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Kim Jong Un will Armee stärken – und droht mit «Weihnachtsgeschenk» für die USA



In this photo provided Sunday, Dec. 22, 2019, by the North Korean government, North Korean leader Kim Jong Un speaks during a ruling party meeting, North Korea. North Korea said Sunday Kim has convened a key ruling party meeting to decide on steps to bolster the country’s military capability. Independent journalists were not given access to cover the event depicted in this image distributed by the North Korean government. The content of this image is as provided and cannot be independently verified. Korean language watermark on image as provided by source reads:

Grosse Töne: Kim Jong Un. Bild: AP

Kurz vor Ablauf der Frist für US-Konzessionen im Streit um sein Atomwaffenprogramm hat Nordkorea wichtige Massnahmen zur Stärkung des Militärs angekündigt. Zudem drohte das Land mit einem «Weihnachtsgeschenk» an die Adresse der USA.

Bei einem erweiterten Treffen der zentralen Militärkommission der Arbeiterpartei habe Machthaber Kim Jong Un die «komplizierte interne und externe» Lage erläutert, berichteten die Staatsmedien am Sonntag. Das Treffen werde über die Schritte zum Ausbau der militärischen Stärke entscheiden, wurde Kim zitiert. Details wurden nicht genannt.

Die kommunistische Führung in Pjöngjang hatte wiederholt gedroht, einen «neuen Weg» zu gehen, sollte Washington bis zum Jahresende keine neuen Vorschläge für eine Verhandlungslösung vorlegen. Nordkorea will unter anderem eine Aufhebung internationaler Sanktionen. US-Präsident Donald Trump lehnt dies ab. Seine Bemühungen, Nordkorea zu einer atomaren Abrüstung zu bewegen, blieben trotz dreier Treffen und vieler warmer Worte erfolglos.

Zuletzt drohte Pjöngjang sogar offen, es liege allein an den USA, welche Art «Weihnachtsgeschenk» Nordkorea präsentieren werde. In Südkorea wird befürchtet, dass Nordkorea demnächst ein Ende seines Teststopps für Atombomben und Langstreckenraketen ausrufen könnte.

Frist des UNO-Sicherheitsrats abgelaufen

Unterdessen lief eine Frist des UNO-Sicherheitsrats ab, wonach Nordkoreaner, die im Ausland arbeiten und Geld nach Hause schicken, bis Sonntag in ihre Heimat zurückgeführt werden sollten. Damit soll der Führung in Pjöngjang eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen genommen werden. Die Massnahme ist Teil von Sanktionen, die das höchste UN-Gremium Ende 2017 wegen der Atom- und Raketentests Nordkoreas beschlossen hatte.

Es wird geschätzt, das Nordkorea mindestens 200 Millionen Dollar jährlich durch die Arbeit Zehntausender Landsleute im Ausland eingenommen habe. Ein Grossteil der Löhne ging an den Staat. Die meisten Arbeiter wurden nach China und Russland geschickt, wo sie unter anderem in Fabriken und als Holzfäller arbeiteten. Russland hatte im März berichtet, bis Ende 2018 sei die Zahl der Nordkoreaner mit gültiger Arbeitserlaubnis von über 30'000 auf knapp 11'500 zurückgegangen.

China und Russland hatten zuletzt in einem Resolutionsentwurf eine Lockerung der Sanktionen gegen Nordkorea gefordert, um die «ernste humanitäre Situation» etwas zu verbessern und den Dialogprozess wiederzubeleben. Der Entwurf sieht vor, auch die die Pflicht zur Rückführung nordkoreanischer Arbeiter aus dem Ausland aufzuheben. Unter Diplomaten galt es als unwahrscheinlich, dass der Entwurf im UN-Sicherheitsrat eine Mehrheit bekommt. (aeg/sda/dpa)

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Reto Schnurrenberger-Stämpfler
22.12.2019 16:16registriert December 2019
Meine ich das nur oder Platz dem bald der Kopf? Was der wohl alles reinstopft den ganzen lieben langen Tag.
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MartinZH
22.12.2019 17:53registriert May 2019
Ich habe immer gedacht, dass ein strammer Kommunist ein Atheist sein muss..! 🤔 Warum hat Nordkorea jetzt ein Weihnachtsgeschenk? 🤔😂
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