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56-Jähriger wegen Mordes in den USA hingerichtet – warum der Fall für Aufruhr sorgt



FILE - In this April 13, 2011, file photo, Rodney Berget, who was convicted of killing a Sioux Falls prison guard during an escape attempt, is escorted to court in Sioux Falls, S.D. Berget is to be put to death for the 2011 slaying of Ronald

Rodney Berget. Bild: AP/The Argus Leader

In den USA ist ein 56-jähriger Mann wegen des Mordes an einem Gefängniswärter hingerichtet worden. Rodney Berget wurde am Montagabend Ortszeit im Bundesstaat South Dakota für tot erklärt, wie die Strafvollzugsbehörde des US-Bundesstaates mitteilte.

Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof einen Widerspruch abgewiesen, die Vollstreckung der Todesstrafe auszusetzen. Bergets Hinrichtung per Giftspritze war die vierte in dem Bundesstaat seit Wiedereinführung der Todesstrafe 1976.

Der 56-Jährige war 2012 zum Tode verurteilt worden, nachdem er ein Jahr zuvor bei einem gescheiterten Ausbruchsversuch einen Wärter getötet hatte. Berget sass lebenslänglich in Haft wegen zweifachen Mordversuchs und Vergewaltigung.

Der Fall hatte für Diskussionen gesorgt, weil Berget von diversen Personen eine psychische Behinderung nachgesagt wurde. Als Kind hatte er bei den Special Olympics teilgenommen, ein Anlass für geistig Behinderte.

Sein älterer Bruder Roger James Berget war bereits vor 18 Jahren im Bundesstaat Oklahoma hingerichtet worden. Der 39-Jährige hatte 1985 einen Mann getötet, dessen Auto er stehlen wollte. Die Brüder stammten aus einer Familie mit Alkohol- und Gewaltproblemen. Bergets Hinrichtung war die 19. in den USA in diesem Jahr. (aeg/sda/afp)

Im US-Bundesstaat Arkansas werden 7 Männer hingerichtet

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Video: srf

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49
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    Alle Leser-Kommentare
  • Ehrenmann 30.10.2018 16:54
    Highlight Highlight Das ist halt das Problem am US System. Alles Zielt auf Bestrafung, nichts auf Wiedereingliederung. Die Konsequenzen sind ja bekannt.
    Solange die Todesstrafe legal ist, wird sich auch daran nichts ändern und Abschreckend wirkt diese sowieso nicht mehr..
  • Okabe Rintarou 30.10.2018 16:43
    Highlight Highlight Ich habe sehr warscheinlich eine radikale Meinung dazu. Wer vorsätzlich einen Mord begeht, verdient die Todesstrafe. Wer ein Leben nimmt soll auch seins verlieren. (Unfälle sind natürlich ausgenommen)
    • Fabio74 30.10.2018 18:58
      Highlight Highlight wie im dunkelsten Mittelalter. Auge um Auge Zahn um Zahn.
      Die Zivilsation ist in vielen Staaten mittlerweile im 21. Jahrhundert angekommen und hat bemekrt dass Rache der falsche Weg ist und der Staat kein Recht zu morden hat
      In deiner verqueren Logik der Rache, müsste dann der Richter oder der Staatsanwalt liquidiert werden?
  • TheWall_31 30.10.2018 14:08
    Highlight Highlight Ich würde die Todesstrafe auch unterstützen (blitzt' mich, soviel ihr wollt). Bei Schwerverbrechern dieser Art habe ich kein Mitleid und "neun Minuten Todeskampf", wovon er kaum alle bei Bewusstsein verbracht hat, ist im Vergleich zum Verbrechen absolut nichts. Das ist nicht grausam, sondern verdient.
    • Fabio74 30.10.2018 15:05
      Highlight Highlight Nein ist es nicht. Weil Auge um Auge in Faschistische Zeiten gehören aber nicht ins 21. Jahrhundert
    • Ehrenmann 30.10.2018 16:51
      Highlight Highlight Was hat das mit Faschistischen Zeiten zu tun, das war schon bei den Neandertalern so mit der Keule.. Aber Hauptsache noch schnell eine Schublade gefunden....
    • Fabio74 30.10.2018 19:00
      Highlight Highlight @peter. Die Neandertaler sind bisschen länger her. Ich hatte eine leise Hoffnung, dass die Menschheit einiges gelernt hätte und zivilisierter geworden wäre
      Der Faschismus ist in einigen Ländern gerade mal 40 Jahre her. Und dies auch nur als kleines Beispiel.
      Aber wenn ich deinen Kommentar lese, zweifle ich an meinem ersten Satz
  • INVKR 30.10.2018 12:53
    Highlight Highlight Und die, die sowas in den USA verteidigen, beteuern dann als nächstes wieder wie christlich und "pro life" sie doch seien...
    • I don't give a fuck 30.10.2018 13:17
      Highlight Highlight Heuchlernation.
  • Nilda84 30.10.2018 12:27
    Highlight Highlight Eine traurige Geschichte mit einem tragischen Ende. 😔 Da hatte es jemand sicherlich nie leicht im Leben.

    Aber einige Kommentare hier geben mir schon zu denken. Todesstrafe als etwas gutes oder auch nur akzeptierbares zu halten ist meiner Meinung nach einfach ignorant und empathielos. Seit wann wiegt Unrecht Unrecht auf? Und so viele wurden unschuldig getötet... jeder Einzelne ist einer zu viel!
    • HerrLehmann 30.10.2018 14:25
      Highlight Highlight Berget befand sich im gemässigten Vollzug und war in der Werkabteilung, in welcher u.A. Möbel hergestellt werden. Zusammen mit einem weiteren Häftling, überwältige er den Wärter Johnson und schlug diesen mit einem Eisenrohr nieder. Anschliessend stülpte er dem Wärter Plastikfolie über den Kopf, damit er auch wirklich verendet. Sie nahmen dessen Uniform und scheiterten anschliessend beim Ausbruchsversuch. Möchten Sie den vorherigen Opfern und der Familie des Wärters erklären, dass es für diesen Mann eine Chance auf Rehabilitation gibt? Ist Haft bis zum Lebensende wirklich menschlicher?
    • H. L. 30.10.2018 16:02
      Highlight Highlight HerrLehmann:
      «Ist Haft bis zum Lebensende wirklich menschlicher?» Unter Umständen schon, jedenfalls ist der Sachverhalt nicht so eindeutig, wie du ihn darstellst. Nicht umsonst haben die fortschrittlichsten Länder der Welt die Todesstrafe seit Langem abgeschafft. Diese Praxis gehört einfach nicht ins 21. Jahrhundert.
    • Demo78 30.10.2018 17:15
      Highlight Highlight Das Gefängniswärter ein höheres Risiko haben Gewalt zu erfahren, macht aus meiner Optik her Sinn, das soll die Tat jedoch nicht rechtfertigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BetterTrap 30.10.2018 12:11
    Highlight Highlight Euthanasie/Aktion T4 im 21. Jahrhundert und gewissen Leuten in der Kommentarspalte ist das egal.

    Traurig, aber man kann ja nicht von Allen ein Mindestmaß an Anstand, Moralverstädnis und Empathie erwarten.

    USA oder auch - ein Viertland ohne Gewissen
    • Fabio74 30.10.2018 19:01
      Highlight Highlight nun die Decke der Zivilsation war immer dünn und bröckelt Trump und Konsorten sei dank an allen Ecken und Enden
  • 3klang 30.10.2018 11:53
    Highlight Highlight Eine Strafe hat u.A. das Ziel, dass sich das Verhalten des Delinquenten verbessert. Bei einer Todesstrafe ist dies aber nicht gegeben. Ebenso ist die abschreckende Wirkung der Todesstrafe nicht ausreichend bewiesen.
    Folglich ist der einzige Zweck der Todesstrafe der nachhaltige Schutz der Gesellschaft vor dem Delinquenten.

    Wenn der Staat die Gesellschaft nur mit Mord vor andern Mördern schützen kann, hat das schon eine traurige Selbstironie...

  • I don't give a fuck 30.10.2018 10:59
    Highlight Highlight Finde es sehr angemessen, dass die Death Chamber das Event twittert.
  • Tekk 30.10.2018 10:41
    Highlight Highlight Ich glaube man sollte einfach einsehen das für gewisse Menschen die Todesstrafe die passende Antwort ist. Ob Behindert oder nicht, ein zurück in die Gesellschaft gibt es für sie sowieso nicht. Ich denke niemand wird böse geboren... Und Gesellschaftlich wurden sicher Fehler gemacht wie man ja sieht wie etliche dieser Straftäter aufgewachsen sind. Ändern tut das an ihren Taten aber nichts und am Schluss müssen die gesellschaftlichen Konsequenzen gezogen werden.
    • Ehringer 30.10.2018 11:29
      Highlight Highlight Wären die gesellschaftlichen Konsequenzen nicht, als Gesellschaft etwas zu verbessern? Irgendwie ergibt deine Argumentation keinen Sinn: Die Gesellschaft hat einen Fehler gemacht, also sollten wir das einsehen und die Opfer dieses Fehlers umbringen. Macht Sinn.
    • Tedmosbyisajerk.com 30.10.2018 11:45
      Highlight Highlight Diese Lösung erscheint mir wohl sehr einfach. Es gibt kein Zurück in die Gesellschaft, also beseitigen wir doch das Problem. Somit wird die ganze Verantwortung abgeschoben.
      Bei allem Respekt: ich kann nachvollziehen dass abscheuliche Taten wie Mord, Vergewaltigung etc. zu verurteilen sind, aber es gilt immer auch die gesamten Unstände zu betrachten. Wenn zum Beispiel ein Mensch mit einer geistigen Beeinträchtigungen nicht zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann, ist die Todesstrafe nicht der richtige Weg oder? Schlussendlich unterscheidet sich die Todesstrafe nicht viel von einem Mord.
    • Walter F. Sobchak 30.10.2018 11:56
      Highlight Highlight @Tekk
      Sehe ich genau so. Dieser Mensch wäre sowieso nie mehr in die Gesellschaft aufgenommen worden. Fragt sich was schlimmer ist, den Rest des Lebens aussichtslos in einer Zelle zu verbringen, 23h am Tag, oder ein für alle mal einen Schlussstrich zu ziehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vanessa_2107 30.10.2018 10:07
    Highlight Highlight Grausam, grausam, einfach furchtbar diese Todesstrafe. Dieses Land befindet sich in Vielem noch im Mittelalter. Dann wurde ihm eine psychische Behinderung nachgesagt...
    Injection: 7:28
    Death: 7:37
    9 Minuten Todeskampf
    Sicher haben Menschen zugeschaut
    Mein Tag ist gelaufen.
    • I don't give a fuck 30.10.2018 13:19
      Highlight Highlight Das ist kein Todeskampf, es ist wie ein langsames Bewusstloswerden und schlussendlich Einschlafen. Nichtsdestotrotz hast du Recht bezüglich der stehengebliebenen Bevölkerung, aber das ist ja seit Jahren bekannt.
    • Closer 30.10.2018 16:36
      Highlight Highlight Sind glaube ich nur 9 Sekunden🤨
    • Vanessa_2107 30.10.2018 17:04
      Highlight Highlight @I don't - ob es wirklich ein langsames Bewusstloswerden ist, wissen wir nicht. Den Amis fehlt ja seit gewisser Zeit ein bestimmtes Gift, dass die Europäer ihnen nicht mehr liefern wollen. Man hat ja schon einiges von nichtendenden Todeskämpfen gehört, die "Todesaktion" musste sogar abgebrochen werden, weil der Häftling sichtlich Schmerzen hatte. Wer weiss, was für eine Giftmischung den Häftlingen gespritzt wird. Die Todesstrafe, egal auf welche Art, sollte es einfach nicht mehr geben. Wir schreiben das Jahr 2018. Das ist geplanter, vorsätzlicher Mord.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roterriese 30.10.2018 10:01
    Highlight Highlight Mord, sowie zweifacher Mordversuch und Vergewaltigung. Mein Mitleid hält sich in Grenzen..
    • leermoond 30.10.2018 10:44
      Highlight Highlight Du musst auch kein Mitleid verspüren um zu wissen, dass die Todesstrafe einfach falsch ist. Vorallem bei einer Person mit womöglicher geistigen Behinderung. Mitleid braucht es hier nicht.
    • Aglaya 30.10.2018 10:50
      Highlight Highlight Der Mann war gemäss Artikel geistig behindert. Vielleicht war er gar nicht in der Lage zu verstehen, was er da tat. Es gibt Behinderungen die Einsicht in Recht und Unrecht verunmöglichen.
    • Ritiker K. 30.10.2018 10:50
      Highlight Highlight Na immerhin hast du ein wenig Mittleid
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