International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

EU-Länder schmieden Allianz gegen Steuervermeidungs-Künstler wie Apple und Google



Die EU-Staaten sollen nach dem Willen Brüssels eine Allianz gegen Niedrigsteuern für Internet-Riesen wie Google und Apple schmieden. «Die Mitgliedstaaten sollten sich auf einen starken und ehrgeizigen Standpunkt der EU einigen», erklärte die EU-Kommission am Donnerstag.

Die Staats- und Regierungschefs sollten dies schon bei ihrem informellen Treffen in der kommenden Woche in Tallinn vorantreiben. Eins der Hauptprobleme aus Sicht der EU-Kommission ist, dass Digitalunternehmen bislang lediglich dort besteuert werden können, wo sie ihren Firmenstandort haben - ihre Geschäftsaktivitäten reichen aber weit darüber hinaus.

Bislang gibt es unterschiedliche Ansichten dazu, wie dies angegangen werden könnte. Zehn EU-Staaten hatten sich zuletzt hinter einen von Deutschland mitgetragenen Vorstoss gestellt - darin wird gefordert, dass erstmals die in Europa gemachten Umsätze Grundlage der Besteuerung sein sollten.

Die EU-Kommission würde aber einen anderen Kurs bevorzugen. Sie plädiert dafür, Digitalunternehmen in einen bereits im Vorjahr lancierten Vorschlag für eine sogenannte gemeinsame Körperschaftssteuer-Bemessungsgrundlage einzubeziehen.

Dieser wird derzeit zwischen den EU-Staaten und dem Europaparlament diskutiert. Zur Berechnung der Körperschaftssteuer, die im Prinzip eine Einkommenssteuer für Unternehmen darstellt, sollten demnach in allen EU-Staaten dieselben Kriterien gelten. Dazu zählen Vermögenswerte wie etwa Gebäude und Maschinen oder die Beschäftigtenzahl.

Steuer-Regelungen sind EU-weit traditionell schwer durchzusetzen, weil sich alle Staaten einigen müssen. Die EU-Kommission dringt nun darauf, bis Ende des Jahres zumindest einen gemeinsamen Standpunkt zu finden, um das Thema auch innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit ihren 35 Mitgliedstaaten vorantreiben zu können. Sollte es dort keine substanziellen Fortschritte geben, will die Brüsseler Behörde im kommenden Frühling einen eigenen Gesetzesvorschlag vorlegen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1

4 Infografiken zur SwissCovid-App, die die harte Realität zeigen

Eine aktuelle repräsentative Studie zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung bei der Corona-Warn-App gespalten ist: Mehr als die Hälfte will sie nicht nutzen. Aus Unwissenheit, Angst – oder anderen Gründen?

Die Corona-Warn-App des Bundes ist seit dem 25. Juni offiziell verfügbar. Doch die Akzeptanz in der Schweizer Bevölkerung ist tief, wie eine repräsentative Befragung des Online-Vergleichsportals comparis.ch zeigt. Zwar hat die SwissCovid-App mittlerweile über eine Million aktive User. Doch eine Mehrheit der Smartphone-Besitzer will sie nicht installieren.

Digital-Experte Jean-Claude Frick schreibt:

«Das zeigt, dass sich viele Handynutzer nicht bewusst sind, wo die wirklichen Gefahren liegen», …

Artikel lesen
Link zum Artikel