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Trump sagt wegen Syrien Teilnahme an Lateinamerika-Gipfel ab



epaselect epa06658048 US President Donald J. Trump (C) speaks with the media before a meeting with his military leadership in the Cabinet Room of the White House in Washington DC, USA, 09 April 2018. Trump said he will decide in the next few days whether the US will respond militarily for the reported chemical weapons attack in Syria. Trump also spoke about the FBI raid of his personal attorney Michael Cohen's office.  EPA/JIM LO SCALZO

Bild: EPA/EPA

US-Präsident Donald Trump hat wegen der Entwicklungen um Syrien seine Teilnahme am Lateinamerika-Gipfel Ende der Woche in Peru abgesagt. Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders teilte am Dienstag mit, anstelle Trumps werde Vizepräsident Mike Pence am Freitag nach Lima reisen.

Trump werde im Lande bleiben, «um die amerikanische Antwort auf Syrien zu überwachen und die Entwicklungen rund um den Globus im Auge zu behalten».

Der US-Präsident hat eine baldige Entscheidung über die amerikanische Reaktion auf den mutmasslichen Giftgasangriff in der syrischen Rebellenhochburg Duma angekündigt und ein militärisches Eingreifen nicht ausgeschlossen.

Die USA machen Syrien und Russland für den Angriff verantwortlich. Russland bestreitet, dass es die Attacke überhaupt gab, und hat die USA vor schwerwiegenden Folgen eines Militärangriffs gewarnt.

Hilfsorganisation korrigiert Opferzahlen nach unten

Die Hilfsorganisation Weisshelme hat die Opferzahlen des mutmasslichen Giftgasangriffes im syrischen Duma deutlich nach unten korrigiert. Nach Konsultationen mit den Spitälern könne lediglich die Zahl von mindestens 42 Toten bestätigt werden.

epa06658467 Volunteers of White Helmets and Syrian Red Crescent search for survivors after an explosion in the city of Idlib, Syria, 09 April 2018 (issued 10 April 2018). At least 16 people were killed, and more than 100 people were injured. The cause of the explosion has not been confirmed.  EPA/MOHAMMED BADRA

Bild: EPA/EPA

Mehr als 500 Personen seien in Spitälern behandelt worden, sagte ein Sprecher der Weisshelme auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA am Dienstag. Zunächst hiess es, es seien mehr als 1000 Menschen verletzt worden.

In einer inzwischen gelöschten Mitteilung auf Twitter hatte die Hilfsorganisation am Sonntag ursprünglich von mehr als 150 Toten gesprochen. Damit sei die Gesamtzahl der durch die Bombardierungen getöteten gemeint gewesen, erklärte der Leiter der Weisshelme, Raed Salah. Die Information sei missverständlich gewesen und gelöscht worden.

Die Ärzte-Hilfsorganisation UOSSM sprach am Wochenende zunächst von «mehr als 70» Toten bei dem mutmasslichen Angriff am Samstagabend. Auch diese Mitteilung ist inzwischen aber nicht mehr im Internet abrufbar. Die Organisation war zunächst nicht zu erreichen.

Die Vereinten Nationen sprachen unter Berufung auf Berichte von mutmasslich 49 Getöteten und Hunderten Verletzten. Auf welche Berichte sich das UNO-Büro für Abrüstung dabei berief, war unklar.

Nach Angaben der Hilfsorganisationen war am Samstagabend (Ortszeit) eine Fassbombe mit Chemikalien über der von Rebellen kontrollierten Stadt Duma abgeworfen worden. Syrien und sein enger Partner Russland bestreiten die Vorwürfe. (sda/dpa/reu)

UNO-Hilfskonvoi angekommen, aber etwas Wichtiges fehlt

Video: srf

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