Kunst
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Abraham Poincheval musste zeitweilig seinen Sitz verlassen, um das Küken schlüpfen zu lassen. Bild: screenshot livecam

Die «menschliche Henne» hat es geschafft – das erste Küken ist da! 



Der französische Aktionskünstler Abraham Poincheval hat drei Wochen auf zehn Eiern sitzend zugebracht und am Dienstag das erste Küken ausgebrütet. Er musste seinen Platz am Nachmittag vorübergehend verlassen, um das Küken schlüpfen zu lassen.

Er hatte sich am 29. März in ein Plexiglasgehäuse im Pariser Museum Palais de Tokyo begeben, um als «menschliche Henne» bei einer Temperatur von 37 Grad Hühnereier auszubrüten.

Der in eine dicke Decke gehüllte Poincheval sitzt auf einem Stuhl mit einer Kuhle, in der die Eier liegen. Das Plexiglasgehäuse, in dem Essen und Trinken bereitstehen, darf er jeden Tag nur für eine halbe Stunde verlassen. Poincheval will es vor den Augen der Museumsbesucher so lange aushalten, bis alle Küken geschlüpft sind. Erst dann will er nach Hause zurückkehren – zu seinen beiden menschlichen Sprösslingen.

Die Küken sollen später auf dem Bauernhof von Poinchevals Vater in der nordfranzösischen Normandie leben. «Sie werden nicht auf dem Tisch enden», sagte Christian Poincheval lachend.

epa05822832 French performance artist Abraham Poincheval (C) is helped by medical staff on leaving a 12-tonne stone boulder within which he lived for a week as a performance entitled 'Pierre' (Stone) at the Palais de Tokyo art museum in Paris, France, 01 March 2017. Poincheval, had carved out a hole inside the rock with just enough room for him to sit up in, with a niche to hold supplies of water, soup and dried meat. He stored his own excrement around him.  EPA/ETIENNE LAURENT

Vor der «Eier-brüt-Aktion» sass der Extremkünstler eine Woche lang in einem Felsen. Bild: ETIENNE LAURENT/EPA/KEYSTONE

Bei seiner letzten spektakulären Performance hatte sich der 44-jährige Poincheval im Februar eine Woche lang in einen tonnenschweren Felsen einsperren lassen. In dem ebenfalls im Palais de Tokyo ausgestellten Felsbrocken war eine kleine Höhle eingearbeitet, die in leicht vergrösserter Form Poinchevals Sitzhaltung nachzeichnete. Das Publikum konnte Poincheval nur dank einer Infrarotkamera beobachten.

Der Extremkünstler machte in der Vergangenheit bereits mehrfach durch ausgefallene Aktionen von sich reden. Unter anderem lebte er zwei Wochen lang im Inneren eines ausgestopften Bären. (sda/afp)

epa05556964 French artist Abraham Poincheval sits atop a 20-meter-high platform in front of the Gare de Lyon in Paris, France, 26 September 2016. Poincheval plans to live on the platform for six days in the frame of the Nuit Blanche annual night-time arts festival on 01 October.  EPA/ETIENNE LAURENT

Sitzen kann er gut: Wie zum Beispiel hier, als er sich für sechs Tage auf eine 20 Meter hohe Plattform vor dem Gare de Lyon setzte. Bild: ETIENNE LAURENT/EPA/KEYSTONE

Kunst, Kunst, Kunst!

Ordentlich! Künstler macht wilde Graffitis leicht lesbar

Link zum Artikel

Es ist an der Zeit, den malenden Valentin Lustig in seinem Atelier an der Langstrasse zu besuchen

Link zum Artikel

Die Frau mit dem Fleisch – oder was ein «Luxustouristen-Paket» in den Walliser Alpen mit Migrationspolitik zu tun hat

Link zum Artikel

Wie H.R. Giger zum Film kam? Es hat mit Drogen, «Dune» und Salvador Dalí zu tun

Link zum Artikel

Vielleicht krieg' ich jetzt einen Zusammenschiss, aber ich kann diese nackte, grenzauflösende Menstruations-Kunst einfach nicht mehr sehen 

Link zum Artikel

Ab in den Abfall! Kunst, die eine Wegwerfreaktion auslöst 

Link zum Artikel

Der «Stricher» ist in Zürich zurück: Harald Naegeli sprayt seinen Zorn an die Wand

Link zum Artikel

Diese kleinen Superheldinnen sind dem strengen viktorianischen Zeitalter entflohen

Link zum Artikel

Über das Leben von «Tags» – Die verachteten Zeichen der modernen Stadt bekommen eine eigene, liebevolle Ausstellung

Link zum Artikel

Eine Künstlerin schenkt Opfern von häuslicher Gewalt gratis Tattoos. Und die Ergebnisse sind ... einfach unglaublich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Diese 16 Bilder zeigen, wie wahre Liebe hinter verschlossenen Türen aussieht

Amanda Oleander illustriert Menschen, vorzugsweise Pärchen, in sehr intimen Momenten und teilt diese mit ihren rund 50'000 Followers auf Instagram.

Dabei zeichnet sie die eng miteinander verbundenen Menschen nicht etwa beim Geschlechtsverkehr oder heftigen Diskussionen, sondern bei ganz normalen Alltagssituationen. Beim Angucken der Illustrationen merkt man: Es sind die kleinen Dinge, welche die ganz grosse Liebe ausmachen.

(cta)

Artikel lesen
Link zum Artikel