. Dabei kam es zu einer symbolträchtigen Umarmung von Don Damond und Valerie Castile, der Mutter von Philando Castile. «Man versteht langsam, dass es nicht um schwarz oder weiss geht, sondern um Menschen», sagte Castile. Nach dem Freispruch habe sie gewusst, dass es wieder Tote geben würde.

Don Damond, the fiance of Justine Damond, is comforted outside his home by Valerie Castile, the mother of Philando Castile, as demonstrators march by Damond's home during the Peace and Justice March for Justine Thursday, July 20, 2017, in Minneapolis. Both Philando Castile and Justine Damond were shot and killed by Minneapolis police officers. (Aaron Lavinsky /Star Tribune via AP)

Die symbolträchtige Umarmung von Valerie Castile und Don Damond. Bild: AP/Star Tribune

Der genaue Hintergrund der Tötung von Justine Damond bleibt mysteriös. Aus einem Durchsuchungsbefehl geht laut CNN hervor, dass sie auf die Rückseite des Streifenwagens «geschlagen» habe. Das könnte das laute Geräusch erklären. Ob diese Information der Aussage von Matthey Harrity entnommen wurde, ist unklar. Mohamed Noor schweigt weiter.

Über die eigentliche Ursache der Polizeigewalt wird in den USA kaum, in Australien dafür umso heftiger diskutiert: Eine «verstörende Waffenkultur» habe Justine Damond getötet, schrieb ein Kolumnist der Zeitung «The Advertiser» aus Adelaide. Amerikas Waffenwahn sorgt dafür, dass die Knarre bei der Polizei locker sitzt, aus Selbstschutz. Den Preis zahlen unschuldige Opfer, die meistens schwarz sind. Für einmal traf es eine weisse Frau aus Australien.

Spike Lee warnt vor Waffengewalt in den USA

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Video: reuters

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79Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wehrli 28.07.2017 05:11
    Highlight Highlight White live matters kommt. Und dann green live matters für die totgeforschten Aliens in Area 41.

    Hey, it's America.
  • Rumbel the Sumbel 27.07.2017 13:18
    Highlight Highlight Grundsätzlich nur tragisch. Aber trotzdem auffallend, dass die Aufruhr nicht so gross ist, als wenn es in umgekehrt passiert wäre.
    • Asmodeus 27.07.2017 13:45
      Highlight Highlight Vermutlich weil es hier:

      1. Ein offensichtlicher Unfall war der zu 100% nicht rassistisch motiviert war.
      2. Der Tod einer Australierin nicht regelmässig vorkommt.
    • fandustic 27.07.2017 15:00
      Highlight Highlight @Asmodeus:
      1. Unfall? Mit entsicherter Waffe im Fahrzeug zu sitzen, dann nimmt man sowas schon mal in Kauf. Kann man schlecht einfach mal als "Unfall" abtun.
      2. Du schreibst von "Vermutlich" und dann 100%. Nun, was jetzt? Im Umkehrschluss sind dann alle anderen Vorfälle mit umgekehrten Vorzeichen immer rassistisch motiviert, oder wie muss ich das verstehen?
    • Asmodeus 27.07.2017 16:52
      Highlight Highlight Simpel.
      Es gibt keinerlei Anzeichen für eine rassistischen Beweggrund in diesem Fall. Es ist absurd auch nur daran zu denken.

      Und im Gegenzug ist es oftmals eben nicht so 100% klar ob die Tat nicht mit Rassismus im Zusammenhang stand.

      Ich sage damit nicht, dass die Polizisten einen Schwarzen erschiessen wollten, aber dass die Tatsache, dass er schwarz war, sie mehr gestresst/paranoider/triggerhappy gemacht haben könnte.

      Oder kurz gesagt.
      "Würde die Person noch leben wenn sie eine andere Hautfarbe hätte?" ist eine Frage die man zurecht eher nicht bei Weissen stellt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pisti 27.07.2017 12:45
    Highlight Highlight Gibt es jetzt auch tagelange Strassenschlachten mit Plünderungen?
    • Asmodeus 27.07.2017 13:44
      Highlight Highlight Dafür muss man erst mal die Australier in die USA bringen.
      Sobald sie dann das amerikanische "Bier" probiert haben, randalieren sie aus Prinzip.
    • Wehrli 28.07.2017 05:12
      Highlight Highlight Schlitz! The best worst beer on the planet!
  • Saul_Goodman 27.07.2017 12:36
    Highlight Highlight Shit happens. Drück jemanden eine waffe in die hand und früher oder später wird jemand sterben....
    • Saraina 27.07.2017 14:41
      Highlight Highlight Auch unsere Polizei ist bewaffnet, schiesst aber nicht immer wieder auf unbewaffnete Bürger.
    • LeChef 27.07.2017 15:45
      Highlight Highlight Saraina, das kommt daher, dass bei uns die Kriminalitätsrate niedriger ist und Leute sehr selten Waffen tragen. Ein Schweizer Polizist muss weniger damit rechnen, dass sich ein Verdächtiger mit Waffengewalt der Kontrolle/Verhaftung entzieht. Deshalb sitzt logischerweise auch der Abzugsfinger weniger locker.
    • Judge Dredd 27.07.2017 16:58
      Highlight Highlight @Saraina
      In der Schweiz wird auch höchst selten AUF Polizisten geschossen, was wiederum dazu führt, dass man als Polizist im Dienst wohl weniger um sein Leben fürchtet und deshalb auch weniger nach dem Prinzip "du oder ich" handelt.
      Aber grundsätzlich hast du recht, auch wenn es abgedroschen klingt, nicht Waffen töten Menschen, Menschen töten Menschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Citation Needed 27.07.2017 12:24
    Highlight Highlight Eine tragische Mischung aus Unerfahrenheit, schlechter Ausbildung, kranker Waffenkultur und, seitens des Opfers, fehlender Erfahrung im Umgang mit US-Cops.
    Das "umgekehrt" im Titel finde ich, trotz Anführungszeichen, unpassend. Opfer von Polizeigewalt sind meist schwarze Männer, das stimmt. Aber die schützen sind nicht nur weiss.. wie immer ist alles etwas komplizierter..
    • Atlantar 27.07.2017 14:15
      Highlight Highlight Nein, genau das stimmt eben nicht. Auch wenn man die USA für ihre schlecht ausgebildete und paramilitärisch aufgebaute Polizei anprangern darf, so ist es immer noch ein weit verbreiteter Irrglaube, dass die US-Polizei hauptsächlich schwarze Menschen tötet und dies aus Rassismus. Die Mehrheit der getöteten sind weisse Menschen. Interessant ist auch, dass ein grosser Teil von erschossenen schwarzen Menschen von schwarzen Polizisten getötet wird. Falls es dich interessiert, könntest du dir zu dem Thema auch die jeweiligen FBI-Statistiken, welche im Internet abrufbar sind, anschauen.
    • Pinhead 27.07.2017 14:28
      Highlight Highlight Die schlechte Ausbildung der Polizisten spielt sicher eine Rolle. In der Schweiz absolvieren die Aspiranten eine mehrjährige Ausbildung, in den USA erhalten die Anwärter eine mehrwöchige Schnellbleiche (je nach Bundesstaat).
    • Citation Needed 27.07.2017 15:49
      Highlight Highlight Atlantar: ich suche den Link mal raus, auf den ich meinen "Irrglauben" stütze. Ist auf der Festplatte, jetzt bin ich unterwegs. Von Rassismus schreibe ich übrigens nicht. Aber es handelt sich um Stereotypen und 'Biases'. Nochwas: kann sein, dass die Cops mehr weisse erschiessen. Mich interessieren aber Erschiessungen unbewaffneter. Der Schwarze/Weiße, der in regulärer Notwehr (da bewaffnet) erschossen wurde, sollte nicht drin sein.
  • Chrigi-B 27.07.2017 12:10
    Highlight Highlight Gott sei Dank haben wir diese Probleme in der Schweiz nicht! Ein grosses Lob an die gut ausgebildeten, selbstbewussten und bessonen agierenden CH Polizisten. Keiner meiner "optimal pigmentierten" (hihihihihi) Kollegen hat oder hatte je ein Problem mit der Polizei (auf Grund der Hautfarbe). Ich bin so froh, dass in der Schweiz nicht zuerst geballert und nachher gefragt wird.
  • Karl Müller 27.07.2017 12:00
    Highlight Highlight Meist war das Opfer schwarz? Nein, proportional zu ihrem Bevölkerungsanteil, nicht in absoluten Zahlen.

    Tatsächlich sind aber mehr als die Hälfte aller in den USA mit Schusswaffen Getöteten schwarz, und in der Regel werden sie von Schwarzen getötet.

    https://goo.gl/nbd8KM
    https://goo.gl/gPYB71

    Auch die Gegend, in der Tamir Rice erschossen wurde - der Junge mit der Spielzeugpistole - ist von Gangs und Waffen geprägt. Auch in Zukunft werden Polizisten diese Gegend mit Angst betreten und vielleicht wieder falsch reagieren.
    • Sapere Aude 27.07.2017 19:14
      Highlight Highlight Die Frage ist doch wie viele unbewaffnete durch Polizisten erschossen werden und dazu finde ich auf beiden Seitens keine genauen Informationen.
  • wololowarlord 27.07.2017 11:51
    Highlight Highlight Ich denke immer mehr, dass amerika nicht in erster linie ein rassismus-, waffen- oder ausbildungsproblem hat, sondern dass die usa generell ein gewaltproblem in der gesellschaft hat. Es scheint als wäre der durchschnittsamerikaner eher gewillt, seinen willen mit gewalt durchzubringen.
    • Asmodeus 27.07.2017 13:41
      Highlight Highlight Wundert es dich?

      Im TV werden Brüste zensiert wie der Teufel aber Gewalt verherrlicht.
      Es vergeht kein Jahr ohne dass die USA in irgendeinem Krieg stecken.
      Der amerikanische Traum wird nonstop heruntergebetet mit Aussagen wie "Wenn Du etwas willst, dann nimm es Dir einfach".

      Seit der Unabhängigkeit wird man in den USA darauf getrimmt sich zu nehmen was man will und zu kämpfen, komme was wolle.

      Rebellen werden noch stärker als Helden vergöttert als in der Schweiz.
    • Gähn on the rocks 27.07.2017 14:57
      Highlight Highlight period! asmodeus.
    • DerTaran 28.07.2017 00:28
      Highlight Highlight Über rassismus Philosophieren aber einer ganzen Nation Gewalttätigkeit vorwerfen. Merkt ihr was?
  • Max Dick 27.07.2017 11:31
    Highlight Highlight Herr Blunschi, Sie sprechen von einem "umgekehrten Fall" und schreiben, dass die Todesopfer infolge Polizeigewalt meist schwarz seien. Können Sie diese Behauptung irgendwie mit Zahlen belegen?
    • andrew1 27.07.2017 12:09
      Highlight Highlight Nicht weiter verwunderlich wenn man bedenkt, das im Gefängnis in den usa die mehrheit dunkelhäutig ist. Die meisten welche ja von der polizei angeschossen werden sind ja sehr wohl bei einer illegalen handlung erwischt worden. Es war lediglich der waffeneinsatz unter umständen unverhältnismäßig. Am besten benimmt man sich normal dann läuft man auch weniger gefahr, das man angeschossen wird. So einfach ist das.
    • chnobli1896 27.07.2017 12:17
      Highlight Highlight https://www.theguardian.com/us-news/ng-interactive/2015/jun/01/the-counted-police-killings-us-database

      Voila, hier hats ne Statistik. Wie zuverlässig die ist weiss ich ehrlich gesagt nicht. Ausserdem funktioniert bei mir das Staaten auswählen aus technischen Gründen nicht. Kann daher nicht mal sagen ob es mehr Schwarze trifft als Weisse.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alterssturheit 27.07.2017 11:26
    Highlight Highlight ....und die Waffenlobby bzw. NRA wird weiterhin behaupten, dass mehr bewaffnete Bürger das Problem lösen.
    • Swaghetti Yolonese 27.07.2017 11:56
      Highlight Highlight Sollte also ihrer meinung nach jeder der einen einbrecher auf seinem Grundstück entdeckt das recht haben ihn über den Haufen zu ballern?
      Wer das tut hat es meiner Meinung nach mehr als verdient in den Knast zu kommen.
      Wo wären wir denn wenn hier jeder einfach rumballern kann wie es ihm gefällt...
    • Chrigi-B 27.07.2017 12:13
      Highlight Highlight Sorry rich guy, du plapperst irgend etwas ohne Ahnung. Das Gesetz ist glasklar! Greift dich ein Einbrecher in deinem Haus/Wohnung mit einem Messer an, so kannst du ihn erschiessen (Notwehr). Ist er jedoch bereits auf dem Rückzug und du schiesst ihm in den Rücken, so wanderst du zu Recht, in meinen Augen, in den Knast.
    • Xi Jinping 27.07.2017 12:28
      Highlight Highlight @rich guy
      Selbstjustiz ist illegal...
    Weitere Antworten anzeigen
  • saukaibli 27.07.2017 11:14
    Highlight Highlight US-Polizisten werden rein militärisch ausgebildet, da geht's nur drum möglichst schnell und genau zu schiessen. Deeskalation und Kommunikation gehören einfach nicht zum Ausbildungsprogramm. Kein Wunder führt das immer wieder zu Ermordungen von Polizisten an Zivilisten, denn diese sehen Zivilisten als Kriegsgegner an, nicht als Menschen.
    • SemperFi 27.07.2017 12:41
      Highlight Highlight @saukaibli: Angesichts der Tatsache, dass es im den USA mehr als 12000 Poöizeibehörden gibt, finde ich Ihre Aussage etwas pauschal.
  • Damien 27.07.2017 11:08
    Highlight Highlight Würde man Menschen wieder als Individuen betrachten statt als Gruppierungen mit unterschiedlichem Geschlecht, Anstrich, Religion usw. würde sich das sehr konstruiert wirkende "Ringen um Erklärungen" erübrigen.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 27.07.2017 11:02
    Highlight Highlight Lustig wie jene polizisten immer die Kameras ab haben^^
    • John Smith (2) 27.07.2017 11:45
      Highlight Highlight Hier ist gar nichts lustig.
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 27.07.2017 18:28
      Highlight Highlight Tue zehn Jahre lang Gutes
      und niemand wird es bemerken.
      Eine Stunde lang Böses getan,
      und Ruhm ist dir Gewiss.
  • Linus Luchs 27.07.2017 11:01
    Highlight Highlight Nebst der "verstörenden Waffenkultur" in den USA ist die Ausbildung der Polizisten mit ein Grund, weshalb immer wieder Unschuldige durch Polizeikugeln sterben. Folgender Artikel ist zwei Jahre alt, aber bis heute wird sich grundsätzlich nicht viel verändert haben:
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-kritik-an-ausbildung-von-polizisten-a-1027698.html
  • Triumvir 27.07.2017 10:58
    Highlight Highlight Ein weiteres sinnloses und unnötiges Opfer des Waffenwahns in den USA. Die NRA und der orange Grosskotz schweigen natürlich und/oder verharmlosen diesen sinnlosen Tod als tragischen Unfall...Schade um dieses schöne Land...
  • gnp286 27.07.2017 10:57
    Highlight Highlight «Man versteht langsam, dass es nicht um schwarz oder weiss geht, sondern um Menschen»

    Der Satz sagt eigentlich alles. In den USA halte ich jedoch die "Social Justice Warriors" für die grössten Rassisten, die es dort gibt.
    • Asmodeus 27.07.2017 11:46
      Highlight Highlight Genau. Nicht kkk oder sonstige Leute die alle Schwarzen oder Muslime tot sehen wollen sind die Rassisten sondern die SJW...

      Hört Ihr Euch manchmal selber beim denken zu oder hört Ihr da nur Meeresrauschen?
    • gnp286 27.07.2017 14:05
      Highlight Highlight @Asmodeus: Die SJW stelle ich auf eine Stufe mit dem KKK was Rassismus anbelangt. Die Gründe sind halt anders.
    • Asmodeus 27.07.2017 14:22
      Highlight Highlight Ich weiss nicht was mir mehr Sorgen macht. Dass Du das ernsthaft glaubst, oder dass wir aktuell soviele Blickleser in den Kommentarspalten haben die Dir recht geben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wandtafel 27.07.2017 10:44
    Highlight Highlight Steht in den Medien sonst auch "white christian police man"?
  • Mia_san_mia 27.07.2017 10:39
    Highlight Highlight So etwas passiert doch in den USA immer wieder, da soll man kein Drama machen wegen Schwarz/Weiss usw...
    • meglo 27.07.2017 11:56
      Highlight Highlight @Mia_san_mia
      Das Drama ist doch, dass es immer wieder passiert, und es ist richtig, dass man über diese staatlich legitimierten Morde spricht. Die Hautfarbe von Täter und Opfer ist dabei sekundär. Das Problem sind das amerikanische Waffenrecht und die psychologisch schlechte Ausbildung der Polizisten in den USA. Den Polizeibeamten wird einfach nicht beigebracht, dass der Bürger kein Kriegsgegner ist
      und die Waffe auch von Polizisten nur im äussersten Notfall gebraucht werden darf.
  • Karl33 27.07.2017 10:36
    Highlight Highlight Wenn man versucht, jemandem eine schlechte Biographie anzudichten:

    "Sieben Monate vor der Bluttat hatte er einen Sorgerechtsstreit gegen seine frühere Partnerin um den gemeinsamen Sohn verloren. Ausserdem war er mit einer Klage wegen Freiheitsberaubung konfrontiert. Er soll mit zwei Kollegen eine Frau gegen ihren Willen in ein Spital eingeliefert haben."

    Einfach mal etwas Dreck werfen, irgendwas wird schon hängen bleiben, mag sich da der Journalist gedacht haben.
  • LeChef 27.07.2017 10:27
    Highlight Highlight Ein schrecklicher Fall, der all die Tötungen schwarzer (und weisser!) Menschen in den letzten Jahren als das zeigt, was sie sind: Unfälle. Kein einziger Polizist wacht an einem Morgen auf und sagt sich: "So, heute töten wir ein paar Schwarze!". Es ist einfach so, dass sowohl die Kriminalitätsrate, als auch die Waffentragerate in den USA sehr hoch ist; das führt dazu, dass man als Polizist in jeder Situation, in jeder Minute damit rechnen muss, abgeknallt zu werden. Manche können mit diesem Druck nicht umgehen und nutzen ihre eigene Waffe verfrüht.
    • Against all odds 27.07.2017 11:49
      Highlight Highlight Philando Castile wurde mit fünf (!) Schüssen getötet. Unfall?
    • LeChef 27.07.2017 14:59
      Highlight Highlight Ja! Meinst du der Polizist hat ihn aus Spass erschossen? Der Typ greift in seine Jacke und sagt noch er habe eine Waffe. Wie hättest du denn reagiert? Angenommen Castile hätte wirklich eine Waffe ziehen wollen, dann hält ihn ein einzelner Schuss womöglich nicht davon ab, es trotzdem zu tun. Es geht hier um Sekunden; und je nach Waffenart sind für ein sofortiges ausser Gefecht setzen 2-6 Schuss nötig. Amerikanische Polizisten trainieren am Schiessstand, jeweils ein ganzes Magazin zu leeren, wenn sie ihre Waffe einsetzen.
    • LeChef 28.07.2017 00:56
      Highlight Highlight Was willst du mit dem Video sagen? Niemand wird verletzt da drauf, kein einziger Schuss abgefeuert. Nicht einmal ein Taser, was bei so einem Mob schon eine ziemliche Überraschung ist. Die junge Frau widersetzt sich der Festnahme, deshalb drückt er sie zu Boden und legt ihr Handschellen an. Mehr nicht. Was ist dein Problem?
  • olive 27.07.2017 10:26
    Highlight Highlight "Das Land ringt um Erklärungen"
    Es passt nicht ins Bild davon, dass immer Schwarze die Opfer sind und dass nur hässliche Weisse rassistisch sind .
  • MrJS 27.07.2017 10:19
    Highlight Highlight Wieso werden diese Polizisten so schlecht ausgebildet? Da hatten wir ja im Schweizer Militär noch bessere Ausbildung was Verhältnismässigkeit und Waffeneinsatz anbelangt...
  • Asmodeus 27.07.2017 10:09
    Highlight Highlight Schlecht ausgebildeter und nervöser Polizist erschreckt sich und erschiesst die Dame.

    Kurzum den Vorfall zusammengefasst.

    Es ist sehr tragisch und ein Paradebeispiel für die schlechte Polizeiausbildung in den USA.

    Die Polizisten müssen jederzeit damit rechnen, dass jemand auf sie schiesst und dementsprechend Triggerhappy sind sie drauf.
    Auch weil die Ausbildung darauf abzielt schneller zu schiessen als die Gegenseite.

    Das Ergebnis sind dann tragische Ereignisse wie dieses.


    Suspendierung. Entlassung. Und Anzeige wegen fahrlässiger Tötung. Damit dürfte nun zu rechnen sein.
  • reaper54 27.07.2017 10:08
    Highlight Highlight Wider so ein extrem komischer Fall in dem es durch eine Verkettung von Ereignissen extrem kompliziert wird...
    Polizist in den USA ist ein risikoreicher Job. Zudem muss man auch sehen, dass ein Polizist in den USA noch wirklich eine Autoritätsperson ist im Gegensatz zur Schweiz. Das Ausschalten der Bodycams wie auch das Verweigern einer Aussage ist natürlich nicht gerade hilfreich. Auch im Pyjama auf eine dunkle Strasse zu rennen und auf die Hinterseite eines Polizeiautos zu schlagen ist nicht gerade die beste Idee. Wie immer haben sich beide Seiten nicht gerade intelligent verhalten.
    • exeswiss 27.07.2017 13:19
      Highlight Highlight "Zudem muss man auch sehen, dass ein Polizist in den USA noch wirklich eine Autoritätsperson ist im Gegensatz zur Schweiz."

      das ist auch der grund warum in der schweiz soviele polizisten sterben, nicht wahr? /s
  • Wolfsangel 27.07.2017 10:05
    Highlight Highlight Immer die Amis mit ihrem Rassenproblem. Unglaublich.
  • Peace93 27.07.2017 10:02
    Highlight Highlight Wieder ein Fall von US-Polizisten die keine Beherrschung besitzen! Klar nicht jeder ist so aber genau diese Beamten bringen ihre Kollegen in Erklährungsnot. Traurig wie so eine Story (für das Opfer und deren Verlobten) enden muss ..

Für Trump ist billiges Benzin wichtiger als ein Krieg gegen Iran

Nach dem Drohnenangriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien nimmt die Gefahr eines Kriegs in der Golfregion weiter zu. US-Präsident Donald Trump kann ein solches Szenario nicht gebrauchen.

Einmal mehr brennt es am Persischen Golf, im wahrsten Sinne des Wortes. Bei mutmasslichen Drohnenangriffen auf saudische Ölanlagen am Samstag wurde unter anderem die grösste Raffinerie des Landes in Abakik getroffen. Die Feuer sollen unter Kontrolle sein, doch die Einschränkung der Produktion sorgte prompt für einen Anstieg des Ölpreises.

Die Verantwortung für den Angriff übernahmen die Huthi-Rebellen in Jemen, die seit 2015 von einer Allianz unter Führung von Saudi-Arabien mit Luftangriffen …

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