International
USA

Trump sieht in Russland und China Sicherheitsrisiken für USA

Trump sieht in Russland und China Sicherheitsrisiken für USA

18.12.2017, 14:36
Mehr «International»
epa06395972 (FILE) - Russian President Vladimir Putin (R) and US President Donald J. Trump (L) talk at the break of a leader's meeting at the 25th Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC) summit  ...
Trump und «Erzfeind» Putin.Bild: EPA/SPUTNIK POOL

Russland und China stellen nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump eine besondere Herausforderung für die Sicherheit der USA dar. Die beiden Länder wollten laut Trump die Sicherheit und den Wohlstand der USA untergraben.

Russland und China seien entschlossen, ihre Wirtschaftssysteme weniger frei und fair zu gestalten, ihre Armeen auszubauen und Informationen zu kontrollieren, um ihre Gesellschaften zu unterdrücken und ihren Einfluss zu vergrössern. Dies geht aus vom Präsidialamt veröffentlichten Auszügen einer Rede hervor, die Trump am Montagnachmittag Ortszeit (20.00 Uhr MEZ) halten sollte.

Die US-Politik gegenüber den beiden Staaten müsse sich ändern. Der Versuch, sie einzubinden und als vertrauenswürdige Partner zu behandeln, habe sich grösstenteils als falsch erwiesen. In der Strategie-Rede werden zudem Iran, Nordkorea und islamistische Terrorgruppen als Bedrohung der Sicherheit der USA bezeichnet.

Nicht mehr erwähnt wird der Klimawandel. Bei Trumps Amtsvorgänger Barack Obama ging vom Klimawandel noch eine Bedrohung für die USA aus.

Die Strategie Trumps reflektiert seine «Amerika-zuerst»-Position. Sie legt die Priorität auf die Sicherheit der USA und ihrer Grenzen, die Stärkung ihrer Militärmacht und auf eine Wirtschaftspolitik ganz im Interesse der USA. Trump hat sich in seiner bisherigen Amtszeit demonstrativ um enge Beziehungen zu den Präsidenten Russlands und Chinas, Wladimir Putin und Xi Jingping, bemüht.

Kooperation und stabile Beziehungen

Noch am Sonntag hatten die USA und Russland eine enge Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung demonstriert. Mit Hilfe des US-Geheimdienstes CIA sei ein Bombenanschlag in St. Petersburg verhindert worden.

Zum Nachsehen: Trumps Wahlversprechen

Video: watson

Das Präsidialamt in Moskau erklärte, vom CIA zur Verfügung gestellte Informationen hätten es ermöglicht, die mutmasslichen Attentäter festzunehmen. Der russische Präsident Wladimir Putin habe sich in einem Telefonat bei seinem US-Kollegen Trump bedankt.

Sollten die russischen Sicherheitsbehörden Kenntnisse über Attentatsplanungen in den USA gewinnen, würden sie diese im Gegenzug den USA zur Verfügung stellen.

China verwies am Montag darauf, dass die Handelsbeziehungen zu den USA 2.6 Millionen Jobs in den USA sicherten. 2015 hätten sich die Gewinne von US-Unternehmen, die in der Volksrepublik investierten, auf mehr als 36 Milliarden Dollar summiert.

«Wir sind bereit, mit der US-Seite hart daran zu arbeiten, um uns dem Aufbau einer robusten, stabilen und gesunden Handels- und Wirtschaftsbeziehung zu widmen», sagte eine Sprecherin des Aussenministeriums. Das sei im Interesse beider Seiten und auch der internationalen Gemeinschaft. (sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
zombie woof
18.12.2017 16:42registriert März 2015
Trump vergass, sich selbst als grösste Gefahr zu nennen...
341
Melden
Zum Kommentar
avatar
Menel
18.12.2017 14:40registriert Februar 2015
"...entschlossen, ihre Wirtschaftssysteme weniger frei und fair zu gestalten, ihre Armeen auszubauen und Informationen zu kontrollieren, um ihre Gesellschaften zu unterdrücken und ihren Einfluss zu vergrössern."

Als würde sich die USA selbst beschreiben 🤣
353
Melden
Zum Kommentar
avatar
El Vals del Obrero
18.12.2017 15:32registriert Mai 2016
Rest der Welt sieht in Trump ein Sicherheitsrisiko für die Welt.

So übel Putin und so undemokratisch die chinesische Führung ist, zumindest ist bei denen etwas Rationalität vorhanden.
293
Melden
Zum Kommentar
5
Alain Berset will Generalsekretär des Europarates werden – darum hat er gute Chancen
Ab Sonntagabend beginnt in Strassburg die heisse Phase des Wahlkampfs um den Job des Generalsekretärs des Europarats. Gewählt wird am Dienstag. Eine überraschende Nachricht begünstigt Bersets Wahl.

Es war ein Auftritt in eigener Sache auf dem Bürgenstock: Alain Berset (52) weilte an der Ukraine-Konferenz und soll die Hände von 50 Staatschefs geschüttelt haben. Ziel: Werbung für seine Kandidatur als Generalsekretär des Europarats.

Zur Story