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Boulevardblatt weist Bezos' Erpressungsvorwurf zurück – mit einer interessanten Begründung



Das US-Boulevardblatt «National Enquirer» hat Vorwürfe einer Erpressung von Amazon-Chef Jeff Bezos zurückgewiesen. «Es ist absolut keine Erpressung», sagte Anwalt Elkan Abramowitz am Sonntag dem US-Sender ABC.

Es habe sich vielmehr um eine «legitime Verhandlung» gehandelt. Bezos und der «National Enquirer»-Herausgeber American Media Inc (AMI), den Abramowitz vertritt, hätten ein Interesse daran gehabt, ihre «Differenzen» beizulegen.

epa07353115 (FILE) - US entrepreneur, founder and president of internet company Amazon, Jeff Bezos smiles at the Bayerischer Hof in Munich, Germany, 11 October 2012 (reissued on 08 February 2019). According to reports, Jeff Bezos accused the publisher of the National Enquirer of trying to extort him, with allegations that AMI threatened to release compromising photos of him in what he described as 'extortion and blackmail'.  EPA/VICTORIA BONN-MEUSER GERMANY OUT *** Local Caption *** 54179944

Amazon-CEO Jeff Bezos. Bild: EPA/DPA

Bezos hatte AMI am Donnerstag vorgeworfen, ihm mit einer Veröffentlichung intimer Fotos gedroht zu haben. Demnach forderte das Medienunternehmen von ihm, Ermittlungen über eine bereits publizierte Enthüllungsgeschichte über sein Privatleben zu stoppen und zu erklären, hinter der Veröffentlichung gebe es keine politischen Motive.

Der «National Enquirer» hatte im Januar über eine aussereheliche Affäre des reichsten Mannes der Welt berichtet. Bezos vermutet dahinter politische Motive: AMI-Chef David Pecker ist ein langjähriger Freund von US-Präsident Donald Trump. Bezos wiederum ist Eigentümer der «Washington Post», die kritisch über Trump berichtet.

Politische Motive vermutet

Die «Washington Post» hat ausserdem sehr kritisch über Saudi-Arabien berichtet. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman wird verdächtigt, die Ermordung des Journalisten und «Washington Post»-Kolumnisten Jamal Khashoggi angeordnet zu haben.

FILE - In this Jan. 31, 2014 photo, David Pecker, Chairman and CEO of American Media, addresses those attending the Shape & Men's Fitness Super Bowl Party in New York. An attorney for the head of the National Enquirer’s parent company says the tabloid didn’t commit extortion or blackmail by threatening to publish Amazon CEO Jeff Bezos’ explicit photos. Elkan Abramowitz represents American Media Inc. CEO David Pecker. He defended the tabloid’s practice as a “negotiation” in an interview Sunday, Feb. 10, 2019, with ABC News. (Marion Curtis via AP, File)

Trump-Spezi: AMI-Chef David Pecker. Bild: AP/AP

Am vergangenen Donnerstag verwies Bezos auf die Nähe zwischen AMI zu Trump und zu Saudi-Arabien – und machte deutlich, dass er politische Motive hinter der «National Enquirer»-Geschichte zu seiner Geliebten Lauren Sanchez vermutet.

«Ich denke, Bezos und AMI hatten Interesse daran, ihre Differenzen beizulegen», sagte AMI-Anwalt Abramowitz am Sonntag auf ABC. «Bezos wollte nicht, dass eine andere Geschichte über ihn geschrieben wird oder diese Fotos veröffentlicht werden. AMI wollte nicht die Verleumdung gegen sich, vom Weissen Haus, von Saudi-Arabien oder von der ‹Washington Post› inspiriert worden zu sein.»

Unbekannte Quelle

Wer dem «National Enquirer» die privaten Textnachrichten und Fotos von Bezos zugespielt hat, wollte Abramowitz nicht sagen. Die Quelle sei aber «verlässlich» und sowohl Bezos als auch dessen Geliebter bekannt. «Ich kann Ihnen sagen dass es weder Saudi-Arabien, noch Präsident Trump, noch (der Trump-Vertraute) Roger Stone war.»

Medienberichten zufolge wird Sanchez' Bruder verdächtigt, dem «National Enquirer» die Informationen zugesteckt zu haben. Dieser ist Trump-Anhänger. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Graf Von Mai 11.02.2019 11:47
    Highlight Highlight Interessant würde es werden, wenn Pecker seinen Immunitätsdeal mit der Regierung durch diese Handlung verlieren würde.

    Wie arrogant kann man sein, dass man meint man könne den reichsten Mann der Welt mit ein paar dick-picks erpressen.

    Bezos sollte die Fotos einfach selber veröffentlichen, in 1 Woche interessiert sein ding sowieso niemanden mehr.

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