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ARCHIV --- ZUM ZULASSUNGSVERBOT FUER MANIPULIERTE VW-AUTOS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Ein Gueterzug voll beladen mit Neuwagen der Marke Volkswagen, VW, faehrt am Donnerstag, 1. Oktober 2015, beim Badischen Bahnhof der Deutschen Bahn Richtung Basel, Schweiz. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Bild: GAETAN BALLY

Deutschland zwingt VW zum Massenrückruf von 2,4 Millionen Autos

Im Skandal um manipulierte Diesel-Abgaswerte zwingen die deutschen Behörden Volkswagen jetzt zum Rückruf von 2,4 Millionen Fahrzeugen. Eine vom Konzern vorgeschlagene freiwillige Lösung lehnt das Kraftfahrtbundesamt ab.



«Wir ordnen den Rückruf an», sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag. Die von VW vorgeschlagene freiwillige Reparatur lehnte die Zulassungsbehörde ab. VW hatte dem Kraftfahrtbundesamt (KBA )vergangene Woche einen Plan vorgelegt, wie die mit der Betrugssoftware ausgestatteten Fahrzeuge in Deutschland in Ordnung gebracht werden sollen. Diesen hatte die Behörde seither geprüft.

Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt hatte vergangene Woche bereits über Pläne von Volkswagen für einen umfassenden Rückruf berichtet. Davon seien Fahrzeuge mit Euro-5-Dieselmotoren der Grösse 2 Liter, 1,6 Liter und 1,2 Liter Hubraum betroffen.

Technisch spreche VW bei den 2-Liter-Motoren von einer Softwarelösung, die in diesem Jahr vorliegen solle und ab Beginn des nächsten Jahres neu aufgespielt werden könne. Bei den 1,6-Liter-Motoren werde zusätzlich zu einer neuen Software mit grosser Sicherheit eine motortechnische Anpassung nötig sein, die laut Volkswagen nicht vor September 2016 zu erwarten sei.

Zeitplan unbekannt

Unklar war zunächst, wie der Zeitplan für den Rückruf aussehen soll. Das Kraftfahrtbundesamt verwies für alle Details an das Verkehrsministerium. Dobrindt wollte am späten Vormittag vor die Medien treten. Im September hatte er von 2,8 Millionen betroffenen VW-Fahrzeugen gesprochen.

Die Differenz zu den 2,4 Millionen Autos, für nun ein Rückruf angeordnet wurde, war ebenfalls zunächst nicht zu klären. Am Nachmittag treffen sich in Brüssel die Regulierungsbehörden der einzelnen EU-Länder mit Vertretern der EU-Kommission, um über den Fortgang der Untersuchungen, den Informationsaustausch und einheitliche Testmethoden zu diskutieren.

Der neue Volkswagen-Chef Matthias Müller hatte in einem Zeitungsinterview Anfang Oktober gesagt, der Rückruf könne im Januar beginnen und werde sich voraussichtlich bis Ende 2016 hinziehen. Ein Grund seien verschiedene Kombinationen des betroffenen Motors EA 189 mit Getrieben sowie nach Ländern spezifische Auslegungen. «Wir brauchen also nicht drei Lösungen, sondern Tausende.»

VW trägt Kosten

Für die meisten Motoren genüge ein Software-Update in der Werkstatt. Manche Fahrzeuge benötigten aber auch neue Einspritzsysteme und Katalysatoren. Notfalls müssten die Autos umgebaut werden. Die Kosten trage Volkswagen. Auch ein Austausch von Autos gegen Neuwagen werde diskutiert.

Volkswagen hatte im September zugegeben, in den USA Diesel-Emissionswerte mit einer Software manipuliert zu haben. Dort drohen dem Autobauer hohe Strafzahlungen und Schadensersatzforderungen.

Nach dem US-Justizministerium und der Umweltbehörde EPA nehmen nun auch die amerikanischen Wettbewerbshüter Ermittlungen gegen Volkswagen auf. Die Bundesbehörde wird unter anderem wegen irreführender Werbung aktiv. VW wirbt in den USA mit dem Slogan Clean Diesel. Weltweit sind bis zu elf Millionen Fahrzeuge mit der Manipulationssoftware unterwegs. (sda/reu/dpa)

VW: Bilder aus der guten, alten Zeit (als Abgase noch Abgase waren)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • cyberbull 15.10.2015 13:02
    Highlight Highlight Bin dann gespannt, wie toll sich die zurechtgebastelten VWs dann noch fahren werden. Falls sich die Antriebscharakteristik durch die Massnahmen im Vergleich zu den Angaben zum Verkaufszeitpunkt auch nur minim negativ verändert, sind wohl Schadensersatz bis hin zur kompletten Rückabwicklung des Kaufs nicht mehr auszuschliessen. Ein wahrer Goldgräbertraum für Anwälte. Und wer kauft wann die Marke Volkswagen auf??
  • sapperlord 15.10.2015 09:14
    Highlight Highlight und was passiert mit diesen 2,4 Mio Autos?
    • EvilBetty 15.10.2015 10:28
      Highlight Highlight Sie werden verschrottet und die Halter kriegen wahlweise ein Fahrrad, Inlineskate oder ein Kickboard plus einen Bart zum ankleben.
    • sapperlord 15.10.2015 10:46
      Highlight Highlight :D
      das nenne ich mal einen fairen Handel!
    • 90er 15.10.2015 11:01
      Highlight Highlight EvilBetty
      Jan Böhmermann gefällt das
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amboss 15.10.2015 09:13
    Highlight Highlight Irgendwie schon komisch. Da schauen die Behörden jahrelang weg, ignorieren Hinweise, stecken förmlich mit der Automobilindustrie unter einer Decke.
    Und jetzt wird der Dampfhammer ausgepackt...
    • saukaibli 15.10.2015 10:51
      Highlight Highlight Das ist das übliche Vorgehen, genau wie dass die Verantwortlichen Manager zig Millionen Abfindung und Boni erhalten, dafür dass sie der Marke VW den grössten Schaden der Firmengeschichte zugefügt haben. So lenkt man vom eigenen Versagen ab.

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