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Joaquín «El Chapo» Guzmán wurde in allen zehn Anklagepunkten als schuldig befunden. Bild: AP/AP

Mexikanischer Drogenboss «El Chapo» muss bis an sein Lebensende hinter Gitter



Der mexikanische Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán ist in seinem Strafprozess schuldig gesprochen worden und muss für den Rest seines Lebens ins Gefängnis. Die Jury sah die Schuld des 61-Jährigen in allen zehn Anklagepunkten als erwiesen an, wie Richter Brian Cogan am Dienstag in New York verkündete.

Für den schwersten Anklagepunkt, die Beteiligung an einer Verbrecherorganisation, schreibt das Strafgesetzbuch der USA lebenslange Haft vor. Guzmán kann keinen Antrag auf vorzeitige Entlassung stellen und dürfte damit bis zu seinem Tod im Gefängnis bleiben.Guzmán, der wegen seiner Körpergrösse von 1,64 Meter den Spitznamen «El Chapo» («der Kurze») trägt, hörte bei Verlesung des Urteils genau zu. Er blickte dabei durch den Saal zu seiner Frau Emma Coronel und hob den Daumen. Dann wurde er abgeführt.

epa07363171 Emma Coronel Aispuro (C) is seen at the end of another day of jury deliberation in the trial of her husband Joaquin 'El Chapo' Guzman at United States Federal Court in Brooklyn, New York, USA, 11 February 2019. The jury is deliberating in the case against Guzman who is facing multiple charges of money laundering, directing murders and kidnappings while he allegedly ran a drug cartel.  EPA/JUSTIN LANE

Emma Coronel, die Frau von «El Chapo» auf dem Weg zum Gericht.  Bild: EPA/EPA

Cogan dankte der Jury für ihr Durchhaltevermögen in dem langen Verfahren, einem der grössten Strafprozesse um Drogenkriminalität in der Geschichte der USA.Todesstrafe ausgeschlossenDie nach Bundesgesetz zulässige Todesstrafe war in dem Prozess nach einer Einigung zwischen den USA und Mexiko, die Guzmán nach seiner Festnahme ausgeliefert hatten, ausgeschlossen.

Die weiteren der insgesamt zehn Anklagepunkte drehten sich um die Herstellung und internationale Verbreitung der Drogen Kokain, Heroin, Methamphetamin und Marihuana sowie den Gebrauch von Schusswaffen und Geldwäsche. Richter Cogan muss das Strafmass noch offiziell verkünden.

Durch diesen Tunnel brach Drogenboss «El Chapo» aus dem Gefängnis aus

Rund 35 Stunden über sechs Tage hatten die zwölfköpfige Jury aus acht Frauen und vier Männern über Guzmáns Schuld oder Unschuld diskutiert. Auch eine Verurteilung in nur einem oder einigen der Anklagepunkte hätte für Guzmán eine jahrelange oder lebenslange Haftstrafe bedeutet. Ein Freispruch schien angesichts der teils erdrückenden Beweislast sehr unwahrscheinlich.

Massenhaft Beweise und Zeugen

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Prozess über zweieinhalb Monate massenhaft Beweismaterial vorgelegt und mehr als 50 Zeugen aufgerufen. Guzmáns Anwälte riefen dagegen nur einen einzigen Zeugen auf und beendeten ihre Verteidigung des Falls innerhalb von 30 Minuten.

In this courtroom drawing, Joaquin El Chapo Guzman, center, listens to judge's answer to jury's question on Wednesday, Feb. 6, 2019, in New York. A jury at the U.S. trial of the infamous Mexican drug lord known as El Chapo has ended its third day of deliberations without a verdict. From left are an interpreter, Joaquin El Chapo Guzman, and attorney Eduardo Balazero. U.S. Marshals are seated behind the three men. (Elizabeth Williams via AP)

Joaquín «El Chapo» Guzmán im New Yorker Gerichtssaal. Bild: AP/FRE 142054 AP

Ihre Strategie bestand im Wesentlichen darin, die Zeugen der US-Regierung als Lügner darzustellen, die durch Aussagen gegen Guzmán lediglich eigene Haftstrafen verringern wollten. Guzmán selbst hatte darauf verzichtet auszusagen.

Guzmán ist derzeit in einem Hochsicherheitsgefängnis in New Yorks Stadtteil Manhattan eingesperrt. Offen ist, ob er seine Strafe dort absitzen soll oder in eine andere Haftanstalt verlegt wird. In Mexiko gelang es Guzmán bereits zwei Mal, aus dem Gefängnis auszubrechen: 2001 entkam er in einem Wäschekorb und 2015 durch einen Tunnel, den Komplizen bis unter seine Zelle gegraben hatten. (sda/dpa)

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Ich habe Servicemitarbeitende aus Restaurants, Bistros und Kneipen gefragt, was sie im Gastro-Alltag am meisten nervt. Nachfolgend 23 passiv-aggressive Antwort-Kärtchen für Kellner/innen. Ausdrucken, ausschneiden und den unliebsamen Gästen wortlos in die Hand drücken. Weil wenn schon Kunden verlieren, dann wenigstens mit Stil.

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