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«Trump macht aus G7 ein G6 plus eins»: Internationale Pressestimmen zum G7-Gipfel



Grossbritannien

«Financial Times»: Trump macht aus G7 ein G6 plus eins

Die Londoner «Financial Times» kommentiert am Montag den Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel:

«Indem er sich selbst so gründlich isoliert, hat Trump beschlossen, aus den G7 ein G6 plus eins zu machen. Ein Forum, das bislang als Steuerungsinstrument der Weltwirtschaft agiert hat, ist nun lediglich ein Schauplatz für den törichten Handelskrieg des Präsidenten.»

Und weiter: «Die G6 und andere gleichgesinnte Länder müssen sich nun zusammentun, um dem Protektionismus zu widerstehen. Sie sollten versuchen, Trump durch Handelsabkommen zu umgehen, von denen die USA ausgeschlossen sind, und das System der globalen Kooperation so funktionsfähig zu erhalten, wie es ihnen möglich ist. Und zwar solange, bis die Vernunft hoffentlich in das Weisse Haus zurückkehrt. Das zurückliegende Wochenende hat eine Welt in Verwirrung gezeigt, in der Amerika sich seiner Verantwortung verweigert hat. Der Rest der Welt sollte daraus Konsequenzen ziehen.»

Ungarn

«Nepszava»: Unberechenbarer Trump stärkt globale Rolle Deutschlands

Über den Eklat von US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel und die Folgen für die internationale Ordnung schreibt die linksgerichtete Budapester Tageszeitung «Nepszava» am Montag:

«Es wundert niemanden mehr, dass das traditionelle (westliche) Bündnissystem bröckelt. Dass ein unberechenbarer Mensch den mächtigsten Staat der Welt lenkt, birgt für Angela Merkel dennoch ein einziges Positivum: Der Schwerpunkt (der globalen Architektur) verlagert sich zunehmend nach Deutschland. Immer mehr Akteure der Weltpolitik betrachten die deutsche Bundeskanzlerin als stabilisierenden Faktor. Von ihr erwarten sie sich Lösungen. Innerhalb der EU wertet dies die führende Rolle Berlins noch mehr auf. Die ungarische Regierung (unter dem rechtsnationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban) wäre besser beraten, den Berliner Löwen nicht weiter (durch anti-europäisches Verhalten) zu reizen.»

Belgien

«De Tijd»: Zeit für echte Gegenmassnahmen ist gekommen

Zum G7-Gipfel meint die belgische Zeitung «De Tijd» am Montag:

«Nach dem Streit um das Klimaabkommen, um die Nato und nun beim G7-Gipfel bleibt die Frage, wie zu reagieren ist. Erstaunen, Wut und dergleichen reichen nicht aus. US-Präsident Donald Trump folgt nur seiner eigenen Agenda. Und das ist absolut nicht lustig für Europa. Eine deutliche Antwort bleibt jedoch aus. Gut, Levi's, Jack Daniels und Harley Davidson werden hier in Kürze teurer. Aber ist das eine echte Gegenmassnahme? Was geschieht, wenn Trump die Autos anpackt? Jeder weiss, dass das Deutschland und Japan im Herzen treffen würde. Und dieser Schritt erscheint unvermeidlich, wie alle gut informierten US-Medien berichten.»

«Aus verschiedenen Gründen will Trump die bestehende Ordnung umkrempeln. Der US-Präsident ist unzuverlässig, chaotisch und unberechenbar. Aber er ist und bleibt der US-Präsident. Es genügt nicht, empört zu sein. Wenn europäische Regierungschefs etwas unternehmen wollen, dann ist jetzt der Moment dafür gekommen. Das Stadium von Verhandlungen ist vorbei.»

G7-Gipfel in Kanada

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