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Emma Amour

Du sollst nicht vögeln, wo du arbeitest? Papperlapapp! 

Irgendwann wurden Liebeleien am Arbeitsplatz dazu verdammt, unangebracht und schlecht zu sein. Blödsinn, findet Emma und erklärt, warum Sex im Bürokeller das Beste ist, das du deinem Hormonhaushalt schenken kannst.
02.03.2018, 11:4703.03.2018, 09:14

Ich habe bis jetzt in drei Grossbetrieben gearbeitet. Und wie das so ist, in Grossraumbüros kommt man sich nahe. Wäre ich ein Tiger Woods, würde das so klingen:

«Hallo, ich bin Emma, ich hatte Sex mit meinem Chef. Und mit einem Kollegen auf der gleichen Hierarchiestufe. Und mit einem anderen Chef. Nicht ganz so ein hohes Tier wie Boss 1.»

Warum ich das getan habe? Warum nicht? Oder anders gefragt: Wo, wenn nicht am Arbeitsplatz, soll es zu Herzflattern, Affären und sogar Liebe kommen? Sich im Arbeitsumfeld kennenzulernen ist schliesslich sehr viel weniger verkrampft als über Tinder & Co.

Den ersten Sex mit dem Chef hätte ich mir sparen können. Obwohl die Nummer in diesem Fall zu einer Beziehung führte, die drei Jahre dauerte. Er, cholerisch, eifersüchtig, machoid. Ich jung, naiv und geblendet. Am Schluss verliess er mich.

Oh du alles andere als heiliges Weihnachtsfest!

Zwei Jobs später tun es mir gerade zwei Männer an. Ein Boss und ein Kollege auf gleicher Hierarchiestufe. Ersterer raubt mir den Atem jeden Morgen aufs Neue. Ist geil, aber auch anstrengend.

Mit dem Kollegen ist es lockerer. Wir finden uns super. Und machen keinen Hehl daraus. Während zwei Jahren mailen wir, flirten und schauen uns hinterher, wenn einer den Platz verlässt. Wir beginnen, uns auch ausserhalb der Arbeitszeiten zu treffen. Das Erstaunliche: Wir haben keinen Sex, sind aber in der Friendzone so dicke wie sonst keine anderen.

Am zweiten Weihnachtsfest kommt es zur Erfüllung meiner geheimsten sexuellen Träume.

Der Boss – er ist nicht mein direkter Vorgesetzter – und ich landen im gleichen Uber. Wo vor allem er sehr betrunken anhänglich wird. Was ich null ablehne. Wir fahren noch keine 200 Meter, bis ich seine Hand in meiner Hose spüre. Wir landen bei ihm. Wo wir viel Spass haben, dann einschlafen und dann noch einmal noch etwas mehr Spass haben.

Im Büro ist's dann etwas schräg. Bis ich ihm per SMS mitteile, dass alles easy ist. Ausser seine Bettwäsche. Die sei hässlich. Er lacht, ich lache, unsere Liaison ist gegessen und wir zwar nie mehr so locker wie vor dem Weihnachtsessen, aber okay. Hat sich voll gelohnt!

Von der Friendzone zu Friends mit Benefits und zurück

Das beste Mal, als ich die Regel «Never fuck the Company» brach, war mit dem Friendzone-Kollegen. Nach einer Party verpasst er den letzten Zug. Strike, Schicksal. Auf dem Weg zu mir drückt er mich an eine Hauswand und küsst mich. Ich, total perplex, breche in schallendes Gelächter aus. Er lässt sich nicht beirren und macht weiter.

Im Lift zu meiner Wohnung ist mein Haar verwuschelt, mein Kleid zerrissen und mein Lippenstift überall – nur nicht auf meinem Mund.

Wir schlafen aneinander gekuschelt ein. Am nächsten Tag strahlen wir uns über die Tische an. Selten bin ich so produktiv wie an diesem Tag. Und wie die nächsten paar Wochen. So lange setzen wir auf Friends with Benefits. Über den Mittag bei ihm, mir, nachmittags fummeln wir rasch im Kopierraum und abends während «Überstunden» im Keller.

Als ich mich in einen anderen verliebe, lassen wir unsere Kleider wieder an und bewegen uns zurück in die Friendzone. Wo wir heute noch die beste Antwort auf Bonnie und Clyde sind.

Zusammenfassend kann ich zu «Never fuck the Company» wirklich nur eines sagen: 

Haha.

Adieu,

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Emma Amour ist ...
... Stadtmensch, Single, Anfang 30 – und watsons neue Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch jeden Freitag deinen Fragen annimmt. Und keine Sorge, so wie auch Emma, wirst auch du mit deiner Frage anonym bleiben. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Shutterstock-Illustration aussehen. Öppe.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Shutterstock-Illustration aussehen. Öppe.bild: shutterstock/unsplash/watson

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