Mega-Panne: Krypto-Plattform verschenkt 33 Milliarden Franken an Nutzer
Die südkoreanische Kryptowährungsplattform Bithumb hat ihren Nutzern versehentlich 620'000 Bitcoins im Wert von mehr als 33 Milliarden Franken.
Wegen des anschliessenden plötzlichen Ausverkaufs und kurzzeitigen Wertverlustes der Digitalwährung entschuldigte sich das Unternehmen am Samstag bei den Kunden. Der Fehler sei während einer Werbeaktion am Freitag passiert.
Bitcoin-Fehler erschüttert Markt
Südkoreanischen Medien zufolge wollte Bithumb 695 Nutzern jeweils rund 2000 Won (1.06 Franken) schicken, überwies stattdessen aber 2'000 Bitcoin pro User. Viele der Bithumb-Kunden verkauften daraufhin schlagartig ihre Bitcoins. Der Preis der Währung sank zwischenzeitlich um 17 Prozent auf 81,1 Millionen Won pro Bitcoin (knapp 43'000 Franken), wie Grafiken des Unternehmens zeigen.
Das Unternehmen erklärte, die Konten der Betroffenen seien innerhalb von 35 Minuten gesperrt worden. Bithumb versprach ihnen zudem Entschädigung. Das Unternehmen habe sich fast die gesamte Summe der versehentlich überwiesenen Bitcoins zurückholen können. Die Vorgänge stünden nicht im Zusammenhang mit einem externen Hackerangriff oder Sicherheitslücken. Der Verlust der Plattform wird auf eine Milliarde Won (gut 530'000 Franken) geschätzt.
Der Bitcoin-Kurs war in dieser Woche erstmals seit dem Wahlsieg von US-Präsident Donald Trump im November 2024 gesunken. Am Freitag fiel er zeitweise unter 60'000 Dollar (etwa 46'500 Franken), seit Jahresbeginn verlor die Digitalwährung über 25 Prozent an Wert. Grund für das Absacken ist vor allem die allgemeine Unsicherheit – Anleger scheuen aktuell eher das Risiko. Analysten nannten mögliche höhere Zinsen in den USA und das nachlassende Interesse institutioneller Investoren am Bitcoin als Gründe.
Verwendete Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa

