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Senat-Zitterpartie in Florida geht weiter: Jetzt wird per Hand nachgezählt



Die Zitterpartie bei dem vielbeachteten Senatsrennen in Florida geht weiter. Der Wahlleiter des Bundesstaates ordnete am Donnerstag eine Nachzählung von Stimmen per Hand an, nachdem eine maschinelle Nachzählung einen zu knappen Unterschied zwischen beiden Kandidaten ergeben hatte.

Damit ist das Rennen zwischen dem demokratischen Amtsinhaber Bill Nelson und seinem republikanischen Herausforderer Rick Scott bis mindestens Sonntag weiter offen.

Sen. Bill Nelson, D-Fla., whose re-election contest against Republican Gov. Rick Scott is still undecided, is joined by Senate Minority Leader Chuck Schumer, D-N.Y., left, at a news conference at the Capitol in Washington, Tuesday, Nov. 13, 201816. (AP Photo/J. Scott Applewhite)

Bill Nelson. Bild: AP/AP

Bei der ebenfalls knappen Gouverneurswahl in dem Bundesstaat konnte der Republikaner Ron DeSantis seinen Vorsprung vor dem Demokraten Andrew Gillum nach der maschinellen Nachzählung halten. Es galt als wahrscheinlich, dass er als Sieger aus dem Rennen hervorgehen wird, eine Nachzählung per Hand war nicht erforderlich.

US-Präsident Donald Trump hatte sich in beiden Fällen gegen die Neuauszählung der Stimmen ausgesprochen und behauptet, es gebe Manipulationsversuche. Belege lieferte er dafür nicht.

Florida Gov. Rick Scott gestures as he appears with President Donald Trump during a rally Wednesday, Oct. 31, 2018, in Estero, Fla. Scott is running for U.S. Senate against Democrat Bill Nelson. (AP Photo/Chris O'Meara)

Rick Scott. Bild: AP/AP

Scott, der bislang Gouverneur des Bundesstaates an der Südostküste der USA war, hatte sich bereits am Wahlabend in der vergangenen Woche zum Sieger des Senatsrennens erklärt, obwohl noch kein Endergebnis vermeldet worden war. Wegen des knappen Wahlausgangs ordneten die Behörden am Wochenende eine maschinelle Neuauszählung der Stimmen an. Da der Unterschied zwischen den beiden Kandidaten nach dieser Auszählung aber 0,25 Prozentpunkte unterschritt, muss es nun noch eine Nachzählung per Hand geben. Das schreiben die Wahlgesetze des Bundesstaates vor.

Drei Tage Zeit

Die Verantwortlichen in den einzelnen Bezirken haben nun drei Tage Zeit, um Stimmzettel zu überprüfen, die von den Maschinen abgelehnt wurden – entweder weil ein Wähler offenbar zu viele Kandidaten ausgewählt hat oder weil er gar keinen ausgewählt hat.

Scott teilte am Donnerstag mit, er habe nach der maschinellen Nachzählung einen Vorsprung von 13'427 Stimmen vor Nelson. US-Medien sprachen dagegen von 12'603 Stimmen – das wäre ein Abstand von 0,15 Prozentpunkten.

Trotz der Vorgaben in den Wahlgesetzen forderte Scott seinen Konkurrenten Nelson auf, aufzugeben. «Letzte Woche haben mich die Wähler in Florida zu ihrem künftigen US-Senator gewählt, und jetzt wurden die Stimmzettel doppelt nachgezählt», erklärte er in einer Mitteilung. Man müsse die Wahl nun hinter sich lassen, es sei an der Zeit, dass Nelson den Willen der Wähler respektiere, forderte er.

Heftiger Streit und Betrugsvorwürfe

Schon die maschinelle Neuauszählung hatte für heftigen politischen Streit gesorgt. Scott und Trump warfen den Demokraten Betrug vor und behaupteten, sie wollten die Wahl stehlen. Dafür lieferten sie aber keine Belege.

Das Rennen in Florida steht auch deshalb unter besonderer Beobachtung, weil die Republikaner bei den Kongresswahlen in der vergangenen Woche ihre Mehrheit im Senat nach dem bisherigen Stand nicht wie erhofft ausbauen konnten. In der Kammer haben sie 51 der 100 Sitze auf jeden Fall sicher – und damit so viele Stimmen wie bisher. Zwar machten die Konservativen den Demokraten ihre Sitze in North Dakota, Missouri und Indiana streitig, allerdings verloren sie Nevada und Arizona. Neben Florida steht noch ein Ergebnis aus Mississippi aus. Dort soll es Ende des Monats eine Stichwahl geben.

The House:

435 Sitze stehen zur Wahl.
Absolutes Mehr: 218

The Senate:

35 der 100 Sitze stehen zur Wahl.
Absolutes Mehr: 51

Es ist nicht das erste Mal, dass Florida bei einer Wahl mit einer Nachzählung für erhebliche Schlagzeilen sorgt. Schon im Jahr 2000 war der Bundesstaat Schauplatz dramatischer Szenen, als die Stimmen für die Präsidentenwahl zwischen George W. Bush und seinem Widersacher Al Gore nachgezählt werden mussten, was dann wiederum auf Antrag Bushs vom Obersten Gerichtshof gestoppt wurde. Bush gewann schliesslich mit einem Vorsprung von 537 Stimmen. (sda/dpa)

So fies entlarvt Jimmy Kimmel Nicht-Wähler

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gawayn 16.11.2018 06:43
    Highlight Highlight Vergebung wenn ich mich als völlig unbedarft darstelle...

    Aber wenn ich diese Grafik richtig lese...
    35 Sitze standen zur Wahl, von diesen Sitzen standen auf Demokratenseite 25 und auf Republikaner weniger als 10 zur Wahl?

    Da hätten also selbst wenn alle Wähler Demokrat gewählt hätten, die 2 Drittelsmehrheit gar nicht schaffen können.

    Sowas nennen die Amis wirklich demokratische Wahl?
    • Howard271 16.11.2018 08:44
      Highlight Highlight Ja, es wird jeweils alle 2 Jahre ein Drittel der Senatoren in einem festgelegten Turnus für je 6 Jahre gewählt. Das ist Teil der Demokratie: Der Senat soll eher Stabilität erwirken, während das HoR alle 2 Jahre neu gewählt wird und politische Veränderungen unmittelbarer sind.
    • G. Schmidt 16.11.2018 08:47
      Highlight Highlight Das war bereits vor den Midterms bekannt. Es war auch nur ein Teil (Drittel?) zur Abstimmung frei, wobei die Mehrheit der vakanten Sitzen von demokratischen Senatoren gehalten wurden.

      Rein theoretisch, hätten die Demokraten die Mehrheit übernehmen können, jedoch nicht die 2 Drittelsmehrheit.

Diese Atomlager bedrohen Millionen Menschen und die Umwelt

Egal ob in Russland, den USA, im Pazifik oder im Atlantik: Überall wird Atommüll gelagert. Es gibt jedoch bis heute kein einziges Endlager für hochradioaktive Abfälle. Weltweit. Viel schlimmer noch: Viele dieser provisorischen Stätten sind tickende Zeitbomben für Mensch und Umwelt.

Früher machte man es sich einfach. Nuklearer Abfall wurde verbuddelt, in Seen geworfen oder im Meer versenkt. Klappe zu, Affe tot.

Die Devise war klar: Bloss weg mit dem Atommüll. Doch wohin? Jedes mögliche Lager stösst verständlicherweise immer, zumindest in dicht besiedelten Ländern wie der Schweiz oder Deutschland, auf massiven Widerstand der Bevölkerung. Wer will schon neben einem atomaren Endlager wohnen?

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