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Trump diktierte Sohn irreführendes Russland-Statement

epa06082457 (FILE) - US Republican Presidential candidate Donald J. Trump (L) listens to his his son Donald Trump Jr. speaking to supporters during a rally at Lakefront Airport in New Orleans, Louisia ...
Wie der Papa, so der Sohn: Donald Trump und sein Sohn, Donald jr. Bild: EPA/EPA

Trump diktierte Sohn irreführendes Russland-Statement

01.08.2017, 08:3301.08.2017, 08:33

US-Präsident Donald Trump hat laut «Washington Post» persönlich seinem ältesten Sohn eine Stellungnahme diktiert, welche die Öffentlichkeit hinsichtlich seines Russland-Kontaktes zunächst in die Irre führte.

Wie die Zeitung in ihrer Montagsausgabe berichtete, formulierte Trump am 8. Juli an Bord der Air Force One auf dem Rückflug vom G20-Gipfel in Hamburg die Stellungnahme zu einem Treffen seines Sohnes im Juni 2016 mit der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja.

Bei dem Treffen, an dem auch Trumps damaliger Wahlkampfleiter Paul Manafort und sein Schwiegersohn Jared Kushner teilnahmen, sei «in erster Linie über ein Programm zur Adoption russischer Kinder gesprochen worden», hiess es in der ersten Stellungnahme von Donald Trump junior. «Das war kein Wahlkampfthema zu dieser Zeit, und es gab keine Wiederholung.»

Unter wachsendem öffentlichen Druck veröffentlichte Trump junior danach dann aber eine Reihe von Emails, die zeigten, dass er sich in Wahrheit auf das Treffen mit der Anwältin einliess, um aus angeblich offizieller russischer Quelle belastendes Material über die damalige Präsidentenschaftskandidatin und Rivalin seines Vaters, Hillary Clinton, zu erhalten.

Donald Trump

Aussage vor Justizausschuss am Mittwoch

Diese Mails waren der erste konkrete Beleg dafür, dass das Trump-Team bereit war, russische Hilfe im Wahlkampf in Anspruch zu nehmen. Der Präsident sprang daraufhin seinem Sohn zur Seite und sprach von einer politischen «Hexenjagd». Mit den Russland-Kontakten des Trump-Teams befassen sich das FBI, mehrere Kongressausschüsse und Sonderermittler Robert Mueller. Dabei steht auch der Vorwurf der Justizbehinderung durch den Präsidenten im Raum.

Kommenden Mittwoch sollen nun Trumps ältester Sohn und sein früherer Wahlkampfleiter Manafort vor dem Justizausschuss des Senats aussagen, wie das Gremium mitteilte. Dabei soll es um das Treffen von Trump junior und Manafort mit der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaja im Juni 2016 gehen.

Der Sohn des US-Präsidenten hatte zugegeben, sich in der Erwartung mit der russischen Anwältin getroffen zu haben, belastendes Material über die damalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zu erhalten. (sda/afp)

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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Menel
01.08.2017 10:39registriert Februar 2015
Bleibt zu hoffen, dass sich die Führungsriege der USA in die totale Scheisse reitet, bevor sie es mit der Welt tun!
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«Trump befindet sich in einer Zwickmühle: Welchen Zug er auch macht, er verliert»
Auf dem Bürgenstock verhandeln die USA und Iran über ein neues Abkommen. Dabei habe das Mullah-Regime die besseren Karten, sagt der deutsche Politologe Herfried Münkler. Der amerikanische Präsident könne nur noch auf sinkende Benzinpreise hoffen.
Herr Münkler, Donald Trumps Rahmenabkommen mit Iran wird praktisch von allen Kommentatoren als grosses Desaster betrachtet. Ist der amerikanische Präsident der grosse Verlierer, als der er nun überall beschrieben wird?
Herfried Münkler: Als klar war, dass die USA nicht in der Lage sind, die Strasse von Hormus mit militärischen Mitteln wiederzueröffnen, war auch klar, dass die Methode Trump in diesem Fall gescheitert ist. Die Methode Trump, das heisst drohen, gegebenenfalls auch das Militär einsetzen, aber darauf hoffen, dass die Gegenseite angesichts der Übermacht der USA relativ schnell nachgibt. In Venezuela hat das funktioniert, und das hat Trump wohl übermütig gemacht. Was Iran betrifft, hat er sich in zwei Punkten geirrt: Erstens hatte er offenbar nicht auf der Rechnung, dass die Iraner mit der Strasse von Hormus die Weltwirtschaft als Geisel nehmen können, zweitens hat er die Stabilität des Regimes unterschätzt.
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