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Neue Zölle: Trump eskaliert Handelsstreit mit China ++ 7 Dinge, die du dazu wissen musst



Was ist passiert?

epa07027973 US President Donald J. Trump speaks during the inaugural meeting of the President’s National Council for the American Worker in the Roosevelt Room of the White House, Washington, DC, USA,  17 September  2018.  EPA/OLIVER CONTRERAS/ POOL

Das US-Handelsdefizit sei nach wie vor zu gross, sagt Präsident Trump.  Bild: EPA/SIPA USA POOL

US-Präsident Donald Trump lässt den Handelsstreit mit China weiter eskalieren. Er kündigte am Montagabend die Verhängung zehnprozentiger Zölle auf Waren aus China in einem Volumen von 200 Milliarden Dollar an. 

Das ist alles?

Nein, Trump drohte gestern nach seiner Ankündigung direkt mit einer weiteren Verschärfung, sollte China mit Vergeltungsmassnahmen gegen die US-Industrie oder -Landwirtschaft reagieren. Dann werde «umgehend Phase drei eingeleitet», die Zölle auf weitere Produktgruppen im Wert von 267 Milliarden Dollar vorsehe. Zuvor hatte Trump erklärt, er habe zwar enormen Respekt vor dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, aber das US-Handelsdefizit sei zu gross.

Wann geht es los?

Die neuen Zölle sollen einem ranghohen Regierungsbeamten zufolge ab dem 24. September erhoben und schrittweise bis Jahresende auf 25 Prozent erhöht werden.

Gibt es Ausnahmen?

epa04655203 Handout image released by Apple showing the Apple Watch which Apple had previously introduced but announced will be available in nine countries starting 24 April, 2015 at a press conference in San Francisco, California, USA, 09 March 2015. The Apple watch will be available for purchase on 24 April, 2015 in Australia, Canada, China, France, Germany, Hong King, Japan, Great Britain and the US.  EPA/APPLE / HANDOUT EDITORIAL USE ONLY, NO SALES

Nicht betroffen: die Apple-Watch. Bild: EPA/APPLE

Ja, überaus prominente: Von der ursprünglichen Sanktionsliste heruntergenommen wurden nun einige Technologieprodukte wie Apple-Lautsprecher und -Uhren sowie ähnliche Geräte und Fitnessarmbänder von Fitbit. Ebenfalls ausgenommen wurden Kindersitze für Autos und Fahrradhelme.

Wie reagiert China?

epa06901080 Zhong Shan Minister of Commerce of China  gives his speech during UAE-China Economic Forum in Abu Dhabi, United Arab Emirates on 20 July 2018.  EPA/ALI HAIDER

Zurückhaltende Reaktion: Chinas Handelsminister Zhong Shan.  Bild: EPA/EPA

In einer ersten Reaktion auf Trumps Ankündigung sagte der chinesische Handelsminister Zhong Shan, ein Handelskrieg nütze keiner Seite. Der einzige Weg sei eine Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten. Der von den USA betriebene Unilateralismus und Protektionismus sei zum Nachteil sowohl der USA wie auch Chinas. Darüber hinaus beschädige er die Weltwirtschaft.

Nur so harmlos?

Nun, nicht ganz: Der Vizechef der chinesischen Wertpapieraufsicht, Fang Xinghai, warf Trump vor, die Atmosphäre für neue Gespräche «vergiftet» zu haben. Vize-Regierungschef Liu He setzte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg für Dienstagmorgen eine Sitzung an, um über Reaktionen zu beraten. Medienberichten zufolge erwägt China, durch gezielte Exporteinschränkungen für Bauteile und andere Güter die Lieferketten von US-Konzernen zu treffen und so Druck auf die Trump-Regierung auszuüben.

Und Japan?

Auch dort zeigt man sich besorgt. Wirtschaftsminister Toshimitsu Motegi rief beide Seiten am Dienstag auf, rasch eine Lösung für den Konflikt zu finden. Zölle und Gegenzölle könnten nicht im Interesse irgendeines Staates sein, sagte Motegi. (mlu/sda/reu)

Neue Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China:

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Video: srf

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49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodman 18.09.2018 10:08
    Highlight Highlight Ich bin überrascht, dass die gesamte Watson-Community neuerdings globalen (und "neoliberalen") Freihandel befürwortet :-) Oder spielt man hier einmal mehr auf die Person anstatt auf die Sache?

    Und weil Sarkasmus im Internet nicht verstanden wird: Ich persönlich bin für Freihandel und finde Trump einen ungeeigneten Präsidenten.
    • Toerpe Zwerg 18.09.2018 11:05
      Highlight Highlight Stärker als der Reflex gegen Freihandel und Globalisierung sind der Anti-USA Reflex im allgemeinen und der Anti-Trump Reflex im Speziellen.

      Freihandel ist gut - aber nur unter gleichberechtigten Partnern. Trump stösst etwas an, was lange überfällig ist.
    • swisskiss 18.09.2018 12:27
      Highlight Highlight Toerpe Zwerg: Dann wäre es doch schön, wenn die USA mit gutem Beispiel vorangeht, und das Verbot von ausländischen Anbietern für staatliche Aufträge aufhebt und die Vorschrift, dass jeder Anbieter für staatliche Aufträge mindestens 66% der Güter aus us amerikanischer Produktion stammen muss. Protektionismus der klar gegen WTO Regeln verstösst. Genauso wie versteckte Subventionen für Rüstungsbetriebe mit der Uebernahme von Entwicklungskosten und Exporterleichterungen.
    • Toerpe Zwerg 18.09.2018 13:14
      Highlight Highlight Ist aber Pipifatz im Cergleich mit China.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ThomasHiller 18.09.2018 10:02
    Highlight Highlight Anstatt anderen immer vorzuwerfen, sie würden zu viel exportieren sollte man vielleicht mal überlegen an was das liegt, daß man selbst so viel importieren muß.
    • Toerpe Zwerg 18.09.2018 10:34
      Highlight Highlight Das greift natürlich viel zu kurz. Eine auf Exportüberschüsse angelegte Wirtschaftspolitik mit stark subventionierten halbstaatlichen Unternehmen ist unlauterer Wettbewerb.

      Zölle sind darauf ein reziproke und adäquate Antwort.
    • swisskiss 18.09.2018 12:32
      Highlight Highlight Toerpe Zwerg: Nein, sind sie nicht! Das Beispiel der subventionierten Solarpanels aus China und der damit verbundenen Strafzölle der EU, haben klar gezeigt, dass dieses Instrument völlig wirkungslos ist, solange die strukturellen Kosten im Inland höher sind, als die auch mit Strafzöllen belasteten Importe. Die USA müssten bei bestimmten Produktegruppen mehr als 200% Zoll erheben, um einheimische Produzenten kompetitiv zu machen.
    • ThomasHiller 18.09.2018 12:42
      Highlight Highlight Bezüglich China mag das teilweise stimmen, bezüglich Deutschlands ist das nicht so.
      Insoweit ist die einfache Begründung Trumps auch nicht zielführend, weil er die gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge nicht versteht und auch nicht zu analysieren versucht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Burdleferin 18.09.2018 09:53
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass man „eskalieren“ so benutzen kann, wie es im Titel steht.
    Eine Sache kann eskalieren. Aber eine Person kann nicht eine Sache eskalieren.
    Fertig.
    • MeineMeinung 18.09.2018 12:43
      Highlight Highlight Aber eine Person kann eine Sache eskalieren lassen.
      Darum gehts
    • Burdleferin 18.09.2018 13:36
      Highlight Highlight Lassen! Ja.
      So ist es aber schlichtweg falsch.
    • Burdleferin 18.09.2018 18:59
      Highlight Highlight Kleine Korrektur: Mein Ehemann, ein Germanist, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass man „eskalieren“ so brauchen kann.
      Sorry!
  • Toerpe Zwerg 18.09.2018 09:15
    Highlight Highlight Man kann von Trump halten, was man will, aber dass er China und seine global unfairen Handelspraktiken aufs Korn nimmt, ist nicht nur verständlich, sondern notwendig. Freier Handel funktioniert nur mit gleich langen Spiessen, das heisst unter gleichen Regeln und deren Einhaltung.

    Die USA haben China gross werden lassen - auch zum eigenen Vorteil. Nun aber beginnt China zu gross und zu mächtig zu werden, um die unfairen Praktiken weiter hin zu nehmen.
    • MeineMeinung 18.09.2018 09:29
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass die USA diesen Handelskrieg nicht alleine Gewinnen kann. Statt sich mit deinen Verbündeten zusammenzutun um China in die Schranken zu weisen, Zerstört er eine nach der anderen Beziehung zu seinen Verbündeten.
      Im Endeffekt wird desshalb dieser Handelskrieg die US Wirtdchaft mehr belasten als stärken.
    • saukaibli 18.09.2018 10:00
      Highlight Highlight "Freier Handel funktioniert nur mit gleich langen Spiessen, das heisst unter gleichen Regeln und deren Einhaltung." Heisst das jetzt, du willst bei uns chinesische Löhne und Umweltvorschriften einführen? Oder China (und die USA, Brasilien usw.) zwingen unsere Vorschriften und Löhne einzuführen? Immerhin waren es amerikanische Firmen, die ihre Produktion freiwillig nach China auslagerten um ihre Gewinne zu vergrössern um ihre Aktionäre zu befriedigen.
    • Toerpe Zwerg 18.09.2018 10:27
      Highlight Highlight Gleich lange Spiesse und gleich Regeln bedeutet nicht gleiche nationale Gesetzgebungen oder Löhne - das fällt unter Wettbewerb.

      Solange China seine Währung nach belieben manipuliert, ausländische Direktinvestitionen systematisch behindert, Intellectual Property nicht respektiert, systematisch Exportindustrien subventioniert und allgemein eine Wirtschaftspolitik betreibt, welche auf die Erzielung von Exportüberschüssen angelegt ist, solange brauchen Sie über Löhne gar nicht zu sprechen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans007 18.09.2018 08:46
    Highlight Highlight Was Trump tut, tun wir schon lange, wir haben für alles mögliche und unmögliche aus fast allen Ländern hohe Zölle und, was noch viel verheerender ist, für vieles restriktive Importkontingente und jede Menge technische Handelshemmnisse.
  • Dr. oec. 18.09.2018 08:09
    Highlight Highlight "(...) Trump drohte gestern nach seiner Ankündigung direkt mit einer weiteren Verschärfung, sollte China mit Vergeltungsmassnahmen gegen die US-Industrie oder -Landwirtschaft reagieren."

    Heisst: Trump darf tun was ihm beliebt und die Chinesen müssen alle seine Sanktionen stillschweigend und widerstandslos schlucken.

    Erinnert mich irgendwie an gewissen Szenen auf dem Pausenplatz. Die selbsternannten Anführer dannzumal haben nicht nur wahllos ausgeteilt, sondern waren im Übrigen auch immer diejenigen, die am lautesten Unrecht geschrien haben. Genau wie Trump.
    • Slavoj Žižek 18.09.2018 08:49
      Highlight Highlight Der Protektionismus der Chinesen, den Trump aufzubrechen versucht, besorgt dich nicht?
    • Norbert Riedi 18.09.2018 09:42
      Highlight Highlight @ Besorgter Bürger : mr trump ist wohl ein hervorragender wirtschaftspolitiker. lesen sie das watson-interview mit herrn oswald grübel und erfahren sie dort zusätzlich (nicht zuletzt zwischen den zeilen), warum trumps erstickend-überragendes ego wohl die beste waffe gegen sämtliche gegner ist. wäre ich amerikaner, ich würde mr trump nochmals wählen. denn was will man als bürger mehr, als dass die gewählten zum wohl der eigenen nation agieren. und angesichts der geschichte seit 1900 bin ich persönlich sehr, sehr froh, dass die usa weiterhin vor kraft strotzen.
    • demokrit 18.09.2018 11:30
      Highlight Highlight Mit der Joint-Venture-Pflicht für ausländische Unternehmen ist im Gegenteil China so vorgegangen. Liberalismus wie es der Diktatur China beliebt. Oft sogar noch unter dem Deckmantel westlicher Entwicklungshilfe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Petersilly 18.09.2018 07:53
    Highlight Highlight Trumpelstilz wieder mal ...
    • Petersilly 18.09.2018 09:49
      Highlight Highlight All die Blitze geben mir betreffend der Wiederwahl im 2020 zu denken.
    • ThomasHiller 18.09.2018 10:05
      Highlight Highlight Sie sollten zu denken geben bezüglich der nächsten Wahlen in der Schweiz (und Deutschland + Österreich, aus den Ländern kommen hier vermutlich auch viele Nutzer) ...
    • G. 18.09.2018 10:56
      Highlight Highlight 😂😂😂
  • rodolofo 18.09.2018 07:37
    Highlight Highlight Warum die Aufregung?
    Ein König braucht Geld, damit er seinen höfischen Prunk inszenieren kann!
    Und wenn er die Steuern für Reiche und Super-Reiche senkt und die Militärausgaben erhöht, dann hat er nur zwei Möglichkeiten, um die Mindereinnahmen und die Mehrausgaben auszugleichen:
    - Sparen beim Umweltschutz und bei der Sozialhilfe
    - neue und höhere Zölle erheben.
    Sparen bei sich selbst und die grosse Klappe halten?
    Das kommt doch für einen Donald Trump nicht in Frage!
  • ali_der_aal 18.09.2018 07:36
    Highlight Highlight ich weiss nicht ob Trump bewusst ist wem er da ans bein pisst... er gehört definitiv zu der Sorte Amis, die noch nicht eingesehen haben, dass sich die Zeiten geändert haben.
  • leu84 18.09.2018 07:27
    Highlight Highlight Warum keine Zölle auf Mobiltelefone oder Apple-Watches? 😉
    • Typu 18.09.2018 08:10
      Highlight Highlight Lobby?
    • swisskiss 18.09.2018 08:24
      Highlight Highlight leu84: Wer bezahlt die Verteuerung eines Produkts durch zusätzliche Einfuhrzölle? Der US Konsument.

      So sind mehr als 20 000 Gesuche amerikanischer Firmen beim Handelsministerium eingegangen, die auf die Ausnahmeliste für Strafzölle wollen. Bewilligt wurden Stand Mitte September rund 300. Die Meisten im Konsumgüterbereich, wo chinesische Zulieferer einen Grossteil eines US Produkts ausmachen.

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