International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Musste hart einstecken währen der TV-Debatte der Demokraten: Der ehemalige Vizepräsident der USA, Joe Biden. bild: ap/bearbeitung: watson

Alle gegen Joe Biden – das war die zweite TV-Debatte der Demokraten



Der bisherige Favorit unter den demokratischen US-Präsidentschaftsbewerbern, Ex-Vizepräsident Joe Biden, hat sich gegen heftige Attacken seiner Konkurrenten zur Wehr setzen müssen. Bei der zweiten TV-Debatte der Demokraten wurde es für Biden ungemütlich.

Biden versuchte gleich zu Beginn für gute Stimmung zu sorgen. «Schone mich, Kind», sagte der 76-Jährige augenzwinkernd mit Blick auf die 54-jährige Senatorin Kamala Harris. Harris ist eine der schärfsten Kritikerinnen von Biden, und eine seiner grössten Rivalinnen.

Bei der vergangenen TV-Debatte hatten sich die unterschiedlichen Hintergründe der beiden Bewerber um die Kandidatur gezeigt. Harris griff Biden dafür an, sich nicht für eine Massnahme zum Ende der Trennung zwischen Weissen und Schwarzen eingesetzt zu haben, als er in den 1970ern Senator war. Biden kündigte an, er wolle diesmal aggressiver kontern.

Kritik an Massenabschiebung

Mehrere Mitbewerber konfrontierten Biden während der jüngsten TV-Debatte in der Nacht zu Donnerstag in Detroit mit seiner Vergangenheit in der US-Regierung unter Präsident Barack Obama und kritisierten unter anderem die damaligen Massenabschiebungen illegal eingewanderter Migranten.

Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio etwa bedrängte Biden mehrfach mit der Frage, ob dieser das Vorgehen im Nachhinein für einen Fehler halte. Auch der Senator von New Jersey, Cory Booker, erklärte mehrfach, Biden könne sich mit Blick auf seine Vergangenheit in der Obama-Administration nicht einfach wegducken.

Biden wich aus und betonte, er sei damals Vizepräsident gewesen, nicht Präsident. Zugleich verteidigte er Obamas Migrationspolitik insgesamt und versicherte, unter ihm würde es keine Massenabschiebungen geben.

Streit um Gesundheitspolitik

Beim Thema Gesundheitspolitik geriet Biden vor allem mit der kalifornischen Senatorin Kamala Harris aneinander, die ihn bereits in der ersten Runde der TV-Debatten Ende Juni sehr unter Druck gesetzt hatte. Sie warf Biden vor, mit seinem Konzept für die Krankenversicherung Millionen Amerikaner aussen vor zu lassen. Biden wiederum hielt Harris entgegen, ihr Gesundheitsprogramm sei unbezahlbar.

Mehr als 20 Demokraten bewerben sich um die Kandidatur bei der US-Präsidentenwahl im November 2020, mehr als je zuvor in der Geschichte der Partei. Angesichts des grossen Bewerberfeldes wurde die zweite Runde der Debatten auf zwei Abende aufgeteilt - mit jeweils zehn Bewerbern. In der Nacht zu Mittwoch hatten bereits die ersten zehn Anwärter in Detroit miteinander diskutiert. Biden liegt in den Umfragen zu den Präsidentschaftsbewerbern der Demokraten seit Wochen vorne. (ohe/sda/dpa/ap)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Städte, die du ab Zürich mit dem Nachtzug erreichst

«Was ich am meisten hasse? FIXLEINTÜCHER!!»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

24 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
walsi
01.08.2019 07:22registriert February 2016
Kamal Harris musste aber auch ganz schön einstecken.
462
Melden
Zum Kommentar
Joe "I beat the socialist" Biden
01.08.2019 06:44registriert July 2017
Die Kritik an der Massenabschiebung finde ich noch irgendwie speziell. Die Demokraten haben mit Barack Obama fast 10 mal mehr Abschiebungen verzeichnet, als Donald Trump bisher hat. Trump wird das sehr vermutlich nie mehr einholen.
5516
Melden
Zum Kommentar
Spooky
01.08.2019 05:09registriert November 2015
"Biden wich aus und betonte, er sei damals Vizepräsident gewesen, nicht Präsident. Zugleich verteidigte er Obamas Migrationspolitik insgesamt und versicherte, unter ihm würde es keine Massenabschiebungen geben."
Er hat recht. Wieso greifen sie ihn an, und nicht Obama?
2711
Melden
Zum Kommentar
24

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Zahlen für die Schweiz steigen im Moment rapide. Deshalb findest du hier einen Überblick zu allen neuen sowie aktuellen Fallzahlen für die Schweiz und einen Vergleich zu internationalen Daten zu Neuansteckungen mit dem Coronavirus.

Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt nach neuesten Entwicklungen in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder und viele sprechen bereits von einer zweiten Corona-Welle in Europa und in der Schweiz.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer …

Artikel lesen
Link zum Artikel