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Donalds Personalkarussell – erinnerst du dich noch an diese Trump-Mitarbeiter?

Nun geht auch noch Hope Hicks. Donald Trumps Kommunikationschefin ist der neuste Abgang in einer langen Liste von Abgängen im Weissen Haus. Von Flynn bis Scaramucci – das sind die Verflossenen.
02.03.2018, 06:2002.03.2018, 06:54
Ein Artikel von
Spiegel Online

Hope Hicks

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Sie galt als eine der engsten Vertrauten des Präsidenten. Hicks war bereits für die Öffentlichkeitsarbeit während des Wahlkampfs 2016 zuständig. Sie folgte auf Anthony Scaramucci als Kommunikationschefin des Weißen Hauses. Hicks hielt es bislang am längsten auf dem Posten aus: Fast 200 Tage war sie Amt, bevor sie zurücktrat. Am 27.02.2018 hatte Hicks in einer neunstündigen Vernehmung vor dem Geheimdienstausschuss Fragen zur Russlandaffäre beantworten müssen. Einen Tag später reichte sie ihren Rücktritt ein.

Kommentar von Trump: Er werde sie an seiner Seite vermissen.

Stephen Bannon

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Er war mit Donald Trump als dessen engster Berater ins Weisse Haus eingezogen. Doch schnell überwarf sich Stephen Bannon mit moderateren Kräften aus dem Umfeld der Regierung. Bannon galt als ultrakonservativer Kopf in Trumps Team – und als Verbindungsmann zur rechtsextremen Szene. Nach den rassistischen Ausschreitungen im US-Bundesstaat Virginia hatte der Druck auf Bannon deutlich zugenommen. Am 18. August 2017 musste er gehen. Der endgültige Bruch mit dem Trump-Clan folgte im Januar, nachdem er ein Treffen zwischen Trumps Sohn Donald Trump Jr., Schwiegersohn Jared Kushner und einer russischen Delegation als «verräterisch» und «unpatriotisch» bezeichnet hatte.

Kommentar von Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders: «Wir sind dankbar für seine Dienste und wünschen ihm das Beste.»

Anthony Scaramucci

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Es ist ein Rekord: Mit nur zehn Tagen hatte Anthony Scaramucci die kürzeste Amtszeit im Führungsteam des Weissen Hauses. Scaramucci soll über Trump-Berater Bannon gesagt haben: «Ich bin nicht Stephen Bannon. Ich versuche nicht, meinen eigenen Schwanz zu lutschen.» Am 31. Juli 2017 musste er gehen.

Kommentar von Trump (laut einer Sprecherin): Scaramuccis Wortwahl sei nicht angemessen.

Reince Priebus

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Er war einer der ersten aus dem republikanischen Establishment, der sich im Vorwahlkampf für Donald Trump aussprach. Zunächst hat sich das für ihn ausgezahlt: Priebus wurde Stabschef im Weißen Haus. Doch nach sechs Monaten vertraute Trump ihm nicht mehr – und feuerte ihn. Am 27. Juli 2017 gab Priebus seinen Rücktritt bekannt.

Kommentar von Trump: «Wir haben zusammen viel erreicht und ich bin stolz auf ihn.»

Sean Spicer

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Loyal bis zum Gehtnichtmehr wirkte auch der Pressesprecher des Weissen Hauses, der nicht unter dem wendigen Hedgefonds-Unternehmer Anthony Scaramucci als Kommunikationschef arbeiten wollte. Spicer, der oft kuriose Rechtfertigungen für Trumps Verhalten lieferte, trat selbst zurück, dankte noch für die Ehre – und verschwand am 21. Juli 2017 still durch die Hintertür.

Kommentar von Trump (Statement von Scaramucci): «Ich hoffe, er macht weiter und verdient eine enorme Menge Geld.»

Tom Price

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Der Gesundheitsminister musste seinen Platz im September 2017 räumen. Er hatte auf Kosten der Steuerzahler Dienstreisen mit Privatjets unternommen: Laut «New York Times» kostete das mindestens 400'000 Dollar. Price trat am 29. September 2017 zurück. Offenbar, damit er nicht entlassen werden musste.

Kommentar von Trump: «Ich bin nicht glücklich darüber.»

James Comey

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Er war zwar kein Mitarbeiter von Trump, ist aber trotzdem einer der prominentesten Abgänge während der Präsidentschaft: Reichlich überraschend musste der FBI-Chef am 9. Mai 2017 gehen. Über die Gründe wurde heftig spekuliert. Trump führte ausgerechnet Comeys Rolle bei der Aufklärung des E-Mail-Skandals um Hillary Clinton an. Comey habe seine Kompetenzen überschritten. Als «Lüge» wertete das die «New York Times». Comey müsse in Wahrheit gehen, weil er Beziehungen der Trump-Administration zu Russland kritisch untersuche – und damit auch zum Risiko für Trump selbst geworden ist. Die «Times» berichtete, Comey habe einige Tage vor seiner Entlassung im Justizministerium um mehr Mittel für die Untersuchung gebeten.

Kommentar von Trump (offizielle Erklärung des Weißen Hauses): «James Comey war nicht in der Lage, die Behörde effektiv zu führen.»

Michael Flynn

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Der ehemalige Nationale Sicherheitsberater stürzte über Kontakte zu russischen Offiziellen in der Zeit vor Trumps Machtübernahme. Flynn trat am 13. Februar 2017 zurück, nachdem er einräumen musste, Vizepräsident Mike Pence und andere unvollständig über Telefonate mit dem russischen Botschafter informiert zu haben.

Kommentar von Trump: Flynn sei «ein wunderbarer Mann, der sehr, sehr unfair von den Medien behandelt» worden sei. Diese hätten illegal Dokumente erlangt, die zur Aufdeckung des Skandals führten.

Rob Porter

Bild: EPA/EPA

Porter war der Stabssekretär im Weissen Haus und Vertrauter von Stabschef John Kelly. Er musste das Weisse Haus am 7. Februar 2018 verlassen, nachdem Vorwürfe der häuslichen Gewalt gegen ihn bekannt geworden sind. Seine beiden Ex-Frauen beschuldigen Porter, sie geschlagen zu haben.

Kommentar von Trump (er äusserte sich allgemein): «Es gibt keinen Weg zurück für jemanden, der fälschlicherweise beschuldigt wurde – das Leben und die Karriere sind dahin. Gibt es so etwas wie Rechtsstaatlichkeit nicht mehr?»

Jetzt auf

Sally Yates

Bild: AP/AP

Die ehemalige Interims-Justizministerin wurde am 30. Januar 2017 mit ungewöhnlich feindseligen Tönen gefeuert. Sie hatte sich geweigert, Trumps Einreisestopp für Bürger aus muslimischen Staaten zu verteidigen.

Kommentar von Trump (offizielle Erklärung des Weissen Hauses): «Sally Yates hat das Justizministerium betrogen. Sie arbeitet ungenügend beim Thema Grenzsicherung und sehr ungenügend bei illegaler Immigration.»

Angehörige nach Schulmassaker: «Trump, bitte tun Sie was!»

Video: watson
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