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epa07146320 Alexandria Ocasio-Cortez, who is running as the Democratic nominee for New York's 14th congressional district, casts her ballots in the 2018 midterm general election at a polling site in the Bronx, New York, USA, 06 November 2018. Voters across the nation are selecting who will represent them on local, state and national levels.  EPA/JUSTIN LANE

Die USA haben gewählt: Doch die Lage bleibt unübersichtlich. Bild: EPA/EPA

Diese 23 Cartoons fassen den aktuellen Zustand der US-Politik perfekt zusammen



Die Midterm-Wahlen sind durch. Sie haben tief gespaltene USA hinterlassen. Anstatt sich auf Gemeinsamkeiten zu besinnen, haben sich Demokraten und Republikaner gegenseitig mit Schlamm beworfen.

Doch wer hat nun am Ende eigentlich gewonnen? Nun, das ist schwierig zu sagen. Zumal die Resultate ziemlich viel Interpretationsraum zulassen. Logischerweise heben nun beide Lager ihre Erfolge hervor und versuchen, die Wahlen als Sieg zu verbuchen. Doch die Situation ist um einiges verstrickter. 

Um zu verstehen, was in den vergangenen Tagen in den USA wirklich vorgefallen ist, hilft ein Blick auf diese Cartoons.

Das Vorspiel

Trumps anhaltende Angriffe auf die Presse, Justiz und Berufskollegen machte die amerikanische Demokratie verletzlich. Manche sahen sie bereits dem Untergang geweiht und riefen dringendst zum Urnengang auf. 

Der US-Präsident schürte während des Wahlkampfes Ängste vor der sogenannten Karawane. Eine Gruppe von Migranten, die sich in Richtung USA bewegte.

Er sprach von einer Invasion und kündigte an, Tausende Soldaten an die Grenze zu verschieben. 

Alles nur ein Wahlkampfstunt?

Das Weisse Haus äusserte die Vermutung, in der Karawane würden sich einige unbekannte Menschen aus dem Nahen Osten befinden und schwang so bewusst die Terrorismus-Keule.

Die Rhetorik des Präsidenten wurde immer schärfer. Der Hass breitete sich in der Bevölkerung aus. Aufgeschreckte, weisse Männer schickten Rohrbomben an populäre Demokraten und erschossen in einer Synagoge elf Personen.

Verschwörungstheorien erlebten Hochkonjunktur.

Im Gegenzug hofften die Demokraten, die Wut auf Trump würde die Wähler in Massen mobilisieren.

Die Wahlen

Und tatsächlich zeichnete sich schnell eine hohe Wahlbeteiligung ab. 

Vor den Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen. Die Beteiligung lag mit 48 Prozent deutlich höher als noch 2014, als nur 37 Prozent zur Urne gingen. 

Den Internet-Trollen wurde Paroli geboten. 

Doch nicht allen wurde das Wählen einfach gemacht. 

Ethnischen Minderheiten wurden bei der Wählerregistration bürokratische Hürden gestellt.

Das Nachspiel

Trotz der hohen Wahlbeteiligung und der Mehrheit im Repräsentantenhaus konnten die Demokraten nicht wirklich zufrieden sein mit dem Resultat. Die Republikaner vermochten vor allem in den Senatswahlen einige wichtige Siege zu verbuchen. 

Entstanden ist ein tiefer Graben. 

Nach der Schmach von 2016 trafen dieses Mal die Prognosen der Umfragebüros übrigens ziemlich ins Schwarze. 

Trump verbuchte die Wahlen als Erfolg. Auch wenn im Hintergrund einiges im Argen liegt.

Wie lange halten die US-Bürger die gehässige Stimmung noch aus?

Auch die Demokraten versuchten die Wahlresultate als Sieg zu deuten. Am Ende stehen irgendwie aber beide Parteien als Verlierer da.

Allzu lange konnte aber gar nicht über die Wahlresultate diskutiert werden, da Trump bereits am Tag danach mit dem Rauswurf des Justizministers Jeff Sessions die nächste Bombe platzen liess.

Zudem lieferte sich der Präsident einen Streit mit einem CNN-Reporter und entzog diesem die Akkreditierung. 

Kaum sind die Midterms vorbei, hat der Wahlkampf um die Präsidentschaft 2020 begonnen. 

Bevor der eigentliche Startschuss gefallen ist. 

(cma)

22 Cartoons, die zeigen, wie sich die Gesellschaft verändert

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