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In this image made available on Tuesday April 16, 2019 flames and smoke rise from the blaze after the spired toppled over on Notre Dame cathedral in Paris, Monday, April 15, 2019. An inferno that raged through Notre Dame Cathedral for more than 12 hours destroyed its spire and its roof but spared its twin medieval bell towers, and a frantic rescue effort saved the monument's

Die Welt schaute am Montag verzweifelt zu, wie die Pariser Feuerwehr gegen den Brand im Dach der Notre-Dame-Kathedrale kämpfte. Bild: AP/AP

«Es ist eben nicht nur toter Stein»: Warum uns der Brand der Notre-Dame so beschäftigt

In Paris ging am Montag die berühmten Notre-Dame-Kathedrale in Flammen auf. Noch am selben Abend werden mehrere Hundert Millionen Euro für den Wiederaufbau gespendet und es treffen Beileidsbekundungen aus der ganzen Welt in Frankreich ein. Doch warum löst die Zerstörung alter Gebäude bei uns eine solch tiefe Bestürzung aus? Archäologe Urs Niffeler gibt Antwort.



Herr Niffeler, warum berührt der Brand der Notre-Dame Menschen auf der ganzen Welt?
Urs Niffeler:
Einerseits ist die Kathedrale weltbekannt. Viele Menschen haben Paris bereits einmal besucht und können sich so persönlich an den wunderschönen Bau erinnern. Andererseits hat die Notre-Dame auch einen grossen ideellen, geistesgeschichtlichen und künstlerischen Wert.

Zur Person

Urs Niffeler ist Archäologe und Zentralsekretär von Archäologie Schweiz. Der Verein besteht seit 1907 und setzt sich sowohl für das Forschungsfeld der Archäologie als auch für den Heimat- und Kulturgüterschutz in der Schweiz ein.

Was meinen Sie konkret mit ideellem Wert?
Bauten wie der Notre-Dame oder die Stätten in Palmyra, die teilweise vom «IS» zerstört wurden, stellen eine Verbindung zu unserer Vergangenheit dar. Sie sind Quellen unserer Identität. Mit der Beschädigung oder Zerstörung solcher Bauwerke wird diese Verbindung geschwächt oder ganz getrennt.

Also sind Bauten wie die Notre-Dame mehr als nur teure Gebäude?
Auf jeden Fall. Kulturgüter haben seit Menschengedenken eine wichtige Funktion für die Gesellschaft. Sie sind eben nicht nur toter Stein. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob diese Rückbesinnung auf historischen Tatsachen beruht oder nur ein Konstrukt der Gegenwart ist. Die Rütliwiese hat für viele Schweizer heute einen klaren Nationalcharakter, egal ob sich dort vor 700 Jahren drei Männer getroffen haben oder nicht.

In welchem Verhältnis steht nun der Brand in Paris mit den Ruinen in Palmyra?
Die Kathedrale besticht neben dem historischen Wert durch ihre offenkundige Schönheit. Viele Besucher werden von der Innenausstattung oder vom Gewölbe beeindruckt gewesen sein, als sie diese zum ersten Mal sahen. Solche Gefühle hallen nach dem Besuch nach und können durch die Neuigkeit, dass Notre-Dame beschädigt wurde, wieder ins Bewusstsein treten. Die Ruinen in Palmyra haben wohl die wenigsten Europäer je besucht; sie sind zumeist «nur» durch die Medien präsent geworden.

Ist diese Verliebtheit in die eigene Vergangenheit ein europäisches Phänomen oder gibt es das weltweit?
Ich würde nicht sagen, dass das Interesse nur in Europa stark ist. Auf der ganzen Welt werden Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende alte Kulturstätte gepflegt und geschützt. Ich denke dabei zum Beispiel an Machu Picchu in Peru oder an die chinesische Mauer. Auch in den USA, wo man noch nicht auf eine längere europäisch geprägte Geschichte zurückblicken kann, gibt es indianische Siedlungen aus der Zeit zwischen 700 und 1300, die rege besucht werden.

Der französische Präsident Emmanuel Macron will die Kathedrale innert fünf Jahren wiederaufbauen. Halten Sie das für einen realistischen Zeitplan?
Es ist schwierig, die Dauer des Aufbaus einzuschätzen. Einerseits kommt es darauf an, wie viel Ressourcen man bereit ist zu verwenden. Andererseits kann man auch nicht einfach 2000 Arbeiter einsetzen, die sich schliesslich auf der Baustelle auf den Füssen stehen würden. Die Restauration wird viel Handarbeit erfordern, deshalb ist das Ausmass bisher kaum abzuschätzen.

Nun sagen Kritiker, es gebe doch Wichtigeres, als eine Jahrhunderte alte Kirche zu restaurieren. Zum Beispiel den Klimawandel.
Ich finde es immer müssig, wenn man zwei wichtige, berechtigte Anliegen gegeneinander ausspielt. Natürlich ist der Kampf gegen den Klimawandel wichtig. Die Zerstörung des Dachs von Notre-Dame hat aber ebenso tiefe Spuren in der französischen Gesellschaft hinterlassen. Man sollte nicht Ja zum einen und Nein zum anderen sagen müssen.

Bereits als das Dach noch brannte, versprachen mehrere französische Milliardäre bereits Spenden in Millionenhöhe. Eine solche Unterstützung lässt der Kampf gegen den Klimawandel vermissen, klagen Klimaschützer.
Positiv interpretiert zeigt sich darin die alte patronale Verhaltensweise, dass man spendet, wenn es nötig ist – und natürlich der berechtigte Stolz vieler weiterer Menschen in Frankreich über ein bedeutendes Monument. Aber klar: Das Engagement nach einer solchen Katastrophe stellt die Spender durchaus in ein positives Licht. Doch wenn dabei etwas Gutes herausschaut, warum nicht. Es bringt hier nichts, diese Thematik mit dem Klimawandel zu konfrontieren.

Mitleidsbekundungen aus den USA.

Trotzdem dürfte die Verbundenheit zu alten Gebäuden in Europa grösser sein als in den USA. Oder nicht?
In Europa sind die Wege zu einem solchen Bau einfach kürzer. Natürlich hat dies einen Einfluss darauf, wie stark das Interesse an Archäologie und Kulturgeschichte im Allgemeinen ist. Dennoch gibt es Archäologie auf der ganzen Welt. Das Phänomen des Interesses an der eigenen Vergangenheit ist ein allgemein menschliches.

Obwohl diese Vergangenheit nicht immer nur schön war.
Natürlich. Auch die Notre-Dame wurden Ressourcen verwendet, die wohl zum Teil unter unschönen Umständen beschafft wurden. Bezahlt wurde das ganze von Allen, die Kirchensteuer bezahlen mussten – und natürlich von Menschen, die spendeten, nicht zuletzt, um beim Jüngsten Gericht auf ihre positiven Taten verweisen zu können. Für uns heute steht Notre-Dame aber nicht primär für die Ausbeutung der Menschen im Mittelalter, sondern für künstlerische, ideologische und technische Brillianz – vergessen wir nicht die Entwicklung, die Frankreich in der Zwischenzeit durchgemacht hat!

Sie haben in diesem Zusammenhang von einer wichtigen Funktion für die Gesellschaft gesprochen, die Kulturgüter heute ausüben. Können Sie dies noch etwas konkretisieren?
Kulturgüter sind Kristallisationspunkte für die Gesellschaft. Egal welches Geschlecht, welcher Bildungsabschluss oder welche Herkunft ein Franzose hat, jeder kennt die Notre-Dame. Menschen, die sonst nur sehr wenig miteinander zu tun haben, kommen so zusammen und verstehen sich als Mitglieder eines grösseren Ganzen, etwa eines Staates.

epa07511282 The two main towers of the Notre-Dame Cathedral are silhouetted against the sky in the aftermath of a fire that devastated the cathedral in Paris, France, 17 April 2019. A fire started on the afternoon of 15 April at one of the most visited monuments of the French capital.  EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

Morgendämmerung über der beschädigten Notre-Dame. Welche Auswirkungen hat der Brand auf Frankreich? Bild: EPA/EPA

Also könnte der Brand auch positive Effekte haben?
Ja, so morbide es auch klingen mag. Brände wie dieser haben schon öfters zu gewaltiger Mobilisation geführt. Als Beispiel könnte man den Wiederaufbau der Stadt Lissabon nach dem Erdbeben vom 1. November 1755 nennen, einer der verheerendesten Naturkatastrophen der europäischen Geschichte, auch wenn er teils mit harten Zwangsmassnahmen erfolgte. Ob Frankreich wieder näher zusammenrückt, wird man sehen; jedenfalls gingen bereits enorm viele Spenden ein.

Eine negative Folge der ideellen Aufladung solcher Stätten hat auch die Auseinandersetzung mit dem «IS» gezeigt. Dieser hat ja direkt vom Verkauf illegal ausgegrabener Kulturgüter profitiert.
Ich wünschte es wäre nicht so, aber ja. Es war so, dass der «IS» Kulturgüter ausgegraben und in alle Welt verkauft hat. Die Käufer haben es damit in Kauf genommen, dass sie faktisch die Terrororganisation unterstützt haben. Auf einer völlig anderen Ebene stehen Zerstörungen wie jene des Baaltempels in Palmyra oder der Buddhastatuen in Bamiyan: Die Zerstörung war in hohem Mass eine Machtdemonstration, wenn auch mit religiösem Mäntelchen. Die Botschaft lautete «ihr Westler könnte nichts ausrichten, wenn wir beschliessen, etwas von Euch hoch geschätztes zu zerstören – spürt Eure Ohnmacht!».

Was lässt sich dagegen tun?
Beim Handel mit Kulturgütern muss man auch bei den Käufern ansetzen. Solange eine Nachfrage besteht, wird sie befriedigt. Neben der Bekämpfung des illegalen Kunsthandels müsste man also das Sozialprestige des Besitzes solcher Werke beseitigen und den Kauf mit schändlichem Handeln konnotieren. Wenn die Nachfrage nach solchen Objekten sinkt, schwindet der Markt dafür.

Notre-Dame: Einschätzungen einer Kunsthistorikerin

abspielen

Video: srf/SDA

Brand in der Notre-Dame:

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mirischgliich 19.04.2019 07:29
    Highlight Highlight Notre-Dame gehört offenbar dem Staat und Milliardäre, die sonst das Steuern Zahlen vermeiden, spenden ihm plötzlich Hunderte Millionen.

    Weil sie dann als Sponsoren gelistet werden.

    Das ist doch genial!

    Alle Staaten sollten eine Sponsorenliste der Steuerzahler veröffentlichen und wofür das Geld verwendet wird.

    Dann zahlen die Reichen freiwillig!

  • Livia Peperoncini 18.04.2019 17:46
    Highlight Highlight "Grande Nation" war mal... Notre-Dame ist ein gutes Symbol für den Niedergang von Frankreich. Die historischen Bauwerke in der Provinz sehen ja noch viel schlimmer aus... ausser natürlich die schönen "Schlösschen" die einer reichen Familie gehören.
  • DomKi 18.04.2019 10:27
    Highlight Highlight Interessant: so kurz vor Ostern das Feuer, Brandstiftung? Hochinteressant: das Kreuz und der Altar sind unzerstört. @Waton: warum zeigt ihr diese Fotos nicht?
    Benutzer Bild
    • Martin Lüscher 18.04.2019 11:31
      Highlight Highlight @DomKi: Deine Frage an uns ist leider faktenfrei. Du findest das Bild z.B. in diesem Artikel vom Dienstag: https://www.watson.ch/international/frankreich/554125617-notre-dame-in-paris-diese-bilder-zeigen-die-zerstoerung-der-kathedrale
    • Lady Shorley 18.04.2019 13:10
      Highlight Highlight DomKi: was möchtest du uns denn mit deinem Kommentar genau sagen?
      hast du etwa eine Verschwörung gewittert? Wenn ja, lass uns doch daran teilhaben...
    • DomKi 18.04.2019 17:12
      Highlight Highlight @Lady Shorley: Verschwörung? Warum? Ich habe nur gesagt "Interessant und hochinteressant". "Verschwörung" ist wohl deine Interpretation.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerMeiner 18.04.2019 10:04
    Highlight Highlight Man stelle sich das Berner Stadtbild ohne Münster vor. Luzern ohne Holzbrücke usw. Dass spenden eingehen für den Wiederaufbau ist mehr als verständlich.
  • PC Principal 18.04.2019 07:54
    Highlight Highlight Diese Kathedrale gehört übrigens nicht der Katholischen Kirche sondern dem Französischen Staat. Man muss auch nicht gläubig sein um den historischen und kulturellen Wert anzuerkennen.
  • PC Principal 18.04.2019 07:50
    Highlight Highlight Es wird aber auch sehr viel Geld für Sinnloseres ausgegeben als für die Rettung eines historischen Meisterwerks.
  • Aedu 18.04.2019 07:28
    Highlight Highlight Ich denke diese Textstelle sagt alles aus!

    Ich finde es immer müssig, wenn man zwei wichtige, berechtigte Anliegen gegeneinander ausspielt. Natürlich ist der Kampf gegen den Klimawandel wichtig. Die Zerstörung des Dachs von Notre-Dame hat aber ebenso tiefe Spuren in der französischen Gesellschaft hinterlassen. Man sollte nicht Ja zum einen und Nein zum anderen sagen müssen.
  • vera.vox 18.04.2019 07:11
    Highlight Highlight Der Notre Dame zeugte von Jesus Christus, seinen Lehren, seinem Leiden, seinem Sterben und seiner Auferstehen für uns Menschen.
    Wir trauern um das Zentrum der Pariser Christenheit, die ein Raub der Flammen wurde.
    Aber noch viel grauenhafter ist das Schwinden des Glaubens unter uns allen. Erschütternd, denkt man an die vielen Seelen die auch in auch in Flammen aufgehen werden.

    • Liselote Meier 18.04.2019 10:11
      Highlight Highlight Tja zum Glück bin ich nicht in diesem Miesepeter Verein.

      Im Himmel beim fliegenden Spagettimonster gibt es sogar ein Biervulkan, richtig gelesen einen Biervulkan!
    • Brett-vorm-Kopf 18.04.2019 11:43
      Highlight Highlight Biervulkan? Sign me in!
  • Todesstern 18.04.2019 05:52
    Highlight Highlight Beschäftigt mich gar nicht.

    Was eher beschäftigigt sind die Unsummen an Spenden welche das zusammen kommen. Von Firmen und Leuten, welche sich ganz nach der Propagana von Edward Bernays und Sigmund Freuds Propaganda eine weisse Weste erkaufen wollen.

    Schaut wie cool und sozial wir sind...
    • Dr no 18.04.2019 09:14
      Highlight Highlight und was ist jetzt falsch daran ?
  • Psychonaut1934 18.04.2019 01:55
    Highlight Highlight Kann man schon Wetten platzieren was zuerst fertig ist, ND, BER oder Stuttgart21? Ich tippe mal auf ND.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 17.04.2019 23:26
    Highlight Highlight Bei allem Respekt vor Kultur, Architektur, Geschichte und Religion (alles Dinge, die mich leidenschaftlich interessieren):
    Langsam übertreibt man es mit dieser Berichterstattung. In Südostasien, Südamerika und Afrika brennen Wälder jeden Tag. L‘Oréal zum Beispiel braucht die Flächen, um darauf Palmöl herzustellen. L‘Oréal hat nun 200 Millionen Euro gespendet. Für Notre-Dame. 😕
    • EvilBetty 18.04.2019 13:15
      Highlight Highlight Sowas nannte man früher Ablasshandel 😂
  • Oxymora 17.04.2019 22:28
    Highlight Highlight Toll wie Multimilliardäre und Konzerne in kürzester Zeit eine Milliardenspende zu Stande bringen, wenn eine Betbude brennt.

    Wenn die Spende bis zu 90% (Annahme; konnte Bruno Le Maire heute nicht dazu befragen) von den Steuern abgezogen werden kann und die Medien in der Welt herumposaunen was das für tolle Leute/Konzerne das sind, handelt es sich im Grunde um sehr, sehr preiswerte, weltweite Propaganda für den Konzern.
    • Todesstern 18.04.2019 05:48
      Highlight Highlight Nennt sich Propaganda.
    • DerMeiner 18.04.2019 10:07
      Highlight Highlight Wenn sie das Geld behalten = nicht gut.
      Wenn sie das Geld spenden = nicht gut.
      Wenn sie das Geld verbrennen = wahrscheinlich auch nicht gut.

      Sollen sie einfach aufhören zu existieren, oder wie stellt ihr euch das so vor? Jammern, jammern, jammern...
    • Oxymora 18.04.2019 21:06
      Highlight Highlight @ DerMeiner

      Kleine Hilfe für Sie

      Steuern bezahlen = gut
  • Juan95 17.04.2019 21:25
    Highlight Highlight Wieso das "Uns" so beschäftigt hat? Vermutlich weil praktisch der ganze Watson-Feed mit der Notre Dame zugepflastert war, ganz zu schweigen von den anderen Medien. Mich hat das nicht mehr berührt als wenn irgendwo im Emmental eine Scheune abfackelt.
    • fabwue 17.04.2019 22:45
      Highlight Highlight Dito. Wobei eine Scheune 10 mal nützlicher ist.
    • Garp 17.04.2019 23:21
      Highlight Highlight Na ja, nicht jeder hat einen Bezug zu Geschichte und Kunst.
    • Bowell 18.04.2019 07:36
      Highlight Highlight Wie hat es Konrad Adenauer so schön gesagt: "Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont."
  • PaLve! 17.04.2019 21:12
    Highlight Highlight Schlimm das steht ausser Frage.
    Stellt euch mal vor wie es beispielsweise den Leuten in Deutschland nach dem Krieg ergangen ist, dessen Bombardierungen oftmals nicht strategische Ziele hatten, sondern die Moral des Volkes zu schwächen, indem sie in Massen Kultur zerstörten...
    • äxgüsi 18.04.2019 13:23
      Highlight Highlight Sehr schlimm.. zum glück machen das westliche Länder heute nicht mehr.. ach warte.. da war doch was in Aleppo.
    • PaLve! 18.04.2019 19:21
      Highlight Highlight Stimmt total. Scheint so, als hätte dort keine der Parteien Respekt gegenüber der Kultur...
  • Triple A 17.04.2019 20:34
    Highlight Highlight Mich würde eher die Meinung eines Psychologen zu dieser Fragestellung interessieren!
  • Patrick Bateza 17.04.2019 20:10
    Highlight Highlight 700 millionen für die katholische kirche... grob 0,001 prozent von ihrem reichtum im keller des vatikans... werd versteht😳
    Benutzer Bild
    • Bowell 17.04.2019 21:59
      Highlight Highlight Oh man schämt sich neuerdings Mensch zu sein...🤦‍♂️
    • Grabeskaelte 18.04.2019 02:41
      Highlight Highlight @Bowell: Was heisst da neuerdings? Man muss sich schon lange schämen zu dieser degenrierten Rasse namens Homo Sapiens zu gehören. Die Exponenten auf den Kontintenten Europa und Nordamerika sind besonders schlimm...
    • DerMeiner 18.04.2019 10:08
      Highlight Highlight ND gehört nicht der Katholischen Kirche... Aber hauptsache mimimimi.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sapientia et Virtus 17.04.2019 19:46
    Highlight Highlight Das Feuer hat die Kathedrale überlebt. Hoffen wir, dass sie auch den Architekturwettbewerb zum Wiederaufbau überlebt und nicht gemäss dem Dogma Nr. 1 des modernen Denkmalschutzes - keine originalgetreue Rekonstruktion - völlig verunstaltet wird!
  • bfm 17.04.2019 19:44
    Highlight Highlight Ob es den Atheisten, welche sich unter der geistigen Führung von Stamm hier auf Watson zuhauf tummeln nun passt oder nicht, die Religion war seit jeher und überall auf der Welt Kulturträger Nummer 1. (Die Ausnahme, welche die Regel bestätigt, ist der sozialistische Realismus und sein Pendent im Faschismus, was jedoch ohne weiteres als die damals gültige "Religion" angesehen werden darf).
    So sind uns durch die ganze Menschheitsgeschichte grossartige Kulturdenkmäler hinterlassen worden und es ist unsere kollektive Pflicht, ungeachtet des persönlichen Glaubens zu diesen Sorge zu tragen.
    • ulrico 17.04.2019 22:00
      Highlight Highlight Sehr richtig!
      Ich bin zwar Atheist, mais je suis aussi Notre-Dame. Und ja, mir standen die Tränen zuvorderst. "Einmal wird kommen der Tag, da die heilige Ilion hinsinkt. Priamos selbst und das Volk des lanzenkundigen Königs".
    • Simon 17.04.2019 22:39
      Highlight Highlight Genau. Im Jemen zum Beispiel wurden und werden gerade auch zahlreiche religiöse Kulturdenkmäler zerstört. Ruag sei dank verdienen wir mit. Das ist dann aber natürlich etwas ganz anderes.
    • moedesty 18.04.2019 01:36
      Highlight Highlight man wurde in diese religiöse kultur hineingezwungen. früher sogar abgeschlachtet falls man nicht im club war. hakenkreuze wurden verboten.
  • irgendwie so: 17.04.2019 19:40
    Highlight Highlight Vergänglichkeit - mich erinnert der Brand an die Vergänglichkeit von allem und jedem. Damit muss man leben. Ich finde die 'Wiederaufbau-Hysterie" zwar nachvollziehbar, teile sie aber überhaupt nicht.

    Natürlich muss man wieder etwas bauen - aber so wie es war wird es eh nie mehr... schon nur weil man weiss, dass vieles nicht mehr original sein wird.
    Also vielleicht doch lieber auf und in den Trümmern etwas neues entstehen lassen, das Verbundenheit mit der Geschichte und der Hoffnung auf eine gute Zukunft verbindet?
    • bokl 17.04.2019 21:21
      Highlight Highlight In einem Gebäude mit mehreren hundert Jahren Geschichte ist kaum etwas mehr ein Original ...
  • RandyRant 17.04.2019 19:23
    Highlight Highlight Gemäss der hochanerkannten Amadeu-Antonio Stiftung ist die Art wie "uns" im Artikel verwendet wird bereits eine Form von Hate-Speech.
    • Basti Spiesser 18.04.2019 07:39
      Highlight Highlight Haha geil. Aber weisst du auch warum?
    • RandyRant 18.04.2019 20:13
      Highlight Highlight wahrscheinlich ist es eine mikro-agression oder sowas.
      Die linke Hand weiss nicht was die linkere tut oder so. Schon lustig ;)
  • Silent_Revolution 17.04.2019 19:10
    Highlight Highlight Nach 11 Artikeln nun noch ein Interview zum Brändlein eines weit entfernten Hauses.

    Titelvorschlag: Warum wir wollen, dass die Zerstörung der Notre Dame so beschäftigt!

    Ich habe 5 Kommentare zum Thema verfasst, nicht einer wurde veröffentlicht. Bis auf den Letzten war keiner gegen die Kommentarregeln. Ging bestimmt nicht nur mir so. Es scheint gewissen Redaktoren einfach nicht zu passen, wenn man diesem Haus nicht huldigt und sich empört.

    Inhaltslose Kommentare ala : "wie furchtbar", weinende Smilies, "Ich bin traurig" en Masse.

    Für mich war`s das mit Watson. War schön mit euch.
    • Garp 17.04.2019 23:26
      Highlight Highlight Mach's gut, ich werd Dich vermissen!
    • bfm 18.04.2019 07:59
      Highlight Highlight qualis artifex pereo
      vielleicht fühlen Sie sich in den Kommentarspalten anderer Medien besser aufgehoben.
  • arni99 17.04.2019 18:59
    Highlight Highlight Wie krank ist das den? Da wird dieser Brand eines Symbol von jener Kirche, die in den letzten 2000 Jahren schuld an unzähligen Gräueltaten ist, verglichen mit einer der grössten Katastrophen in Europa mit 30000 - 100000 Toten. Wer so einen Blödsinn rausläst würde besser mal seine Wertvorstellungen hinterfragen.
    • Armend Shala 17.04.2019 19:18
      Highlight Highlight Sprechens so auch über den Islam? 😌
    • arni99 17.04.2019 22:14
      Highlight Highlight Armend jede Sekte ist überflüssig! Und die meisten sind auch gefährliche Hirnwaschmaschienen
    • Psychonaut1934 18.04.2019 01:50
      Highlight Highlight Sie sollten sich kalmieren. Ich empfehle Gurmaltin, Gurkenwasser mit Ovomaltine, es fördert die kalmierung.
  • dmark 17.04.2019 18:48
    Highlight Highlight Ist schon komisch. Kaum wird für eine Sache gespendet oder Geld ausgegeben, schon kommen andere aus ihren Löchern gekrochen und fragen nach, ob sie auch etwas abbekommen können.
    Oder dann noch diejenigen, welche immer wieder sagen, dass man dieses Geld für andere Projekte besser hätte ausgeben können.
    Nun, die Spender wollen aber in diesem Fall ihr Geld für den Aufbau von Notre-Dame verwendet sehen. Damit muss man nun leben - ob man es gut findet oder auch nicht.
    • bokl 17.04.2019 19:01
      Highlight Highlight "Nun, die Spender wollen aber in diesem Fall ihr Geld für den Aufbau von Notre-Dame verwendet sehen. Damit muss man nun leben..."
      Beim Kleinspendern vielleicht. Aber bei den Milliardären kann man sich zurecht fragen, ob nicht ein grösserer Teil ihres Vermögens dem Willen der Allgemeinheit (und nicht Macrons) unterstellt werden sollte ...
    • Patrick Bateza 17.04.2019 20:13
      Highlight Highlight geb ich dir recht... aber ist trotzdem ein bisschen wie wenn man elon musk nach einem autoufall zum trost ein neues auto schenkt🤔
  • infomann 17.04.2019 18:06
    Highlight Highlight Der Wiederaufbau finde ich ok. Was bezahlt der Vatikan, die haben ein Milliarden Vermögen und lassen die anderen bezahlen?
    • bokl 17.04.2019 19:07
      Highlight Highlight @Infomann
      Und was bezahlen die CS/UBS? China? Saudi-Arabien? Haben auch alle Milliarden und keine Verbindung zur Notre-Dame...
    • Nevermind 17.04.2019 19:25
      Highlight Highlight Du kannst kein Milliardenvermögen anhäufen, wenn du nicht bereit bist andere dafür bezahlen zu lassen.
    • infomann 17.04.2019 22:39
      Highlight Highlight @ bokl
      Der kleine aber wichtige Unterschied ist doch.
      Das Gebäude gehört dem super reichen Vatikan.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mad Heidi 17.04.2019 17:46
    Highlight Highlight Ich fände es schön, wenn du dies lesen würdest @BetterTrap. Nicht, um deine Meinung ändern zu wollen, aber vielleicht, um dein Verständnis zu fördern.
  • Butschina 17.04.2019 17:35
    Highlight Highlight Ich finde es zwar schön, dass viele Menschen für den Wiederaufbau spenden wollen. Dennoch fühle ich immer einen schalen Beigeschmack bei sowas. Es gibt Millionen Menschen die nichts zu essen haben. Das wäre in meinen Augen noch wichtiger als der genaue Wiederaufbau. Als Kompromiss könnte man ein neues Dach bauen ohne genauen Nachbau. Das gesparte Geld könnte in Nahrungsmittelprojekte gespendet werden. Im Eingangsbereich könnte mit Fotos das ganze dokumentiert werden.
    • Pet R. Pan 17.04.2019 18:16
      Highlight Highlight Schöne Idee.
      Verstehe die ⚡️ nicht..
  • Jesses! 17.04.2019 17:34
    Highlight Highlight Ich verstehe die Welt nicht. Natürlich hat dieses Bauwerk einen historischen, architektonischen, künstlerischen, emotionalen und nicht zuletzt einen touristischen Wert. Dennoch ist es Stein; faktisch leblos; ein Gebäude halt. Ich hinterfrage das Verhalten der Menschen: Multimilliardäre, die sich sofort mit Spenden gegenseitig überbieten, weinende Menschen, Solidarität, Mitgefühl, Staatstrauer...Herrgott!! Es ist einfach nur absurd: Wäre eine menschliche Tragödie passiert, hätte dies nie ein solches Ausmass angenommen. Das macht mich nachdenklich und ekelt mich an. Ja: es ist nur Stein!
    • Supermonkey 17.04.2019 17:43
      Highlight Highlight Stein und Holz! 👆
    • AlteSchachtel 17.04.2019 18:03
      Highlight Highlight Man muss nicht die Welt verstehen, man muss die Franzosen verstehen.

      Die ticken kulturell und historisch schon anders und sind diesbezüglich emotionaler als wir.
      Notre Dame ist auch wegen Victor Hugo präsent. Das erfolgreiche Musical Notre Dame de Paris wurde nach der Uraufführung 1998 bis 2017 in aller Welt aufgeführt.

      Jeder der kulturell, historisch und francophon geprägt oder interessiert ist, versteht die Franzosen. Ich liebe dieses Volk gerade wegen dieser Leidenschaft, wie sie sich jetzt wieder zeigt.
    • Garp 17.04.2019 18:09
      Highlight Highlight Es ist eben nicht nur Stein. Es ist bearbeiterter Stein und Holz über beinahe 200 Jahre. Er erzählt uns Geschichte von Fortschritt in Statik, erzählt uns von Religion, Weltlichem, von Vergangenheit usw. . Es haben tausende Menschen mitgewirkt.

      Geschichte in Stein ist nicht leblos. Der Stein oder das Holz hält Geschichte lebendig, macht sie fühlbar, zumindest für mich, egal ob in Palmyra, auf dem Markusplatz oder in einer Kathedrale. Ich denke dann an all die Menschen die da lebten, mitwirkten. Es zeigt mir auch unsere Vergänglichkeit und dass doch jedes Menschenleben zählt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rundumeli 17.04.2019 17:31
    Highlight Highlight zuviel hype um eine touristenfalle ... als ort der "einkehr" hat das längstens ausgedient ... make something smart !
    • Gigi,Gigi 17.04.2019 19:33
      Highlight Highlight Das war eben nie eine Touristenfalle. Der Eintritt war immer gratis und einTeil war immer für die stille Einkehr abgesperrt!
    • ingmarbergman 17.04.2019 19:55
      Highlight Highlight Ich war zwar noch nie dort, und weiss auch nicht genau wie es geht, aber ich habe eine falsche Meinung dazu und posaune sie ungefragt in die Welt hinaus.

      - Jeder Wutbürger im Internet
    • rundumeli 17.04.2019 22:30
      Highlight Highlight immerhin ... wird für den geknickten turm jetzt architekturwettbewerb gestartet ... chapeau, macron!
  • Clife 17.04.2019 17:25
    Highlight Highlight Wie kommt man vom Brand der Notre-Dame auf Klimawandel? Das eine hat so gar nichts mit dem anderen zu tun. Das wäre wie wenn wir jetzt die AHV Steuervorlage mit dem Klimawandel in Verbindung bringen...zwei unterschiedliche Bereiche die gleichzeitig bearbeitet werden können von zwei unterschiedlichen Branchen.
    • dmark 17.04.2019 18:53
      Highlight Highlight Aber hey - der Klimawandel... Stell dir vor, man würde jetzt, ob der Notre-Dame Geschichte den Klimawandel aussen vor lassen oder gar Greta vergessen. Mon Dieu!
    • Sarkasmusdetektor 17.04.2019 22:33
      Highlight Highlight Oft etwa so viel wie die Unternehmenssteuer mit der AHV...
    • Dr no 18.04.2019 09:35
      Highlight Highlight Tja Clive, der Klimawandel hat mit ND etwa so viel zu tun, wie die Steuersenkung für Unternehmen mit der AHV....
  • Rossini 17.04.2019 17:19
    Highlight Highlight Weiss man denn schon wieviel die katholische Kirche zum Wiederaufbau beisteuert?
    • Supermonkey 17.04.2019 17:44
      Highlight Highlight Oder die Versicherung?
    • dmark 17.04.2019 18:43
      Highlight Highlight Wird man sehen. Nur gehört Notre-Dame dem französischen Staat. Die Kirchen wurden in Frankreich enteignet.
      Somit ist Notre-Dame eigentlich Allgemeingut.
    • bokl 17.04.2019 19:05
      Highlight Highlight @Rossini
      Wohl prozentual soviel, wie sie von den Einkünften in den letzten Jahren erhalten haben ...

      Kirche ≠ Katholisch
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  • Pet R. Pan 17.04.2019 17:08
    Highlight Highlight "Warum uns der Brand der Notre-Dame so beschäftigt"

    Wen beschäftigt?

    Wen beschäfftigen die 1000e Menschen, welche täglich auf unserem Planeten verhungern?
    • Alphonse Graf Zwickmühle 17.04.2019 17:59
      Highlight Highlight Falls Du auf eine gerechte Welt hoffst, wünsche ich dir viel Geduld.
    • Wander Kern 17.04.2019 19:10
      Highlight Highlight Ich fasse mal zusammen:

      Ein tragisches Ereignis A sollte uns nicht beschäftigen, weil es ein noch tragischeres Ereignis B gibt.
      Es lässt sich fur jedes A ein B finden, weshalb uns im Grunde gar nichts zu beschäftigen braucht:
      Was sollen mich 100 Tote eines Attentates beschätigen, wenn 1000 Menschen in einem Erdbeben gestorben sind. Und was sollen mich 1000 Erdbebenopfer interessieren, wenn einem Krieg 10000 zum Opfer gefallen sind...
      Dein Argument ist nichtmal falsch oder richtig, es ist inhalts- und bedeutungslos.
    • AlteSchachtel 17.04.2019 19:20
      Highlight Highlight Es werden nicht weniger Menschen hungern, wenn die Notre Dame zur Ruine wird.

      Ist es nicht ein bisschen einfach, jetzt dieses Ereignis für die Schere zwischen Arm und Reich verantwortlich zu machen?
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In Zusammenarbeit mit: Jelena Gučanin, Nana Karlstetter, Mahret Kupka, Julia Pühringer, Theresia Reinhold, Hedwig Richter, Nicole Schöndorfer, Margarete Stokowski und Brigitte Theissl.

Je verwirrender die Welt scheint, um so stärker wird dem Menschen die Sehnsucht nach einer Ordnung. Nach einer Einordnung. Nach anderen Menschen, die ihm Ideen, Anregung und Halt geben. Die ihm Leuchtturm sein können, in der immer wiederkehrenden, scheinbar schrecklichsten aller Zeiten.

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