Die Aufnahmen von der Beerdigung des kürzlich verstorbenen Ex-US-Präsidenten und Friedensaktivisten Jimmy Carter sorgten für Interpretationsspielraum und dementsprechend für Wirbel. Barack Obama setzte sich direkt neben Donald Trump und die beiden Männer plauderten dem Anschein nach überraschend freundschaftlich miteinander.
Trump wäre nicht Trump, wenn er die Szene nicht direkt für sich instrumentalisieren lassen würde. Der 78-Jährige hat nun ein Video auf Social Media gepostet, in dem das Gespräch mit Fake-Untertiteln versehen ist.
Dabei lästert Obama vermeintlich über Joe Biden und Kamala Harris und gratuliert Trump zur Wiederwahl. Er habe alles getan, um Harris zu unterstützen, aber sie sei «schrecklich» gewesen. Am Ende verabreden sich die beiden Männer in der Fake-Version zu einer Runde Golf in Trumps Anwesen in Florida.
Diese Version wurde auf Trumps Account veröffentlicht:
Ein Hinweis, dass es sich um eine Fälschung handelt, fehlt bei Trumps Post. Wer das Video ohne Ton schaut, könnte angesichts der Mimik und Gestik der beiden Beteiligten durchaus vermuten, dass die Konversation echt ist.
Der Hintergrund der Fake-Aussagen des vermeintlich den Demokraten in den Rücken fallenden Obamas: Dem nach wie vor populären Ex-Präsidenten wurde im Rahmen der Absetzung Joe Bidens als Präsidentschaftskandidat eine führende Rolle im Hintergrund und damit ein Zerwürfnis mit dem Biden-Lager zugeschrieben.
Um was es im Gespräch wirklich ging, ist nicht klar. Anfragen von US-Medien bei beiden Lagern dazu wurden nicht konkret beantwortet. Lippenleser erklärten gegenüber US-Medien unter anderem, dass es sich keineswegs um einen unbeschwerten Austausch gehandelt habe, wie es in den sozialen Medien dargestellt wurde. Sondern dass Trump Obama vorschlug, einen ruhigen Ort zu suchen, um über ein wichtiges Thema zu sprechen.
US-Medien mutmassen, dass es sich beim wichtigen Thema um ein internationales Abkommen handeln könnte. Dabei ist die Auswahl gross: Es gibt Gerüchte über einen möglichen NATO-Austritt der USA, den Wiederaustritt aus dem Pariser Klimaabkommen, den Trump bereits mehrfach angekündigt hatte, oder den von Obama abgeschlossenen Nukleardeal mit dem Iran, aus dem Trump 2018 wieder ausstieg. Auch die nach Trumps Meinung unfairen Verträge für US-Schiffe bei der Durchfahrt des Panama-Kanals wurden ins Spiel gebracht.
Trump selbst sagte über den Austausch mit Obama, dass sie zwar eine «unterschiedliche Philosophie» hätten, sich aber «wahrscheinlich mögen» würden.
Dass sich die beiden Männer vermeintlich locker und wohlgesinnt austauschen, hatte selbst bei Kommentatoren von Sendern wie ABC News für Erstaunen gesorgt. Obama und Trump hatten sich in der Vergangenheit öffentlich erbittert bekämpft und mit schweren Vorwürfen eingedeckt. (con)
Trump grinst immer. Dies ist fast der einzige Ausdruck, den er kennt (Grins-Botox?)
Für einen ERNSTHAFTEN Mimik-Experten ist es also unmöglich, diese Grimasse zu interpretieren.
Dass Obama diplomatisch versucht, Kontakt aufzunehmen/ aufrechtzuerhalten , um möglicherweise größeren Schaden zu vermeiden... verständlich, oder?
Interessanter finde ich das Kleid von Melania Trump. Es sieht aus wie die Kleider der damaligen religiös-fanatischen Pilger, die in die neue Welt auwanderten, weil ihre reaktionären Ansichten sogar im damaligen religiösen Europa zu viel des Schlechten waren.
Die Aussage, die damit kolportiert wird, spricht Bände.