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Landesweiter Protest für Recht auf Abtreibung in den USA

epa09947218 An anti abortion activist with a bullhorn (C) confronts abortion rights supporters as they gather near the Washington Monument as they prepare to march to the Supreme Court in Washington,  ...
Ein Anti-Abtreibungs-Aktivist (mit Megaphon) stellt sich in Washington D.C. den Kundgebungsteilnehmern entgegen, die für das Recht auf Abtreibung demonstrieren.Bild: keystone

Landesweiter Protest für Recht auf Abtreibung in den USA

14.05.2022, 20:2314.05.2022, 20:23

Zahlreiche Menschen haben sich in der US-Hauptstadt Washington und anderen Städten des Landes versammelt, um für das Recht auf Abtreibung zu demonstrieren. In Washington kamen am Samstagmittag (Ortszeit) einige Tausend Menschen auf der Flaniermeile National Mall zusammen. Sie wollten anschliessend zum Obersten Gerichtshof des Landes laufen. Auch in anderen Städten wie Los Angeles, Chicago oder New York gab es Proteste. Im ganzen Land waren für Samstag Hunderte Demonstrationen angekündigt. Mehrere Organisationen hatten dazu aufgerufen, auf die Strasse zu gehen.

Es gibt in den USA kein landesweites Gesetz, das Schwangerschaftsabbrüche erlaubt oder verbietet. Abtreibungen sind aber mindestens bis zur Lebensfähigkeit des Fötus erlaubt - heute etwa bis zur 24. Woche. Grundlage dafür ist ein Urteil des Obersten US-Gerichts von 1973. Anfang Mai veröffentlichte das Magazin «Politico» den Entwurf einer Urteilsbegründung des Supreme Courts. Er zeigt, dass das Oberste US-Gericht kurz davor stehen dürfte, dieses liberale Abtreibungsrecht in den USA zu kippen. Sollte es dann keine bundesweite gesetzliche Regelung geben, würde die Zuständigkeit bei den US-Bundesstaaten liegen. Zahlreiche konservativ regierte Staaten wollen Abtreibung weitgehend verbieten.

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Eine Rednerin in Washington kündigte einen «Sommer der Wut» an. «Abtreibung ist Gesundheitsvorsorge» oder «Mein Körper, meine Entscheidung» stand zum Beispiel auf Schildern der Demonstrantinnen und Demonstranten. «Es war ein langsamer Prozess der Enttäuschung. Nach und nach haben wir uns an den Gedanken gewöhnt, dass wir unsere Rechte verlieren könnten», sagte die Demonstrantin Leslie, die aus der Hauptstadtgegend kommt. Sie könne sich nicht vorstellen, in eine Zeit zurückzufallen, in der Abtreibung wieder illegal und gefährlich sei. (sda/dpa)

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