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In this photo released by the Syrian official news agency SANA, people welcome Syrian troops as they enter the town of Ein Issa, north of Raqqa, Syria, Monday, Oct 14, 2019. Syrian troops moved east from Aleppo province to Raqqa where state media said they had reached Ein Issa. Heavy fighting the previous day there reached a Kurdish-run displaced-person camp that is home to some 12,000 people, including around 1,000 wives and widows of IS fighters and their children. Hundreds are believed to escaped amid the chaos. (SANA via AP)

Die syrische Armee unterstützt die Kurden. Bild: AP

Trump fordert Waffenruhe + Sanktionen gegen Türkei: Die Übersicht zur Lage in Syrien



Die Forderung

Die USA haben von der Türkei eine «sofortige» Waffenruhe in Nordsyrien und Verhandlungen mit den Kurden gefordert. Dies sagte US-Vize-Präsident Mike Pence am Montag in Washington.

Pence erklärte, US-Präsident Donald Trump habe ihn und den Nationalen Sicherheitsberater Robert O'Brien damit beauftragt, in der Türkei Verhandlungen zu führen, um das «Blutvergiessen» zu beenden.

Das Telefonat

Trump habe dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in einem Telefonat gesagt, dass die USA von der Türkei verlangen, die «Invasion» zu stoppen. Trump habe sein Angebot wiederholt, in dem Konflikt zwischen den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) und dem türkischen Militär zu vermitteln. Erdogan habe Trump zugesichert, die Grenzstadt Kobane nicht anzugreifen, sagte Pence weiter.

Die Sanktionen

Die USA hatten den Druck auf die Türkei innerhalb weniger Stunden deutlich verstärkt. Zwei Ministerien und drei Minister wurden mit Sanktionen belegt. Wegen der «destabilisierenden Handlungen der Türkei in Nordost-Syrien» würden Strafzölle auf Stahlimporte aus der Türkei auf 50 Prozent angehoben, erklärte Trump zudem. Die US-Regierung will wegen der Militäroffensive auch «umgehend» Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit der Türkei abbrechen.

Was bisher geschah

Die Vereinigten Staaten machten die türkische Regierung verantwortlich für die «eskalierende Gewalt» durch türkische Kräfte, die Gefährdung unschuldiger Zivilisten und die Destabilisierung der Region, erklärte Finanzminister Steven Mnuchin.

Die US-Regierung hatte die Türkei vergangene Woche zum Abbruch der seit Mittwoch laufenden Militäroffensive gegen die kurdische YPG-Miliz aufgefordert und den Nato-Partner mehrfach gewarnt. Dabei hatte Trump kurz vor Beginn der Offensive am Mittwoch mit dem Abzug von US-Truppen aus der Region faktisch den Weg dafür frei gemacht, wofür er viel Kritik auch aus den eigenen Reihen bekam.

People welcome Syrian troops as they enter the village of Ghebesh, west of the town of Tal Tamr, in northern Syria, Monday, Oct 14, 2019. Syrian government troops moved into towns and villages in northern Syria on Monday, setting up a potential clash with Turkish-led forces advancing in the area as long-standing alliances in the region begin to crumble following the pullback of U.S. forces. (AP Photo)

Kämpfer der syrischen Armee werden gefeiert. Bild: AP

Die Reaktion von Erdogan

Die türkische Regierung hatte sich von Sanktionsandrohungen unbeeindruckt gezeigt. Wer glaube, die Türkei werde wegen Wirtschaftssanktionen oder Waffenembargos von ihrem Weg abweichen, irre sich, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Sonntag. Die Türkei sei ein Nato-Partner und die Kurdenmiliz YPG eine «Terrororganisation».

Die YPG-Miliz kontrolliert auf syrischer Seite der Grenze zur Türkei ein grosses Gebiet. Sie führt die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) an, die im Kampf gegen die IS-Terrormiliz ein wichtiger Verbündeter der USA waren.

Die Türkei sieht in ihr hingegen einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die Offensive stösst international auf scharfe Kritik. Regierungen und Institutionen sprachen aber auch von legitimen Sicherheitsinteressen der Türkei im Grenzgebiet. (mim/sda/dpa)

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Türkei startet Offensive gegen Kurden in Syrien

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Heidi Weston 15.10.2019 12:01
    Highlight Highlight 7.10.19 Donald J. Trump
    ...if Turkey does anything that I, in my great and unmatched wisdom, consider to be off limits, I will totally destroy and obliterate the Economy of Turkey (I’ve done before!).
    14.10.19 Donald J. Trump
    Die Zölle auf Stahl werden "wieder" (Druck zur Freilassung des Pastors Andrew Brunson) um 50% erhöht. Handelsgespräche werden beendet und von drei Türkischen Minister werden die Vermögen in der USA eingefrohren.
    Anscheinend war der Pastor wichtiger als die Kurden!
    Sieht so die Wirtschaftliche Vernichtung aus?
    Trump ist der grösste Arschkriecher aller Zeiten.

  • Don Alejandro 15.10.2019 09:27
    Highlight Highlight Die Türkei ist unter Erdogan eine verlängerte IS Einheit. Hat mit den Werten der Nato gar nichts mehr tun. Aber die Büchse der Pandora hat Trump geöffnet.
  • Füürtüfäli 15.10.2019 08:59
    Highlight Highlight Trump gibt sich überrascht wie die Dings in Syrien laufen, ja verdammt nochmal was hat der denn erwartet?
    Erst destabilisiert er mutwillig die Region und jetzt ist er überrascht und will Sanktionen setzen?
    Diese wären gar nicht notwendig wenn er weiter denken würde als bis zu seiner nächsten Twitter Nachricht!
  • satyros 15.10.2019 08:38
    Highlight Highlight Was tut eigentlich die Schweiz? Wurden wenigstens Waffenausfuhren in die Türkei gestoppt?
    • Safado 15.10.2019 17:18
      Highlight Highlight Die CH tut nichts. Auch liefert sie keine Waffen. Und das ist vorerst gut so. Ich meine das "nichts tun".
  • Sir Konterbier 15.10.2019 07:53
    Highlight Highlight Könnte man nicht die AKP zur Terrororganisation erklären? Wäre zwar nur symbolisch aber dennoch mit einer gewissen Genugtuung verbunden...
  • ChlyklassSFI 15.10.2019 07:44
    Highlight Highlight Trump gräbt weiter auf der Suche nach dem dümmsten Geschwafel. Der Grund ist bereits nah, die Schaufel von Trump schafft es aber wohl noch weiter.
  • Majoras Maske 15.10.2019 06:57
    Highlight Highlight Trump soll die Klappe halten. Er hat nicht mehr die moralische Legitimität irgendetwas dazu zu twittern. Er und Erdogan sind persönlich für dieses Blutvergiessen verantwortlich. In einer gerechten Welt würden sie dafür vor Gericht landen. Ausserdem müssten sie persönlich für den Wiederaufbau sowie für sämtliche Flüchtlingskosten aufkommen.
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 15.10.2019 08:37
      Highlight Highlight jöö
    • Ichwillauchwassagen 15.10.2019 11:09
      Highlight Highlight In einer gerechten Weld würden alle Menschen gleichviel haben, es keine Diskriminierung geben und es keine Politiker brauchen.
      Nur so.
      Aber sonst gebe ich Ihnen Recht
    • Safado 15.10.2019 17:21
      Highlight Highlight @ichwill... Schön gibt es Menschen wie sie! Ich gebe den Traum auch nicht auf.
      "Avanti Popolo...."
  • blueberry muffin 15.10.2019 04:36
    Highlight Highlight Eine kurdische Politikerin wurde bei einer Strassenkontrolle aus dem Auto gezerrt und mit Kopfschuss hingerichtet. Wenn jemand hier ein Terrorist ist, dann Erdogan.

    Auch haben die türkischen Truppen auf US Truppen geschossen, die versuchten IS Kämpfer zu extrahieren. Soviel zu Nato Partnern.
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 15.10.2019 08:37
      Highlight Highlight quellen bitte
    • wasps 15.10.2019 08:45
      Highlight Highlight Hast Du seriöse Quellen über diesen ungeheuerlichen Vorfall?
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 15.10.2019 11:43
      Highlight Highlight @blueberry muffin, LibConTheo

      besten dank für's darauf hinweisen.

      nach kurzer recherche lese ich aber, dass bis jetzt nur vermutet wird, dass "Turkish Supported Armed Syrian Opposition Elements" dafür verantwortlich sind.

      ich basiere meine meinung nicht auf vermutungen.

      ich werde aber das weiterverfolgen
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