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Trump-Kandidat Pete Hegseth in E-Mail von Mutter blossgestellt

epa11733410 Pete Hegseth, President-Elect Trump?s pick for Secretary of Defense, speaks with journalists in the Russel Senate Office Building in Washington, DC, USA, 21 November 2024. EPA/AARON SCHWAR ...
Steht unter Beschuss: Pete Hegseth.Bild: keystone

Trump-Kandidat Pete Hegseth in E-Mail von Mutter blossgestellt

Pete Hegseth, Trumps Kandidat für das US-Verteidigungsministerium, wurde von seiner Mutter der Untreue beschuldigt. Eine E-Mail von ihr kam jetzt ans Tageslicht.
01.12.2024, 10:3101.12.2024, 11:00
Thomas Wanhoff / t-online
Ein Artikel von
t-online

Die Mutter von Pete Hegseth, der von Donald Trump als Verteidigungsminister nominiert wurde, hat ihren Sohn einst in einer E-Mail schwer angegriffen. In einer E-Mail von 2018 äusserte sie sich zu seinem Verhältnis zu Frauen. Hegseth steht in der Kritik, unter anderem weil er 2017 eine Frau sexuell missbraucht haben soll. Es kam zu keiner Anklage; Hegseth wies die Anschuldigungen zurück.

Seine Mutter Penelope Hegseth schrieb nach einem Bericht der «New York Times» ein halbes Jahr nach dem Vorfall, dass er Frauen regelmässig schlecht behandelte und einen Mangel an Charakter zeigte.

«Im Namen aller Frauen (und ich weiss, dass es viele sind), die Du in irgendeiner Weise missbraucht hast, sage ich (...) suche Dir Hilfe und sehe Dich ehrlich an», schrieb Penelope Hegseth. Sie habe «keinen Respekt für Männer, die Frauen betrügen, anlügen, abwerten und sie für ihre Macht und ihr Ego benutzen», heisst es in dem Schreiben von Hegseths Mutter, das der US-Zeitung vorliegt.

«Du bist dieser Mann (und das schon seit Jahren) und als deine Mutter schmerzt es mich und es ist mir peinlich, das zu sagen, aber es ist die traurige, traurige Wahrheit», schrieb sie weiter, betonte aber, dass sie ihren Sohn weiterhin liebe.

Mutter entschuldigte sich bei Sohn Pete

Gegenüber der «New York Times» sagte Penelope Hegseth, sie habe unmittelbar nach dieser E-Mail eine weitere geschrieben, in der sie sich entschuldigt habe. Sie legte diese E-Mail der «New York Times» jedoch nicht vor. Sie verteidigte ihren Sohn als einen guten Ehemann und Vater und nahm die zuvor gemachten Vorwürfe zurück.

Ihre erste E-Mail kam in einer turbulenten Phase von Hegseths Leben, er war mitten in einer Scheidung. Seine zweite Frau Samantha hatte diese eingereicht, weil er ein Kind mit einer Mitarbeiterin beim US-Sender Fox erwartete, so die «Times». Seine erste Ehe war wegen Untreue geschieden worden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

File - President Donald Trump appears on Fox & Friends co-host Pete Hegseth at a Wounded Warrior Project Soldier Ride event in the East Room of the White House in Washington, Thursday, April 6, 20 ...
Pete Hegseth und Donald Trump im Weissen Haus in einer Aufnahme aus dem Jahr 2017.Bild: keystone

Ehe scheiterte an Kind mit Mitarbeiterin

Wie die Zeitung schreibt, stellen Berichte über mögliche Untreue von Hegseth seinen Charakter und Eignung als Verteidigungsminister in Frage. Dies sei auch angesichts der Tatsache wichtig, dass Untreue im US-Militär eine Ermittlung nach sich zieht.

Der Republikaner und Fox-Moderator muss vom Senat bestätigt werden. Dort sind die Vorwürfe gegen ihn auch bei eigenen Parteikollegen mit Sorge aufgenommen worden. Sie wurden verstärkt, als die Polizei die Ermittlungsakten zu dem Fall vom Oktober 2017 veröffentlicht hatte.

Hegseth soll die Frau, die in dem Bericht aus Datenschutzgründen als «Jane Doe» bezeichnet wird, nach einer Veranstaltung der republikanischen Frauen in Kalifornien im Oktober 2017 in einem Hotelzimmer festgehalten und sexuell missbraucht haben. Die Frau ging nach dem Vorfall in ein Krankenhaus, um sich untersuchen zu lassen. Eine Krankenschwester informierte daraufhin die Behörden.

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