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Weisses Haus an Iran: Wäre «klug», Deal mit USA zu machen

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Die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, spricht am 18. Februar 2026 mit Reportern im Presseraum des Weissen HausesBild: keystone

Weisses Haus an Iran: Wäre «klug», Deal mit USA zu machen

18.02.2026, 22:2018.02.2026, 22:20

Der Iran wäre nach Darstellung des Weissen Hauses gut beraten, einen Deal mit den USA zu schliessen. Angesprochen auf Abwägungen von US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen militärischen Vorgehen gegen den Iran sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt, es gebe viele Argumente, die man für einen Angriff auf den Iran anbringen könnte. Gleichzeitig bekräftigte sie aber auch, dass Diplomatie immer die erste Wahl Trumps sei. Für den Iran wäre es «sehr klug», ein Abkommen mit dem US-Präsidenten zu machen, sagte Leavitt.

Am Dienstag hatte es eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran in Genf gegeben. Der Iran dämpfte danach die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch. Aussenminister Abbas Araghtschi sagte dem Staatsfernsehen, dass der Weg zu einer Einigung begonnen habe. Aus US-Regierungskreisen hiess es, dass Fortschritte erzielt worden seien, es aber noch viele Details zu klären gebe. Von einem hochrangigen Regierungsbeamten hiess es, die iranische Seite wolle in den kommenden zwei Wochen mit «detaillierten Vorschlägen zurückkommen, um einige der offenen Differenzen zwischen unseren Positionen zu klären».

Das umstrittene Atomprogramm

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um Irans umstrittenes Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Irans Regierung zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Andere Themen wie eine Begrenzung seines Raketenprogramms schliesst Teheran bislang aus.

Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund einer militärischen Drohkulisse der USA statt: Im Januar liess Irans Staatsapparat Massenproteste im eigenen Land brutal niederschlagen. Trump drohte der iranischen Führung daraufhin mit einem Eingreifen und liess die Militärpräsenz rund um den Iran verstärken. Inzwischen haben die USA einen zweiten Flugzeugträger in die Region entsandt. (sda/dpa)

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