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epa06297780 (FILE) - US actor Kevin Spacey watches a match during the Aegon Tennis Championships at the Queen's Club in London, Britain, 12 June 2013 (reissued 30 October 2017). In a statement posted on Twitter on 29 October 2017, Spacey has apologized to US actor Anthony Rapp, who had accused Spacey of acting sexually inappropriate towards him when he was 14. In the same post, Spacey said he chose 'now to live as a gay man'.  EPA/ANDY RAIN

Mehr als zehn Männer werfen dem «House of Cards»-Schauspieler sexuelle Belästigung vor.  Bild: EPA/EPA

Weitere Vorwürfe gegen Kevin Spacey wegen sexuellen Missbrauchs



Hollywood kommt nicht zur Ruhe. Nach der Lawine von Vorwürfen gegen Filmproduzent Harvey Weinstein werfen mittlerweile mehr als zehn Männer dem «House of Cards»-Schauspieler Kevin Spacey vor, sexuell belästigt worden zu sein.

Die Vorwürfe gegen Oscarpreisträger Kevin Spacey wegen sexueller Übergriffe mehren sich. Dem Portal «Buzzfeed» zufolge warf über das Wochenende auch Harry Dreyfuss, Sohn des Schauspielers Richard Dreyfuss, Spacey sexuelle Belästigung vor. Der Vorfall soll sich im Jahr 2008 zugetragen haben, als Harry Dreyfuss 18 Jahre alt war. Mittlerweile werfen mehr als zehn Männer Spacey vor, ihnen gegenüber sexuell übergriffig geworden zu sein.

«Es geschah eines Nachts, als wir drei allein in Kevins Wohnung die Zeilen meines Vaters übten», schrieb Dreyfuss laut «Buzzfeed». «Mein Vater sah nichts, und ich habe ihm viele Jahre nichts von dem Vorfall erzählt. Stattdessen habe ich die nächsten neun Jahre damit verbracht, Leuten die Geschichte auf Partys zum Spass zu erzählen.» Dreyfuss bezeichnete Spacey als «sexuelles Raubtier».

Angefangen hatte alles mit Vorwürfen des Schauspielers Anthony Rapp, der über sexuelle Übergriffe durch Spacey berichtet hatte. Spacey habe sich in therapeutische Behandlung begeben, erklärte eine Sprecherin.

Netflix zieht die Bremse

Der Internet-Streamingdienst Netflix zog unterdessen die Notbremse und trennte sich von Spacey. Am Set der Polit-Dramaserie «House of Cards» ist Spacey nicht mehr willkommen. Netflix schloss ihn am Freitag von der weiteren Mitarbeit aus. In der Serie spielte Spacey den skrupellosen US-Präsidenten Frank Underwood.

«Netflix wird an keiner weiteren Produktion von ‹House of Cards› beteiligt sein, bei der Kevin Spacey dabei ist», hiess es in der Mitteilung des Streamingdienstes. Man wolle weiter mit der Produktionsfirma Media Rights Capital (MRC) über die Zukunft der Serie nachdenken. Dreharbeiten für die sechste Staffel der Serie liegen derzeit auf Eis. Die Serie hatte ohnehin nach dem Ende der sechsten Staffel enden sollen.

Netflix kündigte zudem an, man werde den von Spacey produzierten Film «Gore», in dem er die Rolle des Autors Gore Vidal spielt, nicht veröffentlichen. Auch Spaceys Sprecherin und seine Agentur trennten sich von ihm.

Spacey ist einer von mehreren Hollywood-Grössen, die sich derzeit mit Vorwürfen der sexuellen Belästigung und des Missbrauchs konfrontiert sehen. Auch gegen Filmproduzent Harvey Weinstein kamen neue Anschuldigungen ans Licht. Die Schauspielerin Paz de la Huerta sagte dem TV-Sender CBS, dass Weinstein sie 2010 zweimal vergewaltigt habe. Die New Yorker Polizei bestätigte, dass die Vorfälle untersucht würden. (sda/dpa)

#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein

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    Alle Leser-Kommentare
  • NurEineMeinung 05.11.2017 17:51
    Highlight Highlight ... falls er ein Sauhund ist, gehört er ordentlich an die Wand gestellt, aber ich bin immer noch für die Unschuldsvermutung und im Zweifel für den Angeklagten und gegen Lynchjustiz und Vorverurteilung. Diese panischen Überreaktionen entsprechen nicht unseren juristischenund ethischen Werten
  • Tapatio 05.11.2017 17:30
    Highlight Highlight "Er hat die Geschichte 9 Jahre lang seinen Freunden aus Spass an Parties erzählt"..na dann war dies wohl ein sehr traumatisches Ereignis... gut kommt jetzt noch jeder Sohn eines B Promis daher und wurde "sexuell belästigt". Gibt es gegen Spacey eigentlich irgendwelche wirklich haltbaren Vorwürfe?
    • Tapatio 06.11.2017 11:07
      Highlight Highlight Bei diesem Fall der in diesem Artikel beschrieben ist, geht es darum dass ein Mann (Kein Kind!!) behauptet ein anderer Mann habe ihn begrapscht. Spacey hat scheinbar das Gefühl er darf sich als Hollywood-Star alles erlauben und falls das tatsächlich so war, spürt er nun zurecht die Konsequenzen davon. In diesem im Artikel beschriebenen Fall aber von sexuellem Missbrauch (siehe Titel) zu sprechen, finde ich völlig übertrieben und das regt mich auf. Das ist doch ein Hohn für tatsächliche Missbrauchsopfer? und nochmal..Harry ist ein Mann..kein Kind.

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