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Die USA fordern Absage der Präsidentschaftswahl in Venezuela

08.05.18, 01:16 08.05.18, 01:36


Die USA haben Venezuela zur Absage der bevorstehenden Präsidentschaftswahl aufgerufen. US-Vizepräsident Mike Pence forderte den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro auf, die für den 20. Mai geplante «Scheinwahl» zu stoppen und «echte Wahlen anzusetzen».

«Das venezolanische Volk hat Demokratie verdient»

Mike Pence, US-Vizepräsident

Vice President Mike Pence speaks at the Organization of American States, Monday, May 7, 2018, in Washington, where he asked the countries of the Western Hemisphere to suspend Venezuela from the 35-nation Organization of American States.  Pence also urged member states to cut off Venezuelan leaders from their financial systems and to enact visa restrictions. (AP Photo/Jacquelyn Martin)

Mike Pence. Bild: AP/AP

Pence rief am Montag bei einer Versammlung der Organisation Amerikanischer Staaten in Washington die Gruppe dazu auf, Venezuela wegen der autoritären Regierungsführung aus dem Staatenbund auszuschliessen. «Das venezolanische Volk hat Demokratie verdient», sagte Pence.

Zugleich verkündete die US-Regierung neue Sanktionen, die sich gegen 16 Firmen in Venezuela und vier weitere Unternehmen in Panama sowie drei Einzelpersonen richten.

Internationale Kritik nach Wahlverschiebung

Die Opposition in Venezuela ruft zum Boykott der Präsidentschaftswahl auf. Die Regierungsgegner kritisieren seit Jahren Repressalien und Betrug bei Abstimmungen. Die Entscheidung, die Wahl vom Dezember auf den Mai vorzuverlegen, hatte auch international für Kritik gesorgt. Die USA und 16 lateinamerikanische Länder drohten damit, das Wahlergebnis nicht anzuerkennen.

Venezuela's President Nicolas Maduro speaks to supporters during a rally marking May Day in Caracas, Venezuela, Tuesday, May 1, 2018. Government workers marched today marking the workers' holiday, and also to support Maduro's bid in the upcoming May 20th presidential election. (AP Photo/Ariana Cubillos)

Nicolás Maduro. Bild: AP/AP

In Venezuela herrscht eine schwere Wirtschaftskrise, ausserdem tobt ein Machtkampf zwischen Maduros linksnationalistischer Regierung und der Mitte-rechts-Opposition. (sda/afp/dpa)

Proteste in Venezuela eskalieren

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Skeptischer Optimist 08.05.2018 10:15
    Highlight Die USA sollen den Mund halten und sich nicht weiter in die Angelegenheiten anderer Nationen einmischen. Die Regime Change Industrie der USA, die ihre unfähige und korrupten Elite unterhält, ist die grösste Gefahr für den Weltfrieden.
    2 0 Melden
  • rodolofo 08.05.2018 07:29
    Highlight Mike Pence als Unterstützer für Demokratie in Lateinamerika?
    Was für ein Bärendienst!
    Nach Jahrzehnten der Einmischung, Infiltrierung und Unterwanderung von demokratisch gewählten Regierungen zum Zwecke der Wiederherstellung willfähriger Marionetten-Militär-Diktaturen, die den Raubbau durch US-Multis mit Sklaverei-artigen Arbeitsbedingungen nicht nur tolerieren, sondern sich aktiv daran beteiligen, als "Einheimische Elite", sollten "die Gringos" besser einfach mal ihre Klappe mit der gespaltenen Zunge darin halten!
    Aber das ist schon zu viel verlangt...
    Hat die USA keinen zweiten Obama?
    2 0 Melden
    • PaLve! 09.05.2018 22:31
      Highlight Endlich herze ich einen Kommentar von dir ;)
      0 0 Melden

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