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Trump und Juncker verkünden Einigung im Handelsstreit, aber ... Das Treffen in 7 Akten

26.07.18, 04:30 26.07.18, 10:02


Ausgangslage

Juncker war nach Washington gereist, um eine weitere Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und der EU abzuwenden. Trump hatte bereits Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängt. Die EU reagierte mit Vergeltungszöllen auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Motorräder.

epa06910578 US President Donald J. Trump (R) and European Commission President Jean-Claude Juncker (L) make a joint statement in the Rose Garden of the White House in Washington, DC, USA, 25 July 2018. The President said that the US and EU have agreed to work towards zero tariffs, barriers, and subsidies.  EPA/JIM LO SCALZO

US-Präsident Donald Trump (rechts) und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker Bild: EPA/EPA

Kurz vor ihrem Gespräch hatten beide Politiker klargemacht, dass sie sich im Recht sehen und von der jeweils anderen Seite ein Einlenken erwarten. «Wir sitzen hier nicht auf der Anklagebank. Insofern brauchen wir uns auch nicht zu verteidigen», sagte Juncker in einem ZDF-Interview.

Trump hatte sich am Dienstag zuversichtlich gezeigt, dass sich sein Land durchsetzen werde. Zugleich hatte er seine Landsleute um Geduld gebeten. «Wir müssen durchhalten», sagte Trump. Er ergänzte: «Was die EU uns antut, ist unglaublich. Wie schlecht.»

Entspannung und Schlichtung

Zum Auftakt des Krisentreffens bemühten sich beide Seiten im Handelsstreit öffentlich um Entspannung. Trump zeigte sich am Mittwoch optimistisch, bestand aber zugleich auf seiner Forderung nach fairen Handelsbedingungen: «Wir wollen nur, dass es faire Wettbewerbsbedingungen für unsere Landwirte, für unsere Produzenten, für alle gibt.»

Die USA wären sehr zufrieden, wenn es keine Zölle, keine Handelshindernisse und keine Subventionen gäbe. Zuvor hatte Trump auf Twitter mit zusätzlichen Importzöllen gedroht. «Zölle sind das Grösste!», schrieb er.

Er erwarte, dass etwas «sehr Positives» passieren werde. Was er genau damit meinte, erklärte er jedoch nicht. Juncker sagte: «Wir sind enge Partner, Verbündete, keine Feinde. Wir müssen zusammenarbeiten.»

Handelsstreit zwischen den USA und der EU erklärt in 4 Runden

Video: srf

Vorerst keine Zölle, ...

Sowohl Trump als auch Junker sprachen von einer Annäherung im Handelsstreit. Bis auf Weiteres werde auf neue Zölle verzichtet, so lange es Verhandlungen gebe, sagte Juncker am Mittwoch in Washington.

Trump erklärte, die EU werde mehr Soja und Flüssiggas importieren. Auch sei geplant, bei Industriegütern die Zölle ganz zu streichen. Einen intensiveren Handel soll es demnach auch in den Bereichen Dienstleistungen, Chemie, Pharma und Medizinprodukte geben. Die USA und die EU würden gemeinsam an einer Reform der Welthandelsorganisation WTO arbeiten.

... aber Sonderzölle auf Import europäischer Autos gibt’s vielleicht doch

Auch wenn sich der US-Präsident keine Zölle wünscht, lässt er momentan Sonderzölle auf den Import europäischer Autos prüfen. Diese würden vor allem deutsche Autobauer hart treffen. Die EU bereitet für diesen Fall weitere Vergeltungsmassnahmen vor.

Juncker plädierte vor dem Treffen für einen Verzicht auf weitere Zollerhöhungen und eine «Beruhigung der Gesamtlage», richtete aber auch eine Warnung an Trump: «Wenn es zu Autozöllen kommt, dann muss die EU Gegenmassnahmen ergreifen. Dazu sind wir bereit. Das haben wir nicht im Gepäck, aber im Kopf. Wir sind in der Lage, dass wir sofort adäquat antworten können.» Die EU werde «auf Augenhöhe verhandeln».

Whiskey und Harley werden Opfer von Trumps Handelskrieg

Video: srf

Widerstand der US-Autozulieferer

Trump bekam vor dem Treffen mit der EU-Spitze auch Widerstand im eigenen Land. So stellte sich der US-Dachverband der Autozulieferer gegen ihn. «Alle Autoproduzenten, ob in- oder ausländisch, sind gegen die Zölle», sagte Ann Wilson, Vizepräsidentin des Verbands Mema, dem «Handelsblatt».

Unter Autozöllen würden viele Betriebe in Amerika leiden. Gegen Trump wandten sich auch Hersteller von Garten- und Elektrogeräten. Vertreter beklagten in Washington, Firmen hätten die Produktion wegen Zöllen bereits herunterfahren müssen. 

Reaktionen aus der US-Politik

Auch im US-Senat regt sich unterdessen Widerstand gegen die Trump angedrohten Sonderzölle auf Autoimporte. Zwei Senatoren brachten am Mittwoch einen überparteilichen Gesetzentwurf ein, der die Einführung der Zölle verzögern würde.

Nach dem Entwurf des demokratischen Senators Doug Jones und seines republikanischen Amtskollegen Lamar Alexander müsste die US-Handelskommission ITC zunächst eine Studie über die Lage des amerikanischen Automarktes vorlegen, bevor Trump die Zölle verhängen könnte.

Trump wehrte sich vor dem Treffen gegen Kritik an den Strafzöllen von Senatoren aus seiner eigenen republikanischen Partei. «Jedes Mal, wenn ich einen schwachen Politiker sehe, der fordert, Handelsgespräche oder die Nutzung von Zöllen zu stoppen, um unfaire Zölle zu bekämpfen, frage ich mich, was sie denken? Sollen wir einfach so weitermachen und unsere Bauern und unser Land abzocken lassen?», schrieb Trump. Man dürfe keine Schwäche zeigen.

Reaktionen aus Europa

In Genf zeigte sich der Chef der Welthandelsorganisation (WTO), Roberto Azevêdo, alarmiert von den zuletzt gestiegenen Tendenzen, nationale Märkte durch Zölle abzuschotten.

«Ich fürchte um den Handel, um Arbeitsplätze, Kaufkraft und Gehälter. Wenn wir diesen Weg weitergehen, werden wir in jedem Land eine Konjunkturabschwächung sehen», warnte er. «Neue Hemmnisse bedrohen Wachstum, Arbeitsplätze und die Erholung der Weltwirtschaft.» Politiker müssten erkennen, dass die Wurzel solcher Entwicklungen das Ersticken des Handels ist. (sda/reu/dpa/vom)

Trumps Schimpftirade über Jimmy Fallon und Co.

Video: watson

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47
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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Hast 26.07.2018 16:04
    Highlight Wenigstens ist Herr Trump der EU schon sehr entgegengekommen, und damit sollte sie sich erst einmal zufrieden geben. Ob die Autozölle dennoch erhoben werden - sollte abgewartet, jedoch nie ausgeschlossen werden. Das hängt natürlich davon ab wie sich das Ganze weiterentwickeln wird. Ich persönlich schliesse diese Zölle nicht aus. Trotzdem kann die EU für einen Moment mal aufatmen. Herr Trump wie immer zeigte sich wieder einmal kompromissbereit!
    0 4 Melden
    • rodolofo 27.07.2018 07:19
      Highlight Diese "Sehr entgegengekommen" kommt mir sehr bekannt vor...
      Wenn man sich zuerst Meilenweit entfernt, kann man dann schon "sehr entgegenkommen".
      Die Frage ist dann einfach, ob man sich vorher weiter entfernt hat, als man später entgegengekommen ist, oder ob diese "Entgegenkommen" angesichts der nun sehr grossen Entfernung schon fast vernachlässigbar ist, oder nicht.
      Unter Trump haben sich die USA weit von dem entfernt, was ich von den USA und Europa eigentlich erwarten würde.
      Eigentlich ist das schon völlig "Jenseits", was Trump da macht...
      5 0 Melden
    • Gregor Hast 27.07.2018 22:11
      Highlight Ich finde die USA war uns noch nie so nah!
      0 1 Melden
  • C-Cello 26.07.2018 15:32
    Highlight Juncker ist nichts anderes als ein Handlanger der deutschen Autoindustrie. Würde die EU fairen Handel betreiben wäre es gar nie soweit gekommen.
    7 5 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 16:55
      Highlight Schwachsinn. Hohle Phrasen ohne Ende. Handel heisst immer noch der bessere verkauft Produkte. Der andere nicht. Statt heulen müsste die Amerikaner produziern was der Markt will
      3 4 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:37
      Highlight und auch Argumente und Fakten dazu?
      Die EU betreibt fairen Handel. Nämlich den Handel, den die Rechten hochhalten.
      Die Zölle der EU sind WTO-konform und absoulut legitim
      Geifern, spucken und andere als Feinde bezeichnen sind illegitim
      2 4 Melden
    • C-Cello 27.07.2018 14:36
      Highlight @Fabio74
      Die EU erhebt im Durchschnitt etwas höhere Zölle als die Vereinigten Staaten. Nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) liegt der EU-Schnitt bei 5,2 Prozent, in den USA werden im Schnitt 3,5 Prozent fällig. Auch wenn man die Zollsätze für einzelne Güter mit den importierten Mengen gewichtet, liegt Europa höher. Dieser gewichtete Zollsatz beträgt für die EU in der Summe 3,0 Prozent, in den USA sind es 2,4 Prozent.
      Zudem lässt die EU lediglich 26 Prozent ihrer Nicht-Agrar-Importe zollfrei ins Land. Die USA gewähren das für 48 Prozent der Einfuhren.
      2 0 Melden
  • rodolofo 26.07.2018 09:30
    Highlight Darum geht es also:
    Die US-Wirtschaft will zusammen mit der Trump-Regierung das TTIP-Freihandelsabkommen durchdrücken, damit sie Europa mit nicht deklariertem Gentech-Ramsch fluten können!
    Ich hoffe nur, dass die Europäische Union, die ja eigentlich auch vom "Big Business" dominiert und weitgehend "gekauft" ist, jetzt nicht einknickt und uns dieses (dann eben freiwillige) Einknicken nicht als Kompromiss verkauft!
    Zuversichtlich stimmt mich der gestrige Entscheid des EU-Gerichts, mit dem die neue Methode Crispr/CAS als Gentechnik definiert wurde und damit stark eingeschränkt werden soll.
    5 2 Melden
  • tychi 26.07.2018 09:18
    Highlight Zurück auf Feld "Start"...
    Zusammengefasst sind die USA und EU jetzt in etwa wieder da, wo sie gegen Ende der Amtszeit vom Obama waren. Denn mit Trump wurden bereits fortgeschrittene Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen auf Eis gelegt. Nun sind sie also wieder gleichweit.
    4 0 Melden
  • Petersilly 26.07.2018 08:48
    Highlight Ist doch die Taktik von Trump.
    Erst drohen und dann verhandeln.
    Bis jetzt haben sich alle einschüchtern lassen. Klappt also prima ...
    50 5 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 10:02
      Highlight Wer naiv ist glaubt dieses Märchen
      5 6 Melden
    • Jungle Head 26.07.2018 11:46
      Highlight Habe ich auch von Anfang an auch so gesehen.

      Ordnung aus dem Chaos. Ein klassischer Fall des Hegelschen Prinzips:

      https://gehirnwaschmaschine.wordpress.com/2014/10/06/das-hegelsche-prinzip/

      Die Plutokraten sind ja nicht auf den Kopf gefallen.

      Wahrscheinlich wird der der Schlussakt so sein: Keine Zölle mehr, die Aktien schiessen in die Höhe, das gemeine Volch kriegt aber durch diesen generierten Aufschwung ein paar Arbeitsplätze mehr, und Trump wird schlussendlich drüben gefeiert und wiegergewählt...

      1 2 Melden
  • w'ever 26.07.2018 08:42
    Highlight da hat trump den junker wohl mit einer flasche roten herumbekommen
    30 13 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 13:23
      Highlight Wer Trump ist Manager? Danke für den Lacher
      2 3 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 16:58
      Highlight Gas mehrmals konkurs ist Kategorie Niete.
      Too big to fail für die Banken. War zu viel Geld im spielen. Und der Name liess sich zu Geld machen.
      Wer als Bürger so einem hinterer läuft ist auch selber Schuld
      1 1 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:38
      Highlight @gas: Ja genau Pleite Donald ging als Geschäftsmann mehrmals pleite. Hat Tausende Arbeitsplätze vernichtet.
      Aber er muss ein toller Manager sein, scheitert zwar am elementarsten, aber dies ist ja nicht so wichtig
      3 1 Melden
  • tinted 26.07.2018 07:27
    Highlight Ist Junker überhaupt noch verhandlungsfähig?
    25 16 Melden
    • Gurgelhals 26.07.2018 09:59
      Highlight Juncker mag ein abgehalftertes Fossil sein, aber in diesem Fall, wo es der EU primär daran gelegen ist, dass sich möglichst nichts ändert (keine Strafzölle *und* kein Einknicken in grundlegenden handelspolitischen Fragen), ist er wohl die richtige Person. Die Dinge hinauszögern aber mit blumiger Technokratensprache zu suggerieren, dass da gerade grosse Grundsatzentscheide getroffen wurden, während eigentlich alles beim Alten bleibt – das kann er.

      Eigentlich also der ideale Verhandlungspartner für Trump. Dessen politische Währung ist ja auch rein fiktiv.
      4 1 Melden
    • spekkhogger 26.07.2018 12:18
      Highlight Immerhin scheint es so, als ob er ohne Hilfe am Rednerpult stehen kann.
      3 2 Melden
  • Alice36 26.07.2018 07:07
    Highlight Wo ist denn da die Einigung? Jetzt wird weiter palavert, Verzeihung verhandelt, und die Zölle werden bestehen bleiben. Ein wenig verändert aber trotzdem da. OK für mich da ich eh keine Lust auf US Genfood und Hormonfleisch habe. Anyway, ich hätte gerne gesehen wie Junker den Trumpel ableckt wie er das jeweils bei unseren Bundesrätinnen macht ;-)
    25 6 Melden
  • Carlitos Fauxpas 26.07.2018 06:32
    Highlight Mit Handelskriegen oder sonstigen Kriegen aller Art hat noch keiner etwas substanzielles/nachhaltiges gewonnen. Im Gegenteil alle wirklich alle verlieren auch diejenigen die scheinbar einen kurzfristigen Profit daraus ziehen werden auf lange Sicht bei den Verlierern sein. Dieses erzwungene und würdelose Geplänkel zeugt von wenig Fortschritt und stellt jegliche Hoffnung auf Besserung für alle in Abrede.
    60 16 Melden
    • rodolofo 26.07.2018 09:36
      Highlight Das ist "Alte Schule" von "Knallharten Verhandlern".
      Erst Maximalforderungen stellen und massiv drohen, dann ein Entgegenkommen erwarten und sanft säuseln, dass man endlich "sachlich miteinander sprechen" und in Freundschaft mit einander sprechen solle.
      Aber wereliwer hat denn mit seinen rabiaten Aktionen und seinen egozentrischen Forderungen die Emotionen angefacht wie ein Brandstifter, der -als Feuerwehrmann verkleidet- Benzin ins Feuer spritzt?!
      Oh nein, auf diesen Trick falle ich ganz sicher nicht rein!
      Vergiss es einfach, Donald Trump!
      Lass mich in Ruhe mit Deinem Scheiss!!!
      4 1 Melden
  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 26.07.2018 06:28
    Highlight Trump hat was er will und der Druck auf Junker ist riesig. Schon bald muss die EU wohl zusätzlich ihre unfairen Zölle auf US Autos aufheben.

    USA : EU 1:0, kurz vor dem 2:0
    46 99 Melden
    • Amboss 26.07.2018 06:57
      Highlight Wo kannst du da das 1:0 oder gar das 2:0 erkennen?

      Die EU nimmt ein Bisschen Gas und Soja, dafür fällen Trumps Zölle weg...
      Aus meiner Sicht allerhöchsten ein erduseltes Unentschieden für Trump
      16 17 Melden
    • felixJongleur 26.07.2018 07:27
      Highlight Na dann werden die Europäer den us-Autohändlern sicher bald die Bude einrennen ;)
      14 5 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 08:16
      Highlight Träum weiter deine feuchten Träume
      20 17 Melden
    • Sauäschnörrli 26.07.2018 10:38
      Highlight Und dann fahren plötzlich ganz viele Chevys durch Deutschland, wie es sich Trump gewünscht hat.

      Dann fahren einfach alle Corvette oder Camaro, denn was anderes gibt es offiziell gar nicht zu kaufen.

      https://www.chevrolet.de

      Moment mal, könnte es also sein, dass keine Chevys durch Deutschland fahren, weil man in einem Land in dem der Golf das meistverkaufte Auto ist, mit 2-türigen Coupes mit mindestens 275 und für Preise ab 40'000€ aufwartet, man vielleicht gar keinen Massenmarkt bedienen will?
      3 1 Melden
  • Jein 26.07.2018 06:24
    Highlight Der US-Präsident hat schon ein sehr eigentümliches Verständnis von "Fairness"...
    70 21 Melden
    • Carlitos Fauxpas 26.07.2018 06:45
      Highlight Sein Zwang sich über alles und jeden zu stellen, sich ständig in den Vordergrund zu drängen, Verbündete an der kurzen Leine zu führen und wo immer möglich zu demütigen, ist eine erbärmliche Masche gegenüber dem Konsens verpflichteter und völlig konträr zu seinem demütigen und schwanzwedelnden Verhalten gegenüber Diktatoren.
      21 3 Melden
    • Redly 26.07.2018 08:00
      Highlight Ein Kriterium von Fairness könnte sein, wer höhere Zölle hat. Aktuell ist dies die EU, nicht die USA.
      13 10 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 10:06
      Highlight @redly Null Ahnung aber davon viel.immerhin.
      Die EU-Zölle sind konform zur WTO.
      Aber die Strafzölle von Pleite-Donald eben nicht.
      Fairness heisst, dass man weder droht, noch den anderen als Feind bezeichnet und schon gar nicht mit Strafzöllen belegt
      4 6 Melden
    • Redly 26.07.2018 13:36
      Highlight Fabio: schön, wie du die meisten deiner Kommentare mit Beleidigungen ergänzt. Spricht für...
      Zur Sache - Lesehilfe: die Höhe der Zölle hat eine Bedeutung, da sie den Handel direkt beeinflussen - und ein Kern fairer Handelsbeziehungen sind. Ich sage, dass dies ein Kriterium ist.
      Du sagst, dass die WTO-Konformität ein Kriterium ist. Schön, dem hat hier gar niemand widersprochen. Iss ein Snickers... 😂
      Allerdings: die WTO-Konformität ist meines Wissens noch nicht geklärt. Wenn doch, poste bitte den Link zum Urteil.
      2 2 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 17:04
      Highlight @redly Bin gern direkt und schwafle nicht rum. Hat Trump bei der WTO Klage eingereicht? Vermutlich nicht. Ein Urteil gibt es wenn einer Klage eingereicht hat.
      Wenn die EU-Zölle vertraglich geregelt sind, haben die USA diese akzeptiert. Wer sie ändern will verlangt Verhandlungen und diffamiert den Gegner nicht als Feind. Und dies hat mit Fairness, Anstand, Moral und Respekt zu tun, hat aber am rechten Rand keine Bedeutung.
      Man jubelt einem gescheiterten Geschäftsmann Hinterher, dessen "Sieg" ist, keine neuen Zölle solange verhandelt wird. Sprich defacto nichts erreicht.
      1 5 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 22:42
      Highlight @redly Man muss direkt sagen worum es geht.
      Die EU-Zölle sind vertraglich mit den USA geregelt und entsprechen WTO-Regeln,
      Wenn Trump dies nicht akzeptiert, muss er halt klagen und ein Urteil abwarten.
      Änderungen erreicht man nicht mit geifern und twittern sondern mit Verhandlungen auf Augenhöhe, Respekt und Anstand.
      Alles Werte was Rechtsaussen nichts mehr wert ist, ist mir bekannt.
      Aber wer den Geschäftspartner als Feind diffamiert hat jede Selbstachtung verloren
      Seine xfach Konkurse machen das Bild der Niete perfekt.
      Aber ich lass euch eure feuchten Träume
      2 5 Melden
  • walsi 26.07.2018 06:16
    Highlight Diese Runde dürfte wohl an Trump gehen. Es werden keine weitere Zölle eingeführt, die EU verpflichtet sich dafür von den USA mehr Waren abzunehmen, Soja und Erdgas. Natürlich werden die Europäer versuchen dieses als Erfolg darzustellen, damit sie ihr Gesicht nicht verlieren.
    41 61 Melden
    • Anam.Cara 26.07.2018 07:17
      Highlight Genau so funktioniert Polotik, Walsi. Man poltert herum, provozirt und findet am Schuss einen Weg, bei dem es jeder so drehen kann, als hätte er gewonnen.
      Typischerweise wird die Lösung in irgend einer Weise den einfachen Bürgern schaden. Aber das kümmert keinen am Verhandlungstisch...
      15 2 Melden
    • FrancoL 26.07.2018 07:33
      Highlight Wer genau wollte Zölle einführen? Und in welchem Land versucht man doch gleich mit einem Gesetzesentwurf die möglichen Einführung genau dieser Zöllen zu erschweren?
      Die Abnahme von Soja und Erdgas, die sicherlich zu Konkurrenzpreisen ist dann auch nicht der letzte Schrei.
      13 2 Melden
    • Froggr 26.07.2018 08:12
      Highlight Die likes/dislikes hier zeigen, wie blind man sein kann. Unglaublich..
      Hauptsache gegen Trump.
      16 26 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 08:19
      Highlight Absichtserklärungen mehr nicht. Keine neuen Zölle solange Verhandlungen laufen. Wie erfolgreich die sind sehen wir dann.
      Wenn Juncker Trumps Niveau aufnimmt, ändert er heute seine Meinung um 180°
      6 9 Melden
    • swisskiss 26.07.2018 09:11
      Highlight Froggr: Kritik zu üben, dass Soja den Europäern verkauft wird, dass die Chinesen nicht mehr abnehmen, Flüssiggas zu liefern, das nicht mal 5% des russischen Gas ausmacht, ist NICHT Blindheit, sondern Kritik an der typischen trumpschen Show, etwas als Erfolg verkaufen zu wollen, das weder der Realität entspricht, noch den definierten Zielvorgaben.

      Vergessen, dass Trump einen Handelskrieg begonnen hat, um seine Stahl- und Aluindustrie zu schützen, das Handelsdefizit zu verringern und Arbeitsplätze in die USA zu holen?

      Nicht eines dieser Ziele wird durch die Vereinbarung mit der EU erreicht.

      5 1 Melden
    • FrancoL 26.07.2018 09:26
      Highlight @Froggr; Und nun deinerseits noch etwas zum Thema? Oder schränkst Du Dich auf das Zählen der Herzen und Blitzen?
      5 2 Melden
    • Gurgelhals 26.07.2018 09:33
      Highlight @FrancoL
      Das mit den Sojabohnen beruht gar nicht auf einer politischen Einigung. Hier spielen bloss die Marktkräfte: Wegen Chinas Strafzöllen auf US Soja weichen chinesische Abnehmer auf Soja aus Brasilien aus und anstelle von China kauft jetzt halt die EU, die bisher Hauptabnehmer von brasilianischem Soja war, das durch die gesunkene Nachfrage billigere US Soja.

      Die ganze Erklärung ist substanzloses und vor allem komplett unverbindliches Dampfgeplauder – wie immer bei diesen Trump-Gipfeln. Die ganze Sache wird auf die lange Bank geschoben, was in diesem Fall sicher nicht schlecht ist.
      4 1 Melden
    • demokrit 26.07.2018 10:12
      Highlight Eine ausgeglichene Handelsbilanz schadet dem einfachen Bürger eher nicht. Dieser Deal schadet viel eher der Umwelt. Es ist nämlich kein Erdgas. Flüssiggas fällt bei der Erdölraffinierung und bei der Förderung von Erdöl an. Also zu gut Deutsch: Beim fragwürdigen amerikanischen Fracking. Deklarieren müssen unsere Grossverteiler diese Herkunft ebenso wenig, wie die Herkunft von saudischem Brennstoff.
      2 1 Melden
    • Fabio74 26.07.2018 10:12
      Highlight @froggr Falsch. Auch wenn ihr Opfer spielen wollt.
      Trunp hat null erreicht. Seunen Handelspartner als Feind bezeichnet. Geheult wie unfair die Welt ist, wenn die EU nach WTO-Regeln spielt. Strafzölle verhängen tönt nicht nach Verstand.
      Sein Dilemma: Weder China noch die EU sind eingeknickt. Vielmehr versetzten beide gezielte Nadelstiche die am richtigen Ort weh tun.
      Und mit der Verhandlungsbereitschaft nimmt man Trump weiteren Wind aus den Segeln.
      Jetzt existiert eine Absichtserklärung, keine weiteren Zölle solange verhandelt wird.sprich viel heisse Luft
      5 4 Melden
    • demokrit 27.07.2018 09:24
      Highlight Die EU ist beim Flüssiggas durchaus eingeknickt (darum ist der Narziss Macron auch verärgert). Unter dem Strich ist es wohl dennoch vernünftig. Denn Trumps Anliegen einer ausgeglicheneren Handelsbilanz ist verständlich und ein Entgegenkommen (Deal) hilft bei einem Narziss eher, als die chinesische Angst vor dem ständigen Gesichtsverlust.
      1 1 Melden

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