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Medical staff wearing protective suits carry the coffin containing the body of Assunta Pastore, 87, after she passed away in her room at the Garden hotel in Laigueglia, northwest Italy, Liguria region, Sunday March 1, 2020. The woman, part of a group of elderly tourist from the Lombardia region, tested positive of the COVID-19. The hotel has been placed under quarantine as Italy continued to scramble Sunday to contain the spread of the corona virus. (AP Photo)

Während der Corona-Pandemie wurden Särge von Verstorbenen aus Bergamo in andere Städte transportiert, da lokale Friedhöfe und Krematorien überlastet waren. Bild: AP

Italienische Studie besagt: Zahl der Corona-Toten vermutlich noch viel höher als bekannt

In zwei neuen Publikationen belegen Wissenschaftler, dass die allermeisten Covid-19-Opfer nicht an irgendwelchen Vorerkrankungen, sondern direkt an den Folgen des Coronavirus starben.

Kevin Capellini / ch media



Es ist die zentrale Frage, über welche Regierungen, Gesundheitsämter und die Gegner von strengen Anti-Corona-Massnahmen streiten: Die tatsächliche Zahl der Covid-19-Todesopfer. Immer wieder war diese Zahl während der vergangenen Wochen und Monaten Gegenstand hitziger Debatten und sorgte für Kritik am Vorgehen von Regierungen.

>>> Alle News zum Coronavirus im Liveticker.

Während Gegner von Corona-Massnahmen nach Italien zeigten und behaupteten, es würden dort hauptsächlich jene (alten) Menschen am Virus sterben, die auf Grund einer Vorerkrankung sowieso schon bald gestorben währen, konnten italienische Forscher nun mit zwei Studien das Gegenteil beweisen. Es sei nicht so, dass Leute mit Vorerkrankungen mit dem neuen Coronavirus gestorben seien. Viel eher seien jene Menschen direkt an den Folgen der Covid-Erkrankung gestorben.

Daraus lasse sich schliessen, dass das Virus weniger harmlos sei, als bisher angenommen, da die Krankheit wohl für weitaus mehr Todesopfer verantwortlich sei, als man bisher angenommen habe, schreiben die italienischen Wissenschaftler der beiden Universitäten Mailand und Palermo in ihren Studien.

Bereits im April zeigten erste Analysen der italienischen Statistikbehörde Istat (Istituto Nationale di Statistica), dass das Land eine stark angestiegene Übersterblichkeit im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnete. Auch kamen die Forscher bereits damals zum Schluss, dass die Zahl der Corona-Toten noch viel höher sein muss, als dies in den eigenen offiziellen Statistiken angegeben wurde.

Bis zu 6000 Tote mehr pro Woche als bisher angenommen

In den beiden aktuellen Studien gingen die Wissenschaftler dieser Theorie nochmals nach und überprüften, wie viel mehr Menschen in Italien während der Corona-Pandemie im Vergleich zu den Vorjahren verstorben sind.

Da der italienische Staat selber kaum Statistiken zur Übersterblichkeit führt, diese Zahlen werden erst seit jüngerer Zeit erhoben, mussten die Forscher die Sterbezahlen von fast 1700 einzelnen italienischen Gemeinden - das sind etwa 20 Prozent aller Gemeinden Italiens - untersuchen und mit den Coronavirus-Sterbezahlen vergleichen.

Wie die Forscher schreiben, hätten sie dabei eine beträchtliche Übersterblichkeit in de untersuchten Gemeinden festgestellt. In den Vergleichsjahren (2015 bis 2019) seien jeweils zwischen dem 1. März und den 4. April um die 4000 Menschen pro Woche verstorben. Kumuliert habe es jeweils um die 20'200 Todesfälle in diesem Zeitraum gegeben.

Im Jahr 2020 lag die Sterblichkeit in den gleichen Gemeinden und im gleichen Zeitraum in bei teilweise bis zu 10'000 Menschen - pro Woche. Total sei es zu 41'329 Todesfällen gekommen. Dies ist mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zu den Vorjahren.

Grafik der Süddeutschen Zeitung zur Übersterblichkeit in Italien:

Bild

Die schwarze Linie zeigt die normale Sterblichkeit in der Lombardei. Ab dem 01.03. steigt die Zahl der ungeklärten Todesfälle (blau). Auch die Covid-Todesfälle (rot) steigen. Viele der ungeklärten Todesfälle sind gemäss neuer Erkenntnisse nun ebenfalls auf das Coronavirus zurückzuführen. Daten: Istat / Grafik: Süddeutsche Zeitung

Diese Zahlen überraschen, da die italienische Statistikbehörde und das nationale Gesundheitsamt ISS (Istituto Superiore di Sanità) für die besagten Gemeinden im Referenzzeitraum bisher etwa 5000 Todesfälle pro Woche und somit eine Übersterblichkeit von etwa 1000 Toten pro Woche angegeben haben.

Coronavirus in den meisten Fällen die direkte Todesursache

Anhand der neuen Zahlen gehen die Forscher jedoch davon aus, dass in den untersuchten Gemeinden eine Übersterblichkeit von bis zu 6000 Toten pro Woche verzeichnet wurde. «Die offizielle Zahl der Covid-19-Toten in Italien unterschätzt, wie in anderen Ländern auch, substanziell den tatsächlichen Anstieg der Mortalität während der Pandemie», schreiben die Autoren um Manfredi Rizzo und Nicola Montano dann auch in ihren Studien.

Diese Zahlen legen nahe, dass viele Menschen während der Corona-Pandemie zwar starben, ihre Todesursache jedoch nicht untersucht, respektive die Menschen nicht als Corona-Todesfall angegeben wurden - oft, weil Tote gar nicht mehr auf Covid-19 getestet wurden.

In den Fällen, in welchen Todesopfer jedoch auf das Coronavirus getestet wurden, zeigt sich gemäss der Wissenschaftler, dass das Virus in den meisten Fällen die direkte Todesursache gewesen ist.

Bild

Die Todesursachen bei Menschen aller Altersgruppen, die an Coronavirus erkrankten. In den meisten Fällen sind die Patienten direkt an den Virus-Folgen verstorben. Der jeweils blaue Teil in den Säulen ist die Prozentzahl der Covid-Todesopfer an der Gesamtzahl der Todesopfer. Daten-Quelle: ISS / Statistik: Istat

Für die Studie haben die Forscher der Universitäten Palermo und Mailand die Todesursachen von rund 4'942 Menschen untersucht, die eine laborbestätige Covid-19-Infektion gehabt haben. Dabei sei man zum Schluss gekommen, dass in 89 Prozent aller Fälle nicht eine Vorerkrankung zum Ableben geführt habe, sondern das Coronavirus die direkte Todesursache gewesen sei.

Coronavirus auch ohne Vorerkrankungen tödlich

Lediglich in 11 Prozent aller Fälle, seien die Menschen nicht am Coronavirus, sondern an einer Vorerkrankung wie etwa einem Herzleiden, Krebs, Diabetes oder Demenz verstorben. Mit zunehmendem Alter sei die Todesursache Coronavirus auch angestiegen. Bei Menschen unter 50 lag sie bei 82 Prozent, bei Menschen über 60 lag die bei 92 Prozent aller Todesfälle.

In ihrer Studie warnen die Autoren vor der Gefährlichkeit des Coronavirus. Über 28 Prozent der untersuchten Todesopfer seien vor der Covid-Infektion kerngesund gewesen und hätten nicht an einer Vorerkrankung gelitten. «In diesen Fällen gab es keinen anderen Grund, der zum Tod beitrug, als das Coronavirus», schreiben die Forscher.

Diese eigentlich gesunden Patienten seien dann an den Folgen einer schwerwiegenden Coronavirus-Erkrankung verstorben. In den allermeisten dieser Fällen sei dann eine Lungenentzündung der Auslöser für das Ableben gewesen. Weitere tödliche Komplikationen seien Ateminsuffizienz, Schock, Herzprobleme und Blutvergiftungen gewesen.

Die Erkenntnisse aus Italien bestätigen Vermutungen aus vielen anderen Ländern, wo die Sterberate (in Europa im März und April und in den USA im April und Juli) weitaus über den statistischen Vorjahreswerten liegt. Bis anhin gaben die vorläufigen Daten zur Übersterblichkeit nur ein unvollständiges Bild der Coronavirus-Todeszahlen ab, da die Übersterblichkeit in diesem Jahr - etwa in Frankreich, Spanien, den USA, den Niederlanden und Grossbritannien - höher ist als die Zahl der tatsächlich bestätigten Coronavirus-Toten.

Durch die Erkenntnisse der italienischen Wissenschaftler kann nun davon ausgegangen werden, dass die tatsächliche Zahl der Coronavirus-Toten in den meisten Ländern höher ist, als dies bisher offiziell angegeben wurde. (bzbasel.ch)

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • WHYNOT 23.07.2020 14:02
    Highlight Highlight Der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel und in der Staatskasse ist - wen wundert es - wieder mal Ebbe. Italien inklusive Ndrangheta & Co. inklusive erhält gerade den grössten Anteil am EU-Mega-Paket, welches die EU verabschiedet hat und es ist das Land der tragischen grossen Opern-Inszenierungen von Pucini, der Filme Federico Felinis und Meisterin der grossen Theaterinszenierungen, auch beim Calcio.... ein Schelm der böses denkt und Zahlen ernsthaft zu hinterfragen wagt und erst Recht wer dies noch auszusprechen wagt....e la nave va! Buon Appetitio a tutti.
  • Maya Eldorado 23.07.2020 11:27
    Highlight Highlight So ein paar Gedanken:
    Statistiken sind systemrelevant, unbedingt. An was sollen wir uns sonst halten.
  • SeboZh 23.07.2020 10:37
    Highlight Highlight Wie ist das eigentlich wenn man sich an alle Regeln hält und sich aber dann auf der Arbeit evtl doch anstecken sollte. Wenn dann bleibende Schäden zurückbleiben, kann man da dann was machen? Rechtlich gesehen? Keine Lust auf Folgekosten welche nicht durch mich verursacht werden
  • Hillary Clinton 23.07.2020 10:16
    Highlight Highlight All die asymptomatischen mitrechnen und es ist nicht viel tödlicher als eine starke Grippe.

    Ob es der Panikfraktion passt oder nicht - ihr tut so als wäre es die neue Pest.
  • Tschowanni 23.07.2020 09:59
    Highlight Highlight QIhr wollt mir hier doch nicht wirklich weismachen bei Menschen über 70ig lediglich bei 10% eine Vorerkrankung bestanden hat? Die sind ja besonders gesund, die Italiener.
    • Revan 23.07.2020 15:01
      Highlight Highlight Nein, wollen sie nicht. Das steht ja so auch nirgens.
  • Super8 23.07.2020 09:34
    Highlight Highlight "In ihrer Studie warnen die Autoren vor der Gefährlichkeit des Coronavirus. Über 28 Prozent der untersuchten Todesopfer seien vor der Covid-Infektion kerngesund gewesen und hätten nicht an einer Vorerkrankung gelitten. «In diesen Fällen gab es keinen anderen Grund, der zum Tod beitrug, als das Coronavirus», schreiben die Forscher."

    Wie alt waren diese 28% "Kerngesunden"?
    • MeinSenf 23.07.2020 11:38
      Highlight Highlight Ist Alter eine Krankheit?
    • Menel 23.07.2020 11:44
      Highlight Highlight @MeinSenf; genauer betrachtet, ja.
    • PlayaGua 23.07.2020 11:45
      Highlight Highlight @meinsenf

      Nein, aber es ist dennoch relevant, um die Gefährlichkeit eines Virus einzuschätzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HARPHYIE 23.07.2020 09:14
    Highlight Highlight Es sollte ja mittlerweile auch dem "systemkritischsten", den "erwachten" und allen anderen Realitätsverweigerern klar geworden sein, dass es sich eben NICHT um einen harmlosen Schnupfen handelt. Ich finde den Umgang mit dieser doch sehr ernsthaften Krankheit sehr fahrlässig, wobei es auch ins verzerrte Realitätsbild von vielen passt!
    • Saerd neute 23.07.2020 10:07
      Highlight Highlight HARPHYIE, die Realität ust dass kaum eine andere Krankheit so gründlich im Verlauf und Ausmass verfolgt wurde wie Corona. Die Realität ist auch dass wir Zahlen auf dem Tisch haben.
      97% der Todesfälle waren über 85j. und hatten mind. 1 Vorerkrankung, 80% der Erkrankten mit Alter über 80 jährig genesen wieder vollständig und das bei einer Lebenserwartung von knapp 84 Jahren.
      Das sind die Fakten.
      Da haben die Covid Beschwörer eine verzerrte Realität und kommen schon fast als Verschwörungstheoretiker daher.
  • Dave1974 23.07.2020 09:13
    Highlight Highlight Man hat in Italien ja schon lange von höchster Stelle eingeräumt, dass auch Leute zu den Covid-Verstorbenen gezählt werden, welche vielleicht gar nicht infiziert waren. "In Folge von Corona" hiess es mit dem Seitenblick auf das überlastete Gesundheitssystem.

    Natürlich kann man jetzt behaupten, dass die auch an Covid verstorben sind - auch, wenn man gleichzeitig wiederum anmerkt, dass viele nicht auf SARS-Cov2 getestet wurden.

    So oder so schlimm, aber macht das Virus nicht gefährlicher oder weniger gefährlich, denn wenn man so überrumpelt wird, darf man andere Fragen stellen.
  • Froggr 23.07.2020 08:56
    Highlight Highlight Klar gab es mehr Todesfälle durch Covid als aufgezeichnet wurden. Jedoch gibt es auch viel viel mehr Ansteckungen als registriert wurden. Das heisst die Todesrate ist in Tat und Wahrheit viel tiefer als man denkt.
    • Ritiker K. 23.07.2020 12:09
      Highlight Highlight In Stockholm ging man von einer Ansteckungsquote von 20% aus. In einer Antikörperstudie fand man bei 7,3% der Personen hinweise auf eine Ansteckung.

      Eine Dunkelziffer ist zweifelsohne vorhanden. Jedoch wird diese teilweise massiv überschätzt.
  • hs52 23.07.2020 08:36
    Highlight Highlight Studie Nr. 629. Ich warte bis die nächste Studie kommt, die das Gegenteil behauptet.
  • Erklärbart. 23.07.2020 08:29
    Highlight Highlight Die rechnen komisch in Italien.
    Ich habe einen Screenshot von Countrymeters vom 26. März 2020 - Bevölkerungsuhr von Italien.

    Habe diese "Uhr" heute wieder angeschaut und kurz gerechnet.

    Anzahl Tote Total bis am 26. März 2020: 136'041
    Da war das Jahr 2020 86 Tage alt. 136'041 : 86 = 1'581.9

    Anzahl Tote Total für 2019: 579'244
    2019 hatte 365 Tage. 579'244 : 365 = 1'586.9

    Stand heute, am 25. Juli: 324'465 Tote
    2020 ist 205 Tage alt. 324'465 : 205 = 1'582.8

    Somit sterben heute, trotz Corona, ca. 4 Menschen weniger pro Tag als 2019.

    Kann auch sein dass Countrymeters lügt...
    • lilie 23.07.2020 10:49
      Highlight Highlight @Erklärbart: Gemäss Artikel hat der Staat gar keine aktuellen Zahlen, und wenn die Forscher nicht an aktuelle Zahlen kamen sondern stattdessen einzelne Gemeinden anfragen mussten, dann hat Countrymeters mit Sicherheit auch keine aktuellen Zahlen.

      Die ähnlich aufgebaute Website worldometer.com verwendet einen Algorithmus, der die Zahlen für den heutigen Tag schätzt.

      Falls das countrymeter auch tut (sie schreiben leider nirgends, wie sie auf ihre Zahlen gekommen sind), dann ist es kein Wunder, dass die Zahlen ganz einfach auf jenen des Vorjahres basieren...
    • Revan 23.07.2020 10:51
      Highlight Highlight Countrymeters lügt nicht, man muss nur lesen wie ihre Daten berechnet werden. Dann wird schnell klar, dass es sich hier nicht um tatsächliche Zahlen handelt sondern um Hochrechnungen basierend auf Bevölkerung und durchschnittlicher Lebenserwartung.
      Oder dachtest du im Ernst die Seite könne die Toten quasi in Echtzeit darstellen?
  • GetReal 23.07.2020 08:13
    Highlight Highlight Die Frage ist nach wie vor: Was war wirklich Todesursache und was war nur Auslöser? Nur 28% der Todesfälle waren kerngesund, bevor sie sich mit COVID-19 infizierten. Und genauso, wie es "unentdeckte" COVID-19 Todesfälle geben dürfte, wird es auch unentdeckte Vorerkrankungen gegeben haben. Mit Statistiken kann man alles sagen, was einem gerade passt ;-)
    • Wiedergabe 23.07.2020 08:25
      Highlight Highlight Nein!
      Z B. dass Corona ungefährlich oder nur so gefährlich wie eine normale Grippe ist, kann man jedenfalls mit keiner einzigen Statistik aussagen.
      Ausserdem geht es darum, klare Tendenzen festhalten zu können um eine gute Abschätzung zu machen. Gewisse Unschärfefaktoren sind vorhanden, beeinflussen das grosse Bild jedoch nicht und können auch nicht zu komplett anderen Schlüssen interpretiert werden.
    • Oigen 23.07.2020 08:45
      Highlight Highlight "Nur 28% der Todesfälle waren kerngesund, bevor sie sich mit COVID-19 infizierten"

      Nur?
      ist ne heftige quote für ne "einfache grippe"
    • Mijasma 23.07.2020 08:59
      Highlight Highlight Sorry aber das Argument ist einfach Mist. Mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes kann man auch 80 und mehr werden. Wenn er dann an covid 19 stirbt, dass auf die Vorerkrankungen zu schieben ist einfach eine krasse Verzerrung der Tatsachen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PlayaGua 23.07.2020 08:09
    Highlight Highlight Die Studie muss man auch unter den Vorbehalt stellen, dass das Gesundheitssystem in Italien überlastet war. Das sorgt natürlich für zusätzliche Tote - ob Corona oder nicht.
  • Thomas G. 23.07.2020 08:08
    Highlight Highlight "weniger harmlos". Mit anderen Worten: noch gefährlicher!
  • Stinkstiefel 23.07.2020 08:04
    Highlight Highlight Da kommen die Statistiker auf ein komplett anderes Ergebnis als der Hamburger Rechtsmediziner, der über 100 verstorbene Patienten obduziert hat.

    Hätte gerne etwas über die Forschungsmethode erfahren, aber das ist leider nicht nachvollziehbar.
    • ands 23.07.2020 09:18
      Highlight Highlight Püschel hat eine Prognose zur Übersterblichkeit über ein ganzes Jahr gewagt. Diese Studie betrachtet die Übersterblichkeit über wenige Monate. Die zwei können sich gar nicht widersprechen. Es ist möglich, dass beide richtig liegen. Oder dass Püschel falsch liegt. Aber die Statistik kann nicht falsch sein. Die Menschen sind gestorben. Man kann sie höchstens falsch interpretieren (z.B. dahingehend, dass sie Püschel widersprechen würde...). http://h
    • bokl 23.07.2020 10:40
      Highlight Highlight Tote in Hamburg sind für eine Statistik aus Italien ja auch wahnsinnig relevant.
    • Stinkstiefel 23.07.2020 13:34
      Highlight Highlight Selbstverständlich kann eine Statistik falsch sein, wenn die darin enthaltenen Daten fehlerhaft sind. Wenn die italienische Statistik sagt, dass 90% der Patienten ursächlich an Covid-19 verstorben sind, dann würde ich gerne wissen, ob das aus einem statistischen Datensatz extrapoliert wurde, oder empirisch (durch Obduktionen) erhoben wurde.

      @bokl Natürlich ist das relevant. Wenn das selbe Virus in Italien fast immer und in Hamburg fast nie die Todesursache war, dann ist diese Diskrepanz erklärungsbedürftig. Daher die Frage: Wir wurden die Daten erhoben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • pop_eye 23.07.2020 07:57
    Highlight Highlight Wer italienisch versteht sollte sich mal im TV die verschiedensten Sendungen (Talk) anschauen. Ich glaube es ist das einzigste Land auf dieser Kugel wo dermassen heftig debattiert wird - und das öffentlich zwischen Politikern, Medizinern etc. Leider bei uns nach wie vor ein NoGo!

    Zudem hat die Uni Rom eine Arbeit erlassen die schrecklich ist. Im Norden wo der Hotspot war, gibt es auf 100'000 Einwohnern lediglich 0.8 Intensivbett. Man stelle sich vor nicht mal 1 Bett für einen Schwerkranken!

    Es kann auch sein, dass die tatsächlichen Toten viel tiefer sind! Ja, seit Covid könnte viel sein!
  • Triple A 23.07.2020 07:56
    Highlight Highlight Also: Hygienemassnahmen umsetzen, Maske tragen und auf eine Impfung hoffen!
    • Michael Heldner 23.07.2020 08:30
      Highlight Highlight Naja nach aktuellen Studien kann es gut sein, dass eine Impfung sinnlos ist, da wir die Antikörper (außer bei schweren Verläufen) nicht lange behalten. Und die wenigsten dürften scharf drauf sein sich - überspitzt geschrieben - 4 mal pro Jahr impfen zu lassen
    • Coffeetime ☕ 23.07.2020 08:45
      Highlight Highlight Michael, jetzt habe ich gerade "überspritzt" gelesen 🙄😂👍🏻
    • COVID-19 ist Evolution 23.07.2020 08:46
      Highlight Highlight Antikörper sind für die Bekämpfung einer Infektion relevant. Für Immunität spielen sie eine untergeordnete Rolle, da kommen andere Zellen wie T-Helfer zum Zug. Die öffentliche Diskussion ist in diesem Punkt leider total quer gelaufen als festgestellt wurde dass die Antikörper relativ schnell wieder abbauen. Über eine Immunität sagt das aber nichts aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nonkonformist 23.07.2020 07:54
    Highlight Highlight Na klar, die passende "Studie" ist scho bereit, um die Panik vor dieser Grippe hochzuhalten. Dabei zeigen die Zahlen klar, dass kaum mehr Leute gestorben sind als sonst. Und schon gar keine junge, gesunde Menschen.
    Solche Studien sind nichts als Propaganda.
    • ands 23.07.2020 21:25
      Highlight Highlight Die Zahlen aus Norditalien - welche dieser Studie zugrunde liegen - zeigen, dass dort mehr Menschen gestorben sind als sonst. In der Schweiz war dies glücklicherweise in vielen Regionen nicht der Fall. Das bedeutet aber nicht, dass das Virus nicht gefährlich ist. Es hat sich bloss bei uns weniger stark verbreitet.
      An der Grippe sterben jedes Jahr viele Menschen. Während der Grippesaison gibt es auch eine Übersterblichkeit. Der Vergleich wäre also ziemlich treffend. Nur gibt es für die Grippe eine Impfung, mit welcher man die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft schützen kann...
  • Thanatos 23.07.2020 07:40
    Highlight Highlight "...bald gestorben währen,..."


    Ernsthaft?
    • Seth 23.07.2020 07:53
      Highlight Highlight Isch halt no früeh ;)
    • De-Saint-Ex 23.07.2020 07:54
      Highlight Highlight doch doch... ist schon richtig: jeder Mensch stirbt mal, „bald“ ist immer relativ... und wenn sich Dein „ernsthaft?“ auf wäHren beziehen sollte... schön hast Du ansonsten keine „Probleme“...
    • Triple A 23.07.2020 07:57
      Highlight Highlight Inhalt vor Rechtschreibung!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jaklar 23.07.2020 07:14
    Highlight Highlight War ja eigentlich für jeden klar, dass das virus ein killer ist.
    Aber viele leute die von einer art grippe reden, sind einfach nur ignoranten und besserwisser.
    Es wäre katastrophal herausgekommen, wenn der bundesrat nicht auf die wissenschaftler gehört hätte.
  • Jonas der doofe 23.07.2020 07:11
    Highlight Highlight Ist jetzt nicht wirklich eine Überraschung. Der ganze Zahlensalat und all die Vergleiche waren sowiso für die Katz. Zählen wir die Übersterblichkeit von 2020 und 2021, dann wissen wir plusminus, wieviele Tote Corona verursacht hat. Ich glaube noch immer, dass viele Alte sozusagen 1 Jahr zu früh verstorben sind. Das sollte sich dann in einer stark reduzierten Über(unter) sterblichkeit im 2021 zeigen.
    Das ist natürlich für Angehörige kein Trost und macht das krasse Versagen von Regierungen wie zb GB oder USA nicht besser.
  • elco 23.07.2020 06:51
    Highlight Highlight Hochbetagte sterben oft an einem Virus. Darum haben wir nun seit Wochen eine Untersterblichkeit in diesem Altersbereich.
    • COVID-19 ist Evolution 24.07.2020 13:47
      Highlight Highlight Was für eine Überraschung!
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