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Tennessee exekutiert Doppelmörder mit dem elektrischen Stuhl



In den USA ist erstmals seit fünf Jahren ein Häftling mit dem elektrischen Stuhl hingerichtet worden. Das Todesurteil gegen den wegen Doppelmordes verurteilten 63-Jährigen wurde am Donnerstag in einem Gefängnis in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee vollstreckt.

FILE - This undated file photo released by the Tennessee Department of Corrections shows death row inmate Edmund Zagorski in Tennessee. Attorneys for Zagorski were trying to spare him from lethal injection and they succeeded, but not the way they hoped. Instead of getting the needle, Zagorski is scheduled to die in the electric chair on Nov. 1, 2018. (Tennessee Department of Corrections via AP, File)

Edmund Zagorski hatte 1983 zwei Männer umgebracht. Bild: AP/Tennessee Department of Corrections

Edmund Zagorski selbst hatte den elektrischen Stuhl der Giftspritze vorgezogen. Zagorski war schuldig gesprochen worden, 1983 zwei Männer ermordet zu haben. Er hatte sie mit dem Versprechen in ein Waldgebiet gelockt, ihnen Marihuana zu verkaufen.

Eigentlich hätte er im Oktober mit einer Giftspritze hingerichtet werden sollen. Die Hinrichtung wurde aber kurzfristig ausgesetzt, nachdem Zagorski gefordert hatte, stattdessen mit dem elektrischen Stuhl hingerichtet zu werden.

Seine Anwälte argumentierten, bei der Giftspritze würden ihm zehn bis 18 Minuten Leid drohen – beim elektrischen Stuhl lediglich 15 bis 30 Sekunden. Die für Hinrichtungen in den USA genutzten Giftcocktails stehen in der Kritik, weil das enthaltene Betäubungsmittel Midazolam offenbar nicht stark genug ist, um Schmerzen der Todeskandidaten zu vermeiden.

FILE - In this Oct. 13, 1999, file photo, Ricky Bell, then the warden at Riverbend Maximum Security Institution in Nashville, Tenn., gives a tour of the prison's execution chamber. Attorneys for Tennessee death row inmate Edmund Zagorski on Wednesday, Oct. 10, 2018, asked a federal court to force the state to use the electric chair to execute him, rather than lethal injection. The court battle over his Thursday execution played out over a solemn background in which prison staff and volunteers said the death of the well liked inmate will leave an impact. (AP Photo/Mark Humphrey, File)

Von Hinrichtungen mit dem elektrischen Stuhl gibt es immer wieder schockierende Schilderungen. Bild: AP/AP

In Tennessee haben vor 1999 zum Tode verurteilte Häftlinge das Recht, zwischen dem elektrischen Stuhl und einer Giftspritze zu entscheiden. Zagorskis Anwältin Kelley Henry kritisierte am Donnerstag, der Staat habe ihren Mandanten gezwungen, «zwischen zwei absolut barbarischen Todesmethoden auszuwählen». Die Giftspritze komme «Folter» gleich.

In den USA war zuletzt 2013 ein Verurteilter mit dem elektrischen Stuhl hingerichtet worden. Seit dem Jahr 2000 wurden in den gesamten USA nur bei 14 von rund 900 Hinrichtungen elektrische Stühle verwendet. Von Hinrichtungen mit dem elektrischen Stuhl gab es immer wieder schockierende Schilderungen. (sda/afp)

Im US-Bundesstaat Arkansas werden 7 Männer hingerichtet

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Martello 02.11.2018 09:59
    Highlight Highlight 2018 🤯
  • Zaungast 02.11.2018 07:30
    Highlight Highlight Wenn der Staat selber zum Täter wird.
    Gegen Todesstrafen!
  • dä dingsbums 02.11.2018 07:13
    Highlight Highlight Warum wohl das Erschiessen in den USA keine Option ist?
    • reto74 02.11.2018 07:30
      Highlight Highlight Genau, und Roboter drücken ab?!
    • Blitzmagnet 02.11.2018 08:13
      Highlight Highlight Die Hauptfrage ist, wieso überhaupt Todesstrafe. Aber ja, wenn dann würde ich auch lieber andere Optionen wählen.
    • Olmabrotwurst 02.11.2018 08:24
      Highlight Highlight In Utha und Oklamhoma wird man noch erschossen wenn aus irgendwelche Gründen irgendwas mit der Giftspritze ist
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